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Dienstag, 17. Januar 2012

[Rezension] City of Ashes. Chroniken der Unterwelt 02" von Cassandra Clare







Titel: City of Ashes. Chroniken der Unterwelt 02
Reihe: Chroniken der Unterwelt
Band: 2
Autorin: Cassandra Clare
Originaltitel: City of Ashes, The Mortal Instruments
Genre: Jugendbuch, Fantasy
Verlag: Arena (Juni 2008)
ISBN: 978-3401061337
Seiten: 480
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren





Weihnachten vor einem Jahr habe ich meiner Nichte das Hörbuch "City of Bones" geschenkt. Sie hat sich riesig gefreut, hat sich in ihr Zimmer zurückgezogen, die erste CD eingelegt und wurde nicht mehr gesehen . . . Einige Stunden später hat sie dann so von der Geschichte geschwärmt, dass ich in den nächsten Buchladen musste, um mir Band 1 der Chroniken der Unterwelt zu kaufen. Auch ich habe das Buch verschlungen und musste mir danach gleich die Fortsetzungen holen. Noch heute bin ich enttäuscht, dass Clary und Jace Geschwister sind und so nahm es mich Wunder, wie es in ihrem Leben weitergeht.





Clary wünscht sich ihr normales Leben zurück. Doch was ist schon normal, wenn man als Schattenjägerin gegen Dämonen, Werwölfe, Vampire und Feen kämpfen muss? Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als der Unterwelt den Rücken zuzukehren. Doch als ihr Bruder Jace in Gefahr gerät, stellt sich Clary ihrem Schicksal – und wird in einen tödlichen Kampf gegen die Kreaturen der Nacht verstrickt.Clary wünscht sich ihr normales Leben zurück. Doch was ist schon normal, wenn man als Schattenjägerin gegen Dämonen, Werwölfe, Vampire und Feen kämpfen muss? Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als der Unterwelt den Rücken zuzukehren. Doch als ihr Bruder Jace in Gefahr gerät, stellt sich Clary ihrem Schicksal – und wird in einen tödlichen Kampf gegen die Kreaturen der Nacht verstrickt.


erster Satz:

Die gewaltige Konstruktion aus Glas und Stahl an der Front Street ragte wie eine glitzernde Nadel in den Himmel - das Metropole, das exklusivste Apartmenthaus in Manhattan.

Der zweite Band "City of Ashes" schliesst direkt an seinen Vorgängerband an, was ich als sehr positiv empfand, denn ich mag lange Rückblicke nicht. Zum Teil wirken diese sehr gekünstelt und machen den Einstieg in ein Buch langatmig. Aber das ist hier überhaupt nicht der Fall. Im Gegenteil: Man findet sich gleich wieder mittten in der Geschichte.

Die Protagonisten finde ich nach wie vor toll. Jeder hat seinen eigenen schön ausgearbeiteten Charakter und mit einigen durchleben wir die eine oder andere überraschende Wendung. Von Clary und Jace war ich schon im ersten Band ein grosser Fan. Ihr Gefühlschaos wird in "City of Ashes" sehr schön aufgezeigt und so deutlich beschrieben, dass man als Leser richtiggehend mitleidet. Es ist spannend mitzuverfolgen, wie die beiden mit der Situation unterschiedlich umgehen.

Aber auch die Nebencharakteren konnten mich sehr begeistern  -  allen voran Luke. Er hat eine sehr wichtige Rolle in Clarys Leben übernommen und ist sehr einfühlsam. Auch der erst etwas farblose Simon zeigt nun Ecken und Kanten. So lernt man die Protagonisten aus dem ersten Band noch besser kennen und es kommt die eine oder andere interessante Person noch dazu. Vor allem die Inquisitatorin bringt Jace in die eine oder andere brenzlige Situation.

"Aber wenn man etwas wirklich liebt, dann sollte man es niemals versuchen festzuhalten. Man sollte es freilassen, damit es sich verändern kann."

Im zweiten Teil der Chroniken der Unterwelt werden noch mehr Gefühle gezeigt  -  und auch unterdrückt  -  doch die Geschichte ist auch um einiges düsterer und bedrückender als der Vorgänger. Das Gefühl, dass eine ständige Bedrohung über New York liegt, ebbt nie ab. Zudem sind einige Szenen recht brutal und auch die Guten kommen nicht nur mit einem Kratzer davon. Die Dämonen sind wirklich böse und kämpfen mit fiesen Waffen: Gift, Stacheln, Fangarmen und sogar mit den persönlichen Ängsten des Gegners.

Ich bewundere den Ideenreichtum von Cassandra Clare und bin von ihrem rasanten, abwechslungsreichen, aber auch gefühlvollen Schreibstil begeistert. Auch im zweiten Teil hat sie es geschafft, dass ich mich mit dem Buch total von der Aussenwelt abgeschottet habe und Seite an Seite mit Clary und Jace versucht habe, Valentin zu bekämpfen.

Wurde die Geschichte im 1. Band von der Ich-Erzählerin Clary geschildert, werden dieses Mal die turbulenten Geschehnisse abwechselnd aus der personalen Erzählperspektive von Clary, Jace, Simon und dem Werwolfmädchen Maia erzählt. Dadurch wird die Story abwechslungsreicher gestaltet und vor allem Clarys innere Zerrissenheit ist deutlich zu spüren.

Das Ende ist sehr emotional und für mich als Leserin alles andere als erfreulich. Ich habe sehr mit Clary mitgelitten und muss nun gleich "City of Glass" lesen, um zu sehen, ob sich ihre verzwickte Situation noch zum Guten wendet . . . . und dann wäre da auch noch die eine nicht ganz vollständige Aussage der Inquisitatorin, die ich verfolgen muss.





"City of Ashes" konnte mich mit geballter Spannung, facettenreichen Charakteren, tiefschürenden Gefühlen und der einen oder anderen Überraschung begeistern. Es gibt nur wenige Bücher, in denen ich so mitgefiebert udn mitgefühlt habe.








Cassandra Clare
Cassandra Clare wurde in Teheran geborgen und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Da ihre Familie ständig umzog, wurden Bücher ihre besten Freunde. Sie lebt mit ihrem Freund und ihren zwei Katzen in Brooklyn, New York. City of Bones ist ihr Debüt.

  1. City of Bones
  2. City of Ashes
  3. City of Glass
  4. City of Fallen Angels

Dienstag, 9. Juni 2015

[Rezension] "City of Heavenly Fire" von Cassandra Clare






Titel: City of Heavenly Fire
Reihe: Die Chroniken der Unterwelt Band 6
Autorin: Cassandra Clare
Genre: Jugendliteratur, Urban Fantasy
Verlag: Arena (5. Februar 2015)
ISBN: 978-3401066745
Seiten: 896
vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 15 Jahre





Ich liebe diese Reihe einfach . . . .


Jace trägt das Himmlische Feuer in sich und Sebastian verkündet den finalen Schlag gegen die irdische Welt. Um zu verhindern, dass Dämonen über die Städte herfallen, müssen Clary und Jace mit ihren Freunden in die Schattenwelt eindringen. Wird es ihnen gelingen, Sebastians finstere Pläne zu stoppen, ohne selbst Schaden zu nehmen? Als sie auf Clarys dunklen Bruder treffen, stellt er Clary vor eine schier unlösbare Aufgabe: Entweder sie kommt an seine Seite oder er vernichtet ihre Familie und Freunde, die Welt und alle Schattenjäger …
(Bild- und Textquelle: Arena Verlag)





Einstieg ins Buch:
Am Tag, als Emma Carstairs' Eltern ermordet wurden, war strahlend schönes Wetter.

Es ist immer ein Krux mit einem grossen Reihenfinale: zum einen freut man sich riesig darauf, zum anderen möchte man von lieb gewonnen Charaktere gar nicht Abschied nehmen und schiebt die Lektüre noch etwas weiter hinaus. Und so erging es mir auch mit "City of Heavenly Fire". Über Jahre hinweg habe ich mit Jace, Clary, Simon, Isabel, Alex, Magnus, .... gebangt und gehofft und nun soll alles zu Ende sein? Doch schon der Prolog zeigt auf, dass dieser letzte Band auch der Beginn von etwas Neuem ist. Da sind wir nämlich im Institut in Los Angeles und lernen die junge Schattenjägerin Emma Carstaris und Julian Blackthorn mir seinen vielen Geschwistern kennen. Zum einen ist das in "City of Heavenly Fire" ein neuer Handlungsstrang, zum anderen wird daraus eine weitere Chronik und zwar "The Dark Artifices".

"Nicht immer sind Helden diejenigen, die gewinnen", erklärte sie. "Manchmal sind es diejenigen, die verlieren. Aber sie kämpfen weiter, egal, was kommt. Sie geben nicht auf - und genau das macht sie zu Helden. "     (Clary, Seite 121)

Jeder neue Band der Chroniken der Unterwelt ist für mich wie ein Klassentreffen mit alten Freunden. So detailliert sind die Charaktere gezeichnet, so viel haben wir schon mit ihnen durchgemacht. Schon nach wenigen Seiten habe ich mich wieder daheim gefühlt und wollte gemeinsam an der Seite der Schattenjäger gegen Sebastian und seine Erdunkelten kämpfen und die Welt retten. Nur kurz weilen wir dieses Mal in unserer Welt. Schon nach kurzer Zeit müssen wir alle durch ein Portal nach Idris flüchten und realisieren bald, dass auch diese Stadt nicht so sicher ist, wie es den Anschein hatte. 

Gekonnt spielt Cassandra Clare mit ihren Charaktere wie mit Marionetten im Puppentheater und gibt die Fäden dabei nie aus den Händen. Jeder durchlebt Höhen und Tiefen, ein Wechselbad der Gefühle und entwickelt sich weiter. Darin ist Cassandra Clare wirklich eine grosse Meisterin. Selten erlebt man so facettenreiche, authentische Protagonisten, die sich selber treu, aber doch nicht stehen bleiben.

Simon ist und bleibt ein richtig toller Charakter, der sich auch im finalen Band toll weiterentwickelt und nun einen festen Platz in der Reihe der Schattenjäger-Freunde hat. 
Aber auch Clary macht sich und wirkt auf mich viel stärker und selbstbewusster. Sie ergreift die Initiative und versucht Jace so gut wie möglich zu unterstützen. Hach ja, zu Jace muss ich wohl nichts mehr sagen ....

"Tut mir leid. Es ist nur ... du weisst doch, wie ich bin. Auf schlechte Nachrichten kenne ich nur zwei Reaktionen. Zügellosen Zorn und dann eine scharfe Linkskurve in Richtung siedender Selbsthass."     (Jace, Seite 349)

Die Geschichte beginnt in alt bekannter Clare-Manier: rasant, fesselnd und mitreissend. Doch dann habe ich irgendwie das Gefühl, dass sich die Autorin in all ihren Handlungssträngen etwas verliert und ich musste die eine oder andere Länge verbuchen. Die Erwartungen waren immens hoch und die Autorin wollte es beinahe etwas zu gut machen. Gerade im mittleren Teil wäre meiner Meinung nach weniger mehr gewesen. Inzwischen sind es so viele tolle Charaktere geworden, dass es schwierig ist, allen gerecht zu werden. Und doch bin ich froh, dass Cassandra Clare alle bis zum Ende begleitet und wir nach so vielen Seiten wirklich erfahren, was aus jedem geworden ist. Und so ist "City of Heavenly Fire" meiner Meinung nach ein sehr gutes, solides Ende einer grandiosen Reihe. 

Eine Landkarte ihrer Tapferkeit und Hoffnung, ihrer Träume und Wünsche war klar und deutlich auf ihren Körpern abgebildet. Schattenjäger waren vielleicht nicht gerade mitteilsam, aber ihr Haut log nicht.     (Seite 671)



Die Erwartungen an das grosse Finale der Chroniken der Unterwelt waren enorm hoch gesteckt und Cassandra Clare wollte es sogar etwas zu gut machen. Trotz einigen Längen ist "City of Heavenly Fire" aber ein würdiges Ende einer grandiosen Reihe. Die Chroniken der Unterwelt sind nicht mehr aus meinem Buchregal wegzudenken.







               
  1. City of Bones
  2. City of Ashes
  3. City of Glass
  4. City of Fallen Angels
  5. City of Lost Souls
  6. City of Heavenly Fire






Cassandra Clare wurde in Teheran geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Ihre ReiheChroniken der Unterwelt sowie die neue Trilogie Chroniken der Schattenjägerwurden auf Anhieb zu einem internationalen Erfolg, ihre Bücher stehen weltweit auf den Bestsellerlisten...
(Textquelle: Arena)

Montag, 30. Januar 2012

[Rezension] Cassandra Clare – City of Glass. Chroniken der Unterwelt 03








Titel: City of Glass. Chroniken der Unterwelt 03
Reihe: Chroniken der Unterwelt
Band: 3
Autorin: Cassandra Clare
Originaltitel: City of Glass, The Mortal Instruments
Genre: Jugendbuch, Fantasy
Verlag: Arena Verlag; Auflage: 1. Aufl. (15. August 2009)
ISBN: 978-3401061344
Seiten: 728
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren





Auch “City of Ashes”, der zweite Band, der um einiges düsterer war als der erste Band, habe ich geradezu verschlungen und war von der dichte, der riesigen Gefühlspallette und den überzeugenden Charakteren begeistert. So begeistert, dass ich gleich den dritten Band anhängen musste. Und da ich schon von einigen gehört und gelesen habe, dass dies der beste Teil sei, war ich besonders gespannt auf die Dinge, die da kommen wollten . . .




In Idris sind düstere Zeiten angebrochen. Als Valentin sein tödliches Dämonenheer zusammenruft, gibt es nur eine Chance, um zu überleben: Die Schattenjäger müssen ihren alten Hass überwinden und Seite an Seite mit den Schattenwesen in diesen Kampf ziehen. Um Clary vor der drohenden Gefahr zu schützen, würde Jace alles tun – doch dafür muss er sie erst einmal verraten …



erster Satz:
Der Kälteeinbruch der vorangegangenen Wochen war vorüber und die Sonne schien strahlend vom Himmel, als Clary die staubige Auffahrt vor Lukas Haus überquerte.

Auch bei Band 3 gibt es kein langes Vorgeplänkel oder langatmige Reviews auf die vorhergegangenen Ereignisse, sondern die Geschichte geht gleich weiter, ohne sich gross um das Vergangene zu kümmern. Es ist also nicht empfehlenswert, mitten in der Reihe einzusteigen. Einerseits würde man zwei supertolle Bücher verpassen und andererseits eben Mühe mit dem Einstieg haben.

So beginnt "City of Glass" also da, wo der zweite Band aufgehört hatte: Alle begeben sich auf den Weg nach Alicante. Was heisst alle? Jace will Clary unbedingt schützen und so möchte er sie in New York zurücklassen. Dafür möchte er die Hilfe von Simon in Anspruch nehmen. Doch ein Zwischenfall zwingt sie, möglichst schnell durch das Portal zu gehen und um Simon zu retten, müssen sie ihn mitnehmen, obwohl Alicante für Schattenwesen ein verbotener Ort ist. Kurz darauf merkt Clary, dass die anderen alle schon weg sind und so sturköpfig wie sie ist, sucht sie einen eigenen Weg nach Idris, denn sie möchte ja unbedingt ihre Mutter retten. Doch bei ihrem Portalversuch geht einiges schief und zum Glück ist da noch Luke, der ihr aus der Patsche helfen kann.

Idris, das mythische Land der Schattenjäger und Alicante, die Hauptstadt, sind ein märchenhafter Schauplatz für die spannenden Ereignisse, die nun bevorstehen. In Alicante gibt es keinen technischen Fortschritt wie in der realen Welt, denn die moderne Technik funktioniert dort nicht und die Leute kleiden sich etwas altertümlich. Nur zu gern, würde ich einmal durch die Strassen der Stadt schlendern.

Vor allem die Person von Jace hat mich sehr fasziniert. So der typisch harte Kerl mit weichem Kern. Auf der einen Seite ist er extrem selbstbewusst und cool, auf Leute, die ihn nicht wirklich kennen, wirkt er sogar arrogant, auf der anderen Seite ist er sehr fürsorglich, sensibel und verzweifelt. So gibt er sich immer mehr seinem Selbsthass hin und man bekommt als Leser richtiggehend mit, wie seine Geühle für Clary ihn innerlich auffressen und wie sehr er darunter leidet. Cassandra Clare hat es gut geschafft, dass sich jede Leserin, mindestens ein bisschen in Jace verliebt. . . . Die Situation zwischen Jace und Clary sind sehr emotional und intensiv beschrieben und man muss mit den beiden einfach mitleiden.

Clary schaute hinauf in den Nachthimmel, zu den Sternen, die wie Spiegel in der Dunkelheit funkelten, und dann in zwei Augen, die auf sie hinabblickten und deren Licht stärker leuchtete als jeder Stern - Jace.

Clary ist in diesem Band die eigentlich Heldin. Sie ist sehr sympathisch, taff, auch ein bisschen stur und verliert so nie ihr eigentliches Ziel aus den Augen. Dafür ist sie auch bereit, eigene Opfer zu bringen und sie hatte nicht nur in einer Situation mein vollstes Mitleid und Mitgefühl.

Alle bisherigen Charakteren sind natürlich wieder mit von der Partie, aber es erscheinen auch neue Personen wie Sebastian, Amatis und Aline auf der Bildfläche. Zudem werden alte Charakter, auf die bisher noch nicht so gross eingegangen wurde, vertieft. Schön fand ich, dass die Beziehung zwischen Alec und Magnus Bane etwas mehr Platz erhält und Alec lernt, seine Gefühle auch zu zeigen. Ich finde sowieso, dass Magnus Bane mit seinem Witz und seiner Art sehr viel Farbe in die Geschichte bringt. Er ist einer der Charakteren, den wir in diesem Band vermehrt antreffen, der aber zum Teil auch ein Fragezeichen darstellt. Kann Clary ihm vertrauen oder ist er doch so egoistisch wie andere von ihm behaupten?

Auch Simon entwickelt sich immer weiter, was mich sehr erfreut hat. Aus dem anfangs etwas blassen, netten Jugnen von nebenan, ist ein richtiger Vampir mit starkem Willen geworden. Und obwohl sich Clary und Simon beide weiterentwickelt haben, spürt man doch immer die tiefe Freundschaft, die die beiden wohl für immer verbindet.

Cassandra Clare ist wahrlich ein Meisterwerk gelungen. Vom zweiten Band her sind ja einige Fragen ungeklärt geblieben, zudem denkt und wünscht sich der Leser ja so einiges. Die Autorin vermag es gekonnt, die verschiedenen Handlungsstränge auszuarbeiten und nach und nach zu einer logischen Geschichte zusammenzufügen, eine extrem Spannung auzubauen, mit unseren Gefühlen zu spielen und uns auch ab und zu zu überraschen. Die Ereignisse überschlagen sich, es passiert unglaublich viel, so dass die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite erhalten bleibt. Vor allem das Ende ist nicht nur im Buch ein gewaltiges Feuerwerk. Cassandra Clare braucht dazu aber nicht nur Action, sondern sie kann einen auch still und leise fesseln.

Auch sprachlich konnte mich Cassandra Clare total überzeugen. Sie schreibt detaillreich, witzig und sehr flüssig. So macht ihr Stil das Lesen zu einem wahren Genuss. Dadurch dass sie in der 3. Person erzählt und so verschiedene Protagonisten verfolgen kann, lernt man diese viel besser kennen und kann tiefer in ihre Gefühls- und Gedankenwelt eintauchen. Man merkt, wie viel Mühe sie sich mit der Entwicklung der Handlung und den einzelnen Personen gegeben hat.

 "Ich glaube, das ist Erdbeersaft. Aber auf jeden Fall schmeckt es superlecker. Jace? Willst du mal probieren?" Fragend hielt sie ihm das Glas entgegen.
"Ich bin ein Mann und Männer trinken keine rosafarbenen Getränke", verkündete er kategorisch.
"Mach dich von dannen Weib, und bring mir etwas Braunes!"
"Etwas Braunes?" Isabelle verzog das Gesicht.
"Braun ist eine männliche Farbe", erklärte Jace.

Die Chroniken der Unterwelt waren eigentlich als Trilogie geplant gewesen. Der erste Teil als gekonnter Einstieg in die Geschichte, mit einem Ende, mit dem ich einfach nicht leben konnte. Lange hat er mich beschäftigt, doch auch der zweite Band konnte mich in dieser Weise nicht zufriedenstellen. Er war düsterer und bedrohlicher und liess sehr viele Fragen offen. City of Glass hat nun all meine Fragen beantwortet, meine Wünsche erfüllt und hat mich als Ganzes noch mehr begeistert als die beiden ersten Bände. Von daher gesehen, wäre es wirklich ein verdienter Abschluss, einer gigantischen, fantasischen Trilogie, doch letzten Herbst ging es weiter mit "City of Fallen Angels". Cassandra Clare möchte aus der Trilogie nun sechs Bände machen. Wenn sie das Niveau so hoch halten kann, bin ich darüber natürlich riesig erfreut.







Mit "City of Glass" hat Cassandra Clare wahrlich ein gigantisch fantastisches, bombastisch spannendes Buch mit facettenreichen, spannenden Protagonisten geschaffen, das micht total gefesselt hat. Unbedingt lesen!




Cassandra Clare


Cassandra Clare wurde in Teheran geborgen und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Da ihre Familie ständig umzog, wurden Bücher ihre besten Freunde. Sie lebt mit ihrem Freund und ihren zwei Katzen in Brooklyn, New York. City of Bones ist ihr Debüt.




  1. City of Bones
  2. City of Ashes
  3. City of Glass
  4. City of Fallen Angels

Samstag, 13. April 2013

[Rezension] "City of Lost Souls" von Cassandra Clare







Titel: City of Lost Souls
Reihe: Die Chroniken der Unterwelt Band 5
Autorin: Cassandra Clare
Genre: Jugendliteratur, Fantasy
Verlag: Arena (Februar 2013)
ISBN: 978-3401066677
Seiten: 682
vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 15 Jahre






Ich liebe diese Reihe einfach . . . .



Kaum ist die Dämonin Lilith besiegt, fehlt von Jace, den Clary über alles liebt, jede Spur – auch ihr finsterer Halbbruder Sebastian ist verschwunden. Doch Jace findet wieder einen Weg zu Clary und enthüllt sein schreckliches Schicksal: Durch Liliths Magie ist er auf immer mit Sebastian und den dunklen Mächten verbunden. Um Jace zu retten, müssen sich auch die Schattenjäger der schwarzen Magie verschreiben. Clary geht dabei den gefährlichsten Weg: Sie möchte Jace’s Seele retten. Aber kann sie Jace überhaupt noch trauen?(Bild- und Textquelle: Arena)






Einstieg ins Buch:
Simon stand schweigend da und starrte wie betäubt auf die Eingangstür seines Elternhauses.
Er hatte nie ein anderes Zuhause gekannt.

Jace und auch Sebastians Leichnam sind aus unerklärlichen Gründen verschwunden und nicht zu orten. Zuerst setzt der Rat alles mögliche in Bewegung, die beiden zu finden, doch nachdem keine Erfolge verbucht werden können, wird entschieden, die Priorität der Suchaktion auf ein Minimum herunterzuschrauben. Doch damit kann und will Clary nicht leben und zusammen mit ihren Freunden versucht sie, ihren geliebten Jace zu finden. Wie wir schon einmal miterlebt haben, würde sie alles dafür tun, ihn zurückzubekommen - auch auf einen Deal mit der Feenkönigin würde sie eingehen, auch wenn jeder weiss, dass man lieber die Finger von Geschäften mit dem lichten Volk lassen sollte ...

Cassandra Clare lässt im fünften Band der Chroniken der Unterwelt viel mehr Personen zu Wort kommen. So begleiten wir natürlich altbekannte, aber auch neue Gesichter wie die Werwölfe Maya und Jordan. Dieser rasante Perspektivenwechsel hat es wirklich in sich. Auf der einen Seite habe ich mich regelmässig geärgert, da ich unbedingt wissen wollte, wie es beim einen Handlungsstrang weitergeht, auf der anderen Seite heizen diese kurzen Schnitte der Geschichte gehörig ein und ziehen das Tempo an.

Obwohl Jace in diesem Band grossen Anteil an der Handlung hat, fehlte er mir. Durch seine Verbundenheit mit Sebastian werden einige seiner Charakterzüge unterdrückt. Er ist zwar charmant und witzig, doch auch viel zu glatt. Es fehlt einfach das gewisse Etwas, das eben Jace ausmacht.

"Diese Jacke ist fast wie ich - angenehm und trendy", fügte Jace hinzu.
[...] Jace lachte - jenes weiche, warme Lachen, das Clary so liebte. "Ich warne dich: Diese Jacke ist so heiss, dass sie das ganze Institut in Flammen aufgehen lassen könnte." (Seite 77/88)

Clary ist hin- und hergerissen  -  zwischen ihrer Liebe zu Jace und dem Hass auf Sebastian  -  zwischen  ihrer Wut auf ihren Bruder und dem innigen Wunsch, einen richtigen Bruder zu haben. Sie ist taff, aber auch verzweifelt und verletzlich. Sie hat mir auch in "City of Lost Souls" ausgezeichnet gefallen. Wir hoffen und bangen mit ihr und sind am Ende genauso entsetzt wie sie. Ein wirklich grossartiger, vielschichtiger Charakter, den Cassandra Clare da entworfen hat.

Ihr Jace war wie der Ozean, der unablässig gegen eine Felsküste brandete, dieser Jace dagegen war wie ... ein ruhiger Fluss, der in der Sonne glitzerte.
Vielleicht, weil er glücklich ist? (Seite 347)

Cassandra Clare lässt und alle glauben, ja hoffen, Sebastian habe sich durch die Verbindung mit Jace zum Positiven verändert. Doch kann man ihm wirklich trauen? Clary zweifelt und hätte doch so gerne einen Bruder an ihrer Seite und auch wir als Leser, sind uns nicht ganz sicher, was wir von der Sache halten sollen.

Sie hatte sich immer einen Bruder gewünscht. Jetzt hatte sie einen: Sebastian. Es schien, als hätte sie sich einen Welpen zu Weihnachten erhofft und wäre stattdessen mit einem Höllenhund überrascht worden.     (Seite 32)

Cassandra Clares Schreibstil ist wie immer rasant, fesselnd und mitreissend. Gekonnt spielt sie mit ihren Charaktere wie mit Marionetten im Puppentheater und gibt die Fäden dabei nie aus den Händen. Jeder durchlebt Höhen und Tiefen, ein Wechselbad der Gefühle und entwickelt sich weiter. Darin ist Cassandra Clare wirklich eine grosse Meisterin. Selten erlebt man so facettenreiche, authentische Protagonisten, die sich selber treu, aber doch nicht stehen bleiben.

Zwischenzeitlich geht es in "City of Lost Souls" etwas ruhiger zu und her. Die Autorin nimmt sich für alle Liebespaar nochmals Zeit. Wir erfahren mehr über die Liebe zwischen Maya und Jordan, werden Zeuge der sich anbahnenden Beziehung von Simon und Isabelle, und verfolgen angespannt die Anzeichen einer bevorstehenden Krise zwischen Alec und Magnus. Auch Clary und Jace kommen als Liebespaar nicht zu kurz, doch hier entwickelt sich das Ganze nicht nach meiner Zufriedenheit, was wohl von Cassandra Clare genau so geplant wurde, denn schliesslich ist dies 'nur' der vorletzte Band.

Das Ende naht und es bricht ein Feuerwerk an Emotionen aus. Der gewohnte Showdown steht an und da enttäuscht uns die Autorin nicht. Für einmal lässt sie uns nur mit einem kleinen Cliffhanger zurück, aber doch so, dass wir den sechsten und letzten Band "City of Heavenly Fire" so schnell wie möglich in den Händen halten wollen. Ich bin jetzt schon gespannt, was sich Cassandra Clare für das grosse Finale ausdenkt.




Tja, was bleibt mir abschliessend zu sagen? Ich bin von Cassandra Clares Schreibtalent vollkommen überzeugt und ihrer Reihe total verfallen. Mit seinen ruhigeren Szenen, in denen auf die verschiedenen Charaktere genauer eingegangen wird, hebt sich "City of Lost Souls" etwas von seinen vier Vorgängern ab, doch auch er ist mitreissend und spannend und endet in einem gigantischen Showdown.














  1. City of Bones
  2. City of Ashes
  3. City of Glass
  4. City of Fallen Angels
  5. City of Lost Souls
  6. City of Heavenly Fire







Cassandra Clare wurde in Teheran geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Ihre ReiheChroniken der Unterwelt sowie die neue Trilogie Chroniken der Schattenjägerwurden auf Anhieb zu einem internationalen Erfolg, ihre Bücher stehen weltweit auf den Bestsellerlisten...
(Textquelle: Arena)

Mittwoch, 20. März 2013

[Rezigramm] "City of Fallen Angels" von Cassandra Clare




Titel: City of Fallen Angels
Reihe: Die Chroniken der Unterwelt Band 4
Autor: Cassandra Clare
Verlag: Arena (Dezember 2011)
ISBN: 978-3401065595
Seiten: 576
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre


Inhalt:
Simon Lewis muss sich noch daran gewöhnen, ein Vampir zu sein. Besonders seit seine beste Freundin Clary kaum noch Zeit für ihn hat. Sie ist zu beschäftigt mit ihrer Ausbildung zur Schattenjägerin und träumt von ihrer großen Liebe. Doch finstere Dinge geschehen. Ist der Krieg, den Simon gewonnen glaubte, noch nicht vorbei?
In dem nervenzerreißenden vierten Band der Chroniken der Unterwelt nimmt uns Cassandra Clare wieder mit in die Welt der Schattenjäger, die im Herzen von New York mit Liebe, Verrat und Rache kämpfen.
(Bild- und Textquelle: Arena 






Obwohl Band 3 nun mehr als ein Jahr zurückliegt, ist mir der Einstieg ins Buch sehr leicht gefallen. Es ist wie ein Wiedersehen mit alten Freunden, es ist ein Eintauchen und sich mitreissen lassen.

Die Protagonisten in "Die Chroniken der Unterwelt" haben es mir einfach angetan. Cassandra Clare hat eine solche Vielfalt an Persönlichkeiten entworfen, die sich auch noch von Band zu Band weiterentwickeln . . . da schlägt mein Leserherz einfach höher.
Zu Jace muss ich hier wohl nicht viel sagen . . . <3 . . . doch in diesem Band hätte ich ihn am liebsten regelmässig durchgeschüttelt. Simon, der bis Anhin eher ein Anhängsel von Clary war, tritt hier in den Vordergrund, was mir wirklich gut gefallen hat. Zudem wird ein neuer Charakter, Kyle, in Szene gesetzt und dies bringt neue Würze ins Spiel.


Der Verlauf ist wie immer rasant und unvorhersehbar. Schnell ist man wieder in Cassandra Clares fantastische Welt eingetaucht und die lässt einem nicht mehr los. "City of Fallen Angels" ist kaum an Spannung zu überbieten.
Zwischen den actionreichen Szenen bekommen nun Clary und Jace endlich einmal etwas mehr Platz für Zweisamkeit. Ich kann euch versprechend, es knistert ganz schön, aber einfach macht es Cassandra Clare den beiden nicht.


Am meisten beeindruckt mich bei dieser Reihe das Gesamtpaket. Für mich stimmt einfach alles: eine gut durchdachte Story, facettenreiche Charakteren, enorme Spannung und knisternde Romantik.
Das neue Dreiergespann aus Simon, Kyle und Jace mag am Anfang überraschen, sorgt aber für sehr gute Unterhaltung. Und das Liebespaar Jace und Clary, hach . . . . lest es am besten einfach selber . . . .


Hier etwas Negatives zu finden ist mir beinahe unmöglich. Die Bücher werden immer umfangreicher, doch bei dieser Reihe freue ich mich regelrecht darüber. Je mehr Seiten, desto länger ist der Lesespass. Vielleicht könnte ich hier den fiesen Cliffhaner am Ende anmerken, doch da ich mir das Buch aufgespart habe,um gleich "City of Lost Souls" anhängen zu können, war das kein Problem für mich.


Cassandra Clares Schreibstil ist einfach total mitreissend. Was habe ich mitgelitten. Mehrfach hätte ich Jace am liebsten einmal zur Seite genommen, um mit ihm ein ernstes Wörtchen zu reden oder noch besser, ihn einmal gehörig durchzuschütteln . . .
Und obwohl auch in "City of Fallen Angels" eine düstere Stimmung herrscht und etwas grosses Böses am Werk ist, schafft es die Autorin ein ums andere Mal, mich mit ihrem Humor, mit ihrem Sarkasmus zum Grinsen zu bringen.






"City of Fallen Angels" ist grosses Kino. Einmal eingetaucht, wird man von der spannenden und prickelnden Story sofort gefangen genommen und mitgerissen.
Ich habe mitgefiebert, gelacht, gelitten, mich geärgert, Gänsehaut bekommen . . . Was will mein Leserherz mehr?! Band 5!






Wenn Engel fallen, dann fallen sie unter Qualen, denn sie haben das Antlitz Gottes gesehen und werden es nie mehr zu Gesicht bekommen.     (Seite 90)

„Nicht nötig“, bemerkte Jace. Ich bin hervorragend in der Lage, selbst ein wachsames Auge auf Simon zu haben. Er ist mein frischgebackener Schattenweltler, den ich schikanieren und rumkommandieren darf – nicht deiner.“     (Jace, Seite 195)

Weil er Jace war; weil sie ihn liebte; weil er so umwerfend war, dass sie manchmal das Bedürfnis hatte, ihn in den Arm zu kneifen, nur um sich zu vergewissern, dass er wirklich real war.     (Clary, Seite 328)

Wenn Liebe Nahrung wäre, wäre ich an den Knochen die du mir zugeworfen hast, glatt verhungert.     (Magnus, Seite 348) 





  1. City of Bones
  2. City of Ashes
  3. City of Glass
  4. City of Fallen Angels
  5. City of Lost Souls
  6. City of Heavenly Fire

@ by Favolas Lesestoff