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Dienstag, 3. September 2013

[Rezension] "Eden & Orion. Lichtjahre zu dir" von Helen Douglas





Titel: Lichtjahre zu dir
Reihe: Eden & Orion, Band 2
Autorin: Helen Douglas
Genre: Jugendbuch, Science Fiction
Verlag: FISCHER Sauerländer (22. August 2013)
ISBN: 978-3737364867
Seiten: 282
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 17 Jahre



Erst hat mich der Titel angesprochen, dann ins mit der Sternenhimmel des Covers ins Auge gestochen und schlussendlich musste ich mir eingestehen, dass mich auch die Inhaltsangabe neugierig machte .... ein Neuer an der Schule, der weder Pizza noch Gandhi kennt? Das konnte ich mir nicht entgehen lassen.





Als der gut aussehende Ryan an ihrer Schule auftaucht, verliebt Eden sich Hals über Kopf in den Neuen. Auf den ersten Blick scheint Ryan ein ganz normaler amerikanischer Teenager zu sein. Aber wieso kennt er dann keine Pizza und hat noch nie von Gandhi oder Mandela gehört? Und warum interessiert er sich so brennend für sie? Eines Tages findet Eden ein Buch in Ryans Zimmer, dessen Inhalt eine ferne Zukunft vorwegnimmt. Eden versucht fieberhaft, das Geheimnis zu lüften. Sie entdeckt, dass Ryan eine unglaublich wichtige Mission erfüllen muss ... und sie vielleicht seine einzige Chance zerstört hat.(Bild- und Textquelle: Sauerländer)






Einstieg ins Buch:
Sie tanzte mit einem anderen.

Der Prolog macht uns zu Beobachtern einer Szene, die sich ungefähr vier Monate nach dem eigentlichen Start der Geschichte abspielt. Dies ist sehr geschickt gewählt, da man während der ganzen Lektüre immer wieder daran denkt und sich überlegt, ob sich der Prolog wirklich so bewahrheiten wird.

Helen Douglas tischt uns in "Lichtjahre zu dir" sehr viele Klischees auf. Ein äusserst attraktiver und geheimnisvoller Schüler will sich unbedingt mit einer "Aussenseiterin" abgeben - und fast aussschliesslich mit ihr. Also ist der erste Band von "Eden & Orion" eine totale 0815-Highschool-Story wie es sie schon so oft auf dem Buchmarkt gibt? Ja und Nein.

Ja, weil die Autorin wirklich das ganze Spektrum an Klischees einbaut und auch das Fettnäpfchen 'bester Freund verliebt sich in seine Sandkastenfreundin, die von alledem nichts mitbekommt' nicht auslässt.

Nein, weil die Geschichte einen Science-Fiction-Hintergrund hat und zudem auch eine Zeitreise beinhaltet. Nein, weil Helen Douglas mit witzigen Details auftrumpft und auch nein, weil es mir einfach grossen Spass gemacht hat, dieses Buch zu lesen.

Ryan sorgte wirklich ständig für neue Überraschungen. Manchmal wirkte er so normal wie jeder andere und in der nächsten Sekunde wie von einem anderen Stern. Wie konnte es sein, dass er nicht wusste, was Burger waren?     (Seite 38)

Die Geschichte wird aus der ich-Perspektive von Eden erzählt. Sie ist wirklich eine Protagonistin, die man schnell ins Herz schliesst - und das, obwohl ich sie nicht immer ganz verstehen kann - aber vielleicht auch gerade deswegen, denn das macht sich so schön menschlich, so schön 'teenager-haft'. Sie ist liebenswürdig und gutherzig, wird zwar von Ängsten geplagt, wagt aber auch den Blick zu den Sternen.

"Wer braucht schon eine Astronomie-AG, wenn er dich hat?", fragte ich.     (Eden zu Ryan, Seite 45)

Ryan ist der attraktive Neue, der sich kaum in die Karten schauen lässt. Und auch nachdem er sein Blatt offen hinlegen musste, war ich mir nie sicher, ob er mit falschen Karten spielt oder sogar noch einen Joker im Ärmel hat.

Helen Douglas schreibt in einfachen, kurzen und klaren Sätzen, so dass sich das Buch wie von selbst liest. Schnell ist man in die Geschichte eingetaucht und obwohl für mich sehr vieles vorhersehbar war und sich für mich zwei, drei Ungereimtheiten offenbarten, rätselte und bangte ich mit Eden und Ryan mit, schmiedete Pläne und versuchte den 'Bösen' zu entlarven.

Das Ende hat mich dann doch etwas überrascht und obwohl uns für einmal kein fieser Cliffhanger erwartet,  bin ich gespannt, wie es in Band 2 weiter gehen wird.







Wollt ihr eine neue Theorie für das Aussterben der Dinosaurier hören?
Stört ihr euch nicht an vielen aufgewärmten Klischees?
"Lichtjahre zu dir" ist bestimmt kein neuer Stern am Himmel, aber es macht trotzdem einfach richtig Spass, dieses Buch zu lesen.










Helen Douglas studierte Wirtschaftsgeschichte an der London School of Economics. Sie arbeitete als Lektorin, Theaterdirektorin und Englischlehrerin in London und Kalifornien. Außerdem ist sie begeisterte Hobby-Astrologin. Heute lebt Helen Douglas mit ihrem Mann und ihren Kindern in Cornwall.
(Textquelle: Fischer)




Montag, 29. April 2013

[Bilderbuch] "Lieselotte lauert" von Alexander Steffensmeier



Titel: Lieselotte lauert
Autor: Alexander Steffensmeier
Verlag: Sauerländer (Januar 2006)
ISBN: 978-3737360227
Seiten: 32
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 3 - 6 Jahre


Inhalt:
Lieselotte ist wirklich eine blöde Kuh. Zumindest findet das der saufreundliche Postbote, der ihr und ihren Marotten schutzlos ausgeliefert ist. Denn das Tier hat schon beim Melken nur eins im Sinn: Dem Postboten, sobald er auf seinem gelben Fahrrad auf dem Bauernhof auftaucht, mächtig zu erschrecken. Das Lauern ist Lieselottes Lebenszweck geworden: bis dem Briefträger eine grandiose Idee kommt, die beider Leben plötzlich auf den Kopf stellt -- und das, obwohl die Aktion fast gründlich in die Hose gegangen wäre ...

(Bild- und Textquelle: amazon.de  







Vor Jahren hat mir eine Buchhändlerin "Lieselotte lauert" zum Verschenken empfohlen. Ich selber war dann von diesem Bilderbuch so begeistert, dass ich schon damals wusste, dass, wenn ich dann einmal Kinder habe, alle Lieselotte Bücher in meinem Regal stehen würden.

Meine ältere Tochter ist nun im Bilderbuchalter und so schenke ich ihr und mir nach und nach alle Bände. "Lieselotte lauert" ist der Anfang einer kuhlen Karriere wie sie im Bilderbuch steht.

Mit wenig Text vermag Alexander Steffensmeier eine witzige Geschichte zu erzählen. Vor allem stechen aber seine Bilder hervor. Einmal füllt ein buntes Bild eine ganze Doppelseite, dann gibt es wieder einen Abschnitt im Comic-Stil. Die Illustrationen sind bunt, fröhlich und auf dem einen oder anderen hat man wirklich das Gefühl, Lieselotte springe einem entgegen.

Alexander Steffensmeier hat mit Lieselotte eine Kuhheldin geschaffen, die sowohl Mädchen wie Jungs, Kinder wie auch Erwachsene begeistert und deren Bücher in keinem Kinderzimmer fehlen dürfen.
Die Kuh kommt so gut an, dass es in der Zwischenzeit auch noch Pappbilderbücher, Rätsel- und Malspass, Kalender und je ein Back- und Kochbuch gibt.

"Lieselotte lauert wurde mit dem "Buxtehuder Kälbchen 2007" ausgezeichnet.






"Lieselotte lauert" hat mich in allen Bereichen überzeugt und ich bin schon seit Jahren ein grosser Fan der eigenwilligen Kuh. Wer Kinder kennt, jedoch noch kein Bekanntschaft mit Lieselotte gemacht hat, sollte dies schleunigst nachholen - ob zum selber Vorlesen oder Verschenken, sie wird Begeisterung auslösen!










  • Lieselotte lauert
  • Lieselotte im Schnee
  • Lieselotte sucht einen Schatz
  • Lieselotte macht Urlaub
  • Lieselotte versteckt sich
  • Lieselotte ist krank    (erscheint im September 2013)

Der nächste Lieselotte-Band ist schon in Arbeit. Die arme Kuh muss zum Tierarzt ... Auf Alexander Steffensmeiers Blog gibt es schon einmal einen Einblick in die Reinzeichnungen:   *klick*







1977 in Lippstadt geboren und anschließend einige Kilometer von dort in Mantinghausen aufgewachsen. Ostwestfale also.
Im Kindergarten Kastanienmännchen, in der Schule Abitur und in der Altenpflege Zivildienst gemacht.

Ab 1998 Designstudium mit Schwerpunkt Illustration an der Fachhochschule Münster. Diplom im Juli 2004.

Seit 2003 als freier Illustrator für verschiedene Verlage tätig.