Posts mit dem Label Marie Lu werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Marie Lu werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 18. März 2017

[Rezension] "Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche" von Marie Lu





Titel: Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche
Reihe: Band 1
Autorin: Marie Lu
Übersetzerinnen: Sandra Knuffinke und Jessika Komina
Genre: Fantasy
Verlag: cbt (16. Januar 2017)
ISBN: 978-3785583531
Seiten: 416
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren








Nach der Legend-Trilogie freute ich mich auf etwas Neues von Marie Lu. Und so war "Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche" ein absolutes Must-Read für mich.



Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der Gesellschaft verstoßen. Aber die Krankheit hat ihr nicht nur eine strahlende Zukunft genommen, sondern auch übernatürliche Kräfte verliehen. Und Adelina ist nicht die Einzige. Die Gemeinschaft der Dolche wird vom König gejagt und gefürchtet, denn mit ihren unerklärlichen Fähigkeiten sind sie imstande, ihn vom Thron zu stürzen. Doch dazu benötigen sie Adelinas Hilfe ...
(Bild- und Textquelle: Loewe Verlag)





Einstieg ins Buch:
Morgen früh werde ich sterben.
Das sagen zumindest die Inquisitoren, wenn sie in meine Zelle kommen.

Marie Lus neue Reihe "Young Elites" ist im Fantasybereich angesiedelt. Ihre Welt erinnert mich etwas an die Römer, denn die meisten Namen stammen aus dem Italienischen und auch vom Setting her hatte ich immer eine mediterrane Stadt vor Augen.
In Kennattra herrschen aber brutale Zeiten. Nach dem Blutfieber, das mich an die Pest erinnert, überleben nur wenige Kinder. Diese sind gekennzeichnet und können über übernatürliche Kräfte verfügen. Diese Malfettos haben keine Rechte und werden oft von Inquisitoren abgeholt und öffentlich verbrannt. Kein Wunder also, dass sich einige reiche und einflussreiche Malfettos zur Gemeinschaft der Dolche zusammenschliessen.

Die Idee und die Welt von Marie Lu ist sehr gut durchdacht, detailliert geschildert und wird mit einer Karte untermauert. Das hat mir alles ausgesprochen gut gefallen. "Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche" konnte mich schnell in seinen Bann ziehen, denn die Geschichte geht ohne grosses Vorgeplänkel los und die Autorin beweist einmal mehr ihr Können. Sie hat einen klasse Schreibstil, der mich immer wieder begeistert.

Er streckt die Hand aus und streicht mir eine Haarsträhne von der entstellten Seite meines Gesichts. "Du hast ein gutes Herz", sagt er. "Aber die Dunkelheit in dir drückt alles andere nieder; dein Drang, zu töten, zu zerstören und Rache zu üben, ist stärker als dein Verlangen danach, zu lieben, zu helfen und im Hellen zu wandeln."     (Seite 389)

Im Kinder- und Jugendbuchbereich malen die Autoren meist schwarz-weiss. Marie Lu zeigt uns, wie facettenreich und interessant Grau sein kann. Sie wollte uns für einmal auch keine Heldin mit blütenweisser Weste auftischen, sondern eine düstere, böse Protagonistin. Meiner Meinung nach ist ihr dies jedoch nicht ganz gelungen, denn genau mit Andelina lässt sie mich sehr zwiegespalten zurück. 
Adelina hat durch ihre Zeichnung und durch ihren Vater eine harte Kindheit, was erst Mitleid und Verständnis beim Leser weckt. Sie ist zwar recht unsicher, aber man entdeckt in ihr ein starker Wille, der gefällt. Sie könnte eine taffe Protagonistin, eine raffinierte Schurkin werden, doch irgendwie kann sie sich einfach nicht entscheiden. Wir durchleben mit ihr ein Hin und Her, das meine Nerven doch ab und zu etwas strapaziert hat.

Ich habe es satt, immer nur benutzt, verletzt und fallen gelassen zu werden.
Ab jetzt werde ich es sein, die andere benutzt. Die andere verletzt.
Ich.     (Seite 392)

Auch der am Anfang so schöne Spannungsbogen erlitt im Mittelteil den einen oder anderen Durchhänger. Dazu kam, dass mir der Fantasyaspekt in dem Bereich zu viel Platz einnahm. Doch dann kommt eine überraschende Wendung und Marie Lu nimmt wieder alle Fäden in die Hand und beweist, dass sie schreiben kann. Ein überaus spannendes letztes Drittel und ein vielversprechender Epilog schüren das Interesse auf die Fortsetzung.





"Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche" ist ein besonderes Buch, das mich aber auch ein bisschen zwiegespalten zurücklässt. Marie Lu hat eine eindrucksvolle Welt geschaffen, mit der sie mich sofort in den Bann ziehen konnte. Adelina ist eine sehr spannende, für einmal nicht nur gute, Protagonistin, die aber nicht immer meine Sympathie bekommen hat.
Die Autorin trumpft gegen das Ende mit einer überraschenden Wendung auf, so dass man sich auf einen fantastischen zweiten Teil freuen kann.







  1. Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche
  2. Originaltitel: "The Rose Society"
  3. Originaltitel "The Midnight Elites"
Special zum Buch: *klick*




Marie Lu, Autorin der Bestseller-Trilogie Legend, wurde 1984 in Shanghai geboren und lebte für einige Zeit in Texas, bevor sie an der University of Southern California studierte. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie bei den Disney Interactive Studios, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Die Bestsellerautorin lebt mit ihrem Mann und drei Hunden in Santa Monica, nahe dem Meer. Ihre wenige Freizeit verbringt sie mit Lesen, Zeichnen, dem Spielen von Assassin´s Creed und Im-Stau-Stehen.


(Textquelle: Loewe Verlag)




© Favolas Lesestoff

Samstag, 2. Januar 2016

[Rezigramm] "Legend 02. Schwelender Sturm" von Marie Lu



Titel: Legend - Schwelender Sturm
Reihe: Legend, Band 2 / 3
Autorin: Marie Lu
Übersetzerinnen: Sandra Knuffinke & Jessika Komina
Genre: Jugendbuch, Dystopie
Verlag: Loewe (16. September 2013)
ISBN: 978-3785573952
Seiten: 448
empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

Inhalt:
Auf der Flucht vor der Republik schließen sich June und Day den Patrioten an, um Days Bruder zu retten und in die Kolonien zu entkommen.
Doch die Patrioten fordern eine Gegenleistung: June und Day sollen Anden, den neuen Elektor, töten. Eine Tat, die all dem Unrecht und der brutalen Unterdrückung ein Ende bereiten könnte.
Als June jedoch begreift, dass der neue Elektor ganz anders ist als sein Vorgänger, beginnt sie zu zweifeln:
Was, wenn Anden einen neuen Anfang darstellt?
Was, wenn politische Veränderung nicht unbedingt Tod, Vergeltung und Gewalt bedeuten muss?
Was, wenn die Patrioten falsch liegen?
(Bild- und Textquelle: Loewe Verlag)  





Der Einstieg ins Buch ist mir leicht gefallen. Day und June waren mir noch gut präsent, so dass ich mich schnell wieder zurecht gefunden habe.
Wir steigen einige Tage nach Band 1 ein und die beiden sind auf dem Weg nach Las Vegas, wo sie vorhaben, die Patrioten zu suchen. Sie wollen sich der Widerstandsgruppe anschliessen, Tess suchen und Days kleinen Bruder Eden befreien.


Die Kapitel werden auch in "Schwelender Sturm" abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Day und June erzählt. So bekommen wir in beide (Gefühls-)Welten einen tiefen Einblick, was wohl der Grund dafür ist, dass mir die beiden sofort wieder ans Herz gewachsen sind.
Schnell wird klar, was die Patrioten für einen Plan für Day und June haben und so wird die Geschichte vorangetrieben und mit vielen Emotionen verwoben.


Die beiden Protagonisten June und Day sind ja schon aus Band 1 bekannt. Marie Lu vertieft hier die Charaktere stark und zeichnet zwei sehr facettenreiche und spannende Parotagonisten.
Beide haben eine grosse Entwicklung durchgemacht, sind sich aber auch treu geblieben. June, die sehr junge Elitesoldatin, beobachtet und analysiert alles und weiss nicht, ob sie den Auftrag der Patrioten wirklich durchfühen will, durchführen kann. Und obwohl sie grosse Gefühle für Day hegt, legt sie weiterhin eine kühle, immer wachsame Art an den Tag.
Und genau das verunsichert Day. Er redet sich oft ein, dass er June mehr liebt als sie ihn. Dazu kommt, dass er verletzt ist, sich schwach fühlt und sich nach Eden sehnt.


"Schwelender Sturm" ist wirklich ein Klasse Mittelteil. Er bietet viel Action und Spannung, wirkt aber in keiner Situation gehetzt. Marie Lu zieht gekonnt die Fäden, intrigiert, weiss zu überraschen und vor allem zu fesseln.
Positiv überrascht hat mich auch, dass man mehr über die Welt und vor allem die Kolonien erfährt, denn das ist in vielen anderen Dystopien ein blinder Punkt.


Einen wirklichen Kritikpunkt kann ich nicht anmerken, höchstens den fiesen Cliffhanger am Ende des Bandes. 


Der Schreibstil von Marie Lu ist sehr flüssig und mitreissend.
Die Autorin versteht es, Emotionen zu transportieren. Die innere Zerrissenheit, die Gewissenbisse der Protagonisten kann man förmlich spüren.





Wer "Fallender Himmel" mochte, wird auch "Schwelender Sturm" regelrecht verschlingen. Und das, obwohl sich der Schwerpunkt der Geschichte verschoben hat. Ich durchlebte rasante Action, tief gehende Emotionen, lüftete Intrigen, wurde auf dem falschen Fuss erwischt und konnte das Buch vor allem nicht mehr aus der Hand legen.
Ein wirklich legendärer Mittelteil, der auf ein grandioses Finale hoffen lässt.












Sie lässt mich allein im Flur stehen. Mein schlechtes Gewissen gräbt sich unter meine Haut und schlitzt eine Ader nach der anderen auf. Ein Teil von mir ist wütend - ich will June verteidigen [...] Nur ... was ist, wenn Tess recht hat?      (Day, Seite 202)

Liebe ist irrational, Liebe hat Konsequenzen - ich habe mir das alles selbst eingebrockt, also muss ich jetzt auch damit klarkommen.     (June, Seite 441)






      
  1. Fallender Himmel     → zu meinem Rezigramm
  2. Schwelender Sturm
  3. Berstende Sterne

Mehr Infos rund um die Trilogie unter:




© by Favolas Lesestoff

Sonntag, 30. Juni 2013

[Rezigramm] "Legend - Fallender Himmel" von Marie Lu



Titel: Legend - Fallender Himmel
Reihe: Legend, Band 1 / 3
Autorin: Marie Lu
Genre: Jugendbuch, Dystopie
Verlag: Loewe Verlag (10. September 2012)
ISBN: 978-3785573945
Seiten: 363
empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre



Inhalt:
Der unbändige Wunsch nach Rache führt June auf Days Spur. Sie, ausgebildet zum Aufspüren und Töten von Regimegegnern, erschleicht sich sein Vertrauen.
Doch Day, der meistgesuchte Verbrecher der Republik, erweist sich als loyal und selbstlos – angetrieben von einem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn. June beginnt, die Welt durch seine Augen zu sehen. Ist Day tatsächlich der Mörder ihres Bruders?
Fast zu spät erkennt June, dass sie nur eine Spielfigur in einem perfiden, verräterischen Plan ist.
(Bild- und Textquelle: Loewe 





Der Einstieg ins Buch ist mir sehr leicht gefallen. Dadurch dass die Geschichte im Präsens erzählt wird, hat man das Gefühl, direkt dabei zu sein. Zudem hat Marie Lu von der ersten Seite an gekonnt Spannung und eine dichte Atmosphäre aufgebaut. Die beiden Protagonisten haben mich mit ihren Schicksalen sofort gefangen genommen.


Die beiden Protagonisten June und Day waren mir von Anfang an sehr sympathisch und sind mir während dem Lesen immer mehr ans Herz gewachsen. Die beiden sind in total unterschiedlichen Welten aufgewachsen. Day lebt seit seinem zehnten Lebensjahr auf sich gestellt auf der Strasse und ist der meist gesuchte Verbrecher der Republik.
June ist das Wunderkind der Nation und sie lebt bei ihrem Bruder, der beim Militär eine angesehene Stellung hat. Sie muss auf nichts verzichten und geniesst in allen Bereichen eine elitäre Ausbildung. Trotz all den Unterschieden ähneln sich die beiden vom Charakter her sehr. Beides sind Kämpfernaturen und wollen unter allen Umständen ihre gesteckten Ziele erreichen.


Die Kapitel werden abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Day und June erzählt. So bekommen wir in beide (Gefühls-)Welten einen tiefen Einblick, was wohl der Grund dafür ist, dass mir die beiden so schnell ans Herz gewachsen sind.
Marie Lu baut schon auf der ersten Seite gekonnt Spannung auf und lässt diese das ganze Buch über nicht mehr abflachen. Fieberhaft blätterte ich von Seite zu Seite und konnte "Legend" nicht mehr aus der Hand legen.


"Legend" ist eine sehr typische Dystopie und obwohl ich schon recht viele Bücher aus diesem Genre gelesen habe, konnte sie mich voll und ganz überzeugen. Die dystopischen Elemente sind sehr gut herausgearbeitet und addiert mit den überaus sympathischen Protagonisten und der enormen Dichte ergibt das ein atemloses Leseerlebnis.


Die Geschichte um June und Day hat mich sofort fasziniert, zum Teil wurde meine Begeisterung aber durch Erschütterung ersetzt. Marie Lu greift tief in die Gewalt-Kiste und einige Sequenzen sind richtig brutal und gehen einem unter die Haut. Stellenweise habe ich mich sogar gefragt, ob da nicht ein FSK ab 16 drauf müsste .... doch wahrscheinlich heizt genau diese Gewalt das Tempo, die Dichte, das Mitgefühl an. Der Leser verbündet sich mit den Opfern und muss so schnell wie möglich das Ende erfahren.


Der Schreibstil von Marie Lu ist sehr flüssig und mitreissend.
Wer genau mit liest, entdeckt schon recht früh Unstimmigkeiten und denkt sich seinen Teil. Obwohl ich mit meinen Vermutungen immer richtig lag, und die Geschichte so zu einem Teil vorhersehbar war, kam nie Langeweile auf - im Gegenteil.





Warum habe ich so lange gewartet, "Legend - Fallender Himmel" zu lesen?
Ich kann es mir nicht erklären, denn das Buch ist eine legendäre Dystopie. Ein brutales Regime, spannende und sympathische Protagonisten und eine enorm hohe Spannung machen "Legend" zu einem unvergesslichen Leseerlebnis, einem mitreissenedn Pageturner.












Ihre Traurigkeit lässt sie unbeschreiblich schön aussehen, wie Schnee, der eine schroffe Landschaft bedeckt.      (Day, Seite 276/277)

"Es ist ein komisches Gefühl, hier mit dir zu sein. Ich kenne dich kaum. Aber ... manchmal kommt es mir vor, als wären wir ein und dieselbe Person, nur dass wir in zwei verschiedenen Welten geboren wurden."     (June, Seite 363)











      
  1. Fallender Himmel     → zu meinem Rezigramm
  2. Schwelender Sturm
  3. Berstende Sterne

Mehr Infos rund um die Trilogie unter:
www.LegendFans.de



© by Favolas Lesestoff