Freitag, 9. Januar 2026

"Sunbringer" von Hannah Kaner





TitelSunbringer
Reihe: Godkiller-Trilogie, Band 2
Autorin: Hannah Kaner
Übersetzer: Wolfgang Thon
Verlag: Piper (1. August 2024)
Genre: Fantasy
Seiten: 496






Lesegrund:

"Godkiller" war der Auftakt zu einer Fantasy-Trilogie voller machtgierigen Götter, tödlichen Flüche und dämonischen Kreaturen. Hannah Kaner punktete mit einem tollen Worldbuilding und interessanten Charakteren, so dass ich mich auf die nächste Etappe freute.



Kurzbeschreibung:


Ein Krieg, der das Land zerreißt, und drei Freunde, die sich gegeneinander wenden müssen.

Nach König Arrens Verrat ruft Elogast voller Wut zur Rebellion auf und entfesselt einen Krieg. Zu Skedis Entsetzen ist Inara fest entschlossen zu kämpfen. Je mehr er versucht, sie abzuhalten, desto schwächer wird das Band zwischen ihnen. Und nicht nur das – Skedi entdeckt, dass er nicht der einzige Gott ist, mit dem Inara eine Bindung eingehen kann. Währenddessen hat Kyssen keine andere Wahl, als sich gegen ihre Freunde zu richten: Sie muss den König um jeden Preis retten …
(Textquelle: Piper)



meine Meinung:


Einstieg ins Buch:
Arrens Herz kreischte
Er taumelte vom Kamin zurück. Die Göttin in seiner Brust heulte: Hseth! Hseth! Hseth!

 

Wann brecht ihr eigentlich Reihen ab?
Gebt ihr einer Geschichte mehrere Chancen oder ist nach einem Band Schluss, wenn der Funke nicht mehr überspringt?

Genau diese Frage habe ich mir nach «Sunbringer» gestellt. «Godkiller» war für mich ein richtig starker Auftakt voller machtgieriger Götter, dunkler Flüche und gefährlicher Kreaturen. Das Worldbuilding war grossartig, die Figuren spannend und ich war sehr neugierig, wie es weitergeht. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an Band 2 und leider konnte mich «Sunbringer» nicht mehr so packen wie der erste Teil. 

Die Geschichte setzt direkt nach den Ereignissen von «Godkiller» an. Kissen überlebt nur knapp und wird vom Meeresgott Osidisen gerettet. Während sie erfährt, dass ihrem Heimatland eine Invasion droht und sie ausgerechnet König Arren beschützen soll, kämpfen Elogast und Inara in Lesscia im Widerstand gegen genau diesen König. Die Handlung teilt sich dadurch stark auf und die Figuren sind grösstenteils voneinander getrennt. Das hat zwar die Spannung erhöht, mir aber auch das Gefühl von Gemeinschaft genommen, das ich im ersten Band so mochte. Besonders Kissen kam mir hier zu kurz, obwohl sie mein liebster Charakter ist.

Die Welt und die Götter haben mich weiterhin fasziniert und auch die Idee rund um Glauben und göttliche Macht finde ich richtig stark. Der Schreibstil ist bildlich und angenehm zu lesen, trotzdem hat sich der Mittelteil für mich sehr gezogen. Weniger Action, viele Perspektivwechsel und einige Entwicklungen wirkten auf mich etwas klischeehaft. Dafür mochte ich die Charakterentwicklung der meisten Figuren und das Ende war wirklich gelungen und macht neugierig auf das grosse Finale.


Fazit:


Am Ende bleibe ich etwas zwiegespalten zurück. «Sunbringer» ist keine schlechte Fortsetzung, aber für mich deutlich schwächer als «Godkiller». Ob ich Band 3 lesen werde, weiss ich ehrlich gesagt noch nicht. 
Genau deshalb die Frage vom Anfang. Wann ist für euch der Punkt erreicht, an dem ihr eine Reihe loslasst?




Infos zur Reihe:

      

  1. Godkiller     →  mein Rezigramm
  2. Sunbringer
  3. Faithbreaker 


© Favolas Lesestoff

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