Montag, 14. Mai 2012

[Rezension] "Gebannt. Unter fremdem Himmel" von Veronica Rossii





Titel: Gebannt. Unter fremdem Himmel
Reihe: Aria & Perry-Trilogie, Band 1
Originaltitel:   Unter the never Sky
Autor: Veronica Rossi
Genre: Jugendliteratur, Dystopie
Verlag: Oetinger (März 2012)
ISBN: 978-3-7891-4620-6
Seiten: 432
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren

 




Als erstes hat mich das Cover des Buches angesprochen. Danach wurde ich durch die vielen positiven Rückmeldungen hellhörig und als ich dann herausfand, dass es eine Dystopie ist, war es um mich geschehen, denn dieses Genre lese ich zur Zeit sehr gerne.





Getrennt durch zwei Welten, geeint im Überlebenskampf, verbunden in unendlicher Liebe.

Die siebzehnjährige Aria lebt in einer Welt, die perfekter ist als die Realität. Perry kommt aus einer Wildnis, die realer ist als jede Perfektion und in der wilde Stürme das Leben bedrohen. Als Aria in seine Welt verstoßen wird, rettet Perry ihr das Leben. Trotz ihrer Fremdheit verbindet die beiden die Verzweiflung und Sorge um die, die sie lieben. Aria will ihre verschollene Mutter wiederfinden, Perry ist auf der Suche nach seinem Neffen, an dessen Entführung er sich die Schuld gibt. Aria versucht, vor Perry zu verbergen, dass ihre Gefühle ihm gegenüber sich wandeln. Doch Perry hat dies längst schon entdeckt, aber nicht nur bei Aria, auch bei sich selbst. In diesem ersten Band ihrer Trilogie schreibt Autorin Veronica Rossi über große Gefühle und tödliche Abenteuer, über Mut und Sinnlichkeit und über eine Heldin, die ihre Stärke entdeckt. Dieses Buch ist zutiefst romantisch und packend und so aufregend, dass man es nur schwer aus der Hand legen kann vor Ungeduld, zu erfahren, wie es auf der nächsten Seite weitergeht!
(Bild- und Textquelle: Oetinger)






Einstieg ins Buch:
Die Welt ausserhalb der Biosphäre nannten sie die "Todeszone". Dort draussen gabe es eine Million Möglichkeiten, sein Leben zu verlieren. Aria hätte nie geglaubt, dass es für sie einmal so eng würde.

Zur Zeit wird der Jugendbuchmarkt richtiggehend von Dystopien überschwemmt und Neuerscheinungen in diesem Genre müssen sich durch etwas Spezielles hervorheben. Ich konnte mich im letzten Jahr für so einige Dystopien begeistern und war gespannt, ob mich auch dieses Werk überzeugen kann.
Die zwei Welten, die sonst nebeneinander leben, prallen mit dem Zusammentreffen von Aria und Perry aufeinander. Aria, die eine Siedlerin ist und so in der schützenden Biosphäre lebt, kennt keine Gefahren, keine Krankheiten, keine Ängste. Ihre Welt steuert sie über ihr Smareye und sie vertreibt sich die Zeit nur durch Vorstellungskraft in imaginären Welten.

Peregrine, genannt Perry ist ein "Aussenseiter", der als Jäger und Sammler im Stamm der Tiden für die Gemeinschaft lebt. Hier gilt das Recht des Stärkeren und das Leben seines Stammes wird täglich durch Ätherstürme bedroht. Es gibt einzelne Personen, die von der Natur mit einem extrem entwickelten Sinn beschenkt wurden. So gibt es Horcher, Seher und Witterer. Perry ist ganz speziell und ihm wurden sogar zwei solche Fähigkeiten "geschenkt". Er ist Seher und Witterer zugleich. Somit kann er auf sehr weite Distanzen und auch in der Nacht scharf sehen. Als Witterer kann er aussergewöhnlich gut riechen. Sehr spannend fand ich auch die Tatsache, dass er dadurch sogar die Emotionen anderer Personen riechen kann. Die Welt von Perry, in der die Natur eine so grosse Rolle spielt, hat mich von Anfang an fasziniert. Ganz im Gegenteil zur sterilen, utopischen Welt von Aria. Und so war ich froh, dass der Grossteil des Buches in der Wildnis spielte.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Area und Perry erzählt. So bekommt man als Leser Einblick in die zwei so unterscheidlichen Welten, taucht in ihre Emtionen ein und man lernt die zwei Protagonisten wirklich gut kennen.

Aria entwickelt sich im Laufe des Buches von einem naiven, hilflosen Mädchen ohne eigene Meinung zu einer willensstarken Person. Man fühlt gleich mit ihr und muss sie einfach ins Herz schliessen.
Perry ist Anfangs sehr verschlossen, unnahbar und meistens schlecht gelaunt, doch auch ihn gewinnt man schnell lieb, denn rasch erkennt man, dass er einen weichen Kern hat. Er entwickelt sich im Laufe des Buches immer mehr zu einem liebenswerten Mann, auf den sich Aria wirklich verlassen kann. Toll fand ich es, dass er dabei nicht so ein "gewöhnlicher" Held ist, denn mit seinen Narben, und der krummen Nase, verkörpert er nicht gerade das Schönheitsideal.

Der Aussenseiter schien damit keine Schwierigkeiten zu haben. Nun, da er schlief, konnte sie ihn sich näher anschauen. Er war von Kopf bis Fuss voller Schönheitsfehler: . . . .

Ein bisschen schade fand ich es, dass die Nebenfiguren doch recht spärlich charakterisiert wurden.
"Gebannt ; Unter fremdem Himmel" hat einen spannenden Einstieg und bleibt auch den Rest der Zeit weitgehend auf diesem Level. Zum Ende hin nimmt die Spannung nochmals zu, denn es gibt wilde Hetzjagden, Kämpfe und scheinbar ausweglose Situationen.

Obwohl "Gebannt ; Unter fremdem Himmel" der erste Band ist, hat es für einmal zum Glück keinen fiesen Cliffhanger. Es werden am Ende zwar nicht ganz alle offenen Fragen beantwortet, doch damit konnte ich ganz gut leben. Somit ist das Buch soweit "abgeschlossen", dass man nicht ungeduldig auf die Fortsetzung warten muss, was natürlich Vor- und Nachteile mit sich bringt. Doch nur schon die Hoffnung, dass ich eine Antwort auf die Frage, was diese gravierenden Veränderungen der Natur und der Welt hervorgerufen haben,bekomme, garantiert, dass ich die Fortsetzung ganz bestimmt lesen werde.

Das Cover vom Buch hat mich gleich angesprochen, doch nach der Lektüre muss ich sagen, dass es meiner Meinung nach finde nicht wirklich zum Inhalt passt. Ich nehme mal an, dass das Mädchen Aria darstellen soll . . .  doch warum hat die abgebildete Person helle Haare?



"Gebannt ; Unter fremdem Himmel" ist vom Kern der Geschichte her nichts wirklich Neues, doch es wartet mit interessanten Aspekten und Details auf und kann mit zwei sympathischen Charakteren punkten.











      
  1. Gebannt. Unter fremdem Himmel 
  2. Getrieben. Durch ewige Nacht
  3. Geborgen. In unendlicher Weite (Erscheinungstermin: März 2014)

www.getrieben-das-buch.de/
www.facebook.com/AriaundPerry






© Sherman Chu
Veronica Rossi, in Rio de Janeiro/Brasilien geboren, zog in ihrer Kindheit oft um und lebte in Mexiko, Venezuela, an der Ostküste der USA und schließlich in Kalifornien. Hier besuchte sie die Universität und studierte Schöne Künste am Californian College of the Arts in San Francisco. Heute lebt sie mit ihrer Familie im Norden Kaliforniens und arbeitet als freie Autorin. Sie schreibt vor allem futuristische Romane für junge Erwachsene. Erste Ehren erwarb sie mit bisher unveröffentlichten Manuskripten auf amerikanischen Autoren-Wettbewerben, wo sie in der Kategorie Fantasy und Science Fiction auf den vordersten Plätzen rangierte. GEBANNT - UNTER FREMDEM HIMMEL, eine Liebesgeschichte in postapokalyptischen Zeiten, ist ihre erste Buchveröffentlichung und der erste Teil einer Trilogie. 





Kommentare:

  1. Das werde ich bald lesen! :) Hab mir jetzt deshalb nur dein Fazit angesehen. ^^

    Freu mich schon drauf!

    LG
    Lydia

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  2. @Lydia:
    Ja, das mache ich auch immer so wenn ich ein Buch noch nicht gelesen habe . . . und nach dem Verfassen der Rezi bin ich dann aber gespannt darauf, was die anderen geschrieben haben.
    Viel Spass bei der Lektüre.

    lG Favola

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  3. Eine sehr schöne Rezension zu dem Buch - besonders für einen Blog-Neuling wie dich! Respekt dafür, so ausführlich schreiben "Frischlinge" normalerweise nicht. Finde ich klasse!
    Ich kann dir ansonsten hier zum größten Teil zustimmen, auch wenn ich die Nebencharaktere eigentlich ganz gut fand ;) Ich freue mich ebenfalls schon auf die Fortsetzung!
    Liebe Grüße,
    Sonne

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  4. Vielen Dank für die schöne Rezi. Das Buch möchte ich mir dieses Jahr (wie so viele andere... Mehr Zeit und Geld sollte man haben :D) auf alle Fälle noch gönnen. Und deine Rezi macht noch einmal ein großes Bisschen mehr Lust darauf.

    lG

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