Sonntag, 12. November 2017

[Rezigramm] "Das Spiel von Liebe und Tod" von Martha Brockenbrough


Titel: Das Spiel von Liebe und Tod
Autorin: Martha Brockenbrough
Übersetzerinnen: Jessika Komina, Sandra Knuffinke
Verlag: Loewe (25. Juli 2016)
Genre: Urban Fantasy
ISBN: 978-3785582626
Seitenzahl: 400
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren


Inhalt:
Romeo und Julia, Kleopatra und Mark Anton, Napoleon und Josephine, sie alle waren schon Figuren in dem jahrtausendealten Spiel von Liebe und Tod. Die Regeln sind einfach. Verlieben sich die Paare vor dem ausgewürfelten Termin, hat die Liebe gewonnen, trennen sie sich, triumphiert der Tod und einer der Liebenden muss sterben.
Immer wieder steht Henry vor der Tür des Jazzclubs, in dem Flora allabendlich singt. Er ist hingerissen von der schönen jungen Frau, ihrer Stimme und ihrer Musik. Flora dagegen versucht lange, sich gegen ihre Gefühle zu wehren. Ihre Haut ist schwarz und eine Beziehung mit einem weißen jungen Mann ist im Seattle des Jahres 1937 völlig ausgeschlossen.
Was Flora und Henry nicht wissen: Sie sind nur Figuren in einem uralten Spiel, in dem die Liebe selbst und ihr alter Widersacher Tod menschliche Gestalt angenommen haben. Und beide nutzen all ihre manipulativen Fähigkeiten, um zu gewinnen.
(Bild- und Textquelle: Loewe Verlag)  




Die Inhaltsangabe zu "Das Spiel von Leben und Tod" klingt wahnsinnig interessant, doch ehrlich gesagt, konnte ich mir nicht so ganz vorstellen, worum es im Buch wirklich geht. Umso mehr reizte es mich, genau das herauszufinden ....


Wir steigen im Jahr 1920 in die Geschichte ein, als Liebe und Tod ihre Spieler für die nächste Runde wählen. Liebe und Tod haben nämlich menschliche Gestalt angenommen und spielen ein uraltes Spiel, bei dem die Menschen die Spielfiguren sind. Wenn sich ein ausgewähltes Paar vor dem Termin verliebt, hat die Liebe gewonnen, falls sie sich trennen, gewinnt der Tod und einer der beiden Menschen muss sterben. Liebe und Tod sind Meister der Manipulation, denn beide wollen unter allen Umständen gewinnen.

Die dunkelhäutige Flora wurde schon früh zur Waise und lebt nun bei ihrer Grossmutter. Sie singt in einem Jazzclub und wartet nebenbei als Mechanikerin Flugzeuge. Ihr grosses Idol ist nämlich Flugpionierin Amelia Earhart.
Auch Henry hat seine Eltern früh verloren, wächst aber bei wohlhabenden Freunden seines Vaters auf. Ab und zu schreibt er Zeitungsartikel, hofft jedoch auf ein Stipendium für die Universität.
Die beiden ahnen nicht, dass sie die Hauptrollen im Spiel von Liebe und Tod sind.


Der Plot ist genial aufgebaut. Die Geschichte beginnt ruhig, mit unterschwelliger Spannung. Kleine Nebensächlichkeiten lösen im Verlaufe der Geschichte immer wieder einen Aha-Effekt aus.
Liebe und Tod haben einige Auftritte im Buch. Diese Sequenzen sind immer sehr speziell und etwas gruselig, so dass sie der Geschichte eine tolle Atmosphäre geben.

Meiner Meinung nach hätten Liebe und Tod das Buch sogar noch etwas mehr aufmischen dürfen.
Zu Beginn muss man mit "Das Spiel von Liebe und Tod" etwas Geduld haben. Es gibt unterschiedliche Erzählperspektiven und mehrere Handlungsstränge, so dass man sich erst einmal einen Überblick schaffen muss, bevor man sich vom manipulativen Spiel fesseln und faszinieren lassen kann.


Martha Brockenbroughs Schreibstil liest sich toll. Sie erzählt sehr wortgewandt und bildgewaltig und hat das Flair der 30er Jahre sehr schön eingefangen.




"Das Spiel von Liebe und Tod" von Martha Brockenbrough besticht mit einer tollen Idee und einem genialen Plot. Liebe und Tod treiben in menschlichter Gestalt nämlich ein manipulatives Spiel, das fesselt und fasziniert. Nur ab und zu hätte ich gerne noch etwas mehr Spannung gehabt.








© Favolas Lesestoff

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