Posts mit dem Label POD werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label POD werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 16. November 2012

PODs oder was es mit diesen ominösen weissen Vorab-Leseexemplaren auf sich hat . . .


Schon lange warte ich auf die Fortsetzung von "Die Bestimmung". Als dann der Erscheinungstermin bekannt gegeben wurde, freute ich mich doppelt, denn es war genau mein Geburtstag . . . das musste doch ein Zeichen sein . . .

Am Mittwoch hat dann die Facebook-Fanseite von Die Bestimmung das unten abgebildete Foto mit der Bemerkung, dass diese 60 Vorab-Exemplare an ausgewählte Rezensenten und Blogger gingen, gepostet. Kurz darauf erhielt ich eine Mail, dass ich bald im Besitz eines dieser Bücher sein würde. Ich habe mich natürlich riesig darüber gefreut!
Als ich mich dann etwas später nochmals bei Facebook einloggte, war schon eine grosse Diskussion um diese weissen Leseexemplare entstanden und etwas verärgert las ich etliche Kommentare, die besagten, dass man so besser das Buch kaufe und dass man ja froh sei, keines zu erhalten, da diese so hässlich seien . . .

 
Klar sind diese Leseexemplare nicht wahnsinnig schön und ganz bestimmt habe auch ich mich auf ein HC gefreut, das ich neben meinen ersten Band ins Regal stellen kann . . . . aber ich bekomme das Buch vor dem Erscheinungstermin gratis vom Verlag zugestellt und es ist dann ein Buch von gerade mal 60 Exemplaren, das in meinem Besitz ist . . . ich freue mich auf jeden Fall riesig darauf.

Einige versuchten dann das Erscheinungsbild der Bücher zu begründen. Ich habe einmal ein paar mögliche Erklärungen von Bloggerinnen zusammengestellt:

  • der Verlag hat eine günstigere Variante gesucht, da sie wohl zur Zeit von RE-Anfragen überrannt werden
  • die machen das so, damit die Bücher nicht weiterverkauft werden können
  • Leseexemplare sind oft unkorrigiert und noch nicht die endgültige Fassung, sie erscheinen ja auch vor dem Erscheinungstermin
  • für den Verlag ist es eben nur Werbemassnahme und da reichen eben diese einfachen Bücher. Auch wenns uns nicht gefällt.

Nach etlichen Kommentaren, Empörungen und Mutmassungen wollte ich Licht in die ganze Sache bringen und habe mich an Katharina Göring gewendet, die meine Ansprechsperson beim cbj + cbt Verlag ist. Mit ihrer Genehmigung darf ich ihre Antwort zu diesen ominösen, weissen Leseexemplaren, den sogenannten PODs hier veröffentlichen:


Also, zunächst einmal nennen sich die Bücher mit den typischen weißen Taschenbuchumschlägen PODs. Das sind sogenannte Print On Demands, die wir extra herstellen lassen.

Diese PODs sollen nicht gut aussehen, sondern uns die Möglichkeit geben, unseren Rezensenten den Text schon vor dem Erscheinungstermin zukommen zu lassen. Es geht allein um den Inhalt. Auch die PODs sind übrigens in der Herstellung nicht billig, denn wir produzieren ja eine relativ geringe Stückzahl, was es wiederum aufwendig macht. Wir haben diese Bücher ganz speziell nur für unsere Rezensenten herstellen lassen – ich finde, das ist schon etwas Besonderes. Die PODs sind also dafür gedacht, einen Text so früh wie möglich in lesbarer Form nach außen geben zu können. Oft enthalten die PODs daher auch noch nicht die Endversion des Textes.

Die Leseexemplare, also solche Bücher, mit festem Einband, die den fertigen fast gleichen, werden nur für ganze bestimmte Titel hergestellt. Wie es zum Beispiel bei Band 1 von „Die Bestimmung“ der Fall war. Diese Leseexemplare sind aber vor allem für Buchhändler gedacht, die ja auch im Vorhinein in die neuen Titel hineinlesen möchten. Und wir von der Presse können von diesen Leseexemplaren einen Anteil sozusagen „abziehen“ und für unsere Arbeit verwenden. Die offiziellen Leseexemplare werden nur von einigen wenigen Titeln in jedem Programm produziert.

 
Katharina Göring, Assistentin Presse cbj + cbt Verlag



Ich möchte Katharina Göring nochmals herzlich für ihre Geduld und die netten Mails bedanken, denn sie wurde an diesem Mittwoch von mir geradezu mit Mails bombardiert.
Ich hoffe, dass ich mit diesem Post etwas Licht ins Dunkle bringen konnte.