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Donnerstag, 14. September 2023

"Future Fairy Tales - Geschichten aus einer anderen Welt" von Holly-Jane Rahlens






Titel: Future Fairy Tales
Untertitel: Geschichten aus einer anderen Welt
Autorin: Holly-Jane Rahlens
Übersetzerin: Christiane Steen
Verlag: Rowohlt Taschenbuch (8. März 2022)
Seiten: 272
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 13 Jahren



Ich muss ja ehrlich zugeben, dass mir "Future Fairy Tales" zuvor überhaupt nicht aufgefallen ist - auch wenn ich die Autorin kenne. Als das Buch dann für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde, musste ich mir diese Geschichten aus einer anderen Welt genauer anschauen...



Montag, 18. Juli 2022

"Bloom: Jetzt greifen sie uns alle an" von Kenneth Oppel






Titel: Bloom: Jetzt greifen sie uns alle an
Reihe: Bloom, Band 3
Autor: Kenneth Oppel
Übersetzer: Kanut Kirches
Verlag: Gulliver von Beltz & Gelberg (9. März 2022)
Genre: Science Fiction, Jugendthriller
Seiten: 456
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 12 Jahren



 
Die ersten beiden Bände von "Bloom" konnten mich völlig in ihren Bann ziehen und wussten zu überraschen. So stand also fest, dass ich unbedingt auch das Finale lesen und herausfinden musste, wie es mit Anaya, Petra, Seth und den Kryptogenen weitergeht.


Freitag, 21. Januar 2022

"Bloom: Sie schlüpfen auch in deiner Stadt" von Kenneth Oppel






Titel: Bloom: Sie schlüpfen auch in deiner Stadt
Reihe: Bloom, Band 2
Autor: Kenneth Oppel
Übersetzer: Kanut Kirches
Verlag: Beltz & Gelberg (18. August 2021)
Genre: Science Fiction, Jugendthriller
Seiten: 444
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 12 Jahren




Eigentlich hätte "Bloom: Die Apokalypse beginnt in deinem Garten" ganz gut ein Einzelband sein können, wenn da nicht die allerletzte Seite gewesen wäre... Dort wartete der Autor mit einem richtig fiesen Cliffhanger auf und liess uns das Buch mit einer Gänsehaut schliessen. So stand also fest, dass ich auch die Fortsetzung lesen und herausfinden musste, wie es mit Anaya, Petra und Seth weitergeht.

Samstag, 23. Januar 2021

"Bloom: Die Apokalypse beginnt in deinem Garten" von Kenneth Oppel






Titel: Bloom: Die Apokalypse beginnt im Garten
Reihe: Bloom, Band 1
Autor: Kenneth Oppel
Übersetzerin: Inge Wehrmann
Verlag: Beltz & Gelberg (11. März 2020)
Genre: Dystopie, Jugendthriller
Seiten: 345
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 12 Jahren




Von Kenneth Oppel habe ich schon Bücher gelesen, das ist nun aber schon eine Weile her. Darum war ich sehr gespannt auf sein neues Werk "Bloom: Die Apokalypse beginnt im Garten". 


Freitag, 17. April 2020

"Rat der Neun - Gegen das Schicksal" von Veronica Roth






Titel: Gegen das Schicksal
Reihe: Rat der Neun, Band 2
Autorin: Veronica Roth
Übersetzerin: Petra Koob - Pawis
Verlag: cbj (28. Januar 2019) 
Genre: Science Fiction
Seiten: 544
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren



Auf "Rat der Neun. Gezeichnet" musste ich mich ganz einlassen, um in Veronica Roths neue, komplexe Welt einzutauchen. Dann bekam ich eine grossartige Geschichte mit facettenreichen und ausserordentlich spannenden Charaktere geboten. Und da mich der gelungenen Mix aus Science Fiction und Fantasy begeistern konnte, lasse ich mir auch die Fortsetzung "Gegen das Schicksal" nicht entgehen.

Freitag, 18. August 2017

[Rezigramm] "Einzig" von Kathryn Evans


Titel: Einzig
Autorin: Kathryn Evans
Übersetzerin: Sabine Reinhardus
Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch (24. Mai 2017)
Genre: Science Fiction, Coming-Of-Age
ISBN: 978-3733502973
Seitenzahl: 368
empfohlenes Lesealter: ab 13 Jahren


Inhalt:
Stell dir vor, dein Leben dauert nur 365 Tage.
Danach übernimmt jemand anderes dein Leben: deine Clique, deinen Freund – alles, von dem du meinst, dass es einzig und allein dir gehört …
Die sechzehnjährige Teva scheint ein vollkommen normales Mädchen zu sein. Nicht einmal ihr beste Freundin Maddy oder ihr Freund Ollie ahnen, dass sie nicht ist, was sie vorgibt zu sein. Dass Teva sie anlügt, an jedem einzelnen Tag. Dass sie nur eine von vielen ist. Zu Hause warten ein Dutzend jüngere Versionen von ihr, für immer und ewig acht, neun oder zehn Jahre alt. Weggesperrt, nachdem sie 365 Tage lang so getan haben, als würden sie ein ganz normales Leben leben. 

Teva ist nicht bereit, ihre Freiheit und ihre Freunde aufzugeben, doch ihre Zeit läuft langsam ab. Nummer Siebzehn wartet nur darauf, endlich an die Reihe zu kommen. Tee beschließt, dass es ein Ende haben muss. Sie wird kämpfen, koste es, was es wolle …
(Bild- und Textquelle: Fischer Verlage)  




Schon wenn man die Inhaltsangabe liest, ist einem klar, dass "Einzig" ein sehr spezielles Buch ist. Die Idee ist grandios, aber kaum vorstellbar. Und so erlebt man im Prolog mit, wie die neue Teva im Körper erwacht, wie sie sich aus dem Körper von Fünfzehn herauskämpft.

Donnerstag, 1. Juni 2017

10 Science Fiction Bücher




Früher habe ich ja überhaupt keine Science Fiction Bücher gelesen. Heute tauche ich ab und zu gerne in eine futuristische Welt ein. Und manchmal fragt man sich dann auch, wie unsere Zukunft wohl aussehen wird. Ist in einem dieser Büchern vielleicht doch ein Funke 'Wahrheit' enthalten?


http://www.favolas-lesestoff.ch/2017/03/these-broken-stars-lilac-und-tarver.html   http://www.favolas-lesestoff.ch/2014/08/rezigramm-die-funfte-welle-von-rick.html   http://www.favolas-lesestoff.ch/2016/01/rezension-firefight-von-brandon.html   http://www.favolas-lesestoff.ch/2016/09/rezension-red-rising-von-pierce-brown.html   http://www.favolas-lesestoff.ch/2017/05/rezension-rat-der-neun-gezeichnet.html

http://www.favolas-lesestoff.ch/2017/02/rezension-diabolic-vom-zorn-gekusst-von.html   Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem   http://www.favolas-lesestoff.ch/2012/01/rezension-beth-revis-godspeed-die-reise_19.html   http://www.favolas-lesestoff.ch/2014/04/rezension-monumnt-14-von-emmy-laybourne.html  


"These Broken Stars" entführt in eine futuristische Welt, auf einen fremden Planeten. Nach dem Absturz der Icarus entführen uns die reiche Lilac und der hartgesottene Tarver nicht in einen actionreichen Krieg der Planeten, sondern überzeugen mit einer recht ruhigen Geschichte, in der ganz klar sie als Charaktere im Mittelpunkt stehen.
Ein intergalaktischer Auftakt, der Lust auf mehr macht.

Erst musste ich mich an den recht unruhigen Seegang gewöhnen, doch dann schwappte "Die fünfte Welle" über mich und die Strömung zog mich unaufhaltsam mit sich fort.
Rick Yancey hat hier ein düsteres Endzeitszenario geschaffen, das sehr durchdacht und realistisch ist. Dazu kommen starke Charaktere und einige Überraschungsmomente, die bei mir punkten konnten.

"Firefight" bietet dem Leser gleich mehrere High Epics, die den Rächern das Leben schwer machen. Es wird beobachtet, geplant, diskutiert, gekämpft, hintergangen .... und nach einigen Längen im Mittelteil überzeugt Brandon Sanderson wieder mit seinem brillanten Schreibstil, rasanter Action, überraschenden Wendungen und einem fesselnden Ende.

Mit "Red Rising" ist Pierce Brown ein faszinierender Science Fiction Roman gelungen. Mit einer erbarmungslosen Gesellschaft, brutalen Machtkämpfen und einem überraschenden Protagonisten wird der Spannungsbogen konstant hoch gehalten, so dass die 576 Seiten fast zu schnell vorüber sind.
So kann ich euch "Red Rising" nur weiterempfehlen.

Wer bereit ist, in Veronica Roths neue, komplexe Welt einzutauchen, bekommt eine grossartige Geschichte mit facettenreichen und ausserordentlich spannenden Charaktere geboten. "Rat der Neun - Gezeichnet" begeistert mit einem gelungenen Mix aus Science Fiction und Fantasy.

"Diabolic: Vom Zorn geküsst" ist eine perfekte Mischung aus Science Fiction Abenteuer, intriganter Spannung und intergalaktischer Romantik. Wenn man sich erst einmal im Universum von S.J. Kincaid zurecht findet, packt einen ihre gut durchdachte Welt dermassen, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Mit "Mind Games" beweist Teri Terry einmal mehr, dass sie durchdachte futuristische Welten entwerfen, interessante Charaktere skizzieren und vor allem sehr spannend schreiben kann. Ihre neuen Büche werden wohl alle von mir gelesen werden müssen.

"Godspeed" war wohl eines meiner ersten Science Fiction Bücher. Von Band zu Band hat sich Beth Revis gesteigert. Als die Reise begann, hat sie alles vorbereitet, bei der Suche Fährten gelegt und eine Schnitzeljagd veranstaltet und nach der Ankunft alles hochgeschaukelt ... bis zur Eskalation ....
 Die Reihe weist eine enorm dichte Atmosphäre auf, so dass man kaum zum Durchatmen kommtlagen und der Adrenalinspiegel während der gesamten Lektüre erhöht war.

Mit "Monument 14" ist Emmy Laybourne ein äusserst spannender Reihenauftakt gelungen, der mir kurzweilige Lesestunden beschert hat. Ein tolles Setting, individuelle und sympathische Charaktere und permanente Spannung zeichnen dieses Endzeitszenario aus.

Marissa Meyer konnte mich mit ihrer futuristischen Aschenputtel-Adaption "Wie Monde so silbern" überraschen und faszinieren. Ich klebte förmlich an den Seiten und ich möchte unbedingt wissen, wie es mit Cinder weitergeht wenn ihr ein modernes Rotkäppchen zur Seite gestellt wird. Leider habe ich es immer noch nicht geschafft, wie Reihe weiterzulesen.



Liest du gerne Science Fiction Bücher?
Welches sind deine Favorite in diesem Genre?





Montag, 15. Mai 2017

[Rezension] "Rat der Neun - Gezeichnet" von Veronica Roth






Titel: Rat der Neun - Gezeichnet
Reihe: Rat der Neun, Band 1
Autorin: Veronica Roth
Übersetzerinnen: Petra Koob-Pawis, Michaela Link
Genre: Science Fiction
Verlag: cbt (17. Januar 2017)
ISBN: 978-3570164983
Seiten: 608
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren








Veronica Roth hat mich mit ihrer Divergent-Reihe in den Bann gezogen. Im Januar erschien nun "Rat der Neun". Ich war sehr gespannt, was sie uns nach ihrem ersten grossen Wurf zeigt.



In einer Galaxie, in der Gewalt und Rache das Leben der Völker beherrschen, besitzt jeder Mensch eine besondere Lebensgabe, eine einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch nicht jeder profitiert von seiner Gabe …
Cyra ist die Schwester des brutalen Tyrannen Ryzek. Ihre Lebensgabe bedeutet Schmerz, aber auch Macht – was ihr Bruder gezielt gegen seine Feinde einsetzt. Doch Cyra ist mehr als bloß eine Waffe in seinen Händen: Sie ist stark und viel klüger, als er denkt.
Akos stammt aus einem friedliebenden Volk und steht absolut loyal zu seiner Familie. Als Akos und sein Bruder von Ryzek gefangen genommen werden, trifft er auf Cyra. Er würde alles dafür tun, seinen Bruder zu retten und mit ihm zu fliehen, doch mächtige Feinde stehen ihm im Weg. Akos und Cyra müssen sich entscheiden: sich gegenseitig zu helfen oder zu zerstören …
(Bild- und Textquelle: cbt Verlag)






Einstieg ins Buch:
Die Rauschblumen blühten nur in der längsten Nacht. Die ganze Stadt feierte, wenn sich die Blütenblätter zu einem satten Rot entfalteten - zum einen, weil die Rauschblumen das Herzblut des Volkes darstellte, zum anderen - das vermutete Akos -, damit nicht alle in der Kälte den Verstand verloren.

Nachdem mich Veronica Roth mit ihrer Divergent-Trilogie begeistern konnte, war ich sehr gespannt, was sie sich nach ihrem grossen Wurf hat einfallen lassen.

Es gibt Bücher, die lassen sich weglesen wie nichts, eignen sich perfekte als lockeres Lesefutter für zwischendurch. Wenn ihr zu "Rat der Neun" greift, muss euch klar sein, dass dies hier nicht der Fall sein wird. Veronica Roth hat eine komplexe Welt mit vielen facettenreichen Charaktere geschaffen, die eure ganze Aufmerksamkeit verlangen. Man muss sich auf die Geschichte einlassen, konzentriert lesen und vorab vielleicht die am Ende angehängte Karte und das Glossar studieren, damit einem der Einstieg in die Geschichte leichter fällt. Ich habe mir sogar je einen Stammbaum mit den fremd klingenden Namen aufgezeichnet, damit ich einen besseren Überblick habe. 

Aber ich kann euch sagen, es lohnt sich dran zu bleiben, denn "Rat der Neun" konnte mich genau mit diesem komplexen Weltenentwurf und den spannenden Charaktere packen und faszinieren.

Die Geschichte von Akos und Cyra spielt sich in einer eigenen Galaxie ab, und ist somit ganz klar im Genre Science Fiction anzusiedeln. Doch mit den Lebensgaben und Schicksalsbestimmungen bringt Veronica Roth auch eine gute Portion Fantasy mit ein, so dass ein überaus spannender Genre-Mix entsteht.

Alle Menschen sind gewalttätig. Einige widerstehen dem Impuls, einige tun es nicht.
Besser, du akzeptierst es und nutzt es, um dein Wesen zu erkenne, statt dich selbst zu belügen.     (Seite 126)


In "Rat der Neun" begleiten wir zwei Protagonisten. Cyra erleben wir in der ich Perspektive. Sie bringt definitiv frischen Wind in die oft ähnlichen Heldinnen der Jugendbücher. Sie tritt sehr stark und selbstbewusst auf, doch durch ihre Lebensgabe ist sie eigentlich gebrochen. Sie muss ständig schlimme Schmerzen aushalten, kann diese jedoch auch auf andere übertragen, so dass sie von ihrem Bruder sehr gerne als Folterwerkzeug missbraucht wird. Dieser ist nämlich ein tyrannischer Herrscher und ein sehr gelungener Antagonist.

Akos' Kapitel werden in der dritten Person geschildert. Seine Lebensgabe unterbindet die Gaben anderer und so werden er und sein Bruder entführt, denn er soll Cyras Schmerzen erträglich machen. So ist es klar, dass sich die beiden näher kommen, doch Akos hat nur ein Ziel, seinen Bruder zu befreien und zu fliehen. 

Ich kann euch nur dazu ermutigen, "Rat der Neun" in die Hand zu nehmen, denn es bietet eine unheimlich spannungsgeladene und explosive Geschichte mit einigen (bösen) Überraschungen. Eine anhaltend unterschwellige Bedrohung übt einen enormen Lesesog aus, so dass man, einmal in Roths Galaxie angekommen, ihr kaum noch entfliehen kann. 

Das Buch ist in fünf Teile gegliedert und mit jedem gewinnt es an Tiefe um schlussendlich in einem mitreissenden Showdown zu enden. "Gezeichnet" endet zwar einigermassen zufriedenstellend, ist jedoch ganz klar der Anfang für etwas noch Grösseres. Ich bin gespannt ....






düster, komplex, mitreissend
Wer bereit ist, in Veronica Roths neue, komplexe Welt einzutauchen, bekommt eine grossartige Geschichte mit facettenreichen und ausserordentlich spannenden Charaktere geboten. "Rat der Neun - Gezeichnet" begeistert mit mit einem gelungenen Mix aus Science Fiction und Fantasy.









Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie während ihres Studiums den Roman, der später "Die Bestimmung" wurde und den Auftakt zu ihrer internationalen Bestseller-Trilogie bildet. Nun hat ihr Buchhit auch die Leinwand erobert. In der Verfilmung der preisgekrönten Romane begeistern die Stars Shailene Woodley als die tapfere junge Heldin Tris und Theo James als deren große Liebe Four.





© Favolas Lesestoff

Freitag, 28. April 2017

[Rezigramm] "Der letzte Stern" von Rick Yancey


Titel: Der letzte Stern
Reihe: Die fünfte Welle, Band 3/3
Autor: Rick Yancey
Übersetzer: Thomas Bauer
Verlag: Goldmann Verlag (3. Oktober 2016)
Genre: Science Fiction
ISBN: 978-3442313365
Seitenzahl: 384 


Inhalt:
Sie kamen, um uns zu vernichten: die 'Anderen', eine fremde feindliche Macht. Vier Wellen der Zerstörung haben sie bereits über die Erde gebracht. Sie töteten unzählige Menschen, zerstörten Häuser und Städte, verwüsteten ganze Landstriche. Sie verbreiteten ein tödliches Virus und schickten gefährliche Silencer, um jedes noch lebende Wesen aufzuspüren. Jetzt ist die Zeit der fünften Welle gekommen, die Vollendung ihres Plans, alles Menschliche auszurotten. Doch noch gibt es Überlebende: Cassie, Ben und Evan werden weiterkämpfen. Sie wollen die Menschheit nicht aufgeben. Und wenn sie sich selbst dafür opfern müssen ...
(Bild- und Textquelle: Goldmann Verlag)  




"Der letzte Stern" steigt mit einem kurzen, schönen Prolog ein, in dem erklärt wird, wie Cassie zu ihrem Namen kam.
Danach wird es wieder brutaler, denn wir lernen einen skrupellosen Silencer kennen, der in der Haut eines Priesters steckt.


Auch im dritten Band erleben wir wieder viele Perspektiven. Cassie bekommt sogar noch weniger Erzählraum, dafür sind ihre Parts immer sehr eindrücklich und intensiv. Beinahe alle wichtigen Protagonisten bekommen ihre Kapitel und auch Nebencharaktere kommen zu Wort. So gewährt uns Rick Yancey einen guten Rundumblick.


Cassie hat uns schon zu genüge bewiesen, dass sie eine starke Protagonistin ist. Sie ist zäh und weiss, was sie will. Trotz der schlimmen Situation will sie die Gruppe zusammenhalten und die Menschheit retten.
Obwohl Ringer schon im zweiten Band mehr ins Zentrum rückte, konnte sie bei mir keine Sympathiepunkte holen. Dies ändert sich nun aber, denn ihre Rolle wird zunehmend interessanter, sie macht eine enorme Wandlung durch und weiss zu überraschen.
Auch Cassies kleiner Bruder Sam bekommt in "Der letzte Stern" mehr Raum, was sehr spannend ist. Ihm gegenüber bin ich jedoch sehr zwiegespalten. Auf der einen Seite hänge ich an ihm, denn er ist noch so jung, auf der anderen Seite hätte ich ihn gerne ab und zu einmal gründlich durchgeschüttelt.

Mir hat es sehr gut gefallen, die vielen unterschiedlichen Charaktere noch besser kennenzulernen und ihre Entwicklung mitzuverfolgen. Diese Trilogie überzeugt mit sehr facettenreichen und interessanten Persönlichkeiten, die überraschen - positiv und negativ.
Dieses Mal konnte mich Rick Yancey definitiv früher fesseln. Ich hatte weniger Mühe mit den Perspektivenwechseln und das Finale ist spannend und actiongeladen. Ab einem gewissen Zeitpunkt kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil man einfach wissen will, wie es ausgeht.
Auch das Ende fand ich sehr passend. Es lässt einen zwar etwas fassungslos zurück, aber es passt zur trostlosen, oft hoffnungslosen Welt, in der die Geschichte spielt.

Wo ich Yanceys Schribstil in Band 1 und 2 als nüchtern empfand, schweift er dieses Mal gern ab, schmückt aus und philosophiert über Gott und die Welt. Dies bringt zwar zum Teil sehr schöne Passagen, aber manchmal wäre es besser gewesen, er hätte den roten Faden etwas straffer angezogen.
Das Ende ist recht offen gehalten, was hier sehr passend ist, doch auch sonst bleiben einige meiner Fragen ungeklärt. Da hätte ich mir doch noch die eine oder andere Antwort gewünscht.


Der Schreibstil von Rick Yancey hat mir wieder sehr gut gefallen und ich finde, dass er sehr gut zur Story passt. Er arbeitet oft mit Metaphern und schafft es, zum Teil schöne, aber vor allem Grauen erregende Bilder vor meinem inneren Auge aufsteigen zu lasen. In diesem finalen Band gibt es aber zum Teil schon fast poetische Passagen, mit denen mich der Autor oft positiv überraschen konnte. Manchmal wäre aber weniger mehr gewesen.
Auch "Der letzte Stern" ist wieder in kurze Kapitel unterteilt. Dieses Mal erfahren wir aber jeweils mit einer Überschrift, in wessen Haut wir gerade stecken.





Auch "Der letzte Stern" ist ganz bestimmt kein Buch, das man mal eben schnell liest. Rick Yancey schreibt anspruchsvoll und macht dieses Mal sogar einen Abstecher in die Poesie und Philosophie.
Dieser dritte Band ist ein würdiger Abschluss einer düsteren, faszinierenden und actionreichen Trilogie, die vor allem mit ihren facettenreichen Charaktere begeistern kann.






Für einige ist der Tod die Hebamme für die Hoffnung. Für andere ist er deren Vollstrecker.     (Seite 17)

Genau in dem Moment, in dem ich glaubte, es könne nicht mehr schlimmer werden, wurde es schlimmer.     (Cassie, Seite 47)

Lügen ist wie Morden: Nach dem ersten Mal wird es mit jedem Mal einfacher.     (Ringer, Seite 153)

Man läuft nicht vor den Menschen davon, die einen brauchen. Man kämpft für sie. Man kämpft an ihrer Seite. Um jeden Preis.     (Zombie, Seite 154)

Mein kleiner Bruder hat das Alphabet vergessen, aber er weiss, wie man Bomben baut.
Vor einem Jahr waren es noch Buntstifte und Malbücher, Bastelpapier und Klebstoff . Jetzt sind es Zündschnüre und Sprengkapseln, Drähte und Schwarzpulver.
Wer möchte schon ein Buch lesen, wenn man stattdessen etwas in die Luft sprengen kann?     (Cassie, Seite 235)





      

  1. Die fünfte Welle     →   zu meinem Rezigramm
  2. Das unendliche Meer     →   zu meinem Rezigramm
  3. Der letzte Stern




© Favolas Lesestoff

Sonntag, 19. März 2017

[Rezension] "These Broken Stars 01. Lilac und Tarver" von Amie Kaufman und Meagan Spooner





Titel: These Broken Stars. Lilac und Tarver
Reihe: Band 1
Autorinnen: Amie Kaufman und Meagan Spooner
Übersetzerin: Stefanie Frida Lemke
Genre: Science Fiction
Verlag: Carlsen (27. Mai 2016)
ISBN: 978-3551583574
Seiten: 496
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren








"These Broken Stars. Lilac und Tarver" hatte ich schon vor einiger Zeit im Original auf mehreren Blogs gesehen. Und da alle davon begeistert waren, freute ich mich riesig, als ich erfuhr, dass es übersetzt werden würde.



Es ist nur eine flüchtige Begegnung, doch dieser Moment auf dem größten und luxuriösesten Raumschiff, das die Menschheit je gesehen hat, wird ihr Leben für immer verändern. Lilac ist das reichste Mädchen des Universums, Tarver ein gefeierter Kriegsheld aus einfachen Verhältnissen. Nichts könnte die Kluft zwischen ihnen überbrücken – außer dem Schiffbruch der angeblich so sicheren Icarus. Als das Unfassbare geschieht, müssen Lilac und Tarver auf einem fremden Planeten ums Überleben ringen. Zu zweit gegen die Unendlichkeit des Alls ...
(Bild- und Textquelle: Carlsen Verlag)




Einstieg ins Buch:
Nichts an diesem Salon ist echt. Wenn das hier eine Party bei uns zu Hause wäre, würden in der Ecke richtige Musiker spielen. Der Raum würde von Kerzen und gedämpften Lichtern erleuchtet sein und die Tische wären aus echtem Holz. Die Leute würden einander zuhören, statt nur danach zu schauen, wer sie beobachtet.     (Seite 9, Tarver)

"These Broken Stars" ist der Auftakt zu einer Science Fiction Trilogie, die schon im Original für Furore gesorgt hatte. Durch Terraforming können die Menschen auf verschiedenen Planeten leben und auch die Distanz zwischen den unterschiedlichen Galaxien stellt kein Problem dar. Doch dann geschieht das Unglaubliche: die sichere Icarus stürzt ab. Lilac und Tarver schaffen es in eine Rettungskapsel und landen nur mit einem Notfallrucksack ausgestattet auf einem fremden Planeten.

Doch Lilac ist das reichste und einflussreichste Mädchen im ganzen Universum. Ihr Vater wird sie ganz bestimmt bald retten. Sie muss nur genug lange mit dem gefeierten Kriegshelden Tarver ausharren.

Wie man schon am Titel erahnen kann, ist das Buch abwechselnd aus den Perspektiven von Lilac und Tarver geschildert. Vor jedem Kapitel gibt es jeweils einen kurzen, kursiv gedruckten Ausschnitt aus einem Verhör. Diese Passagen sind sehr gelungen und bescheren eine unterschwellige Spannung und Dynamik, von der die sonst doch recht ruhige Geschichte profitiert.

Amie Kaufman und Meagan Spooner bieten uns nämlich weder ein actionreiches Weltraum-Abenteuer noch eine prickelnde intergalaktische Romanze. Die Autorinnen konzentrieren sich auf die beiden Protagonisten, ihr Miteinander und ihre Entwicklung.

Sie haben hier nicht das Rad neu erfunden, denn das Grundgerüst ist schon aus anderen Büchern bekannt: reiche, oberflächliche Sie und hartgesottener, zäher Er müssen in der Wildnis miteinander auskommen. Trotzdem können die Charaktere überzeugen, da sie sich doch nicht so klischeehaft wie erwartet entwickeln. Wenn man einen Blick hinter ihre Fassade wirft, erkennt man schnell, dass ein erster Eindruck täuschen kann.

Die einzige Macht, die ich in dieser furchtbaren Wildnis habe, ist Major Merendsen auf die Nerven zu gehen. Seine Besserwisserei zu untergraben und damit in unserem endlosen Kampf Punkte zu gewinnen.     (Seite 140, Lilac)

Das Setting im Weltraum finde ich sehr spannend, ich hätte sogar gerne noch einige Details zum fremden Planeten erhalten. Dafür hat der Leser aber mehr Raum für seine eigenen Vorstellungen, was auch sehr schön ist.
Die Science Fiction Elemente wurden schön dezent eingearbeitet, zu Beginn könnte man meinen, dem Untergang der Titanic beizuwohnen. Gegen Ende wird es dann aber doch noch richtig futuristisch, ein Aspekt war mir persönlich sogar ein bisschen zu viel des Guten.

Trotz einigen Kritikpunkten hat mir dieser erste Teil von "These Broken Stars" viel Lesespass beschert und ich bin gespannt, was die beiden anderen Bände bringen werden. Jedes Buch stellt zwei anderen Protagonisten in den Mittelpunkt, so dass man "Lilac und Tarver" am Ende zufriedenen ziehen lassen kann.





"These Broken Stars" entführt in eine futuristische Welt, auf einen fremden Planeten. Nach dem Absturz der Icarus entführen uns die reiche Lilac und der hartgesottene Tarver nicht in einen actionreichen Krieg der Planeten, sondern überzeugen mit einer recht ruhigen Geschichte, in der ganz klar sie als Charaktere im Mittelpunkt stehen.
Ein intergalaktischer Auftakt, der Lust auf mehr macht.







      
  1. Lilac und Tarver
  2. Jubilee und Flynn
  3. Sofia und Gideon




© Favolas Lesestoff