Mittwoch, 19. März 2014

[Wer "A" sagt . . .] mit Bernd Perplies








Vor meiner Karriere als Autor  . . . .

… hatte ich vor, Lokomotivführer, Feuerwehrmann, Astronaut, Meeresbiologe, Filmregisseur und Rollenspiel-Erfinder zu werden – in ungefähr dieser chronologischen Reihenfolge. Tatsächlich gearbeitet habe ich einige Jahre im Deutschen Filminstitut in Frankfurt am Main und in Wiesbaden, unter anderem für filmportal.de, eine Website, die sich ganz dem deutschen Film zwischen 1895 und heute gewidmet hat.


Mir gefällt an meinem Beruf, . . . .

… dass er voller Abwechslung ist. Dass er mir erlaubt, meine Kreativität zu entfalten. Dass ich erst um neun Uhr aufstehen muss, dafür aber bis tief in die Nacht schreiben kann. Dass ich für eine Arbeit bezahlt werde, die ich liebe. Dass ich mit dem, was ich tue, vielen Lesern ein paar Stunden der abenteuerlichen Zerstreuung schenken darf.


Ein Tag im Leben eines Autors . . . .

… ist grundsätzlich zu kurz. Ich jongliere für gewöhnlich mit so vielen Ideen, Projekten und Interessen gleichzeitig herum, dass ich mir regelmäßig abends wünsche, der Tag hätte noch ein paar Stunden mehr, um all das zu schaffen, was ich gerne noch geschrieben und gelesen und sonst so gemacht hätte. 


Meine Ideen für ein Buch . . .

… haben ihren Anfang meist in einem sehr vagen Eindruck, einem Konzept, einer Figur, einem Schlüsselbild. Von da an arbeite ich mich langsam bis zu einem Exposé voran, dann zu einem Kapitelexposé und schließlich zum Roman selbst. Inspiration hole ich mir dabei von überallher: aus dem Internet, aus der Zeitung, während langer Zugfahrten, die ich aus dem Fenster schauend verbringe, oder bei Spaziergängen durch die Stadt, bei denen ich die Menschen um mich beobachte.


Ein unvergessliches Erlebnis als Autor . . .

… war für mich der Moment, als mir ein Freund erzählte, seine kleinen Töchter hätten zu Fasching als die Hauptfiguren meiner Kinderbuchreihe „Drachengasse 13“ gehen wollen. Überhaupt hat mir die mit meinem Autorenkollegen Christian Humberg verfasste Reihe viele tolle Momente beschert. Etwa den, als mir ein Fan einen unglaublich gelungenen, selbst genähten Fleck überreichte (Fleck ist ein kleiner Drache, der in der Buchreihe das Maskottchen gibt). Oder als ein Kollege mir im März 2012 erzählte, sein Sohn habe gefragt, wie oft er noch schlafen müssen, bis es August sei (der Monat, in dem der vierte Band von „Drachengasse 13“ erscheinen sollte).


Mein Lieblingsbuch . . .

… kann ich unmöglich benennen. Ich habe zu viele gelesen, aber nur sehr wenige davon zwei Mal –einfach, weil es mich ständig reizt, neue Geschichten kennenzulernen. Zu den Büchern, die mich im Laufe der letzten 25 Jahre auf die eine oder andere Weise berührt haben, gehören aber beispielsweise „Spiegelzeit“ von Wolfgang Hohlbein, „Berge des Wahnsinns“ von H. P. Lovecraft, „Die Farben der Magie“ von Terry Pratchett, „Der Drachenbeinthron“ von Tad Williams und „Rendezvous mit Rama“ von Arthur C. Clarke (in etwa dieser chronologischen Reihenfolge).


Als nächstes plane ich . . .

… mir ein Abendessen zuzubereiten. Und danach schreibe ich vielleicht noch ein wenig. So bis Mitternacht. Denn einerseits schreibe ich nicht nur gerne abends, ich habe andererseits 2014 auch noch eine Menge vor. Also keine falsche Müdigkeit vorschützen! Frisch hineingestürzt ins Meer der Ideen.








Als Kind . . . .

… habe ich bei einer Deutschklausur in der Grundschule heillos überzogen, weil ich einfach nicht aufhören konnte, die fantastische Welt zu beschreiben, die wir uns als Aufgabenstellung ausdenken sollten.


Bücher . . . .

… sind meine einzige wahre Sucht.


Es war einmal . . . .

… ein junger Mann, der sich entscheiden musste, ob er einen „ordentlichen“ Job ergreifen oder seinen Traum leben sollte; er entschied sich für Letzteres – und hat es nie bereut.


Am liebsten . . . .

… esse ich meine Pizza mit Hackfleisch, Pilzen, Zwiebeln und Paprika.


Seit gestern weiß ich, . . . .

… dass der Wertstoffhof bei uns in der Stadt dienstags geschlossen hat.


Schon immer . . . .

… frage ich mich, warum es den Menschen offenbar so viel leichter fällt, einander zu schaden, als nett zueinander zu sein.


Ich will gar nicht wissen, . . . .

… wie viel Platz ich in zehn Jahren brauche, um meine Büchersammlung unterzubringen.






Bernd Perplies, geboren 1977 in Wiesbaden, studierte Film- und Literaturwissenschaft in Mainz. Parallel zu einer Anstellung beim Deutschen Filminstitut (DIF) in Frankfurt am Main, wandte er sich nach dem Studium dem professionellen Schreiben zu. Heute ist er als Schriftsteller, Übersetzer und Journalist tätig. Er ist Redakteur der Website Ringbote.de sowie des "Corona Magazine" und gehört zum Übersetzungsteam der "Star Trek"-Romane von Cross Cult. Im August 2008 kam sein Debütroman "Tarean - Sohn des Fluchbringers" auf den Markt, weitere Werke folgten."Drachengasse 13" ist sein erstes Kinderbuch. Bernd Perplies lebt bei Stuttgart, zusammen mit etwa 1000 Büchern und einer einzelnen tapferen Grünpflanze.

Mehr über ihn erfahrt ihr auf: www.bernd-perplies.de

(Bild- und Textquelle: *klick*)






  1. Drachengasse 13, Band 01: Schrecken über Bondingor    → zu meiner Rezension
  2. Drachengasse 13, Band 02: Geister aus der Tiefe
  3. Drachengasse 13, Band 03: Das Geheimnis der Xix
  4. Flammen über Arcadion    → zu meiner Rezension
  5. Im Schatten des Mondkaisers    → zu meiner Rezension
  6. Das geraubte Paradies
  7. Magierdämmerung 1 - Für die Krone
  8. Magierdämmerung 2 - Gegen die Zeit
  9. Magierdämmerung 3 - In den Abgrund
  10. Tarean - Sohn des Fluchbringers
  11. Tarean - Erbe der Kristalldrachen
  12. Tarean - Ritter des Ersten Lichts
  13. Perry Rhodan Neo 15: Schritt in die Zukunft
  14. Perry Rhodan Neo 26: Planet der Echsen
  15. Das schleichende Grauen

      
      
      
      
      




Lieber Bernd, 
herzlichen Dank, dass du bei meiner Aktion "Wer A sagt . . " mitgemacht hast. Es ist für mich immer sehr spannend, Kontakt mit den Autoren selber zu haben. Nochmals herzlichen Dank für dein Gewinnspiel, bei dem ich ein signiertes Exemplar von "Das geraubte Paradies" gewonnen habe. Ich bin schon sehr gespannt, wie die letzte Reiseetappe von Carya aussieht.
Und ja, auch mein Tag hat immer zu wenige Stunden ... bei mir ist aber der Grund, um all die tollen Bücher, die ihr Autoren schreibt, zu lesen ....
liebe Grüsse Favola


Und wer auch die anderen B-Sager kennenlernen möchte, findet diese hier: *klick*

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