Dienstag, 24. März 2015

[Rezension] "Die Buchspringer" von Mechthild Gläser






Titel: Die Buchspringer
Autorin: Mechthild Gläser
Verlag: Loewe (16. Februar 2015)
Genre: Jugendliteratur, Urban Fanatsy
ISBN: 978-3785574973
Seiten: 384
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre






Von Mechthild Gläser habe ich bisher noch kein Buch gelesen. Umso gespannter bin ich nun auf "Die Buchspringer". Die Inhaltsangabe tönt wirklich vielversprechend und bei 'buchigen' Büchern kann ich nur selten widerstehen.





Während des Sommerurlaubs auf einer vergessenen Shetlandinsel erfährt Amy, dass sie als Mitglied der Familie Lennox of Stormsay über die Fähigkeit verfügt, in Bücher zu reisen und dort Einfluss auf die Geschichten zu nehmen. Schnell findet Amy Freunde in der Buchwelt: Schir Khan, der Tiger aus dem Dschungelbuch, hat stets wertvolle Ratschläge für sie, während Goethes Werther zwar seinen Liebeskummer in tintenhaltigen Cocktails ertränkt, Amy aber auch ein treuer Freund ist, seit sie ihn vor den Annäherungsversuchen der Hexen aus Macbeth gerettet hat. Lediglich die Idee, Oliver Twist Kaugummi zu schenken, war nicht die beste …
Doch bald merkt Amy, dass die Buchwelt nicht so friedlich ist, wie sie zunächst scheint. Erst verschwindet Geld aus den Schatzkammern von Ali Baba, dann verletzt sich Elizabeth Bennet auf dem Weg zum Ball mit Mr Darcy, sodass eine der bekanntesten Liebesgeschichten der Weltliteratur im Keim erstickt wird. Für Amy ist klar: Sie muss den Störenfried stellen! Doch erst, als sich die Zwischenfälle auch auf die Realität auswirken und schließlich sogar ein Todesopfer fordern, wird Amy klar, wie ernst die Bedrohung ist. Worauf hat es der geheimnisvolle Attentäter wirklich abgesehen? 
(Text- und Bildquelle: Loewe Verlag)




Einstieg ins Buch:
Will rannte. Er rannte und rannte.

Bücher über Bücher sind immer etwas ganz Besonderes - vor allem für Lesesüchtige wie mich. Und da mich auch das Cover sehr ansprach, nahm ich mein erstes Buch von Mechthild Gläser in die Hand und wurde nicht enttäuscht ...
Amy Lennox liebt Bücher über alles und so verzichtet sie lieber auf eine abwechslungsreiche Garderobe als die Bücher wieder aus ihrem Koffer zu packen. Mutter und Tochter flüchten aus ihrer Wohnung in Bochum, die eine vor ihrem Liebeskummer, die andere vor den Mitschülern. Sie müssen sich durch einen heftigen Strm kämpfen, bis sie auf Stormsay, einer kleinen Insel in Schottland, ankommen. Dort klopfen sie an die Tür eines Herrenhauses.
Lady Mairead wusste nicht einmal, dass sie eine Enkelin hat. Sie heisst die beiden jedoch auf Lennox Haus Willkommen, unter der Bedingung, dass Amy in das Familiengeheimnis der Buchspringer eingeweiht wird.

Für mich war Alexis immer so etwas wie die vegane Reinkarnation von Pippi Langstrumpf gewesen. Stark, mutig, anders als andere.      (Seite 25/26)

Alle Lennox' können in Bücher hinein springen und da Amy sowieso eine grosse Leseratte ist, ist sie von ihrer neu entdeckten Gabe regelrecht begeistert. Sie soll mit dem "Dschungelbuch" üben und trifft da auf Shir Khan, der ihr hilft, sich in der Buchwelt zurechtzufinden. Doch Amy hält sich nicht an die Regeln und schlendert lieber an der Seite von Werther durch andere Geschichten. So verbindet Mechthild Gläser Elemente aus bekannten Klassikern wie "Alice im Wunderland", "Stolz und Vorurteil" oder "Peter Pan" mit ganz eigenen Ideen und kreiert eine fantasievolle, fesselnde Story, die mich zu überzeugen wusste. 

Die Charaktere sind sehr ausgereift und interessant, so dass ich gerne an der Seite von Amy durch die Bücher streifte und versuchte, den Ideendieb zu jagen. 
Auch der Schreibstil sagte mir zu - sehr sogar. So liest sich "Die Buchspringer" sehr flüssig und ich musste immer schneller blättern. 

Mechthild Gläser hat sich noch etwas Besonderes einfallen lassen. Zwischen den einzelnen Kapitel gibt es jeweils einen kurzen märchenhaften Text, der die Neugier richtig schürt. 
Schlussendlich kommt alles zusammen und dann geht alles sehr schnell - meiner Meinung nach sogar etwas zu schnell. Das eigentliche Ende kommt mir dann ein bisschen wie ein Kompromiss vor und konnte mich nicht voll und ganz überzeugen. Trotzdem fand ich es schön, mit "Die Buchspringer" wieder einmal einen Einzelband in den Händen zu halten.







Wer möchte nicht auch gerne in Bücher springen und die Abenteuer der Lieblingsprotagonisten live erleben?
An Amys Seite können wir das in "Die Buchspringer" tun und erleben etliche Szenen aus bekannten Klassikern. Doch Mechthild Gläser hat das alles zu ihrer ganz eigenen, fesselnden Geschichte gemacht, die richtig Spass macht. Ein Highlight für alle Bücherfans.






 

Mechthild Gläser wurde im Sommer 1986 in Essen geboren und hat Politik, Geschichte und Wirtschaft studiert. Auch heute lebt und arbeitet sie im Ruhrgebiet, wo sie außerdem ab und an unfassbar schlecht Ballett tanzt – aber nur, wenn niemand hinsieht. Sie liebt es, sich abstruse Geschichten auszudenken, und hat früh damit begonnen, sie aufzuschreiben. Inspiration dafür findet sie überall, am besten jedoch bei einer Tasse Pfefferminztee. 

Hier geht es zur Webseite von Mechthild Gläser:   www.mechthild-glaeser.de


(Textquelle: Loewe Verlag)




Sonntag, 22. März 2015

[Rezigramm] "Letztendlich sind wir dem Universum egal" von David Levithan


Titel: Letztendlich sind wir dem Universum egal
Autor: David Levithan
Genre: Jugendbuch, Contemporary, Fiction
Verlag: FISCHER FJB (24. März 2014)
ISBN: 978-3841422194
Seitenzahl: 400
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren


Inhalt:
Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.
Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?
(Bild- und Textquelle: Fischer FJB)  




Tag 5994
A erwacht wie jeden Morgen und muss als erstes herausfinden, wer er ist, denn er erwacht jeden Morgen in einem anderen Körper - manchmal in einem männlichen, dann aber auch in einem weiblichen. Nur eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind alle sechzehn Jahre alt, so wie er. Und so ruft A jeden Morgen die Informationen zur Person ab und versucht dann, so gut wie möglich in ihre Rolle zu schlüpfen und ihr Leben nicht über den Haufen zu werfen.
An diesem Morgen ist er Justin. Der hört laute, grausige Musik und ist auch sonst nicht wirklich ein angenehmer Zeitgenosse. Für A gibt es nur einen Lichtblick und das ist Rhiannon, Justins Freundin.


A hat sein Leben akzeptiert, doch nun verliebt er sich Hals über Kopf in Rhiannon und zum ersten Mal möchte er in einem Körper bleiben. Doch dies ist ihm nicht möglich und so wacht er am nächsten Morgen als Leslie auf. Doch er bringt Rhiannon nicht aus seinem Kopf und er muss sie einfach wiedersehen. Und so beginnt er gegen seine eigenen Regeln zu verstossen und ignoriert den eigentlichen Tagesablauf und checkt am Morgen immer als erstes, wie weit entfernt er von ihr lebt und ob es ihm möglich ist, sie zu sehen.


Obwohl A körperlos ist, hat er einen tollen Charakter. Er hat seine Prinzipien, seine Regeln und versucht sich in seine aktuelle Person einzufühlen, den Tag so zu meistern, wie diese das auch tun würde. Durch das tägliche Switchen hat er eine Menge Lebenserfahrung und sieht viele Dinge anders, objektiver als anderer Jugendliche, was sehr spannend ist.
Sehr speziell ist auch, dass er in männliche und  weibliche Körper schlüpft. Und weil das Buch in der ich-Perspektve erzählt wird, ist auch der Leser einmal männlich, dann wieder weiblich, einmal hetero, einmal homosexuell, manchmal reich, beliebt, dann aber auch wieder krank oder sogar suizidgefährdet.

Die Grundidee von David Levithan ist etwas ganz Neues, etwas, das ich noch nie erlebt habe. Sie fasziniert und der Autor verarbeitet sie zu einem tiefgründigen Roman, der zum Nachdenken anregt. Kann man einen Charakter lieben? Auch wenn dieser jeden Tag in einem anderen Körper steckt?
Ganz toll fand ich auch die unterschiedlichen Persönlichkeiten, in denen A zu Gast ist. Zwar ist er immer sich selber, die Persönlichkeit oder der Körper seines 'Wirts' wirkt aber auch auf ihn. So schafft er es einmal auch nicht, sich aufzuraffen, als er in einem drogensüchtigen Körper aufwacht oder die dunklen Wolken eines depressiven Mädchens vernebeln auch seine Gedanken.


Aber gerade diese grosse Anzahl an Charaktere hat auch seine Tücken, vor allem, weil man als Leser mit A gemeinsam in sie hineinschlüpft. Daran musste ich mich erst gewöhnen - vor allem mit diesem Geschlechtlosen tat ich mich recht schwer, da ich in A immer ein Er sah, wohl weil im ersten Kapitel in Justin erwachte und sich dann in ein Mädchen verliebte.


Der Schreibstil von David Levithan hat mir sehr gut gefallen. Trotz der vielen 'Perspektivenwechsel' und der Komplexität liest sich die Geschichte sehr flüssig. Die kurzen Kapitel tun ihr Übriges und erleichtern den Einstieg in die Geschichte sehr. Jedes Kapitel ist ein Tag in As Leben und so sind auch die Kapitelüberschriften: 5994. Tag - 6034. Tag





"Letztendlich sind wir dem Universum egal" baut auf einer wirklich aussergewöhnlichen Grundidee auf und David Levithan hat diese auch noch sehr tiefgründig und erstaunlicherweise wirklich glaubwürdig umgesetzt. Er vermag zu überraschen und zum Nachdenken anzuregen, so dass das Buch ganz bestimmt nicht so schnell in Vergessenheit geraten wird.








Jeden Tag bin ich jemand anders. Ich bin ich - so viel weiss ich - und zugleich jemand anders. Das war schon immer so.     (Seite 7)

Aber wie soll ich es anstellen, dass sie durch die Grauzone hindurchschaut - ich mit meinem Körper, den sie niemals richtig sehen wird, mit meinem Leben, das sie niemals richtig festhalten kann?     (Seite 318)

Ich wollte, dass die Liebe alles überwindet. Doch das kann sie nicht. Sie kann nichts aus sich heraus tun. Es liegt an uns, in ihrem Namen alles zu überwinden.     (Seite 348)











@ by Favolas Lesestoff


[Kinderbuch] "Dino Wheelies 01. Die Schatzsuche" von Matthias Weinert




Titel: Dino Wheelies 01. Die Schatzsuche
Autor & Illustrator: Matthias Weinert
Verlag: FISCHER KJB (19. Februar 2015)
ISBN: 978-3737351911
Seiten: 96
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 6 Jahren


Die drei Dino Wheelies Bo, Tanka und Pukki sind die besten Freunde und leben gemeinsam in Neo Pangea. Das ist unsere Welt in ferner Zukunft. Seit die Menschen den Planeten verlassen haben, hat sich auf der Erde einiges getan: Ein neuer Kontinent ist entstanden, und die Hinterlassenschaften der Menschen sind in der Wüste oder dem Dschungel versunken. Die Welt ist zu einem einzigen großen Abenteuerspielplatz geworden! Mit Technik, Speed, Einfallsreichtum und Humor haben sich die Dinosaurier von einst dieser neuen Welt angepasst – und wurden zu: Dino Wheelies!
(Bild- und Textquelle: Fischer Verlage)







Was passiert, wenn die Menschen 2084 die Erde verlassen und im Weltraum eine neue Bleibe suchen? Sie lassen massenhaft Schrott zurück und alles versinkt entweder in der Wüste oder im Dschungel. Doch das Wunder der Evolution schlägt erneut zu und bringt eine ganz neue Spezies zu Tage: Die Dino Wheelies, Dinosaurier auf Rädern.

Am Anfang des Buches werden einem kurz die Helden vom neuen Kontinenten Neo Pangea vorgestellt, so dass man sich diese sehr gut vorstellen kann und danach geht das bunte, freche Abenteuer auch schon los. Die drei Freunde Bo, Pukki und Tanka überlegen, was sie Mama Tu zum Geburtstag schenken könnten. Als ihnen dann eine tolle Idee kommt, ist das viel zu teuer. Konrad versucht immer seine Kunden über den Tisch zu ziehen und bieten den drei so eine Schatzkarte für all ihre Tatzentaler an. Ihre Idee ist, es, den Schatz zu finden und davon dann Mama Tus Geschenk zu kaufen. Und so beginnt das erste rasante und abwechslungsreiche Abenteuer der Dino Wheelies.

Die "Dino Wheelies" bestechen mit einem ganz tollen Mix aus Comic und Erstlesegeschichte. So Sind alle Seiten voll mit bunten Bilder mit Sprechblasen, diese werden jedoch immer wieder von kurzen Textabschnitten ergänzt. Dazu kommt, dass die ganze Geschichte in neun Kapitel unterteilt ist, was das Lesen noch einmal erleichtert. Und so ist diese Bücher ideal für Erstleser, die schon etwas mehr draufhaben. Ich bin mir aber sicher, dass auch noch ältere Jungs ihren Spass auf Neo Pangea haben werden, vor allem, weil es auch noch so ein tolles Zusatzangebot wie die App oder das Kritzelbuch gibt.

Im Anhang findet sich dann noch das Dino-Wheelie-Lexion mit anschaulicher Karten, Bilder, viel Wissenswertem und einem Leserätsel.




Die Dinosaurier sind zurück und sie haben nun Räder! Nur schon diese beiden Dinge werden Jungsherzen höher schlagen lassen. Dazu kommt der tolle Mix aus Erstlesebuch und Comic und die kostenlose Dino-Wheelies-App zur Buchreihe ist noch das Sahnehäubchen auf dem genialen Konzept von Matthias Weinert. So ist der Erfolg der Dino Wheelies besiegelt.








Zu den "Dino Wheelies" gibt es eine ganz tolle Homepage, auf der man viel mehr als 'nur' die Übersicht der Bücher finden kann: Wie alles begann, Steckbriefe der Dinos, Karte von Neo Pangea, die App, Spiele, das Active Book fürs Tablets und Smartphones und ganz viele Extras wie zum Beispiel Ausmalbilder oder Stundenplan. Also nichts wie hin:




      

  1. Dino Wheelies. Die Schatzsuche
  2. Dino Wheelies. Das Grosse Rennen
  3. Dino Wheelies. Die Baumfresser


Neben den drei Bänden ist auch noch das "Dino Wheelies Kritzelbuch" erschienen. Wie bei solchen 'Malbüchern' üblich, ist ein Bild begonnen und man bekommt eine Aufgabe, wie man dieses ergänzen und beenden soll. So muss man einmal eine riesige Sprungschanze für Bo beenden, eine seltsame Maschine erfinden oder sich einen eigenen Dino Wheelie ausdenken. So können Kinder länger auf Neo Pangea verweilen und ihrer Fantasie freien Lauf lassen.
Doch dieses Kritzelbuch ist sogar noch mehr: Auf jeder Seite gibt es neue Infos zu den Dino Wheelies oder es wird eine ganz kurze Geschichte erzählt. So wird hier nicht nur das Zeichnen sondern auch das Lesen gefördert. Eine wirklich tolle Ergänzung zur Lesereihe.




Foto: Gunter Glücklich


Matthias Weinert wurde 1970 in Hamburg geboren, wo er auch heute noch zusammen mit seiner Frau, den beiden Söhnen und einem Hund lebt. Er studierte Kommunikationsdesign und arbeitet seit 1997 als freier Illustrator. Seit einigen Jahren schreibt er auch Kinderbücher.

(Bild- und Textquelle: Fischer Verlage)



Samstag, 21. März 2015

[Bilderbuch] "Jeden-Tag-Geschichten für die Allerkleinsten" von Luise Holthausen






Titel: Jeden-Tag-Geschichten für die Allerkleinsten
Autorin: Luise Holthausen
Illustratorin: Elke Broska
Verlag: FISCHER Duden Kinderbuch (5. März 2015)
ISBN: 978-3737332255
Seiten: 22
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 2 Jahren
(Bild- und Textquelle: Fischer Verlage)









"Jeden-Tag-Geschichten für die Allerkleinsten" ist ein Pappbilderbuch, das auf jeder Doppelseite eine kurze Vorlesegeschichte aus dem Alltag von Kleinkindern zeigt. Zuerst backen die Geschwister Ben und Lea mit ihrem Vater einen Kuchen für die Mama. Danach treffen wir immer eines der Geschwister an: Lea geht das erste Mal ins Kinderturnen, Ben geht aufs Klo, Lea bringt eine Freundin nach Hause, Ben geht zum Friseur .... alles Themen, die die Kinder kennen und so auch ansprechen. Und weil es einen kleinen Bruder und eine grössere Schwester gibt, finden die Geschichten auch ältere Zuhörer. Bei uns hören auch beide Kinder (bald 3 und 5) sehr gerne zu.

Die zehn Text sind sehr einfach gehalten und wirklich kurz, so dass auch Zweijährige die Geduld haben, zuzuhören. So sind die "Jeden-Tag-Geschichten" ein idealer Einstieg in die Buchwelt, ins vorgelesen bekommen, zuhören, entdecken. Zudem eigenen sich perfekt als kleine Gute-Nacht-Geschichten.

Die Bilder von Elka Briska sind schön fröhlich und bunt. Meistens wird eine Geschichte von einem grossen Bild untermalt, ab und zu gibt es jedoch auch eine Bildergeschichte, was das Buch schön auflockert. 



"Jeden-Tag-Geschichten für die Allerkleinsten" beinhaltet zehn kurze, kindgerechte Geschichten aus dem Alltag von Kleinkindern und sind perfekt als Einstieg ins Vorlesen.






Donnerstag, 19. März 2015

Top Ten Thursday #200




10 Bücher aus dem Knaur Verlag

Erst wollte ich den heutigen TTT sausen lassen, doch dann hat es mich doch Wunder genommen, ob ich überhaupt ein Buch aus dem Knaur Verlag besitze. Und so habe ich begonnen, meine Regale zu durchforsten. Gefunden habe ich dann immerhin vier Bücher, mehr als ich zu Beginn gedacht hätte. Dazu kommt, dass es wirklich eine breitgefächerte Mischung geworden ist. Beschämend anfügen muss ich aber, dass ich noch keines der vier Bücher gelesen habe.



         

  1. "If you stay. Füreinander bestimmt" von Courtney Cole
  2. "So finster, so kalt" von Diana Menschig
  3. "Deine Seele in mir" von Susanna Ernst
  4. "Die Tochter der Wanderhure" von Iny Lorentz


Lest ihr oft Bücher aus dem Knaur Verlag?
Habt ihr mir einen Buchtipp aus diesem Verlag, der bei mir so spärlich vertreten ist?



[Rezension] "Kirschen im Schnee" von Kat Yeh





Titel: Kirschen im Schnee
Autorin: Kat Yeh
Genre: Kinderbuch
Verlag: Magellan (20. Februar 2015)
ISBN: 978-3734847059
Seiten: 352
empfohlenes Lesealter: ab 11 Jahren





Als ich "Kirschen im Schnee" das erste Mal gesehen hatte, stand für mich gleich fest, dass ich dieses Buch lesen muss ....





Das weltbeste Rezept für Kirschkuchen – viel mehr ist GiGi von ihrer Mutter nicht geblieben. Sie erinnert sich nicht mal an sie, deswegen ist sie froh, dass ihre ältere Schwester DiDi in jeder Lebenslage weiß, was Ma gemacht hätte. Doch seit sie an der neuen Schule ist, kommen GiGi immer wieder Zweifel, ob DiDi wirklich das Erfolgsrezept fürs Leben hat. Und überhaupt, ist sie nicht langsam alt genug, selbst die Zutaten für ihr Glück zu bestimmen? Welche Rolle dabei ausgerechnet Kirschgrütze, ein berühmter Sternenforscher und ein rosaroter Lippenstift spielen, konnte ja keiner ahnen …
(Bild- und Textquelle: Magellan Verlag)



Einstieg ins Buch:
Die Wahrheit war: Ich wusste, dass die Frau mit dem grünen Schalt nicht Ma sein konnte.
Aber gefolgt bin ich ihr trotzdem.


Schon als ich das Cover das erste Mal sah, habe ich mich verliebt. Doch hier konnte mich nicht nur das Optische begeistern, sondern auch der Inhalt ist richtig toll. Ein rundum gelungenes Gesamtpaket, ein Herzensbuch, das einem gut tut. 

Die Geschichte wird aus der ich-Perspektive von GiGi erzählt - einfach, aber frei von der Leber. Und so schliesst man die Protagonistin sehr schnell ins Herz. Sie ist ein sehr intelligentes Mädchen, so schlau, dass ihre grosse Schwester DiDi alles dafür tut, dass etwas aus ihr wird, zumindest 'mehr' als eine Friseurin wie sie selber. So steht für GiGi vor allem Lernen auf dem Plan, Freunde und Mädchenkram sind nicht wirklich vorgesehen. Nur gut, dass die Zwölfjährige ihre ganz eigenen Erfolgsrezepte hat, denen sie im Leben folgt und die mir ein ums andere Mal ein Schmunzeln aufs Gesicht gezaubert haben. 

Aber ... irgendwie war es schön, nach unmöglichen Dingen zu fragen. Denn dann kamen sie einem zumindest für ein winziges Sekündchen, möglich vor.     (Seite 8)

"Kirschen im Schnee" ist ein ganz zauberhaftes Buch, das erst als eitler Sonnenschein durchgehen könnte, doch das Hochdruckgebiet gerät je länger je mehr ins Wanken. Obwohl das Buch nämlich schon ab elf Jahren empfohlen wird und das Äussere sehr süss aussieht, scheut sich Kat Yen nicht, auch ernstere Themen anzuschneiden. Sie lässt hinter die Fassade blicken und vermag mit der einen oder anderen unerwarteten Wendung zu überraschen und zu berühren.

Ein Highlight sind auch die vielen Rezepte, die im Buch abgedruckt sind und zum Ausprobieren einladen. Diese sind geschickt in die Handlung eingewoben, so dass jedes einen Grund hat, Teil der Geschichte zu sein. Zudem sind sie so herzallerliebst formuliert, dass man einfach jedes Wort davon lesen muss.
"Kirschen im Schnee" ist definitiv ein richtiges Highlight, das ich Jung und Alt empfehlen kann.

"DiDi sagt immer, Freundschaft ist keine Einbahnstrasse ..."    (Seite 186)






GiGi hat im Buch ihre ganz eigenen Erfolgsrezepte und auch Kat Yeh hat ihr Erfolgsrezept für ein besonderes, ein bezauberndes Buch gefunden:
Wohlfühlgeschichte mit Tiefgang + hinreissende Protagonistin + leckere Rezepte + wundervolles Äussere = Kirschen im Schnee = ein Highlight für Jung und Alt.




Hiermit verleihe ich dem Buch "Kirschen im Schnee"


von Kat Yeh die goldene Leseente.





Bevor Kat Yeh anfing, Kinderbücher zu schreiben, hat sie viele Jahre für eine große Werbeagentur gearbeitet. Heute lebt sie in einem kleinen Ort in Long Island, in einem Haus ganz nah am Wasser. Sie hat bisher zwei Bilderbücher veröffentlicht.
Kirschen im Schnee ist ihr erster Kinderroman.
(Textquelle: Magellan Verlag)