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Dienstag, 27. November 2018

"Die Krone der Dunkelheit" von Laura Kneidl



Titel: Die Krone der Dunkelheit
Reihe: Die Krone der Dunkelheit, Band 1
Autorin: Laura Kneidl
Verlag: Piper (2. Oktober 2018)
Genre: High Fantasy
Seitenzahl: 640


Inhalt:
Magie ist in Thobria, dem Land der Menschen, verboten – doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Und das nicht ohne Grund. Vor Jahren wurde ihr Zwillingsbruder entführt und seitdem versucht Freya verzweifelt, ihn zu finden. Endlich verrät ihr ein Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen und grausamen Kreaturen, den Elva, bewohnt wird. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin begibt sich Freya auf den Weg dorthin und muss ungeahnten Gefahren ins Auge blicken.
Zur selben Zeit setzt die rebellische Ceylan alles daran bei den Wächtern aufgenommen zu werden, welche die Grenze zwischen Thobria und Melidrian schützen. Ihr gesamtes Dorf wurde einst von blutrünstigen Elva ausgelöscht, und Ceylan sehnt sich nicht nur nach Rache, sondern möchte auch um jeden Preis verhindern, dass so etwas noch einmal geschieht. Doch ihr Ungehorsam bringt sie bei den Wächtern immer wieder in Schwierigkeiten, bis sie schließlich bestraft wird: Sie soll als Repräsentantin an der Krönung des Fae-Prinzen teilnehmen. Dafür muss sie nach Melidrian reisen, in ein Land, in dem es vor Feinden nur so wimmelt. 
Und während sich die beiden Frauen ihrem Schicksal stellen, regt sich eine dunkle Macht in der Anderswelt, welche Thobria und Melidrian gleichermaßen bedrohen wird ...
(Bild- und Textquelle: Piper Verlag)  




Laura Kneidl lese ich schon seit ihrem Debüt und es ist spannend mitzuverfolgen, wie sie unterschiedliche Genre testet und mit ihren Geschichten die Buchwelt 'erobert'. "Die Krone der Dunkelheit" ist der Auftakt zu einer High Fantasy Trilogie. Neuland für die Autorin, das mich immer reizt.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Schnell war ich mitten in der fantastischen Welt, die zu faszinieren weiss.


Montag, 17. September 2018

"Das Gold der Krähen" von Leigh Bardugo





Titel: Das Gold der Krähen
Reihe: Glory or Grave 2/2
Autorin: Leigh Bardugo
Übersetzer: Michelle Gyo
Originaltitel: Crooked Kingdom
Genre: High Fantasy
Verlag: Knaur HC (3. September 2018)
ISBN: 978-3426654491
Seiten: 592








"Das Lied der Krähen" war mein erstes Buch von Leigh Bardugo. Es konnte mich dermassen begeistern, dass ich mich nach der Lektüre fragte, warum ich so lange damit gewartet hatte. Kein Wunder also, dass ich mich schon lange auf "Das Gold der Krähen" gefreut habe.


Mittwoch, 11. April 2018

"Das Reich der sieben Höfe 02. Flammen und Finsternis" von Sarah J. Maas





Titel: Flammen und Finsternis
Reihe: Das Reich der sieben Höfe, Band 2
Autorin: Sarah J. Maas
Übersetzerin: Alexandra Ernst
Genre: High Fantasy
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (4. August 2017)
ISBN: 978-3423761826
Seiten: 720
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren








Mit "Das Reich der sieben Höfe" bot Sarah J. Maas mir Jugend-Fantasy mit Schmökergarantie. Der Reihenauftakt "Dornen und Rosen" überzeugte mit spannenden Charaktere, einem ausserordentlichen Weltenentwurf und einem bildgewaltigen Schreibstil, so dass man den zwischenzeitlichen Abstecher in den Hof des Kitschs gut verzeihen konnte. So freute ich mich riesig auf Band 2.

Freitag, 10. November 2017

"Eis wie Feuer" von Sara Raasch


Titel: Eis wie Feuer
Reihe: Ice like Fire-Reihe, Band 2
Autorin: Sara Raasch
Übersetzerin: Antoinette Gittinger
Verlag: cbt (9. Januar 2017)
Genre: High Fantasy
ISBN: 978-3570311202
Seitenzahl: 544
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren


Inhalt:
König Angra lebt und keiner ist vor ihm sicher. Meira würde alles tun, um ihre Welt zu beschützen. Während Angra versucht, sie zu bezwingen, ist Meira fest entschlossen, ihre eigene machtvolle Magie zu meistern. Doch um Angra endgültig zu besiegen, muss sie in ein Labyrinth hinabsteigen, das unter den Königreichen liegt, den Schlüssel zum Sieg birgt – und ein großes Opfer von ihr verlangt. Unterdessen tut Mather alles, um seine Königin zu retten, und sammelt Verbündete um sich, wohl wissend, dass er Meira endlich seine Gefühle gestehen muss. Beide stehen an einem Scheideweg in einem letzten Kampf, bei dem sie alles gewinnen oder verlieren könnten …
(Bild- und Textquelle: cbt)  




"Eis wie Feuer" ist der zweite Band der High-Fantasy-Trilogie von Sara Raasch. Ganze 2.5 Jahre ist es her, seit ich "Schnee wie Asche" gelesen habe. Kein Wunder also, dass mir die Geschehnisse nicht mehr wirklich präsent waren. Erstaunlicherweise ist mir dann der Einstieg in Raaschs fantastische Welt Primoria mit ihren vier Jahreszeiten und den vier Rythmuskönigreichen gut gelungen.

Dienstag, 3. Oktober 2017

[Rezension] "Das Lied der Krähen" von Leigh Bardugo





Titel: Das Lied der Krähen
Reihe: Glory or Grave 1/2
Autorin: Leigh Bardugo
Übersetzer: Michelle Gyo
Originaltitel: Six of Crows
Genre: High Fantasy
Verlag: Knaur HC (2. Oktober 2017)
ISBN: 978-3426654439
Seiten: 592








Leigh Bardugo wurde mit ihrer Grischa-Trilogie bekannt. Obwohl ich eigentlich weiss, dass die Trilogie genau meins ist, liegen die Bücher leider immer noch auf dem SuB. Da gestern "Das Lied der Krähen" erschienen ist, musste ich nun einfach das lesen ...


Montag, 3. Juli 2017

[Rezension] "Das Reich der sieben Höfe 01. Dornen und Rosen" von Sarah J. Maas





Titel: Dornen und Rosen
Reihe: Das Reich der sieben Höfe, Band 1
Autorin: Sarah J. Maas
Übersetzerin: Alexandra Ernst
Genre: High Fantasy
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (10. Februar 2017)
ISBN: 978-3423761635
Seiten: 480
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren








Von den Büchern von Sarah J. Maas habe ich schon so viele schwärmen gehört, doch irgendwie hat es "Throne of Glass" nie zu mir geschafft. Und nun eine ganze Reihe noch neu zu beginnen, reizt mich irgendwie nicht so. Darum nutze ich die Gelegenheit und startete mir ihrer neuen Reihe "Das Reich der sieben Höfe" durch.


Sonntag, 11. Juni 2017

[Rezension] "Der Kuss der Lüge: Die Chroniken der Verbliebenen 01" von Mary E. Pearson





Titel: Der Kuss der Lüge
Reihe: Die Chroniken der Verliebenen, Band 1
Autorin: Mary E. Pearson
Übersetzerin: Barbara Imgrund
Verlag: Bastei Lübbe (one by Lübbe) (16. Februar 2017)
Genre: High Fantasy
ISBN: 978-3846600368
Seiten: 560
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren



"Der Kuss der Lüge" ist der erste Band der Chroniken der Verbliebenen. Das Buch von Mary E. Pearson wurde mir empfohlen.


Dienstag, 20. September 2016

[Rezension] "Die Königin der Schatten 02. Verflucht" von Erika Johansen




Titel: Die Königin der Schatten
Autorin: Erika Johansen
Reihe: Band 2/3
Originaltitel: The Invasion of the Tearling
Übersetzerin: Sabine Thiele
Verlag: Heyne (16. Mai 2016)
Genre: High Fantasy, Dystopie
Ausführung: Klappenbroschur, 608 Seiten
ISBN: 978-3453315877








"Die Königin der Schatten" sollte definitiv kein Schattendasein fristen, denn es ist ein erstklassiger Schmöker, den ich kaum aus der Hand legen konnte. So freute ich mich schon lange auf die Fortsetzung.





Seit Kelsea Glynn ihr rechtmäßiges Erbe angetreten hat, ist in Tearling ein Zeitalter der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit angebrochen. Doch mit der Roten Königin des Nachbarreiches Mortmesne hat sich Kelsea eine ebenso mächtige wie gefährliche Feindin gemacht: Unau altsam marschiert die gewaltige Mort-Armee auf die Grenzen Tearlings zu. Noch während Kelsea versucht, einen Krieg zu verhindern, den sie nicht gewinnen kann, kommt sie einem Geheimnis aus der Vergangenheit auf die Spur – einem Geheimnis, das das Schicksal Tearlings für immer verändern wird . . .
(Bild- und Textquelle: Heyne)




Einstieg ins Buch:
"Die zweite Mortinvasion trug alle Zeichen eines Gemetzels. Auf der einen Seite stand die weitaus grössere Mortarmee, ausgerüstet mit den besten Waffen der neuen Welt und angeführt von einem Mann, der vor nichts zurückschreckte. Auf der anderen Seite stand die Teararmee, ein Viertel so gross und mit Waffen aus billig geschmiedetem Eisen, die unter dem Aufprall von solidem Stahl sofort brechen würden."

"Die Königin der Schatten" hat schon mit dem ersten Band richtiges Schmökerpotential bewiesen. Erika Johansen bot ein Genremix par excellence, facettenreiche Charaktere und ganz viel Spannung und Intrigen. So war es kein Wunder, dass ich mich riesig auf die Fortsetzung freute. Kaum mit lesen begonnen, durfte ich feststellen, dass "Verflucht" seinem Vorgänger in nichts nachstand. Im Gegenteil: die Autorin wob noch einen zweiten Zeit- und Handlungsstrang ein.

So werden bei Kelsea in Tearling weiterhin Intrigen gesponnen, politische Diskussionen geführt und die Armeen rüsten sich zum Kampf.
Kelsea selber ist immer noch eine starke Protagonistin. Sie ist enthusiastisch und alles andere als auf den Mund gefallen. Durch das tragen der Juwelen verändert sie sich jedoch nach und nach. Äusserlich wird sie zwar immer schöner, doch in ihrem Innern wird es immer dunkler, sie wird immer mehr von Zweifeln geplagt. So wird man von ihren Gedankengeängen und Handlungen ab und zu negativ überrascht, was jedoch sehr spannend mitzuverfolgen ist. Immer wieder hat sie auch Visionen von einer gewissen Lily.

Diese Lily Mayhew lebt in Manhatten und zwar noch in der alten Zeit vor der grossen Überfahrt. "Die Königin der Schatten" ist zwar in erster Linie im High Fantasy angesiedelt, doch dadurch, dass die Geschichte in der Zukunft spielt, gibt ihr Erika Johansen zusätzlich noch dystopische Züge. Und nun erfährt man endlich, was es mit dieser Überfahrt, von der schon im ersten Band die Rede war, auf sich hat, wie die alte Welt aussah.

"Wut macht einen Kämpfer anfällig. Ich habe das schon oft gesehen. Wenn er die Wut nicht überwindet oder sie zumindest für den Kampf nutzt, wird sie ihn zu Fall bringen."     (Seite 100)

Gerade die Charaktere sind es oft, die eine Geschichte ausmachen. Und diese hat Erika Johansen klasse skizziert und weiterentwickelt. Gerade dass die meisten ihre Ecken und Kanten, aber auch Schwächen haben, machen sie so sympathisch und authentisch. Und durch die unterschiedlichen Perspektiven lernt man die Personen zum einen besser kennen und zum anderen bekommt man einen tollen Überblick über das grosse Ganze.

Der Schreibstil ist auf der einen Seite sehr angenehm und flüssig zu lesen, auf der anderen Seite mitreissend und bildgewaltig.
Zwar brauchte ich zu Beginn etwas Zeit, um mich an die beiden Handlungsstränge und an Lily zu gewöhnen, doch danach entfaltete sich der gleiche Lesesog, den ich schon vom ersten Teil her kannte und liebte. Nur gut, dass "Verflucht" über 600 Seiten hat, sonst wäre der Schmökerspass viel zu schnell vorbei gewesen. Und so freue ich mich schon riesig auf die Fortsetzung, denn wer einen solch fesselnden und überzeugenden Mittelteil schreiben kann, legt bestimmt ein fulminantes Finale hin.






mitreissend, facettenreich, atemberaubend
"Die Königin der Schatten. Verflucht" steht definitiv nicht im Schatten seines Vorgängers. Die Charaktere werden authentisch und konsequent weiterentwickelt, ein neuer Handlungsstrang gekonnt eingewoben, Intrigen gesponnen und Kämpfe ausgetragen. Erika Johansen bietet 1A Schmökerstoff, den man nicht mehr so schnell aus der Hand legt.
Lesespass pur!







  


   

  1. Die Königin der Schatten     → zu meiner Rezension
  2. Die Königin der Schatten. Verflucht
  3. Original: The Fate of the Tearling







Erika Johansen wuchs in der San Francisco Bay Area auf, wo sie heute noch lebt. Sie besuchte das Swarthmore College und wurde Anwältin. Zusätzlich abslovierte sie den renommierten Iowa Writer's Workshop. Eine Rede Barack Obamas über die Freiheit inspirierte sie zu ihrem Debütroman Die Königin der Schatten.
(Textquelle: Heyne)


© Favolas Lesestoff

Dienstag, 11. August 2015

[Rezension] "Die Königin der Schatten" von Erika Johansen





Titel: Die Königin der Schatten
Autorin: Erika Johansen
Reihe: Band 1/3
Originaltitel: The Queen of Tearling #1
Übersetzerin: Kathrin Wolf
Verlag: Heyne (15. Juni 2015)
Genre: High Fantasy, Dystopie
Ausführung: Klappenbroschur, 544 Seiten
ISBN: 978-3-453-31586-0








"Die Königin der Schatten" ist mir schon wegen dem Cover aufgefallen. Die Farbgebung und Stimmung ist sehr speziell und sticht ins Auge. Und dann hat mir die liebe Rica so von diesem Buch, das sie schon auf englisch gelesen hat, vorgeschwärmt, dass ich es nun auch unbedingt haben muss. Zudem mache ich ja ab und zu sehr gerne einen Abstecher ins High Fantasy.





Als Kelsea Glynn an ihrem neunzehnten Geburtstag den Thron des magischen Königreiches Tearling besteigt, tritt sie ein schweres Erbe an: Die mächtige Herrscherin des Nachbarlandes Mortmesne bedroht Tearling, das eigene Volk begegnet ihr mit Misstrauen, und an ihrem Hof findet sie einen Sumpf von Machtgier, Lügen und Intrigen vor. Kelsea weiß, sie darf sich keinen einzigen Fehler erlauben, wenn sie überleben will. Sie wird all ihren Mut, ihre Klugheit und Stärke brauchen, um eine wahre Königin zu werden – die legendäre Königin von Tearling . . . .
(Bild- und Textquelle: Heyne)




Einstieg ins Buch:
Kelsea Glynn verharrte reglos, während sie zusah, wie sich die Reiter ihrem Zuhause näherten. Eine geschlossene Kompanie Männer, allesamt in das Grau der königlichen Garde gekleidet.

Immer mal wieder mache ich gerne einen Abstecher ins High Fantasy und "Die Königin der Schatten" hat mir schön aufgezeigt, warum das so ist: Oft bekommt man richtig tolle Schmöker geboten, in die man abtauchen kann und die man kaum mehr aus der Hand legen möchte. So ist es auch beim Debüt von Erika Johansen.

Nur schon der optische und stilistische Aufbau des Buches gefällt mir richtig gut. Vorne mit der obigaten Karte, ist die Geschichte in drei Bücher aufgeteilt. Die einzelnen Kapitel werden jeweils mit einem kurzen Ausschnitt aus einer antiken Schrift Tearlings eingeläutet und die eigentliche Handlung beginnt mit einem schön verzierten Initial.

FRAGE: Ein versteckt lebendes Mädchen mit einer falschen Krone - wer ist das?
ANTWORT: Eine Wahrhafte Königin.     (Seite 447)

Die Geschichte wird in der 3. Person erzählt. Meistens begleiten wir Kelsea, die sich ihren Platz auf dem Thron von Tearling erkämpfen muss. Zwischendurch bekommen wir aber auch kurze Einblicke in das Leben anderer Charaktere wie der roten Königin, die böse Königin des Nachbarlandes, dem Fetch, dem König der Diebe, Pater Tyler oder Javel, einer Torwache. Diese Perspektivenwechsel ermöglichen ein breiteres Blickfeld und kurbeln die Spannung an.

Kelsea ist eine grossartige Protagonistin, die mich von der ersten Seite an für sich gewinnen konnte. Sie ist bei Pflegeeltern im Reddickwald aufgewachsen, doch nun soll sie das Erbe ihrer Mutter antreten, sie ist nämlich die Königin von Tearling. Zwar wurde sie ihr ganzes Leben auf diese Aufgabe vorbereitet, doch es ist dann trotzdem ein Sprung ins kalte Wasser, denn es wurden ihr wichtige Informationen vorenthalten und vom Leben in Tearling hat sie keine Ahnung. So wird schon die Reise vom Cottage zur Festung in Neulondon zu einer beinahe unlösbaren Aufgabe, denn es gibt etliche Personen, die sie nicht auf dem Thron sehen wollen. Sie ist Mordanschlägen, Überfällen und Intrigen ausgesetzt und muss sich von Anfang an behaupten.
Kelsea ist neunzehn Jahre jung und so agiert sie oft auch: manchmal etwas unüberlegt und naiv. Doch sie ist eine starke Persönlichkeit und hat das Herz am richtigen Fleck. So möchte sie die vielen Missstände in ihrem Reich beseitigen, vor allem das Abkommen mit dem Nachbarreich Mortmesne kann und will sie nicht mehr erfüllen. Doch das zieht einige böse Konsequenzen nach sich ....

"Die Schatten der Königin" ist ein vielschichtiges und abwechslungsreiches Lesevergnügen mit einer tollen Atmosphäre. Hat man zu Beginn noch das Gefühl, die Geschichte sei ganz klar im High Fantasy angesiedelt, entdeckt man bald auch einen dystopischen Zug. Erika Johanson zeigt uns hier einen Genremix par excellence.

Das Buch ist der Auftakt zu einer Reihe, so dass doch noch einige Fragen offen bleiben. Mich interessiert vor allem, warum es zur Überfahrt gekommen ist und ich hoffe, dass es dazu dann im zweiten Band einiges an Informationen geben wird. Ich freue mich schon riesig auf die Übersetzung von "The Invasion of the Tearling".







"Die Königin der Schatten" sollte definitiv kein Schattendasein fristen, denn es ist ein erstklassiger Schmöker, den man kaum mehr aus der Hand legen kann. Erika Johansen bietet ein Genremix par excellence, facettenreiche Charaktere und ganz viel Spannung und Intrigen.
Was will man mehr? Die Fortsetzung .... und zwar möglichst bald ....








  


   

  1. Die Königin der Schatten
  2. Die Königin der Schatten. Verflucht







Erika Johansen wuchs in der San Francisco Bay Area auf, wo sie heute noch lebt. Sie besuchte das Swarthmore College und wurde Anwältin. Zusätzlich abslovierte sie den renommierten Iowa Writer's Workshop. Eine Rede Barack Obamas über die Freiheit inspirierte sie zu ihrem Debütroman Die Königin der Schatten.
(Textquelle: Heyne)

Freitag, 5. Juni 2015

[Rezension] "Elias & Laia. Die Herrschaft der Masken" von Sabaa Tahir




Titel: Elias & Laia. Die Herrschaft der Masken
Reihe: Elias & Laia, Band 1
Autorin: Sabaa Tahir
Originaltitel: An Ember in the Ashes
Genre: High Fanatsy
Verlag: Bastei Lübbe (one by Lübbe) (15. Mai 2015)
ISBN: 978-3846600092
Seiten: 512
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren




Nach der tollen Leseprobe ist "Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken" gleich hoch auf dem Wunschzettel eingestiegen und ich dem tollen Cover konnte ich einfach nicht widerstehen.



Wie überlebt man in einer Welt, in der Männer mit silbernen Masken jeden Tag den Tod bringen können? Wie kann man sich selbst treu bleiben, wenn die Herrschenden des Imperiums alles dafür tun, voller Grausamkeit ein ganzes Volk zu unterjochen? Elias und Laia stehen auf unterschiedlichen Seiten. Und doch sind ihre Wege schicksalhaft miteinander verknüpft.
Während Elias in der berühmten Militärakademie von Schwarzkliff dazu ausgebildet wird, als Elite-Krieger die silberne Maske der Macht voller Stolz und ohne Erbarmen zu tragen, muss Laia täglich die Willkür der Herrschenden fürchten. Als ihre Familie ermordet wird und ihrem Bruder die Hinrichtung droht, schließt sie sich dem Widerstand an. Als Sklavin getarnt, dringt sie in das Innerste von Schwarzkliff vor. Dort trifft sie auf Elias, den jungen Krieger, der eigentlich ihr Feind sein müsste ...
(Bild- und Textquelle: Bastei Lübbe)




Einstieg ins Buch:
Mein grosser Bruder kehrt heim in den dunklen Stunden vor der Morgendämmerung, in denen sogar die Geister ruhen. Er riecht nach Stahl und Kohle und Schmiede. Er riecht nach dem Feind.     (Laia)

Ich finde es immer sehr spannend, wenn ein Autor einen bestimmten Grund hatte, sein Buch zu schreiben. Sabaa Tahir hatte sogar zwei davon: Zum einen ist sie in der Mojave-Wüste aufgewachsen, was das Setting von "Elias & Laia" beeinflusste, zum anderen hat sie sich nach der Lektüre eines Artikels über verschleppte Brüder und Männer im Kaschmir gefragt, ob sie ihre Brüder zurückholen würde.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich eigentlich dachte, dass Sabaa Tahirs Geschichte eine Dystopie sei, sie entpuppte sich dann aber schnell als High Fantasy.

Die Autorin hat eine faszinierende und facettenreiche Welt geschaffen. Auf der einen Seiten haben wir die Kundigen, die Eimheimischen, die für mich arabisch angehaucht waren, auf der anderen Seite stehen die Eroberer, die Martialen. Sie herrschen im Imperium, das mich stark an das römische Reich erinnerte. Nicht nur die Namen oder die ganze Militärakademie mit ihrem Drill weist deutliche Parallelen auf, auch die Kapitelüberschriften sind römische Zahlen. Und so kommt es, dass ich mich trotz komplexem Weltenaufbau recht schnell zurecht gefunden habe.

Das Leben besteht aus einer Million Augenblicke, die nichts bedeuten. Aber der Augenblick, als Darin geschrieben hat - dieser Augenblick bedeutet alles. Er war eine Mutprobe. Und ich bin durchgefallen.     (Laia, Seite 32)

Die Geschichte wird abwechselnd aus der ich-Perspektive von Laia und Elias erzählt. Mit ihr erleben wir als Einstieg gleich die Grausamkeit der Soldaten des Imperiums und ihren Anführern, den Masken. Ihre Grosseltern, bei denen sie lebt, werden vor ihren Augen umgebracht und ihr Bruder mitgenommen. Sie selber entkommt, hat aber ein so schlechtes Gewissen, dass sie ihrem Bruder nicht geholfen hat, dass es ihr Fixpunkt wird, ihn zu befreien. Aus diesem Grund schliesst sie sich dem Widerstand an und lässt sich auf eine sehr gefährliche Mission ein: Sie soll als Sklavin in der Militärakademie Schwarzkliff spionieren.

Elias steht auf der anderen Seite. Er ist nämlich der Beste des Abschlussjahrgangs von Schwarzkliff, bald soll er die Maske für immer tragen. Doch er kann sich damit nicht anfreunden und plant seine Flucht, als einer der mysteriösen Auguren ihn vor eine schwer wiegende Wahl stellt.

"Dieses Leben ist nicht immer das, wofür wir es halten", sagt Cain. "Du bist wie die Glut in der Asche, Elias Veturius. Du wirst funkeln und brennen, plündern und zerstören. Du kannst es nicht ändern. Du kannst es nicht aufhalten."     (Elias, Seite 80)

Beide Protagonisten empfand ich als sehr gut ausgearbeitet und Laia wie auch Elias machen eine enorme Entwicklung durch. Der Titel lässt auf eine grosse Liebesgeschichte zwischen den beiden schliessen, doch die Autorin rückt diese in den Hintergrund und baut sie sehr unaufdringlich in die Handlung ein, was ich sehr positiv wahrnahm. 
Auch die Nebenfiguren fand ich richtig gut gelungen, denn viele wussten zu überraschen oder wuchsen über sich heraus. 

Schnell konnten mich Elias und Laia mit ihren Schicksalen fesseln. Ich empfand es äusserst spannend, die Seiten der Unterdrückten und der Eroberern zu erleben. Der magische Anteil mit seinen Auguren, Dschinns oder Efrite wurde mit üblen Intrigen durchzogen und bald übte die Geschichte einen derartigen Sog aus, dass ich das Buch kaum noch aus den Händen legen konnte.
Sabaa Tahir schreibt so bildgewaltig, so dass ich mir "Die Herrschaft der Masken" auch gut als Leinwandepos vorstellen könnte.

Auf welche Stimme soll hören? Auf den Spitzel oder die Sklavin? Den Kämpfer oder den Feigling? Ich dachte, die Antwort auf solche Fragen sei einfach. Das war, bevor ich lernt, was richtige Angst ist.     (Laia, Seite 158)

Hier wird an gar nichts gespart und so erstaunt es auch nicht, dass es etliche brutale und grausame Szenen gibt, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen.
Das Ende ist wirklich sehr offen gehalten, erinnert beinahe eher an einen Anfang für etwas Grösseres. Nur gut, dass inzwischen klar ist, dass es mit "Elias & Laia" weitergeht.


mitreissend, emotional, aber auch brutal
"Elias & Laia. Die Herrschaft der Masken" fesselte mich von Anfang und bot alles, was mein Leserherz begehrt. Ganz grosses Kino!








Sabaa Tahir war Redakteurin bei der Washington Post. Berichte über den Nahen Osten beschäftigten sie und führten schließlich dazu, dass sie ihren ersten Roman schrieb. Sie wollte eine Geschichte erzählen, die die Gewalt in unserer Welt abbildet. Sie wollte aber auch Figuren erschaffen, die in dieser Welt Hoffnung finden. Die nach Freiheit suchen und sich für die Liebe entscheiden, egal gegen welche Widerstände. Aus diesem Impuls heraus entstand ihr erster Roman, Elias & Laia. Die Herrschaft der Masken.
(Textquelle: Bastei Lübbe)



Dienstag, 28. April 2015

[Rezension] "Schnee wie Asche" von Sara Raasch





Titel: Schnee wie Asche
Originaltitel: Snow Like Ashes
Reihe: Snow Like Ashes, Band 1/3
Autorin: Sara Raasch
Verlag: cbt (14. April 2015)
Genre: Jugendbuch, High Fantasy
ISBN: 978-3570309698
Seiten: 464
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren






Schnell habe ich gemerkt, dass ganz viele Blogger dieses Buch sehnlichst erwarten, weil es auf den englischen Blogs sehr gut angekommen ist. Dann habe ich das Cover gesehen .... und naja .... ich musste mir das Buch auch näher anschauen ....




Sechzehn Jahre sind vergangen, seit das Königreich Winter in Schutt und Asche gelegt und seine Einwohner versklavt wurden. Sechzehn Jahre, seit die verwaiste Meira gemeinsam mit sieben Winterianern im Exil lebt, mit nur einem Ziel vor Augen: die Magie und die Macht von Winter zurückzuerobern. Täglich trainiert sie dafür mit ihrem besten Freund Mather, dem zukünftigen König von Winter, den sie verzweifelt liebt. Als Meira Gerüchte über ein verloren geglaubtes Medaillon hört, das die Magie von Winter wiederherstellen könnte, verlässt sie den Schutz der Exilanten, um auf eigene Faust nach dem Medaillon zu suchen. Dabei gerät sie in einen Strudel unkontrollierbarer Mächte …
(Text- und Bildquelle: cbt Verlag)




Einstieg ins Buch:
"BLOCKEN!"
"Wo?"

"Schnee wie Asche" ist der Auftakt einer Trilogie, die im High Fantasy angesiedelt ist, was uns auch die Karte vorne drin beweist. Die Welt, die Sara Raasch entworfen hat, ist sehr faszinierend. Auf Primoria gibt es acht Länder. Vier davon sind Rhythmusländer, in denen sich die Jahreszeiten wie wir es kennen abwechseln. Die vier Länder im Süden sind je eine Jahreszeit. In diesen Ländern herrscht nur diese eine Jahreszeit und auch die Einwohner passen optisch dazu. So sind die Winterianer sehr hellhäutig, blauäugig und haben weisse Haare.

In "Schnee wie Asche" stehen vor allem Frühling und Winter im Vordergrund. Vor sechzehn Jahren hat nämlich Frühling Winter überfallen, die meisten Winterianer als Arbeiter entführt, die Königin getötet und die Magsignie, ein Amulett mit dem die Magie verstärkt werden kann, zerbrochen und versteckt. Heute sind gerade noch acht Winterianer frei und versuchen verzweifelt, die beiden Hälften des Amuletts zurückzubekommen, um wenigstens einen Teil ihrer Macht wiederzuerlangen.

Eine von ihnen ist Meira, in deren ich-Perspektive wir die Geschichte erleben. Sie ist ein Waisenmädchen, das an der Seite des nächsten Königs aufwächst und eine Kampfausbildung geniesst. Es ist ihr sehr wichtig, auch ihren Beitrag leisten zu können, endlich auch auf Mission geschickt zu werden. Sie ist eine Kämpferin, hat es aber als 'unbedeutendes' Mädchen nicht einfach. So war sie mir auf Anhieb sympathisch und ich fieberte und fühlte mit ihr mit. Sie weiss meistens genau was sie will und setzt alles daran, dies auch zu erreichen. Doch ab und zu blitzt doch noch die Unerfahrenheit ihrer 16 Jahre durch und nicht immer konnte ich ihre Handlungen nachvollziehen. Doch dies macht den Teenager meiner Meinung nach authentischer.

Ich wollte eine Kämpferin sein. Jemand, der sich sein Ansehen verdiente.     (Seite 167)

Trotz der vielen Namen und Begriffe kommt man leicht in die Geschichte rein und findet sich auf der Weltkarte zurecht. Schon sehr früh lockt uns Sara Raasch mit Geheimnissen und Mutmassungen, so dass man als Leser schnell anbeisst, um immer mehr herauszufinden: über Meira, den Königssohn Mather, den Anführer Sir und die verschiedenen Königreichen. So entwickelte sich "Schnee wie Asche" für mich schnell zum Pageturner und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Und wenn ein Buch regelrecht verschlungen wird, realisiert man manchmal erst im Nachhinein, dass da der eine oder andere 'Mangel' in der ersten Euphorie überlesen wurde. So hat mir die Autorin richtig tolle Lesestunden beschert. Ich konnte in eine wahnsinnig faszinierende Welt eintauchen, trotzdem gab es die eine oder andere kleine Ungereimtheit. Zudem war für mich die Geschichte recht vorhersehbar, was meinem Lesegenuss aber keinen Abbruch getan hat.

Die Angst ist ein Samen, der, sobald er gesät ist, nie wieder aufhört zu wachsen.      (Seite 57)

So ist dieser erste Band ein sehr gutes Fundament, auf dem nun aufgebaut werden kann. Im Oktober erscheint der zweite Band auf englisch, wir müssen uns also noch ein bisschen gedulden, obwohl ich eigentlich am liebsten gleich weitergelesen hätte. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf mehr Winter, mehr Rhythmus, mehr Eis und Feuer ....





"Schnee wie Asche" ist ein gelungener Auftakt einer neuen High Fantasy Trilogie. Sara Raasch konnte mich mit ihrem ganz eigenen Weltenentwurf begeistern und so habe ich kurzweilige Lesestunden an der Seite einer starken und kämpferischen Protagonistin verbracht.










   

  1. Schnee wie Asche
  2. Ice like Fire      (Erscheinungstermin des Originals: 13.10.2015)
  3. ?





 

Sara Raasch wusste schon mit fünf Jahren, dass sie für die Bücherwelt bestimmt war. Während ihre Freunde Limonade verkauften, brachte sie ihre handgemalten Bilderbücher an den Mann. Seit damals hat sich nicht viel geändert. Ihre Freunde sehen sie immer noch besorgt an, wenn sie versucht, etwas zu malen, und ihre Begeisterung für das geschriebene Wort verleitet sie oft dazu, etwas Tollkühnes zu tun. Dies ist ihr erster Roman. Er enthält ausdrücklich keine handgemalten Bilder.
(Textquelle: cbt Verlag)