Titel: Eine wie Alaska
Reihe: nein
Autor: John Green
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juni 2009)
ISBN: 978-3423624039
Seiten: 304
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
Inhalt:
Miles hat die Schule gewechselt. Auf dem Internat verknallt er sich in die schöne Alaska. Sie ist das Zentrum ihres Sonnensystems, der magische Anziehungspunkt des Internats. Wer um sie kreist, ist glücklich und verletzlich gleichermaßen, euphorisch und immer nah am Schulverweis. Alaska mag Lyrik, nächtliche Diskussionen über philosophische Absurditäten, heimliche Glimmstängel im Wald und die echte wahre Liebe. Miles ist fasziniert und überfordert zugleich. Dass hinter dieser verrückten, aufgekratzten Schale etwas Weiches und Verletzliches steckt, ist offensichtlich. Wer ist Alaska wirklich?.
(Bild- und Textquelle: dtv)
Gefallen haben mir auch die Eigenheiten der Protagonisten. So "sammelt" Miles die letzen Worte von Leuten und Chip lernt auswendig - vor allem die Hauptstädte aller Länder.
Der Verlauf ist eher eine hügelige Kurve. Zu Beginn brauchte ich etwas um in der Geschichte Tritt zu fassen und danach flachte sie meiner Meinung nach wieder etwas ab.
Gegliedert ist das Buch in "vorher" und "danach". Das erste Kapitel trägt so die Überschrift Einhundertsechsunddreissig Tage vorher. So ist die Spannung, was an Tag null ist, gewährleistet und man beginnt zu spekulieren.
Zudem ist der Autor ein Meister darin, einem schwere Themen mit Humor näher zu bringen. Und obwohl die Geschichte eher schwere Kost ist, liest sie sich locker und leicht, macht einem nachdenklich und lässt Raum zum denken.
"Eine wie Alaska" ist John Greens Debüt und ich finde, dass man das auch merkt. Sein Schreibstil war schon damals toll, doch wenn ich das Buch mit "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" vergleiche, sind da schon Welten dazwischen. (Gut, vielleicht sollte man kein Buch mit DSiemV" vergleichen . . . ) Zwischendurch hatte ich etwas Mühe, am Buch dranzubleiben. Vor allem im zweiten Teil hatte "Eine wie Alaska" einige Längen.
Schreiben kann er einfach, der Herr Green. Feinfühlig und leicht schreibt er über schwerwiegende Themen, oft von seinem unverkennbaren Humor unterlegt.
Auch in "Eine wie Alaska" erleben wir die ganze Bandbreite an Gefühlen und John Green weiss diese wieder berührend und feinfühlig zu übermitteln.
"Eine wie Alaska" ist eine leise Geschichte um eine markante Persönlichkeit. John Green weiss mit seinem unverkennbaren, tollen Schreibstil zu punkten und erzählt einfühlsam eine nicht ganz leichte Geschichte. Trotz interessanter Story und sehr authentischen und einmaligen Charaktere weist die Geschichte meiner Meinung nach jedoch einige Längen auf.
Letzte Worte waren kein Luxus, dem ich frönte. Andere Leute assen Schokolade. Ich verschlang Sterbegelübde. (Miles, Seite 17)
Er hatte gehört, Culver Creek sei die beste Schule in Alabama, und daraufhin hatte er einen Bewerbungsaufsatz geschrieben, in dem stand, dass er eine Schule besuchen wolle, wo man dicke Bücher las. Zu Hause, schrieb er, sei das Problem, dass sein Dad ihn mit Büchern schlug, weshalb Chip zu seiner eigenen Sicherheit nur kurze Bändchen und Taschenbücher las. (Chip, Seite 18)
Sie sah mich an und lächelte breit, so breit, dass das Grinsen auf ihrem schmalen Gesicht vielleicht dämlich ausgesehen hätte, wäre da nicht das unantastbar vornehme Grün ihrer Augen. Strahlend wie ein Kind unter dem Weihnachtsbaum sagte sie: "Ihr raucht zum Spass, ich rauche, um zu sterben." (Alaska, Seite 62)
Also ging ich zurück in mein Zimmer, legte mich ins Bett und dachte, wenn Menschen Niederschlag wären, wäre ich Nieselregen und sie wäre ein Hurrikan. (Miles, Seite 122)
@ by Favolas Lesestoff









