Montag, 3. Oktober 2011

[Rezension] "Todeswunsch" von Michael Robotham





 



Titel: Todeswunsch
Reihe: Fälle mit Joe O`Loughlin und Vinzent Ruiz
Band: 4
Autorin: Cassandra Clare
Originaltitel: Bleed For Me
Genre: erwachsene Belletristik, Psychotrhiller
Verlag: Goldmann Verlag
ISBN: 978-3-442-31249-8
Seiten: 512


 


Der Psychologe Joe O’Loughlin ist sich nicht sicher, ob er sich ausgerechnet Sienna Hegarty als beste Freundin für seine Tochter Charlie wünscht. Denn die frühreife Sienna ist nicht immer ein guter Umgang. Doch als sie eines Abends blutüberströmt bei den O’Loughlins auftaucht, nimmt Joe sich ihrer an. Denn im Haus der Hegartys ist etwas Schreckliches passiert: Siennas Vater liegt tot in ihrem Zimmer – jemand hat ihm die Halsschlagader durchtrennt. Sienna kann sich an nichts erinnern. Auf ihrer Kleidung klebt das Blut des Toten, und das Mädchen hat außerdem ein starkes Motiv für die Tat, wie Joe mit Hilfe seines Freundes, dem Ex-Polizisten Vincent Ruiz, herausfindet. Sienna wird des Mordes an ihrem Vater angeklagt, aber Joe ist von ihrer Unschuld überzeugt. Und er soll eine Wahrheit zu Tage fördern, die schwerer wiegt als alles, was er für möglich gehalten hätte …


 


Das Buch ist viel mehr als "nur" ein Psychothriller. Es handelt von Kindesmissbrauch, Rassismus, Machtmissbrauch & Manipulation, Prostitution, Erpressung, Ritzen, aber auch von Familie & Scheidung, Parkinson, Psychologie und Verlustängsten.

"Todeswunsch" ist das erste Buch, das ich von Michael Robotham gelesen habe und es hat mir sehr gut gefallen. Es war spannend, interessant und sehr vielseitig. Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt und ich hätte nicht gedacht, dass ich bei einem Psychothriller auch so oft schmunzle oder so viele schöne Sätze, Abschnitte finde.
Als Vater oder Mutter ist man wie ein Trapezkünstler, der wissen muss, wann er loslässt, und zusieht, wie sein Kind durch die Luft wirbelt, nach der nächsten Sprosse greift und sich ausprobiert. Mein Job ist es, da zu sein, wenn meine Tochter zurückschwingt, breit, sie aufzufangen und wieder in die Welt hinauszuwerfen.

Die Ermittlercharakteren Joe O`Loughlin (Psychologe) und Vincent Ruiz (Ex-Polizist) sind sehr unterschiedlich und haben ihre Ecken und Kanten, was ich sehr spannend finde. Die beiden Männer waren mir sofort sympathisch. Ich fand es sehr interessant, wie O`Loughlin mit seiner Krankheit umgeht. Er hat sich allem Anschein nach damit arrangiert und nennt sie Mr. Parkison.
Früher habe ich geschlafen wie ein Bär, aber das war einmal. Jetzt liege ich wach und zähle meine Aussetzer und Zuckungen; ich kartografiere meinen Körper, um zu sehen, wie viel Terrain ich seit gestern an Mr. Parkinson verloren habe.

Ich finde das bewundernswert, habe mich aber auch gefragt, ob man das in Realität wirklich so "humorvoll" nehmen kann. Klar ist der Humor schwarz angehaucht, aber trotzdem . . . Meine Grossmutter ist an Parkinson gestorben und ich habe so also eine kleine Ahnung, wie schlimm es sein muss, wenn der Körper "zerfällt", der Geist aber noch fit ist und all das realisiert.

Mir hat die Idee gefallen, dass für einmal ein Psychologe den Fall löst, denn er geht ganz anders an die Sache heran. Seine Beobachtungen zu den verschiedenen Personen fand ich sehr abwechslungsreich und spannend zu lesen. So wurde ihm einmal gesagt:
Sie versuchen, menschliches Verhalten zu verstehen und zu erklären. Ich nicht. Ich weiss nur, wir sind kleiner als Gorillas und grösser als Schimpansen, schlimmer als beide, und trotz all unserer Vernunft, unserer Regeln und Gesetzte, unsere niederen Instinkte stammen noch direkt aus dem Dschungel!

Langsam werden zwei Handlungsstränge ineinanderverknüpft und der eine bekommt immer etwas mehr an Wichtigkeit. Schnell merkt man, dass der Nebenstrang irgendetwas mit dem "Hauptfall" zu tun hat. Der Shodown am Ente ist mir etwas gar kurz geraten. Damit ich wirklich alle Zusammenhänge verstandne habe, musste ich zum Teil den einen oder anderen Satz nochmals nachlesen.



 





Der vierte Band um Joe O`Loughlin hat mir wirklich super gefallen und macht Lust auf mehr. Ich habe Blut geleckt und werde ganz bestimmt auch die drei Vorgänger lesen.




 


Geboren in Australien im November 1960, wuchs Michael Robotham in kleinen Landstädtchen, dass mehr Hunde als Menschen und mehr Fliegen als Hunde hatten. Er entkam im Jahr 1979 und wurde ein Kadett Journalist an einem Nachmittag Zeitung in Sydney.

Für die nächsten 14 Jahre schrieb er für Zeitungen und Zeitschriften in Australien, Großbritannien und Amerika. Als Senior Feuilletonist für den britischen Mail on Sunday gehörte er zu den ersten Menschen, die Briefe und Tagebücher des Zaren Nikolaus II. und seiner Gemahlin Kaiserin Alexandra, in der Moskauer Staatsarchiv im Jahr 1991 ausgegraben zu sehen. Er gewann auch den Zugang zu Stalins Hitler-Dateien, die für fast 50 Jahre gefehlt hatte, bis ein sauberer stolperte über eine Pappschachtel, verlegt worden war und falsch abgelegt.

Im Jahr 1993 verließ er Journalismus an einen Ghostwriter zu werden, die Zusammenarbeit mit Politikern, Popstars, Psychologen, Abenteurer und Showbusiness Persönlichkeiten, ihre Autobiographien zu schreiben. Zwölf dieser non-fiction Titel wurden Bestseller mit einem Gesamtumsatz von mehr als 2 Millionen Exemplare.

Sein erster Roman "The Suspect", ein Psychothriller, wurde von dem weltweit größten Zusammenschluss von Buchclubs, da nur die fünfte" International Book of the Month "gewählt und ist damit die Top-Empfehlung zu 28 Millionen Buchclubmitgliedern in fünfzehn Ländern. Es wurde in 22 Sprachen, darunter auch einige er kaum von der gehört übersetzt worden.

Seite des Autors:    http://www.michaelrobotham.com./





    1. Adrenalin
    2. Amnesie
    3. Dein Wille geschehe
    4. Todeswunsch



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