Montag, 5. November 2012

[Rezension] "Die schönsten Dinge" von Toni Jordan











Titel: Die schönsten Dinge
Autorin: Toni Jordan
Originaltitel: Fall Girl
Genre: erwachsene Belletristik
Verlag: Piper (10. September 2012)
ISBN: 9783492054652
Seiten: 288
 








Sie ist klug, attraktiv und engagiert – Ella Canfield scheint Wissenschaftlerin mit Leib und Seele zu sein. Als Evolutionsbiologin forscht sie über ausgestorbene Tiere wie den Tasmanischen Tiger. Ella weiß, was sie will – und hat endlich den idealen Geldgeber für ihr Projekt gefunden: Daniel Metcalf, den gutaussehenden und schwerreichen Vorsitzenden der Metcalf-Stiftung. Daniel interessiert sich brennend für Unternehmungen wie das von Ella. Bedauerlicherweise gibt es zwei Haken an der Sache. Haken Nummer eins: Dr. Ella Canfield heißt in Wirklichkeit Della Gilmore und ist gar keine Wissenschaftlerin. Haken Nummer zwei: Della Gilmore ist zwar ausgesprochen klug, aber nicht klug genug, um der trügerischen Anziehungskraft von Daniel Metcalf zu widerstehen …       
(Text- und Bildquelle: Piper)



 




Da mir "Tausend kleine Schritte" von Toni Jordan wirklich sehr gut gefallen hat, wollte ich unbedingt auch ihr zweites Werk lesen und habe mich so bei lovelybooks für die Leserunde beworben.



Einstieg ins Buch:
Die Brille stört mich von Anfang an. Sie ist regelrecht eigenwillig. Beim Proben in der Cumberland Street hat sie sich brav benommen, aber jetzt, im Wohnzimmer der Villa, ist sie schwer und unbequem.

Durch die Kurzbeschreibung denkt man, dass man schon einen recht guten Einblick in die Geschichte erhält und doch wird man schon nach wenigen Seiten total überrumpelt. Diese wirklich sehr originelle und für mich bisher einmalige Überraschung möchte ich euch natürlich nicht vorwegnehmen und werde somit nicht viel mehr über den Inhalt von "Die schönsten Dinge" verraten.

Ella Canfield beziehungsweise Della Gilmore ist eine sehr sympathische, junge Frau, die es in ihrer Kindheit nicht immer leicht hatte. Sie möchte ihrem Vater endlich beweisen, dass sie auch einmal etwas Grosses schafft und dafür geht sie aufs Ganze. Sie ist charmant, erfinderisch, tough und zum Teil auch eigenwillig. Mit ihrer Familie wohnt sie in einem grossen, alten Haus und es ist schön mitanzusehen, wie die Familienmitglieder für einander einstehen, wie sie wie die Zahnrädchen in einem Uhrwerk ineinander greifen, miteinander arbeiten und wie sie alles für den anderen tun.

Daniel Metcalf ist der grosse Unbekannte. Lange lässt er sich nicht ins Blatt schauen und man schwankt beim Lesen immer etwas hin und her. Einmal denkt man, er meint es mit Della nicht ernst und möchte sie übers Ohr hauen, dann hat man wieder das Gefühl, dass er doch echte Gefühle für sie hegt. Erst gegen Ende wird klar, was es wirklich mit ihm auf sich hat.

Genau das hat das Buch für mich so spannend gemacht. Toni Jordans Schreibstil ist sehr locker und flüssig und das Buch lässt sich sehr leicht lesen. So flog ich nur so von Seite zu Seite und wollte unbedingt erfahren, was es wirklich mit Daniel Metcalf auf sich hat. Zudem fand ich es toll, wie die Autorin im Verlaufe des Buches immer wieder Rückblicke in die Kindheit und Jugend von Della eingebaut hat.

Das Buch wird aus der Sicht von Della und im Präsens erzählt. Aus diesem Grund hat man das Gefühl, mittendrin zu sein und man erlebt Dellas Gedankengänge und Zwiespälte hautnah.

Von mir aus gesehen hätte Toni Jordan das Ende sogar noch etwas mehr ausbauen können, denn da ging dann alles sehr schnell und ich hätte gerne noch etwas länger bei Della und Daniel verweilt.
Auf jeden Fall steht für mich fest, dass ich mich schon auf ein weiteres Buch der australischen Autorin freue, denn die Bücher sind nicht nur wunderschön anzusehen sondern auch wirklich gute Unterhaltung mit einer schönen Prise Humor.


 

Das Cover gefällt mir sehr gut, doch ich bin mir nicht ganz sicher, wie die Federn  -  und übrigens auch der Titel  -  zum Inhalt des Buches passen. In den Sinn kam mir nur die Redewengund "sich mit fremden Federn schmücken" . . .
 
 





"Die schönsten Dinge" wartet mit einer aussergewöhnlichen Idee und interessanten Protagonisten auf. Es ist kurzweilig, charmant, unterhaltsam und amüsant. Wer gute, originelle Unterhaltung gewürzt mit einer leisen Liebesgeschichte und Humor sucht, ist mit diesem Buch gut bedient.




© Darren James

1966 in Brisbane geboren, studierte Toni Jordan Naturwissenschaften an der Universität von Queensland. Sie arbeitete als Mikrobiologin, Lebensmittelchemikerin und Marketingmanagerin, bevor sie mit dem Schreiben begann. »Tausend kleine Schritte« war in Australien nominiert für den Besten Roman des Jahres, wurde als Bestes Debüt ausgezeichnet und in 12 Sprachen übersetzt. Und es stand unter anderem auf der Shortlist des Barbara Jefferis Award sowie als Bester Roman auf der des Australian Book Industry Award. Toni Jordan lebt mit ihrem Mann in Melbourne.

http://www.tonijordan.com/
 
 

Kommentare:

  1. Guten Morgääääähn :-)

    ach hier gefällts mir, so schön winterlich und übersichtlich, toll! Um das Buch schleiche ich auch schon eine ganze Weile herum, nach deiner tollen Rezension habe ich jetzt Lust es zu lesen und packe es mal in mein Wunsch(wichtel)regal :))

    Ich finde deine Leseenten übrigens total goldig, ich brauche auch mal dringend ein Bewertungsschema, bisher kam die zündende Idee noch nicht..

    Liebe Lesegrüße in die Schweiz
    Sandra

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  2. hach ... ich finde deine "Cloud" so schön! Eine super Idee!!!!

    LG Lena

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  3. Das klingt nach netter Unterhaltung. Für den Winter sicher eine schöne Lektüre. Danke fürs Teilen (:

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  4. Von diesem Buch habe ich mittlerweile schon recht viel gehört - und deine Rezension macht mich wirklich neugierig! Undurchschaubare Charaktere mag ich immer sehr gern, das ist also ein absoluter Pluspunkt ;)
    Danke für die schöne Rezension!

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  5. @Sandra:
    Schön, dass es dir hier gefällt. Das freut mich natürlich immer zu hören :-)
    Die Leseente habe ich vor etwa 1.5 Jahren in einem Buchladen bei uns entdeckt und die musste natürlich gleih mit.

    @Lena:
    Dankeschön :-) Ich habe sie auch schon ein bisschen optimiert. Erst habe ich ja einfach den Klappentext genommen, doch da kamen dann natürlich sehr viele unwichtigen Wörter. Nun schreibe ich selber eine Liste mit Wörtern.

    @Nora:
    Ja, ich wirklich nette Unterhaltung :-)

    @Sonne:
    Ich finde es toll, dass Toni Jordan nun mehr Aufmerksamkeit bekommt. "Tausend kleine Schritte" hat mir auch schon sehr gut gefallen.

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Ich freue mich über jeden Kommentar :-)