Dienstag, 27. Juni 2017

[ABC Challenge der Protagonisten] Monatsaufgabe Juni




Der Juni ist ja auch schon wieder so weit vorangeschritten, dass ich ein schlechtes Gewissen habe ..... 

Zuerst gibt es aber erst einmal die Lösungen zum Mai-Kreuzworträtsel:
(Die Punkte habe ich euch schon in der Übersicht eingetragen.)
  1. Alice aus "Lifers - Es gibt kein Entkommen"
  2. Fletscher aus "Die Dämonenakademie - Die Inquisition
  3. Darkus aus "Käfer-Queen"
  4. Polly aus "Dears Summer"
  5. Denton Little aus "Tot war ich gestern"
  6. Ella aus "Paper Palace"
  7. Kasienka aus "Die Sprache des Wasser"
  8. Koenigstochter (Stormheart - Die Rebellin)
  9. Teva aus "Einzig"

Lösungswort: CHALLENGE



Auch im Juni geht es selbstverständlich wieder um Protagonisten .... und zwar müsst ihr als erstes die Buchtitel entwirren und dann den entsprechenden Namen herausfinden. Ist der Titel rot geschrieben, suche ich die Protagonistin, ist er blau geschrieben, den Protagonisten. Damit es nicht all zu schwer wird, habe ich Bücher verwendet, die ich in diesem Jahr schon gelesen habe.



1.     BALDIOCI


2.     SCARP PERPINES

3.     WERTDEELF

4.     GEIZIN

5.     MARS REUMED

6.     STONE YUGlLE

7.     TEN UND RARE

8.     ERWIN HUTCHT


  • Jedes richtige Wort ergibt einen Punkt, ihr könnt also insgesamt 8 Punkte sammeln.
  • Das unten stehende Formular muss bis am 9. Juli 2017  ausgefüllt sein, damit die Punkte gewertet werden.
  • Bitte nennt keine Lösung in den Kommentaren.


Sonntag, 25. Juni 2017

[Rezigramm] "Der Prinz der Elfen" von Holly Black



Titel: Der Prinz der Elfen
Autorin: Holly Black
Übersetzerin: Anne Brauner
Verlag: cbt (3. April 2017)
Genre: Urban Fantasy
ISBN: 978-3570164099
Seitenzahl: 416
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren


Inhalt:
Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen …
(Bild- und Textquelle: cbt Verlag)  



Am Ende eines Waldweges, hinter einem Bach und einem ausgehöhlten Baumstamm mit Asseln und Termiten, stand auf dem Erdboden ein Sarg aus Glas. Darin schlief ein Junge mit Hörnern und Ohren, so spitz wie Messer

Schon die ersten Sätze versprechen eine magische, sagenhafte Geschichte.
Die Geschwister Hazel und Ben leben in Fairfold, das ans Elfenreich grenzt. Im Wald steht ein gläserner Sarg, in dem ein wunderschöner Elfenprinz schläft. Um ihn ranken sich viele Geschichten und er ist ein grosser Anziehungspunkt für Touristen. Hazel und Ben fühlen sich seit Kindheitstagen zum Elfenprinzen hingezogen, haben sich viele Geschichten um ihn ausgedacht und ihm all ihre Geheimnisse anvertraut.


Doch eines Tages ist der Sarg eingeschlagen und der gehörnte Junge ist weg. Genau an dem Morgen, an dem Hazel mit dreckigen Füssen aufwacht und eine geheime Botschaft findet. Die Geschwister müssen sich den Geheimnissen ihrer Vergangenheit stellen und Hazel muss in die Rolle schlüpfen, die sie sich als Kind immer erträumt hat. Als Ritter möchte sie ihren Bruder und ganz Fairfold retten, denn in dem Ort scheint nichts so zu sein, wie es ist.


Protagonisten sind äusserst wichtig für eine Geschichte. Holly Black hat eine ganze Palette an facettenreichen und interessanten Charaktere geschaffen, die vor allem eines sind: anders. Sympathieträger sind sie auf jeden Fall nicht, was aber meiner Meinung nach perfekt in die Geschichte passt.
Hazel und Ben sind total unterschiedlich und doch sind sie beide in den schlafenden Elfenprinzen verliebt. Während Hazel einen Jungen nach dem anderen küsst und sich mit oberflächlichem Flirten schützen möchte, wartet ihr Bruder auf den einen Richtigen. 

Die Grundidee hat mir sehr gut gefallen.
Tief im Wald herrscht der Erlkönig, dazu kommen die verschiedensten Elfen und andere fantastische Wesen, der geheimnisvolle gehörnte Junge und dann ist da auch noch das Monster, das Fairfold in Angst und Schrecken versetzt. All dies wird mit einigen Mythen und zahlreichen Geheimnissen verwoben, so dass eine unheimlich dichte Atmosphäre entsteht.

Die Geschichte wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zudem bekommt man manchmal das Gefühl, Holly Black, habe den roten Faden verloren. Ab und zu verliert sie sich in Details und die Geschichte wirkt zum Teil etwas skurill und wirr. So muss man etwas Geduld mitbringen und sich durch den Wald an Intrigen und Fragezeichen kämpfen.


Holly Blacks Schreibstil lässt sich flüssig lesen. Sie schreibt meistens in kurzen, prägnanten Sätzen.
"Der Prinz der Elfen" wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was zwar sehr interessant ist, manchmal jedoch etwas sprunghaft wirkt.




In "Der Prinz der Elfen" entführt uns Holly Black in eine magische Welt mit einer dichten Atmosphäre. Die Geschichte ist düster, geheimnisvoll, zum Teil blutig und etwas eklig, wirr und skurill und vor allem anders.
Man muss etwas Durchhaltewillen mitbringen und sich durch den Wald an Fragezeichen und geheimen Machenschaften kämpfen, bevor Holly Black einen in den Bann ziehen kann. Dann bekommt man jedoch eine spezielle Elfengeschichte geboten, in der nichts so ist, wie es scheint.






© Favolas Lesestoff

Mittwoch, 21. Juni 2017

[Rezension] "Zimt und zurück" von Dagmar Bach






Titel: Zimt und zurück
Reihe: Die vertauschten Welten der Victoria King, Band 2
Autorin: Dagmar Bach
Verlag: FISCHER KJB (23. Februar 2017)
Genre: humorvoller Jugendroman, Fantasy
ISBN: 978-3737340489
Seiten: 368
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 12 Jahren



Dagmar Bach hatte mich mit dem ersten Band "Zimt und weg" köstlich unterhalten. Der Trilogieauftakt war ein humorvolles Jugendbuch allererster Sahne und ehe man sich versah, war das Buch auch schon verschlungen. So freue ich mich schon riesig auf die Fortsetzung.



Seit Vicky in Parallelwelten springen kann, ist ihr Leben ganz schön kompliziert geworden. Trotzdem schwebt Vicky auf Wolke Sieben, denn sie ist seit kurzem mit Konstantin zusammen, dem coolsten Jungen der ganzen Schule. Aber wie verhält man sich eigentlich, wenn man einen Freund hat? Vielleicht ist so ein Parallel-Ich sogar ganz praktisch – damit kann sie nämlich in der Parallelwelt »üben«, ein bisschen weniger schüchtern zu sein! Aber Vicky hat die Rechnung ohne das Schicksal gemacht. Denn das hält für sie eine ganz schön große Überraschung bereit, als sie aus ihrer ganz persönlichen »Test-Umgebung« zurückkehrt ...
(Textquelle: Fischer KJB)





Einstieg ins Buch:
Ein kräftiger Windstoss blies mir plötzlich ins Gesucht, und ich stolperte erschrocken.
Was war denn jetzt los? Hatte ich nicht vor einer Sekunde noch in meinem kuschligen Bett gelegen?

Dagmar Bach hatte mich mit ihrem ersten Band "Zimt und weg" köstlich unterhalten. Der Trilogieauftakt war ein humorvolles Jugendbuch allererster Sahne und ehe man sich versah, war das Buch leider auch schon verschlungen. So freute ich mich riesig auf die Fortsetzung und ich kann euch jetzt schon verraten, dass mit "Zimt und zurück" mindestens so gut gefallen hat.

Sofort habe ich mich in den vertauschen Welten der Victoria King wieder zurecht gefunden und spürte schon nach wenigen Seiten, dass ich hier wieder einmal ein humorvolles Wohlfühlbuch der Sonderklasse in der Hand hielt. 
Auch im zweite Band riecht Vicky Zimtschnecken, doch sie tauscht dieses Mal nicht mit Tori aus "Zimt und weg" die Plätze sondern mit Parallelwelt-Victoria. So ist der erste Band im Grunde genommen in sich abgeschlossen, was einem den Einstieg ins Buch sehr leicht macht.

Vicky ist inzwischen 15 Jahre alt geworden und seit kurzem mit Konstantin zusammen. Die Beziehung der beiden nimmt einigen Platz in Anspruch, kommt aber ganz ohne Drama aus und ist erfrischend realistisch. Vicky pendelt nämlich zwischen Wolke 7 und Unsicherheit hoch 2 hin und her. Konstantin ist einfach toll, aber wie funktioniert so eine Beziehung eigentlich? Und wie genau küsst man? Sie findet sich einfach zu schüchtern. Warum also nicht ihre Sprünge ausnutzen und in der Parallelwelt ein bisschen üben? Doch damit bricht das Chaos aus und sie bringt ihre Doppelgängerin in die eine oder andere peinliche Situation.

Und wieder einmal dachte ich daran, wie mächtig doch das oft belächelte Schicksal war. Denn dass es so etwas gibt, daran glaubte ich auf jeden Fall, und nach allem, was mit in den letzten Wochen passiert war (die ganze Springerei und so), noch viel mehr.
Denn was wäre eine Welt ohne Schicksal?

Auch "Zimt und zurück" ist wieder köstlich unterhaltsam und zaubert einem ein ums andere Mal ein Schmunzeln aufs Gesicht. Wir treffen altbekannte Charaktere und lernen neue kennen. So taucht Tante Polly im Prinzessin-Elsa-Nachthemd auf, ihre Grosseltern setzen sich beim romantischen Open-Air-Kino-Date zu Vicky und Konstantin auf die Picknickdecke und 'Röschen' treibt im heimischen Bed & Breakfast alle fast in den Wahnsinn. 

Dagmar Bach bietet einmal mehr eine turbulente, originelle und lustige Geschichte, die man nicht mehr aus der Hand legen möchte und die einen etwas wehmütig zurück lässt, weil sie viel zu schnell fertig ist. Nur gut, dass im September das Finale der Zimt-Trilogie erscheint.




originell, charmant, humorvoll
Auch "Zimt und zurück" liest sich locker flockig und versüsst einem den Alltag mit viel Humor. Dagmar Bach hat ein Wohlfühlbuch der Extraklasse geschaffen, aus dem man einfach nicht mehr auftauchen möchte. 
Bitte mehr davon!









      
  1. Zimt und weg     →  meine Rezension
  2. Zimt und zurück
  3. Zimt und ewig     (Erscheinungstermin: 21. September 2017)







Dagmar Bach, Jahrgang 1978, war schon immer der festen Überzeugung, dass es mehr als ein Universum geben muss. Denn manchmal passieren ihr so merkwürdige Dinge, dass die ganz klar aufs Konto eines ihrer Parallel-Ichs gehen. In einer dieser Welten war sie außerdem Innenarchitektin und schrieb jahrelang auf so ziemlich alles, was ihr unter die Finger kam. Heute ist sie glücklich, im Schreibuniversum ihr Zuhause gefunden zu haben und sich nur noch ihrer großen Leidenschaft des Geschichtenerzählens widmen zu können. Dagmar Bach lebt mit ihrer Familie in München.

(Textquelle: Fischer Verlage)



Dagmar Bach hat sich mir auch schon als B-Sagerin zur Verfügung gestellt:




© Favolas Lesestoff

Sonntag, 11. Juni 2017

[Rezension] "Der Kuss der Lüge: Die Chroniken der Verbliebenen 01" von Mary E. Pearson





Titel: Der Kuss der Lüge
Reihe: Die Chroniken der Verliebenen, Band 1
Autorin: Mary E. Pearson
Übersetzerin: Barbara Imgrund
Verlag: Bastei Lübbe (one by Lübbe) (16. Februar 2017)
Genre: High Fantasy
ISBN: 978-3846600368
Seiten: 560
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren



"Der Kuss der Lüge" ist der erste Band der Chroniken der Verbliebenen. Das Buch von Mary E. Pearson wurde mir empfohlen.




Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch das Mädchen entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen ...
(Textquelle: Bastei Lübbe)







Einstieg ins Buch:
Heute war der Tag, an dem tausend Träume sterben mussten und ein einziger geboren wurde.

Als erste Tochter hat Prinzessin Lia eine grosse Bürde zu tragen, denn sie soll mit dem Thronfolger des benachbarten Königreichs verheiratet werden. Für Lia ist das tragisch, denn zum einen darf sie nicht wie ihr Bruder frei wählen, wen sie lieben und heiraten möchte, zum andern darf sie ihren Auserwählten nicht einmal vorher kennenlernen. So flieht sie gemeinsam mit ihrer Zofe und Freundin Pauline. 
Durch ihre Flucht weckt sie das Interesse des sitzen gelassenen Prinzen noch mehr und er entschliesst sich, einen Blick auf die Prinzessin zu werfen, die ihm entgangen ist.  Doch er ist nicht der Einzige, der sich an ihre Fersen heftet. Auch ein Attentäter ist ihr auf der Spur, denn nicht alle begrüssen es, dass die beiden Königreiche eine Allianz eingehen wollen.

Die Kapitel sind aus verschiedenen ich-Perspektiven geschildert. Allen voran lernen wir so natürlich Lia sehr gut kennen, doch dann erleben wir auch die Sichtweise des Prinzen, des Attentäters, von Rafe und Kaden. Mary E. Pearson hat das sehr geschickt eingefädelt, so dass man als Leser sehr lange nicht weiss, wer nun wer ist und so könnte man böse überrascht werden.

"Der Kuss der Lüge" ist der Auftakt zu einer vierteiligen Reihe und so lässt es die Autorin ruhig angehen. Als Leser hat man genügend Zeit, die Protagonistin kennenzulernen und sich in der Welt zurecht zu finden. Die Geschichte startet mit der Flucht vor der Hochzeit nämlich ganz einfach und wird dann immer komplexer und nimmt gegen Ende des Buches beinahe epische Ausmasse an. Da kann man wirklich gespannt sein, was in den Folgebänden alles noch kommt.

Ich hatte ihn kalt erwischt. Mehr, als dass ich es sah, hatte ich es gefühlt. Seine spürbare Unrast. Ein Prickeln auf meiner Haut. Die Härchen, die sich in meinem Nacken aufstellten. Warum? Was hatte ich getan? Ich wusste es nicht, aber ich starrte noch auf den schwarzen Tunnel des Pfads, in dem er verschwunden war, bis der Wind an den Ästen über mir rüttelte und mich daran erinnerte, dass es schon spät und der Wald sehr dunkel und ich allein war.     (Seite 114)

Lia hat mir als Protagonistin unheimlich gut gefallen. Sie weiss genau, was sie (nicht) will und tut auch etwas dafür. So ist sie sich auch nicht zu schade, ihr Prinzessinnendasein abzulegen und im Gasthaus zu arbeiten. Sie ist Loyal, lässt sich nicht fremd bestimmen, übernimmt aber auch Verantwortung. Aus diesem Holz sind Heldinnen geschnitzt, die das Leserherz im Sturm erobern.

Mary E.Pearsons Schreibstil lässt sich flüssig lesen, ist jedoch sehr ausführlich, zum Teil sogar schon richtig detailverliebt. So weist vor allem der Anfang die eine oder andere Länge auf, langweilig wurde es mir jedoch nie. "Der Kuss der Lüge" ist für mich ein richtig toller Schmöker, in dessen Welt man eintauchen kann. 
Zwischen den einzelnen Kapiteln findet man immer wieder alte Schriften und schnell wird klar, dass die Autorin damit auf etwas hin arbeitet. Sie hat einen tollen Plot konstruiert und ermöglicht uns hier nur einen ersten Einblick. Es ist noch nicht klar, wie das nun genau mit Lias Gabe ist, was genau die Verbliebenen sind, .... So gibt es auch in den Folgebänden noch genug zu entdecken. Und nach dem Showdown von Band 1 muss, die Fortsetzung sowieso so schnell wie möglich her. 





"Der Kuss der Lüge" ist ein vielversprechender Auftakt einer neuen Fantasy-Reihe. Mary E-Pearson startet ruhig und nimmt sich Zeit für ihre Charaktere. Dann tauchen wir immer tiefer in die Geschichte ein, verstricken uns in gelegte Fallen und lassen uns mehr und mehr von den Chroniken der Verbliebenen mitreissen. 
Trotz kleinen Kritikpunkten ist dieser erste Band ein richtig toller Schmöker, der mir viel Lesespass gebracht hat.









      

  1. Der Kuss der Lüge
  2. Das Herz des Verräters
  3. Die Gabe der Auserwählten     (Erscheinungstermin: 26.10.2017)
  4. Der Glanz der Dunkelheit     (Erscheinungstermin: Frühjahr 2018)

mehr zur Reihe: *klick*






Mary E. Pearson hat bereits verschiedene Jugendbücher geschrieben. Der Kuss der Lüge, Auftaktband der Chroniken der Verbliebenen, ist der erste ihrer Titel, der auf Deutsch erscheint. In den USA hat sie damit in Bloggerkreisen geradezu einen Hype ausgelöst. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Hunden in Kalifornien.

(Textquelle: Bastei Lübbe)



© Favolas Lesestoff

Freitag, 9. Juni 2017

[neuer Lesestoff] Im April und Mai war ich ganz schön brav ....



Irgendwie habe ich es einfach nicht geschafft, euch meine April-Neuzugänge früher zu zeigen. Und da ich in den letzten beiden Monaten ganz brav war, habe ich die beiden Beiträge einfach zusammengenommen. So zeige ich euch heute meine neuen Bücher aus den Monaten April und Mai.


Mit dem zweiten Band "Die weisse Rose" schenkte mir Amy Ewing zwar unterhaltsame Lesestunden, doch leider hat sie das Potential der Geschichte meiner Meinung nach nicht ganz ausgeschöpft. Ich hoffe, dass dieses Durchschnaufen ein Atemholen für ein fulminantes Finale ist. So werde ich "Das Juwel. Der Schwarze Schlüssel" schon bald lesen.

Mit "Pearl - Liebe macht sterblich" bietet uns Julie Heiland einmal mehr Lesestoff, den man kaum aus der Hand legen kann. Ihre Idee und das Setting ist grandios umgesetzt und die Geschichte löst beim Lesen viele Emotionen aus - ab und zu jedoch auch ein Augenrollen, weil es etwas zu kitschig ist. Der Ausflug nach Venedig lohnt sich aber trotzdem!
Das Buch habe ich schon gelesen und rezensiert.

In "Einzig" zeigt Kathryn Evans einen sehr speziellen Genremix: Thriller mit Science Fiction Elementen und Highschool coming-of-Age. Die Autorin wartet mit einer frischen Idee auf, von der ich noch nie gehört habe.
Stell dir vor, dein Leben dauert nur 365 Tage. Danach lebt jemand anders dein Leben weiter.
Doch die 17-jährige Teva will ihr Leben nicht kampflos an die Nächste abgeben.

Lange habe ich darauf gewartet, dass "Fangirl" von Rainbow Rowell übersetzt wird. Alle, die das Original gelesen hatten, waren begeistert. Nur gut, hat sich Hanser dem Buch angenommen, so dass wir die Zwillinge Cath und Wren ab dem 24. Juli kennenlernen dürfen. 
Ich habe mich riesig darüber gefreut, als ich ein Überraschungspaket von den Verlagen bekommen habe und ich so "Fangirl" und "Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow" schon jetzt lesen kann.

"Emmy & Oliver" steht schon seit seinem Erscheinungstermin auf meiner Wunschliste. Dank Katrin durfte es nun endlich bei mir einziehen. Nochmals vielen Dank!
Es soll eine bittersüsse, dramatische und romantische Liebesgeschichte sein und mit authentischen Charaktere und einem witzigen Erzählstil bestechen. Davon muss ich mich einfach selber überzeugen.

Lisa Moore hat bisher mehrere Kurzgeschichten und Romane veröffentlicht, nun erschien mit "Das Glück hat vier Farben" ihr erstes Jugendbuch.
Die 16-jährige Flannery ist seit sie denken kann in Tyrone verliebt. Durch ein Schulprojekt kommt ihr die Idee, Liebestränke für die Mitschüler anzufertigen und löst damit einen richtigen Hype aus. Es heisst nämlich, die Mixturen sollen tatsächlich wirken . . . doch plötzlich scheinen die Dinge aus dem Ruder zu laufen.


Habt ihr schon einen meiner Neuzugänge gelesen?
Zu welchem Buch würdet ihr zuerst greifen?


Montag, 5. Juni 2017

[Rezigramm] "Windfire" von Lynn Raven


Titel: Windfire
Reihe: nein
Autorin: Lynn Raven
Verlag: cbt (14. Dezember 2015)
Genre: Urban Fantasy
ISBN: 978-3570161029
Seitenzahl: 464
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren


Inhalt:
Las Vegas – inmitten der glitzernden Stadt der Glücksspieler schlägt Jessie sich gerade so durch. Immer knapp bei Kasse, versetzt sie ein kostbares Erbstück. Doch kaum hat der Schmuck den Besitzer gewechselt, poltert ein unberechenbarer Fremder in Jessies Leben: Shane. Und er verlangt genau dieses Amulett von ihr.
Die Begegnung der beiden entfacht ungeahnte Leidenschaft: Feuer trifft auf Wind, Halb-Djinn auf Hexe. Wie echte Gegensätze ziehen sich Jessie und Shane an, stoßen sich ab, und Magie bricht sich Bahn. Schnell wird klar, dass sie gemeinsame Feinde haben. Halb auf der Flucht, halb auf der Suche reisen sie zusammen in die Wüstenstadt Petra, um dort Antworten zu finden – Antworten, die weiter führen als je gedacht.
(Bild- und Textquelle: cbt Verlag)  




Mit "Blutbraut" konnte mich Lynn Raven damals richtig begeistern. Obwohl das Buch recht umfangreich war, hatte es in kürzester Zeit verschlungen. Kein Wunder also, dass ich recht hohe Erwartungen an ihr neues Buch hatte.
Jessica DeLaney hat es wirklich nicht leicht. Sie kann sich mit drei Jobs nur gerade so über Wasser halten und muss schauen, dass sie die Krankenhausrechnungen für ihren Stiefbruder begleichen kann.


Und dann taucht auch noch ein zwar äusserst attraktiver, aber vor allem unberechenbarer Fremder auf, der das „Herz des Simurgh“ verlangt. Doch Jessie hat das Amulett, das sie von ihrer Mutter geerbt hatte, nicht mehr. Sie versucht, den neuen Besitzer ausfindig zu machen. Erschrocken muss sie feststellen, dass ihr Leben immer komplizierter wird.


Jessie macht es einem wirklich nicht einfach. Klar hat sie es nicht leicht, doch sie ist zum Teil wirklich sehr anstrengend und zickig. Zum Glück hat sich das nach einer Weile etwas gelegt, so dass ich mich doch noch mit ihr arrangieren konnte.
Auch bei Shane hatte ich erst meine Vorbehalte, denn er erschien mir zu sehr als 0815-Macho. Doch recht schnell musste ich mir eingestehen, dass mehr hinter seinem Charakter steckte, was sehr interessant war.

Die Grundidee hat mir sehr gut gefallen. Lynn Raven hat in "Windfire" eine ganz neue Welt innerhalb der unsrigen entwickelt. Diese stützt sich auf verschiedene Legenden und Mythen des Orients. Auch mit den fantastischen Wesen beweist die Autorin einen grossen Ideenreichtum. Mir hat es gefallen, dass diese auf die vier Elemente aufgebaut wurden.
Das Setting Las Vegas ist auch sehr gut gewählt. Die Metropole mitten in der Wüste ist ein verheissungsvoller Schauplatz, darum fand ich es schade, als die Protagonisten diesem den Rücken kehrten.

"Windfire" bietet viele Wesen und viele Ideen und allen möchte Lynn Raven gerecht werden. Sie reisst vieles an, das sie in diesem einen Band nicht zu Ende bringen kann. So eine komplexe Welt müsste mehr Platz bekommen und so erscheint "Windfire" eher als Auftakt zu einer Reihe als ein Einzelband. Hier wäre weniger definitiv mehr gewesen.


Lynn Ravens Schreibstil liest sich flüssig, doch leider fehlt ihm das besondere Etwas, das ihn sonst auszeichnet. Dafür bietet die Geschichte eine gute Portion Sarkasmus und Humor, was sehr unterhaltsam ist.
In "Windfire" begleiten wir abwechselnd Jessie und Shane, ab und zu erhalten wir jedoch auch noch einen Einblick in eine weitere Perspektive.




"Windfire" ist eine unterhaltsame Geschichte mit einer tollen Grundidee. Lynn Raven wollte jedoch zu viel. Sie schneidet viele Themen an, die sie nicht zu Ende bringt, so dass sie mich am Ende etwas unzufrieden zurückgelassen hat. 






© Favolas Lesestoff

[Rezension] "Für immer Hollyhill" von Alexandra Pilz






Titel: Für immer Hollyhill
Reihe: Band 3
Autorin: Alexandra Pilz
Genre: Jugendliteratur, Fantasy
Verlag: Heyne Verlag (29. Februar 2016)
ISBN: 978-3453270282
Seiten: 384
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren




"Zurück nach Hollyhill" und "Verliebt in Hollyhill" waren für mich so richtige Wohlfühlbücher mit dem gewissen Etwas. So freue ich mich auf den Abschluss der Trilogie.




Zwei Mal schon hat Emily mit dem englischen Dorf Hollyhill Abenteuer in anderen Zeiten erlebt. Doch jetzt ist sie schweren Herzens nach Hause zurückgekehrt, wild entschlossen, ihre große Liebe Matt zu vergessen und einfach ein ganz normales Leben zu führen. Ein Leben mit ihrer Oma und ihrer besten Freundin Fee. Aber wo steckt die eigentlich? Sie wird doch nicht …? Doch, Fee ist kurzerhand in den Flieger gestiegen und hat Hollyhill gefunden. Und noch während sich Fee in den umwerfend charmanten Cullum verguckt, reist der Ort in die wilden Zwanzigerjahre. Emily muss hinterher! Denn dort lauert große Gefahr: Matt ist dabei, eine riesige Dummheit zu begehen. Nicht nur sein Schicksal, sondern das von ganz Hollyhill steht auf dem Spiel. Kann Emily das Dorf und den Jungen retten, den sie über alles liebt?
(Bild- und Textquelle: Heyne Verlag)




Einstieg ins Buch:
Wie meinen Sie das, sie sind noch nicht zurückgekehrt? Vergangene Woche sagten Sie mir doch…

"Zurück nach Hollyhill" und "Verliebt in Hollyhill" waren für mich so richtige Wohlfühlbücher mit dem gewissen Etwas. Kein Wunder also, dass ich mich darauf freute, nach Hollyhill zurückzugehen - ein letztes Mal zumindest, denn "Für immer Hollyhill" ist der Abschluss dieser Trilogie.

Emily ist es alles andere als leicht gefallen, Hollyhill und seine lieb gewonnenen Einwohner - allen voran ihre Grossmutter und ihre grosse Liebe Matt - zurückzulassen und nach Hause nach München zu fahren. Sie möchte ein ganz normales Leben mit ihrer Oma und ihrer besten Freundin Fee führen. Doch genau diese kann sie nach ihrer Rückkehr nicht erreichen. Erst durch den Besuch von Joe und Silly erfährt Emily, dass Fee ihr nachgereist ist und Hollyhill gefunden hat. Kaum da, ist der Ort gemeinsam mit ihr in die Zwanzigerjahre gesprungen. So macht sich Emily erneut auf ins Dartmoor, denn sie muss ihrer Freundin helfen. 

Mir hat es sehr gut gefallen, dass Fee in diesem letzten Band mehr Platz bekommen hat. Auf der Suche nach Emily hat sie wirklich Hollyhill entdeckt und fühlt sich sehr wohl. Daran ist natürlich nicht nur der Ort selber, sondern vor allem auch ein gewisser junger Mann Schuld, was Emily gar nicht gut findet. Fee blüht regelrecht auf und bringt frischen Wind nach Hollyhill. Sie nimmt zwar alles ein bisschen zu sehr auf die leichte Schulter, doch das ist wohl mit der rosa Brille der Verliebtheit zu entschuldigen.

Ich wäre niemals einfach hiergeblieben, ohne zumindest in Erwägung zu ziehen, was das für meine beste Freundin bedeuten könnte, wenn ich von heute auf Morgen ins Nichts verschwinde.
Fees Magen zog sich zusammen, und sie hielt sich für einen Moment an der Kante des Spülbeckens fest. Wie hatte sie nur so unsensibel sein können?     (Seite 184)

Nachdem die Bewohner Hollyhills in den vorangegangenen Bänden die 80er Jahre und 1811 mit den romantischen Regency-Kleidern und den eleganten Hochsteckfrisuren durcheinandergewirbelt hatten, geht es dieses Mal also in die goldenen Zwanziger. Ich muss jedoch sagen, dass Alexandra Pilz dieses Mal die Atmosphäre der Zeit nicht so gut eingefangen hat wie die letzten beiden Male.

Sie konzentriert sich mehr auf das Chaos, das im kleinen Örtchen herrscht, denn zu Emilys Entsetzen ist Matt verschwunden. Zudem stimmt etwas mit dem Zeitreisen nicht und die Bewohner sehen Gespenster. So ist auch "Für immer Hollyhill" sehr spannend und unterhaltsam zu lesen. Doch leider bleibt das Finale meiner Meinung nach hinter seinen Vorgängern zurück. Es wird zu viel um den heissen Brei herumgeredet, nicht alles wird zufriedenstellend aufgelöst und ich hätte mir am Ende noch einen richtigen Aha-Moment gewünscht.

Auch wenn dieses Mal das gewisse Etwas gefehlt hat, habe ich auch diesen dritten Teil gerne gelesen und blicke auf eine schöne Trilogie zurück.



"Für immer Hollyhill" ist der Abschluss der Trilogie rund um Emily, Matt und dem zeitreisenden Dorf. Auch wenn mich das Finale nicht ganz so begeistern konnte wie die ersten beiden Bände, erlebte ich einmal mehr unterhaltsame Lesestunden in Hollyhill. Alexandra Pilz hat eine Trilogie zum Wohlfühlen geschaffen.






      

  1. Zurück nach Hollyhill     → meine Rezension 
  2. Verliebt in Hollyhill        → meine Rezension 
  3. Für immer Hollyhill






© Gabriela Neeb


Alexandra Pilz hat am gleichen Tag Geburtstag wie Jane Austen. Die Journalistin liebt England, hat eine Schwäche für komplizierte Liebesgeschichten, lebt mit Mann und Katze in München und träumt von einem Cottage in Cornwall. "Zurück nach Hollyhill" ist ihr Debütroman.
(Bild- und Textquelle: Heyne)

Hier geht es zum Blog der Autorin:   *klick*









Alexandra Pilz hat sich mir auch schon als B-Sagerin zur Verfügung gestellt:





© Favolas Lesestoff