Freitag, 7. Juli 2017

[Rezension] "Nova und Avon 1. Mein böser, böser Zwilling" von Tanja Voosen






Titel: Nova und Avon. Mein böser, böser Zwilling
Reihe: Nova und Avon, Band 1
Autorin: Tanja Voosen
Illustratorin: Petra Hämmerleinova
Genre: Fantasy
Verlag: Carlsen (3. März 2017)
ISBN: 978-3551653819
Seiten: 304
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 11 Jahren







"Nova und Avon - Mein böser, böser Zwilling" ist das erste Kinderbuch von Tanja Voosen. Es überzeugt mich mit einem tollen Cover und einer interessanten Inhaltsangabe, so dass ich es unbedingt lesen musste.



Hier ist NOVA: unscheinbar, schüchtern, tollpatschig. Dort ist ein böser Fluch. Und auf einmal gibt es AVON: intrigant, zuckersüß und verflucht gefährlich ...
Nova ist sprachlos. Sie glaubt nicht an Magie. Doch seit sie auf dem Jahrmarkt von einer Wahrsagerin verhext wurde, ist da plötzlich diese Doppelgängerin: Avon. Eine hinterhältige Nova-Kopie, die sich bei Novas Eltern einschleimt, die dem süßesten Typen der Schule peinliche Sachen sagt und Novas Wellensittich ärgert.
Schnell wird klar: Nova muss ihren bösen Zwilling wieder loswerden. Sie muss mutig sein und über ihren Schatten springen. Vor allem aber braucht sie eine gute Freundin – am besten mit magischen Fähigkeiten. Denn gegen so viel schwarze Magie hilft nur eines: noch mehr Magie ...
(Bild- und Textquelle: Carlsen Verlag)





Einstieg ins Buch:
Mit einem Mal hatte Nova Stark die seltsame Vorahnung, dass der Tag nicht gut enden würde.

Tanja Voosens Bücher waren bisher überwiegend im Bereich Contemporary Young Adult angesiedelt. "Nova und Avon. Mein böser, böser Zwilling" ist nun der Auftakt zu ihrer ersten Kinderbuchreihe - wobei Kinderbuch meiner Meinung nach auch nicht ganz die richtige Bezeichnung ist. Mit der Altersempfehlung ab 11 Jahren fällt es für mich gerade zwischen Kinder- und Jugendbuch.

Die 13-jährige Nova ist nicht nur schüchtern sondern auch wahnsinnig tollpatschig. Zu Beginn der Geschichte passiert ihr ein Missgeschick ums andere und sie ist so oft dem Gespött ihrer Mitschüler ausgesetzt. Dazu kommt, dass ihre Eltern sehr speziell sind und an übernatürliche Phänomene glauben. Nova selber möchte einfach nur normal sein und eine Freundin haben. Ihr Herz kann sie jedoch nur ihrem Wellensittich Wally ausschütten.
Nova schliesst man als Leser schnell ins Herz, denn sie ist ein süsses Mädchen, das das Herz am richtigen Fleck hat. Dass Protagonistinnen tollpatschig sind, ist ja inzwischen gang und gäbe und oft bringt dies auch eine gute Portion Humor mit sich. Klar waren auch hier einige Situationen lustig, doch ich muss ehrlich zugeben, dass es mir ein bisschen zu viel des Guten war, denn es hat den Anschein, dass Nova in einem negativ-pessimistischem Trott gefangen ist.

Zum Glück  lernt sie dann jedoch Fee kennen. Sie kann den Teufelskreis aus Missgeschicken und Mobbing durchbrechen. Mit ihrer offenen, quirligen Art bringt sie nicht nur Licht und Freundschaft in Novas Leben sondern vor allem auch frischen Wind in die Geschichte.

"Das war nicht meine Schuld", verteidigte sich Fee.
"Ist jetzt auch egal", sagte Nova patzig.
"Aber der Fluch, Nova!", begann Fee.
"Vielleicht gibt es ja gar keinen!", schrie Nova laut. "Vielleicht werde ich wirklich irre und bilde mit einfach alles ein. Genau, ich drehe durch. So ist es!"     (Seite 153)

Avon, Novas böser Zwilling, lässt für meinen Geschmack etwas zu lange auf sich warten. Erst in der Mitte des Buches wird Nova mit ihrer Doppelgängerin konfrontiert. Avon stellt ihr Leben nochmals böse auf den Kopf und sorgt noch zusätzlich für Missgeschicke und Chaos. Avon ist nämlich richtig gemein und möchte Novas Platz einnehmen. So spielt sie den Eltern die perfekte Tochter vor und möchte auch in er Schule zu den It-Girls gehören, wofür sie auch nicht davor zurückschreckt, Fee vor den Kopf zu stossen. Und Nova kann zum Teil einfach nur machtlos zuschauen, bevor sie endlich die Initiative ergreift und gegen Avon angehen möchte. So endet "Nova und Avon. Mein böser, böser Zwilling" positiv und ohne fiesen Cliffhanger, was für die Altersklasse genau richtig ist.

Tanja Voosen Schreibstil liest sich locker und flüssig und nach der anfänglich etwas gar dick aufgetragenen Pechsträhne hatte ich viel Lesesspass mit Nova und Fee.
Ein grosses Kompliment geht auch an die Illustratorin Petra Hämmerleinova, denn das wunderschöne Cover ist nicht nur ein richtiger Eyecatcher sondern passt auch noch perfekt zur Geschichte.






spannend, humorvoll, magisch
"Nova und Avon. Mein böser, böser Zwilling" ist nicht nur optisch ein Hingucker, auch der Inhalt hat es in sich. Tanja Voosen bietet vieles: eine verfluchte Pechsträhne, eine beinahe magische Freundschaft, ein böser Zwilling und den Anfang einer ersten Liebe.
Obwohl mir die Geschichte stellenweise etwas too much war, konnte mich dieser Auftaktband gut unterhalten und ich bin gespannt, was Avon Gemeines für ihre Rückkehr im Frühjahr 2018 plant.







  1. Nova und Avon. Mein böser, böser Zwilling
  2. Nova und Avon. Avons Rückkehr     (erscheint im Frühjahr 2018)

     





Tanja Voosen wurde 1989 in Köln geboren und lebt heute in der Nähe der Eifel. Während ihres Abiturs begann sie sich zum ersten mal mit dem Schreiben von Geschichten zu befassen und kurze Zeit später auch zu publizieren. Wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, den Weg nach Hogwarts zu suchen, weil die Realität so schlecht ohne echte Magie auskommt, steckt sie ihre Nase in gute Bücher und treibt sich in der Welt der Blogger herum.
(Textquelle: Carlsen Verlag)



© Favolas Lesestoff

Kommentare:

  1. Hallo Favola,

    das Buch liegt noch auf meinem SUB und ich möchte es auf jeden Fall im Juli oder August lesen. Bisher habe ich auch fast nur gutes darüber gelesen.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Hallo Uwe
      Ja, damit wirst du bestimmt auch viel Lesespass haben :-)
      lg Favola

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