Sonntag, 3. Mai 2015

[Rezension] "Die Liebe der Göttin" von Aprilynne Pike





Titel: Die Liebe der Göttin
Reihe: ja, Band 2/2
Autorin: Aprilynne Pike
Genre: Jugendliteratur, Urban Fantasy
Verlag: cbj (29. September 2014)
ISBN: 978-3570157756
Seiten: 416
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 12 Jahren




Nachdem mich Aprilynne Pike mit "Der Kuss der Göttin" zu fesseln und positiv überraschen vermochte, musste ich natürlich auch herausfinden, welches Ende es mit Tavia und ihren Kräften und Ängsten nimmt.


Endlich weiß Tavia, wer sie wirklich ist: eine Göttin, die immer wiedergeboren wird, solange sie ihren Seelenpartner findet. In diesem Leben ist es Logan, doch er erkennt nicht die Göttin in ihr. Verzweifelt versucht Tavia, seinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen, denn nicht nur ihr Schicksal hängt davon ab, sondern auch das der gesamten Menschheit. Die gefährlichen Reduciata wollen nämlich alle Götter vernichten, um noch mächtiger zu werden – und dafür haben sie ein Virus entwickelt, das bereits Hunderte Menschenleben forderte. Nur Tavia kann die Verbreitung des Virus noch aufhalten. Doch dann taucht auf einmal Benson wieder in ihrem Leben auf – Benson, dem bis vor Kurzem noch ihr Herz gehörte, der aber ein Reduciata ist …
(Bild- und Textquelle: cbj Verlag)




Einstieg ins Buch:
Das Blut pochte in meinen Schläfen - ein rasender Rhythmus im Gleichklang mit meinen Schritten. Ich komme mir lächerlich vor, dass ich mich zu etwas so Primitivem - so Menschlichem - herablasse und davonlaufe, aber ich kann sie nicht auf meine natürliche Art besiegen.

Obwohl mir der erste Band damals wirklich gut gefallen und vor allem auch positiv überrascht hatte, hat  es mir grosse Mühe bereitet, hier in der Geschichte wieder Tritt zu finden. Ich realisierte, dass ich kaum noch etwas davon wusste, was in "Der Kuss der Göttin" geschehen war und so musste ich mich nach und nach wieder einlesen. Doch Aprilynne Pike ging mit Rückblicken leider sehr sparsam um und überhäuft den Leser von Anfang an mit Namen, die ich nicht einordnen konnte. Nur gut hat die Autorin einen flüssigen Schreibstil, so dass sich der zähe Einstieg etwas vereinfachte.

Nachdem ich mir dann wieder ein Bild der Erdgebundenen, Reduciata und Curatoria gemacht und Tavia, Sonya, Rebecca, Logan, Benson und wie sie alle heissen zugeordnet hatte, konnte ich in die Geschichte eintauchen. Schnell nahm diese nämlich an Fahrt auf und geizte nicht mit Geheimnissen, Action, Intrigen und Gefühlen.

Erzählt wird auch der zweite Band aus der Sicht von Tavia. Leider war sie mir nicht wahnsinnig sympathisch. Das begann mit ihrem anfänglich ungeschickten Auftreten und endete damit, dass sie doch mehrfach egoistische Züge an den Tag legte. Ihre innere Zerrissenheit machte es einem auch nicht ganz einfach. Es soll da etwas in ihrer Vergangenheit gegeben haben, womit sie die Welt vor dem Virus retten könnte, doch Tavia kann sich einfach nicht erinnern. Ihr Gehirn ist durch den Flugzeugabsturz derart stark verletzt, dass sie als Göttin ein grosses Handicap hat, doch auch der menschliche Teil von ihr, hat seine Probleme damit.

"Logan", unterbreche ich ihn, und endlich blickt er auf. "Können wir nicht einfach erst die Welt retten?"
"Meine Welt ist es ohne dich nicht wert, gerettet zu werden", antwortet er. Dann dreht er sich um und geht.      (Seite 282)

Und dann sind da noch Benson aus dem aktuellen Leben und Logan, der in all ihren Leben ihr Seelenverwandter war. Klar, dass die Autorin daraus gleich ein Liebesdreick entwerfen musste, doch ich muss zugeben, dass es hier wirklich nachvollziehbar und auch spannend war - die zum Teil etwas kitschigen Szenen einmal ausgenommen.

Doch auch dieses Mal hat Aprilynne Pike eine abwechslungsreiche Story entworfen und den Spannungsbogen immer mehr angezogen. Nach und nach bekommt Tavia einzelne Erinnerungsfetzen zurück und konnte mit uns zusammen das Puzzle Stück um Stück zusammensetzen, bevor das ganze in einem rasanten Showdown endete, bei dem mir leider alles ein bisschen gar schnell ging. Das Ende der Dilogie ist sehr offen gehalten und hat mich mit der einen oder anderen Frage zurück gelassen.



Nach einem zähen Einstig punktete "Die Liebe der Göttin" dann mit einer spannenden und unterhaltsamen Handlung, die in einem fulminanten Showdown endet, mich jedoch nicht ganz zufrieden zurück lässt.
Trotzdem konnte mich Aprilynne Pike mit ihren Ideen überzeugen und überraschte mich ein ums andere Mal. So ist diese Dilogie nicht nur ein Augenschmaus sondern auch unterhaltsames Fantasy-Lesefutter.





   

  1. Der Kuss der Göttin     → meine Rezension
  2. Die Liebe der Göttin







Aprilynne Pike denkt sich Elfen-Geschichten aus, seit sie ein Kind ist. Sie studierte kreatives Schreiben und schloss sich später derselben Schriftstellergruppe an, zu der auch Stephenie Meyer gehört. »Elfenkuss«, der erste Band ihrer Elfen-Fantasy, machte sie über Nacht zur gefeierten Bestsellerautorin. Pike lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Utah.
(Textquelle: cbj Verlag)



Kommentare:

  1. Band 1 hab ich daheim auf dem SuB liegen. Ich wusste gar nicht, dass es wirklich nur zwei Bände sind. Den hier muss ich mir dann auch noch besorgen, und dann kann ich auch mit dem Lesen beginnen! Danke für den Tipp. :)

    Liebste Grüße,
    Nazurka

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    1. Huhu Nazurka

      Als "Die Liebe der Göttin" erschien, hiess es plötzlich, dass es nur zwei Bände sein würden. Nun wurde ich aber von einer anderen Bloggerin darauf aufmerksam gemacht, dass die Autorin gerade an Band 3 schreibe und der Verlag das erst falsch kommuniziert habe. Da muss ich nachher gleich mal meine Rezension anpassen ...
      Und wenn ich so den Schluss anschaue, bin ich eigentlich ganz froh, dass es noch weitergeht, denn das war ja auch ein Kritikpunkt von mir.

      lg Favola

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  2. Huhu!

    Das Buch ist heute angekommen, vielen Dank dafür! :)

    Ich habe mir von deiner Rezi jetzt nur das Fazit durchgelesen und das klingt ja - trotz der lediglich drei Punkte - nicht so schlecht :) Ich bin gespannt!

    GlG,
    Nicole

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