Montag, 10. Juli 2017

[Rezigramm] "Die Seiten der Welt. Blutbuch" von Kai Meyer


Titel: Blutbuch
Reihe: Die Seiten der Welt, Band 3/3
Autor: Kai Meyer
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (10. März 2016)
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3841402264
Seitenzahl: 528
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren


Inhalt:
Das Sanktuarium ist untergegangen, aber schon wird die bibliomantische Welt von einer neuen, übermächtigen Gefahr bedroht. Die Ideen steigen aus dem goldenen Abgrund zwischen den Seiten der Welt auf und verschlingen ein Refugium nach dem anderen. Bald ahnt Furia, dass sie die einzige ist, die die Vernichtung der Welt aufhalten kann und dass sie dafür einen sehr hohen Preis zahlen muss. Doch ist sie dazu bereit?
(Bild- und Textquelle: Fischer Verlage)  




Es gibt wohl kaum eine Buchreihe wie "Die Seiten der Welt" von Kai Meyer, dich sich selber so zum Mittelpunkt macht. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass bibliophile Menschen auch um das Finale der Trilogie nicht herumkommen.
"Blutbuch" steigt mit kurzen Kapiteln ein, so dass man sich rasch einen Überblick verschaffen kann, wer sich gerade womit beschäftigt.


Isis kämpft schwer mit ihrer Absolon-Sucht, trotzdem versucht sie gemeinsam mit Duncan Furia zu retten. Diese steckt nämlich in den Nachtrefugien fest, wo sie vom Bibliomantik-Erfinder Siebenstern viele Hintergrundinformationen erhält.
Doch "Die Seiten der Welt" ist komplex und so bleiben das nicht die einzigen Handlungsstränge. Es gibt wieder viele Charaktere, die ihre ganz eigenen Ziele verfolgen und so springt man zwischen den einzelnen Perspektiven hin und her und die Geschichte wird nie langweilig. Im Gegenteil: Es wird immer rasanter, denn die Zeit läuft allen davon und es droht der Untergang der gesamten bibliomantischen Welt.


Auch "Blutbuch" wird in der dritten Person erzählt. Grösstenteils begleiten wir Isis, Duncan und Furia, doch immer wieder machen wir auch einen Abstecher zu anderen Charaktere - und das sind auch in diesem finalen Band nicht wenige. Einzelne haben nur einen ganz kurzen Auftritt, bringen jedoch wichtige Erkenntnisse. Durch den häufigen Perspektivenwechsel fehlte mir dann jedoch leider etwas die Tiefe der einzelnen Personen.

Einmal mehr staune ich aber über Kai Meyers schier grenzenlosen Ideenreichtum. Er hat die Thematik der Bibliomantik wirklich bis zum äussersten ausgeschöpft und macht "Die Seiten der Welt" zu etwas ganz Einzigartigem. Richtig toll fand ich, dass in diesem abschliessenden Band die Ideen mehr Platz bekommen. Kai Meyer gibt ihnen nämlich ein Gesicht und Charakterzüge, so dass die Ideen als Wesen mitspielen können.

All diese Aspekte machen das Buch mächtig, sehr komplex und beinahe überbordend, so dass man "Blutbuch" nicht einfach mal so locker-flockig nebenher lesen kann. Es verlangt einem Konzentration und Geduld ab, man wird aber mit einer fantastischen Welt belohnt.


Kai Meyer schreibt flüssig und bildgewaltig, ab und zu verstrickt er sich jedoch leicht in seinen tollen buchigen Ideen und muss etwas aufpassen, dass er den roten Faden nicht verliert. Trotzdem schliesst "Blutbuch" diese fantastische Trilogie stimmig ab und lässt einen zwar etwas traurig, aber zufrieden zurück.





"Blutbuch" ist ein komplexes, aber sehr gelungenes Ende einer fantastischen Reihe, die wohl alle bibliophilen Herzen höher schlagen lässt.
Bis zum Ende besticht Kai Meyer mit einem schier grenzenlosen Ideenreichtum, mehreren Handlungssträngen und einer sehr breiten Palette an Charaktere. Und so ist "Die Seiten der Welt" ein Must-Have für alle Buchliebhaber oder die, die es noch werden wollen ....











       


  1. Die Seiten der Welt        →   zu meiner Rezension
  2. Die Seiten der Welt. Nachtland    →   zu meiner Rezension
  3. Die Seiten der Welt. Blutbuch



© Favolas Lesestoff

1 Kommentar:

  1. Hey Favola,

    mir hat der Abschluss auch gut gefallen. Ich fand ihn wieder besser als Band 2. Der war nicht ganz so meins.

    Liebe Grüße
    Sandra

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