Donnerstag, 24. September 2015

[Rezension] "Der Rithmatist" von Brandon Sanderson





Titel: Der Rithmatist
Autor: Brandon Sanderson
Reihe: Rithmatist, Band 1
Übersetzer: Jürgen Langowski
Illustrator: Ben McSweeney
Verlag: Heyne Verlag (13. Juli 2015)
Genre: Fantasy
Ausführung: Hardcover, 432 Seiten
ISBN: 978-3453269866








Nachdem mich Brandon Sanderson mit "Steelheart" überzeugen konnte, musste ich unbedingt mehr von ihm lesen.






Wie wird man Magier, wenn man nicht zaubern kann? Mit diesem Problem kämpft Joel tagtäglich, denn nichts wünscht er sich sehnlicher, als ein Rithmatist, ein berühmter Kreidemagier, zu werden. Doch so sehr er sich auch bemüht, seine Kreidefiguren bleiben leblos – bis zu dem Tag, an dem plötzlich das Schicksal aller Rithmatisten auf Joels Schultern ruht. Einem Tag, an dem eine lange verborgene Gabe in ihm erwacht …
(Bild- und Textquelle: Heyne)




Einstieg ins Buch:
Lillys Lampe ging aus, als das Mädchen den Flur hinunterlief.

Mit "Der Rithmatist" kommen nun auch etwas jüngere Leser in den Genuss von Brandon Sandersons Schreibkunst. Sein neustes Werk wird nämlich ab 12 Jahren empfohlen und das merkt man der Geschichte auch wirklich an. Doch deswegen ist sein Weltenentwurf nicht weniger komplex und der Lesegenuss nicht geringer.

Seit die Menschen die Vereinigten Inseln besiedelt haben, müssen sie gegen Kreidlinge kämpfen. Doch es gibt die Rithmatisten, die Kreidezeichnungen zum Leben erwecken und mit ihnen gegen diese magischen Wesen kämpfen können. Auf den Inseln verstreut gibt es Akademien, in denen die auserwählten Rithmatisten ausgebildet werden, bevor sie dann auf Nebrask gegen die wilden Kreidlinge in den Krieg ziehen sollen.

Joel ist ein sehr sympathischer Protagonist, doch leider ist er kein Rithmatist. Durch seinen toten Vater und ein Stipendium darf er trotzdem dieses Eliteinternat besuchen. Dass er nicht zu den Auserwählten gehört, beschäftigt ihn sehr, denn er liebt die Lehre wie kein anderer und kann die verschiedenen Verteidigungen auswendig und perfekt zeichnen. Doch was nützt ihm das, wenn seine Kreidelinien nur Kreidelinien bleiben?
Doch dann verschwinden mehrere Schüler der Akademie spurlos und Joel schafft es, bei Professor Finch einen Platz im Ferienkurs zu bekommen. So kommt es, dass er mehr über die Vorfälle erfährt und beginnt, Nachforschungen anzustellen.  

Aus Leibeskräften rannte er und rief um Hilfe, doch was herauskam, war kaum lauter als ein Flüstern. Er blickte zurück. Eine kleine Welle weisser Figuren folgte ihm über den Rasen. Es waren etwa ein Dutzend Kreaturen – weniger als bei den Angriffen auf die anderen Opfer. Andererseits war Joel kein Rithmatist.     (Seite 347)

Brandon Sanderson kann einfach Geschichten erzählen! Zwar muss man sich erst ein bisschen in die rithmatische Welt einlesen, doch dann packt einen die dichte Atmosphäre, der gut durchdachte Weltenentwurf und die stetig ansteigende Spannung. 
"Der Rithmatist" strotzt jedoch nicht vor Action sondern beinhaltet auch ruhigere Abschnitte, in der wir mehr über die rithmatischen Theorien, die Vergangenheit oder über die Schüler der Armedius-Akademie erfahren.

Gekrönt wird die fantastische Geschichte mit der tollen Gestaltung. Vorne im Buch findet sich eine Karte der Vereinigten Inseln, auf der wir viele bekannte Namen wie Texas, Denver, Mexica oder Neubritannien finden. 
Ben McSweeney hat Sandersons Ideen mit tollen Illustrationen ergänzt. Diese zeigen uns vor allem rithmatische Linien und Verteidigungen, so dass man sich das Gelesene auch vorstellen kann. So werden die Grundlinien schon vor dem ersten Kapitel erklärt, so dass man nicht total ins kalte Wasser geworfen wird.

Auch wenn das Buch bereits am 12 Jahren empfohlen wird, konnte es auch mich begeistern und in seinen Bann ziehen. So hat nun also das Warten auf die Fortsetzung begonnen, denn "The Aztlanian" soll erst 2017 auf Englisch erscheinen.






Brandon Sanderson weiss auch für etwas jüngere Leser zu überzeugen. Er verbindet eine ganz neuartige Idee von Magie mit einer so beliebten Internatsgeschichte und versetzt sie mit einer dichten Atmosphäre und sympathischen Protagonisten, so dass einem ein rundum gelungenes Leseerlebnis geboten wird.








  



  1. Der Rithmatist
  2. The Aztlanian      (Erscheinungstermin vom Original: voraussichtlich 2017)







Brandon Sanderson, 1975 in Nebraska geboren, schreibt seit seiner Schulzeit phantastische Geschichten. Er studierte Englische Literatur und unterrichtet Kreatives Schreiben. Sein Debütroman »Elantris« avancierte in Amerika auf Anhieb zum Bestseller. Seit seinen »Kinder des Nebels«-Romanen und seinen Sturmlicht-Chroniken gilt Brandon Sanderson auch in Deutschland als einer der neuen Stars der Fantasy. Der Autor lebt mit seiner Familie in Provo, Utah.


(Textquelle: Heyne)


Kommentare:

  1. Hey Favola,
    ich mag Brandon Sanderson, wobei ich nicht ganz so nachvollziehen, wieso er so gehypt wird. "Der Rithmatist" habe ich vor langer Zeit mal als eBook angefangen, fand es auch ganz gut, hab aber dann das Interesse daran verloren :-/ Vielleicht sollte ich das Buch irgendwann mal beenden ;)

    Alles Liebe und ein schönes Wochenende!

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    1. Huhu :-)

      Ich habe noch keines seiner High Fantasy Werke gelesen, erst "Steelheart" und eben "Der Ritmatist", die sich beide ja an ein etwas jüngeres Publikum wenden. Und doch, ich kann den Hype jetzt schon verstehen, denn ich finde, er entwirft ganz tolle Welten und kann einfach richtig toll erzählen. So könnte ich mir "Steelheart" super als Verfilmung vorstellen - und ich bin sonst Buchverfilmungen gegenüber sehr skeptisch eingestellt.
      Ich muss wohl bald einmal eines seiner anderen Werke in die Hand nehmen.

      lg Favola

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