Donnerstag, 14. August 2014

[Rezension] "Monument 14. Die Flucht" von Emmy Laybourne






Titel: Monument 14. Die Flucht
Reihe: Band 2
Autorin: Emmy Laybourne
Genre: Jugendliteratur, Science Fiction, Endzeitroman
Verlag: Heyne Verlag (12. Mai 2014)
ISBN: 978-3453534551
Seiten: 304
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren





Mit "Monument 14" ist Emmy Laybourne ein äusserst spannender Reihenauftakt gelungen, der mir kurzweilie Lesestunden beschert hat. So möchte ich natürlich auch erfahren, wie es weiter geht.




Wenn die Zivilisation zusammenbricht, bist du ganz auf dich allein gestellt

Nachdem ein Tsunami die Ostküste der USA getroffen und weite Teile des Landes verwüstet hat, stranden vierzehn Jugendliche in einem Einkaufszentrum. Der Strom fällt aus, die Zivilisation bricht zusammen, und aus einer nahen Chemiefabrik entweicht eine gefährliche Giftwolke. Dann dringt das Gerücht durch, dass die Überlebenden von Denver aus ausgeflogen werden. Die Jugendlichen bestimmen eine Gesandtschaft, die sich nach Denver durchschlagen soll. Der Rest von ihnen bleibt zurück, darunter der eher schüchterne Dean, der sich früher immer aus allem herausgehalten hat. Als sie von einem gewalttätigen Einbrecher bedroht werden, muss Dean über sich selbst hinauswachsen …
(Bild- und Textquelle: Heyne)






Einstieg ins Buch:
An denjenigen, der diesen Brief findet:
Ich hätte da eine Matheaufgabe für Sie.
Acht Kids, die von schrecklichen, psychotischen Krankheitserscheinungen befallen werden, sobald sie sich länger als 30 bis 40 Sekunden der Aussenluft aussetzen, wollen in einem Schulbus, der einen nie dagewesenen Hagelsturm und eine Kollision mit der massiven Glastür eines Greenway-Superstores überlebt hat, auf einem dunklen Highway 108 Kilometer zurücklegen.

Am Ende des ersten Bandes hat sich die Gruppe der Kinder aufgeteilt: die eine wollten mit dem Schulbus zum Flughafen fahren, die anderen blieben im Einkaufszentrum zurück. Damit wir als Leser beide Handlungsstränge mitverfolgen können, erzählen nun die beiden Brüder Dean und Alex abwechselnd, was bei ihnen los ist. Alex schreibt eine Art Tagebuch und mit so einem Text von ihm steigen wir auch in "Die Flucht" ein. Dies hat die Autorin sehr geschickt eingefädelt, denn so kann sie sehr gut einen kurzen Rückblick auf den ersten Teil und eine Übersicht über die Kinder geben.

Ich fand es toll, diese unterschiedlichsten Charaktere wieder zu treffen und mitzuverfolgen, wie sie sich weiterentwickelten. Und es ist positiv anzumerken, dass diese Entwicklung auch bei allen statt fand, was wirklich bemerkenswert ist. Alle Kids hatte ich sofort wieder ins Herz geschlossen, nur Astrid hätte ich zwischendurch gerne einmal die Meinung gesagt. Doch dann muss ich wieder allen zugestehen, dass sie noch sehr jung und vor allem in einer totalen Ausnahmesituation sind, in der nicht jeder rational und immer überlegt handelt.

"Aber was wäre mir vor einem Monat unrealistischer vorgekommen? Eine Fahrt nach Alaska in einem Bus mit Sandwiches und Betten? Oder eine Reihe von Naturkatastrophen, die die Sonne verdunkelt und uns in einer Hölle voller Leichen und Monster aussetzt?"     (Alex, Seite 141)

Durch Alex und 'seine' Gruppe im Bus, erfahren wir, wie schlimm die Zustände ausserhalb des sicheren Greenways sind: die Luft total vergiftet, Reifen lösen sich in weissen Schaum auf, die Nuller veranstalten grausame Menschenjagden, andere verbarrikadieren sich in ihren eigenen vier Wänden und denken nur noch an sich. Eine wirklich düstere Welt, die uns Emmy Laybourne hier aufzeigt. Zum Glück gibt es jedoch auch Ausnahmen, die einen Lichtblick in ihr zum Teil hoffnungsloses Unterfangen bringen.

"War es wirklich so dumm zu glauben, dass wir es nach Denver schaffen könnten? Wahrscheinlich schon. Aber woher sollten wir das wissen? Wir sind doch bloss Kinder."     (Alex, Seite 177)

"Die Flucht" knüpft da an, wo der Vorgänger aufgehört hat. Sei das nun inhaltlich oder aber auch tempomässig. Von Anfang an zieht die Autorin die Spannung an, fährt im höchsten Gang. Dies wird durch die beiden Handlungsstränge zusätzlich gefördert, nur im Greenway fährt sie zwischenzeitlich einen Gang runter. 

Im Anhang des Buchs findet sich noch die Kurzgeschichte "Monument 14. Jakes Geheimnis" als Bonusmaterial. Diese 27 Seiten sind ganz nett, haben mich aber nicht vom Hocker geworfen. Es empfiehlt sich jedoch, diese vor dem eigentlichen Buch zu lesen.





"Monument 14. Die Flucht" konnte inhaltlich und tempomässig mit seinem ersten Band mithalten und hat mir wieder kurzweilige Unterhaltung geboten. 
Wer Lesefutter sucht, das in einer düsteren Zukunftsvision spielt, ist mit Emmy Laybournes Trilogie sicher gut bedient.









         


     1.  Monument 14     zu meiner Rezension
     2.  Monument 14. Die Flucht
     2.5  Monument 14. Jakes Geheimnis     (eBook, Kurzgeschichte)
     3.  Monument 14. Die Rettung     (Erscheinungstermin: 8. Dezember 2014)








© Emmy Laybourne
Emmy Laybourne arbeitete als Schauspielerin, ehe sie zum Schreiben kann. Über den großen Erfolg von MONUMENT 14, ihrem Debütroman, ist sie noch immer selbst erstaunt. Mit ihrem Mann, zwei Kindern und der australischen Echse Goldie lebt sie im Bundesstaat New York.
(Bild- und Textquelle: Heyne)






1 Kommentar:

  1. Monument 14 - Die Flucht steht jetzt schon ewig auf meiner Wunschliste, obwohl mir der erste Teil so gut gefallen hat. Den Zweiten muss ich mir langsam auch mal kaufen, vor allem, weil er dir auch gefallen, und wir den ähnlichen Büchergeschmack haben, wie mir jetzt schon öfter aufgefallen ist.
    Was ich damit sagen will: Schöne Rezi:D

    Liebe Grüße
    Mary♥
    http://wunderweltblog.blogspot.de/

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