Dienstag, 30. Mai 2017

[Rezension] "Teestunde mit Todesfall: Der zweite Fall für Wells & Wong" von Robin Stevens





Titel: Teestunde mit Todesfall
Reihe: Ein Fall für Wells & Wong, Band 2
Autorin: Robin Stevens
Übersetzerin: Nadine Mannchen
Genre: Krimi
VerlagKnesebeck (16. Februar 2017)
ISBN: 978-3868739084
Seiten: 288
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre








Robin Stevens überzeugte mich in "Mord ist nichts für junge Damen" mit dem Charme der 30er-Jahre, zwei sehr eigenen, aber tollen Protagonistinnen und einem feinen Gespür für Humor.
So freute ich mich schon auf den zweiten Fall der Detektei Wells & Wong "Teestunde mit Todesfall".




Daisy und Hazel verbringen die Ferien bei Daisys Familie in Fallingford. Zu Daisys Geburtstag reist die gesamte Verwandschaft an - von der exzentrischen Tante Saskia bis zum schneidigen Onkel Felix. Nur der zwielichtige Mr Curtis passt nicht so recht ins Bild. Er scheint etwas im Schilde zu führen. Doch als Mr Curtis vor den Augen aller vergiftet wird, ist klar, dass einer der Gäste der Mörder ist.
(Bild- und Textquelle: Knesebeck)





Einstieg ins Buch:
Etwas Grauenhaftes ist Mr Curtis zugestossen.

Robin Stevens konnte mich damals mit "Mord ist nichts für junge Damen" begeistern und auch dieses Mal ging ihr Rezept auf: Man nehme zwei erfolgreiche Komponenten von früher - hier zum Beispiel Hanni und Nanni und Miss Marple -, schüttle sie kräftig durch und reichere sie mit eigenen Ideen an. Und ich kann euch jetzt schon verraten, dass sich der Mix von "Teestunde mit Todesfall" noch süffiger liest.

Dieses Mal ermitteln Daisy Wells und Hazel Wong jedoch nicht an ihrer Mädchenschule Deepdean sondern bei Daisy zuhause in Fallingford. Dort verbringen die beiden Mädchen nämlich ihre Ferien. In diese Zeit fällt auch Daisys Geburtstag, den ihre Mutter bei einem Teekränzchen mit der ganzen Familie und den Schulfreundinnen Kitty und Küken feiern möchte. Hazel fühlt sich auf dem in die Jahre gekommenen Landsitz jedoch nicht richtig wohl und sie würde lieber nach Hause nach Hong Kong. Als dann Mr Curtis vergiftet wird, erstellen die beiden wieder eine Liste mit Verdächtigen und machen sich auf die Suche nach Hinweisen und Alibis. 

Eine der wenigen Gemeinsamkeiten zwischen Fallingford und Deepdean ist der Umstand, dass die Erwachsenen davon überzeugt sind, es sei gefährlich, Kindern freie Zeit zu lassen. Ich glaube, sie machen sich Sorgen, wir könnten auf falsche Gedanken kommen.     (Seite 32)

"Teestunde mit Todesfall" ist wieder humorvoll, aber auch sehr spannend. Und dafür sind vor allem die beiden unterschiedlichen Protagonistinnen verantwortlich. Daisy ist immer noch sehr forsch und von sich selbst eingenommen. Sie kann aber auch ausserordentlich gut beobachten und kombinieren, nur wenn die eigene Familie zum Kreise der Verdächtigen gehört, ist das alles nicht mehr einfach. Man ist voreingenommen und will manchmal der Realität nicht ins Auge blicken. So wird dieser zweite Fall eine harte Bewährungsprobe für die erfolgsverwöhnte Daisy.
Auch dieses Mal ist die ruhige und besonnene Hazel der Ausgleich zu Daisy. Sie kann ihr sehr gut nachfühlen und ist sehr einfühlsam.

Das Setting auf dem heruntergekommenen Landsitz Fallingford ist klasse. Dazu baut Robin Stevens eine dichte Atmosphäre auf und spätestens, als alle Anwesenden wegen eines Unwetters fest sitzen, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Wieder einmal trieb ein Mörder sein Unwesen - und er war uns so nahe, wie es nur geht. Wenn wir uns auf die Jagd nach ihm machten, wie sicher waren wir?     (Seite 105)

Obwohl der Kriminalfall nicht mit Pauken und Trompeten sondern mit Befragungen und Kombination gelöst wird, liest sich auch der zweite Fall von Wells & Wong sehr spannend. Gekonnt spinnt die Autorin ein Netz an Hinweisen und Spuren, so dass irgendwann jeder auf Fallingord der Mörder sein könnte. So kann man auch als Leser fleissig miträtseln und ist sich bis am Ende nicht sicher, wer nun wirklich Mr Curtis vergiftet hatte. 

"Teestunde mit Todesfall" konnte mich noch mehr begeistern als der erste Band und so warte ich schon ungeduldig auf den Spetember, wenn die Detektei Wells & Wong ihren nächsten Fall zu lösen hat.





"Teestunde mit Todesfall" ist ein grandioser zweiter Fall für die beiden jungen Ermittlerinnen Daisy und Hazel. Robin Stevens überzeugt mit viel Spannung, einer dichten Atmosphäre, sympathischen Protagonistinnen, feinem Humor und vor allem sehr viel Lesespass. Wer diese Reihe noch nicht kennt, sollte sie sich unbedingt genauer anschauen!








      

  1. Mord ist nichts für junge Damen      →         zu meiner Rezension
  2. Teestunde mit Todesfall
  3. Mord erster Klasse     (Erscheinungstermin 21.9.2017)






Robin Stevens wurde zwar in Kalifornien geboren, wuchs aber in einem College in Oxford, gleich neben dem Wohnhaus von Alice im Wunderland, auf. Schon in frühester Kindheit wollte sie entweder Hercule Poirot oder
Agatha Christie werden. Als das mit dem beeindruckenden Schnauzbart nichts wurde, entschied sie sich für eine Karriere als Krimiautorin.

Weitere Informationen zu Robin Stevens und ihren Büchern findet ihr unter:
http://robin-stevens.co.uk/blog/

(Textquelle: Knesebeck)



© Favolas Lesestoff


Kommentare:

  1. Guten Morgen Favola!

    Ah wie schön! Es geht genausogut weiter!
    Ich hab ja erst den ersten Band der Reihe gelesen und der hattem ich total begeistert! Ich hoffe, dass Band 2 auch bald einen Weg zu mir findet - freu mich schon drauf! :D

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hallo Aleshanee

      Oh ja, da kannst du dich wirklich freuen. Mir hat der zweite Fall sogar noch ein bisschen besser gefallen. Und nun freue ich mich schon auf September ....
      Dir auf jeden Fall viel Spass mit Daisy und Hazel.

      lg Favola

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  2. Liebe Nicole
    ab welchem Alter kannst du die Serie empfehlen? Ich hab es auch schon gesehen und mir überlegt, ob es wohl was für meine 10jährige Tochter ist. Was meinst du?
    Liebe Grüsse
    Anya

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    1. Liebe Anya

      Hm, gar nicht so einfach zu sagen. Band 1 wird ja ab 12 Jahren empfohlen, denn es geht ja um einen Mord und ist doch ab und zu etwas gruselig. Dass jetzt der zweite Teil schon ab 10 ist, hat mich ehrlich gesagt etwas erstaunt. Es kommt halt immer etwas drauf an, was deine Tochter schon so liest .... Also wenn sie so Gänsehaut von R.L. Stine liest, dann kann sie diese Bücher sicher lesen.
      Vielleicht liest du dir einmal die Leseprobe auf der Verlagsseite durch? Dann bekommst du einen kleinen Eindruck vom Schreibstil.

      lg Nicole

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  3. Danke dir! Dann warte ich lieber noch und sie kanns in zwei Jahren lesen :-)

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