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Montag, 30. Mai 2016

[Hörbuch] "Magisterium 02. Der kupferne Handschuh" von Cassandra Clare & Holly Black



Titel: Der kupferne Handschuh
Reihe: Magisterium, Band 2
Autorinnen: Cassandra Clare / Holly Black
Sprecher: Oliver Rohrbeck
Genre: Urban Fantasy
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Audio); (8. Oktober 2015)
ISBN: 978-3785751541
Dauer: 427 min
empfohlenes Alter: ab 11 Jahren


Inhalt:
Callum hat die erste Pforte durchschritten: Jetzt kann ihm niemand mehr seine Zauberkräfte nehmen. Das zweite Schuljahr steht an, doch schon wieder liegt das größte Abenteuer für Call außerhalb des Magisteriums. Er muss herausfinden, welche Rolle sein Vater Alastair bei all dem gespielt hat, was kurz nach Calls Geburt beim Eismassaker passiert ist. Kann es sein, dass Alastair ein Verbündeter des Feindes ist? Was bedeutet das für Callum? Und wem kann er jetzt überhaupt noch vertrauen?
(Bild- und Textquelle: Bastei Lübbe)  



Nachdem Callum und seine Freunde Aaron und Tamara im ersten Band "Der Weg ins Labyrinth" ihr erstes Schuljahr im Magisterium erfolgreich abgeschlossen haben, verbringt Cal seine Ferien bei seinem Vater. Doch irgendetwas geht da nicht mit richtigen Dingen zu und her und als er seinen chaosbesessenen Wolf im Keller eingeschlossen und mysteriöse Pläne und Aufzeichnungen findet, flüchtet Cal zu Tamara.

Zurück im Magisterium erhärten sich seine Verdächtigungen gegenüber seinem Vater Alastair und auch wenn dieser etwas Schlimmes getan hat, muss er seinem Vater zur Seite stehen. So startet er mit seinen Freunden seine ganz eigene Mission und macht sich auf die Suche nach seinem Vater.
Obwohl der erste Teil mehr als ein Jahr zurückliegt, bin ich wieder sehr gut in die Geschichte hineingekommen, da die Autorinnen gezielt kurze Rückblicke eingestreut haben.


Callum hat sich seit Beginn der Geschichte stark verändert. Zum einen ist er durch seine neuen Freunde und Mordo selbstbewusster geworden, doch durch die grosse Offenbahrung am Ende von Band 1 wüten nun die Gefühle in ihm. Ständig fragt er sich, ob er jetzt gut oder böse sei. Klar ist seine Situation alles andere als schön und seine Zweifel sind berechtigt, doch er beginnt sich auch abzukapseln und verheimlicht seinen Freunden wichtige Dinge.

Toll finde ich, dass Callum als Protagonist so gar nicht der typische Held ist. Mit seinem körperlichen Handicap und den Zweifeln ist er sehr menschlich.
Da Cal und seine Freunde Alastair suchen, spielt "Der kupferne Handschuh" kaum im Magisterium. Die wechselnden Schauplätze sorgen so für Abwechslung und Spannung. Auch sonst zeigen die beiden Autorinnen, dass sie wissen, wie man eine interessante Geschichte konstruiert und bauen viele Abenteuer und auch Überraschungen ein.


Auf der einen Seite finde ich diesen 'Roadtrip' also positiv, auf der anderen Seite finde ich es sehr schade, dass die magische Welt der Zauberschule unter der Erde in "Der kupferne Handschuh" völlig aussen vor ist. So verpuffen meiner Meinung nach viele tolle Ideen von Clare und Black.
Spannend fand ich zwar, dass man nun mehr von Constantine Madden und der damaligen Zeit erfährt, aber irgendwie ist keine Bedrohung von diesem angeblichen Krieg, von dem die Lehrer im Magisterium zwischendurch erzählen, zu spüren.


"Magisterium 02. Der kupferne Handschuh" habe ich als Hörbuch 'konsumiert'. An den Sprecher Oliver Rohrbeck musste ich mich ehrlich gesagt erst etwas gewöhnen. Er verleiht zwar jeder Figur eine eigene charakteristische Stimme, doch eine fand ich unangenehm zum Hören. Klar hat das zur Person gepasst, denn die ist alles andere als ein Sympathieträger, doch irgendwie empfand ich das Hörerlebnis so in der ersten Hälfte als nicht so ganz rund. Sobald meine Ohren aber damit vertraut waren, konnte ich das Hörbuch geniessen.






Trotz dem einen oder anderen Kritikpunkt ist der zweite Band vom Magisterium "Der kupferne Handschuh" eine abwechslungsreiche und spannende Fortsetzung.
Nachdem ich mich an den Sprecher gewöhnt hatte, lag ein unterhaltsames Hörerlebnis vor mir.




      


  1. Der Weg ins Labyrinth     → zu meinem Rezension
  2. Der kupferne Handschuh
  3. Der Schlüssel aus Bronze     (Erscheinungstermin: 14.Oktober 2016)





Wie sieht es bei euch aus? Lest ihr nur Bücher oder konsumiert ihr zwischendurch auch mal ein Hörbuch?
Und wenn ja, wie handhabt ihr das? Kauft ihr euch die Audio-CDs, ladet ihr euch die einzelnen Geschichten runter oder nutzt ihr das Angebot einer Vertriebsplattform wie audible?

Meiner Meinung nach spielt beim Hörbuch der Sprecher eine enorm wichtige Rolle. Habt ihr einen Lieblingssprecherè



Für diesen Beitrag wurde ich von audible unterstützt.





©  by Favolas Lesestoff


Dienstag, 9. Juni 2015

[Rezension] "City of Heavenly Fire" von Cassandra Clare






Titel: City of Heavenly Fire
Reihe: Die Chroniken der Unterwelt Band 6
Autorin: Cassandra Clare
Genre: Jugendliteratur, Urban Fantasy
Verlag: Arena (5. Februar 2015)
ISBN: 978-3401066745
Seiten: 896
vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 15 Jahre





Ich liebe diese Reihe einfach . . . .


Jace trägt das Himmlische Feuer in sich und Sebastian verkündet den finalen Schlag gegen die irdische Welt. Um zu verhindern, dass Dämonen über die Städte herfallen, müssen Clary und Jace mit ihren Freunden in die Schattenwelt eindringen. Wird es ihnen gelingen, Sebastians finstere Pläne zu stoppen, ohne selbst Schaden zu nehmen? Als sie auf Clarys dunklen Bruder treffen, stellt er Clary vor eine schier unlösbare Aufgabe: Entweder sie kommt an seine Seite oder er vernichtet ihre Familie und Freunde, die Welt und alle Schattenjäger …
(Bild- und Textquelle: Arena Verlag)





Einstieg ins Buch:
Am Tag, als Emma Carstairs' Eltern ermordet wurden, war strahlend schönes Wetter.

Es ist immer ein Krux mit einem grossen Reihenfinale: zum einen freut man sich riesig darauf, zum anderen möchte man von lieb gewonnen Charaktere gar nicht Abschied nehmen und schiebt die Lektüre noch etwas weiter hinaus. Und so erging es mir auch mit "City of Heavenly Fire". Über Jahre hinweg habe ich mit Jace, Clary, Simon, Isabel, Alex, Magnus, .... gebangt und gehofft und nun soll alles zu Ende sein? Doch schon der Prolog zeigt auf, dass dieser letzte Band auch der Beginn von etwas Neuem ist. Da sind wir nämlich im Institut in Los Angeles und lernen die junge Schattenjägerin Emma Carstaris und Julian Blackthorn mir seinen vielen Geschwistern kennen. Zum einen ist das in "City of Heavenly Fire" ein neuer Handlungsstrang, zum anderen wird daraus eine weitere Chronik und zwar "The Dark Artifices".

"Nicht immer sind Helden diejenigen, die gewinnen", erklärte sie. "Manchmal sind es diejenigen, die verlieren. Aber sie kämpfen weiter, egal, was kommt. Sie geben nicht auf - und genau das macht sie zu Helden. "     (Clary, Seite 121)

Jeder neue Band der Chroniken der Unterwelt ist für mich wie ein Klassentreffen mit alten Freunden. So detailliert sind die Charaktere gezeichnet, so viel haben wir schon mit ihnen durchgemacht. Schon nach wenigen Seiten habe ich mich wieder daheim gefühlt und wollte gemeinsam an der Seite der Schattenjäger gegen Sebastian und seine Erdunkelten kämpfen und die Welt retten. Nur kurz weilen wir dieses Mal in unserer Welt. Schon nach kurzer Zeit müssen wir alle durch ein Portal nach Idris flüchten und realisieren bald, dass auch diese Stadt nicht so sicher ist, wie es den Anschein hatte. 

Gekonnt spielt Cassandra Clare mit ihren Charaktere wie mit Marionetten im Puppentheater und gibt die Fäden dabei nie aus den Händen. Jeder durchlebt Höhen und Tiefen, ein Wechselbad der Gefühle und entwickelt sich weiter. Darin ist Cassandra Clare wirklich eine grosse Meisterin. Selten erlebt man so facettenreiche, authentische Protagonisten, die sich selber treu, aber doch nicht stehen bleiben.

Simon ist und bleibt ein richtig toller Charakter, der sich auch im finalen Band toll weiterentwickelt und nun einen festen Platz in der Reihe der Schattenjäger-Freunde hat. 
Aber auch Clary macht sich und wirkt auf mich viel stärker und selbstbewusster. Sie ergreift die Initiative und versucht Jace so gut wie möglich zu unterstützen. Hach ja, zu Jace muss ich wohl nichts mehr sagen ....

"Tut mir leid. Es ist nur ... du weisst doch, wie ich bin. Auf schlechte Nachrichten kenne ich nur zwei Reaktionen. Zügellosen Zorn und dann eine scharfe Linkskurve in Richtung siedender Selbsthass."     (Jace, Seite 349)

Die Geschichte beginnt in alt bekannter Clare-Manier: rasant, fesselnd und mitreissend. Doch dann habe ich irgendwie das Gefühl, dass sich die Autorin in all ihren Handlungssträngen etwas verliert und ich musste die eine oder andere Länge verbuchen. Die Erwartungen waren immens hoch und die Autorin wollte es beinahe etwas zu gut machen. Gerade im mittleren Teil wäre meiner Meinung nach weniger mehr gewesen. Inzwischen sind es so viele tolle Charaktere geworden, dass es schwierig ist, allen gerecht zu werden. Und doch bin ich froh, dass Cassandra Clare alle bis zum Ende begleitet und wir nach so vielen Seiten wirklich erfahren, was aus jedem geworden ist. Und so ist "City of Heavenly Fire" meiner Meinung nach ein sehr gutes, solides Ende einer grandiosen Reihe. 

Eine Landkarte ihrer Tapferkeit und Hoffnung, ihrer Träume und Wünsche war klar und deutlich auf ihren Körpern abgebildet. Schattenjäger waren vielleicht nicht gerade mitteilsam, aber ihr Haut log nicht.     (Seite 671)



Die Erwartungen an das grosse Finale der Chroniken der Unterwelt waren enorm hoch gesteckt und Cassandra Clare wollte es sogar etwas zu gut machen. Trotz einigen Längen ist "City of Heavenly Fire" aber ein würdiges Ende einer grandiosen Reihe. Die Chroniken der Unterwelt sind nicht mehr aus meinem Buchregal wegzudenken.







               
  1. City of Bones
  2. City of Ashes
  3. City of Glass
  4. City of Fallen Angels
  5. City of Lost Souls
  6. City of Heavenly Fire






Cassandra Clare wurde in Teheran geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Ihre ReiheChroniken der Unterwelt sowie die neue Trilogie Chroniken der Schattenjägerwurden auf Anhieb zu einem internationalen Erfolg, ihre Bücher stehen weltweit auf den Bestsellerlisten...
(Textquelle: Arena)

Montag, 12. Januar 2015

[Rezension] "Magisterium 01. Der Weg ins Labyrinth" von Cassandra Clare und Holly Black





Titel: Magisterium. Der Wegins Labyrinth
Reihe: Magisterium, Band 1
Autorinnen: Cassandra Clare & Holly Black
Originaltitel: Magisterium - The Iron Trial
Genre: Jugendbuch, Fantasy
Verlag: Bastei Lübbe (one by Lübbe)(14. November 2014)
ISBN: 978-3846600047
Seiten: 336
empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
       





Die tolle Optik und vor allem das Interesse daran, was Cassandra Clare sonst noch so kann - und dann noch zusammen mit Holly Black -, haben mich dazu gebracht, doch zum "Magisterium" zu greifen.





Geschlagen mit einem lahmen Bein und einer scharfen Zunge ist der zwölfjährige Callum nicht gerade der beliebteste Junge auf dem Planeten. Doch das ist erst mal sein geringstes Problem. Denn just in diesem Moment befindet er sich auf dem Weg ins Magisterium. Der unterirdischen Schule für Zauberei. Ein dunkler und geheimnisvoller Ort. Dort soll er bei Master Rufus, dem mächtigsten Magier der Schule, in die Lehre gehen. Doch alles was Call über ihn und das Magisterium weiß, lässt ihn befürchten, das erste Schuljahr nicht lebend zu überstehen …
(Bild- und Textquelle: Bastei Lübbe)



Einstieg ins Buch:
Aus der Ferne wirkte der Mann, der mühsam die weisse Wand des Gletschers erklomm, wie eine Ameise, die langsam seitlich an einem flachen Teller hochkrabbelte.

Gerade beim Buchkauf ist die Optik sehr wichtig, denn wenn das Aussehen nicht stimmt, wird ein Buch wohl nicht einmal in die Hand genommen um die Inhaltsangabe zu lesen. Doch da besteht bei "Magisterium" keine Gefahr, denn nur schon das tolle 'Wende-Cover', aber vor allem auch der glänzende, bronzefarbene Buchschnitt machen dieses Werk zu etwas ganz Besonderem.

Das Buch war im Internet sehr präsent und ich habe von einigen Seiten mitbekommen, dass es mit dem wohl bekanntesten Zauberlehrling der ganzen Buchwelt verglichen würde. Und ja, ich muss auch sagen, dass es mich ab und zu an den Jungen mit der Narbe auf der Stirn erinnerte, doch das hat mich nicht wirklich gestört. 
Callum Hunt hat zwar keine Blitznarbe, dafür aber ein lahmes Bein. Woher er das hat, weiss er selber nicht, nur wir als Leser haben das im Prolog erfahren. Dieser findet nämlich 12 Jahre früher statt , als Callum noch ein Baby war und seine Mutter ums Leben kam. Seit da hat sein Vater der Magie abgeschworen und will unter keinen Umständen, dass sein Sohn ins Magisterium kommt. Callum gibt sich auch alle Mühe, durch die Prüfungen zu fallen und erzielt das schlechteste Resultat, doch unverständlicherweise nimmt ihn Master Rufus trotz allem in seine Lerngruppe auf. So ist es sein Ziel, möglichst schnell die Schule wieder zu verlassen.

"Du wirst noch darum betteln, nach Hause fahren zu dürfen"
"Moment mal", sage Call. "Heisst das, wenn man bettelt, darf man gehen?"     (Seite 61)

Obwohl das Buch nicht allzu umfangreich ist und recht viel passiert, hatte ich immer wieder Mühe, dranzubleiben. Ich kann nicht einmal genau sagen, woran es lag, aber irgendwie konnte mich die Story und vor allem auch die Person um Callum nicht genügend fesseln. Für mich wird bei ihm ein wenig zu sehr auf Mitleid gebaut. Mit seinem Bein hinkt er den anderen wortwörtlich immer einen Schritt hinterher und erst hier im Magisterium erfährt er, was Freundschaft ist. 

Doch Tamara und Aaron spielen nicht nur für Callum eine wichtige Rolle, nein auch für die ganze Geschichte und für mich als Leser sind die beiden unverzichtbar. Sie sind zwar total unterschiedlich, doch beide sehr sympathisch und menschlich. Und sobald sich das Dreiergespann einigermassen gefunden hat kommt die Geschichte ins Rollen und die Spannung wird angezogen.

"Warum musst du immer so blöd sein?", fragte er.
"Weil du es nie bist", erwiderte Call unerschütterlich. "Ich muss für zwei blöd sein."

Überzeugen konnte mich das Autorenduo vor allem durch das tolle Setting in diesem unterirdischen Höhlenlabyrinth. 
Dazu kommt, dass mich Clare und Black das eine oder anderen auf dem falschen Fuss erwischt haben und mich total überraschen konnten. Normalerweise kann ich mich sehr gut auf mein Bauchgefühl verlassen, doch hier kam dann doch vieles anders als gedacht.

Obwohl ich doch den einen oder anderen Kritikpunkt habe, werde ich dem zweiten Band noch eine Chance geben. Das Ende hat mich nämlich mit einem Stirnrunzeln zurückgelassen und da muss ich doch noch einiges aufklären, nicht dass noch Falten zurück bleiben.






aussen hui, innen zwar nicht pfui, aber doch eher Mittelmass
Schuld daran sind meiner Meinung nach nicht einmal einige Paralellen zu einem anderen Zaubererbuch, sondern eher die Distanz zum Protagonisten und die eine oder andere Durststrecke, die mich nicht zu fesseln wusste.
Dennoch werde ich ins magische Höhlenlabyrinth von Cassandra Clare und Holly Black zurückkehren, denn die beiden wissen auch böse zu überraschen.






  1. Der Weg ins Labyrinth (The Iron Trial)
  2. engl. Originalausgabe: The Copper Gauntlet (Erscheinungstermin voraussichtlich 2015)
  3. engl. Originalausgabe: The Cosmos Blade (Erscheinungstermin voraussichtlich 2016)
  4. engl. Originalausgabe: The Golden Boy
  5. engl. Originalausgabe: The Enemy of Death



Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an:


   &.    


Samstag, 13. April 2013

[Rezension] "City of Lost Souls" von Cassandra Clare







Titel: City of Lost Souls
Reihe: Die Chroniken der Unterwelt Band 5
Autorin: Cassandra Clare
Genre: Jugendliteratur, Fantasy
Verlag: Arena (Februar 2013)
ISBN: 978-3401066677
Seiten: 682
vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 15 Jahre






Ich liebe diese Reihe einfach . . . .



Kaum ist die Dämonin Lilith besiegt, fehlt von Jace, den Clary über alles liebt, jede Spur – auch ihr finsterer Halbbruder Sebastian ist verschwunden. Doch Jace findet wieder einen Weg zu Clary und enthüllt sein schreckliches Schicksal: Durch Liliths Magie ist er auf immer mit Sebastian und den dunklen Mächten verbunden. Um Jace zu retten, müssen sich auch die Schattenjäger der schwarzen Magie verschreiben. Clary geht dabei den gefährlichsten Weg: Sie möchte Jace’s Seele retten. Aber kann sie Jace überhaupt noch trauen?(Bild- und Textquelle: Arena)






Einstieg ins Buch:
Simon stand schweigend da und starrte wie betäubt auf die Eingangstür seines Elternhauses.
Er hatte nie ein anderes Zuhause gekannt.

Jace und auch Sebastians Leichnam sind aus unerklärlichen Gründen verschwunden und nicht zu orten. Zuerst setzt der Rat alles mögliche in Bewegung, die beiden zu finden, doch nachdem keine Erfolge verbucht werden können, wird entschieden, die Priorität der Suchaktion auf ein Minimum herunterzuschrauben. Doch damit kann und will Clary nicht leben und zusammen mit ihren Freunden versucht sie, ihren geliebten Jace zu finden. Wie wir schon einmal miterlebt haben, würde sie alles dafür tun, ihn zurückzubekommen - auch auf einen Deal mit der Feenkönigin würde sie eingehen, auch wenn jeder weiss, dass man lieber die Finger von Geschäften mit dem lichten Volk lassen sollte ...

Cassandra Clare lässt im fünften Band der Chroniken der Unterwelt viel mehr Personen zu Wort kommen. So begleiten wir natürlich altbekannte, aber auch neue Gesichter wie die Werwölfe Maya und Jordan. Dieser rasante Perspektivenwechsel hat es wirklich in sich. Auf der einen Seite habe ich mich regelmässig geärgert, da ich unbedingt wissen wollte, wie es beim einen Handlungsstrang weitergeht, auf der anderen Seite heizen diese kurzen Schnitte der Geschichte gehörig ein und ziehen das Tempo an.

Obwohl Jace in diesem Band grossen Anteil an der Handlung hat, fehlte er mir. Durch seine Verbundenheit mit Sebastian werden einige seiner Charakterzüge unterdrückt. Er ist zwar charmant und witzig, doch auch viel zu glatt. Es fehlt einfach das gewisse Etwas, das eben Jace ausmacht.

"Diese Jacke ist fast wie ich - angenehm und trendy", fügte Jace hinzu.
[...] Jace lachte - jenes weiche, warme Lachen, das Clary so liebte. "Ich warne dich: Diese Jacke ist so heiss, dass sie das ganze Institut in Flammen aufgehen lassen könnte." (Seite 77/88)

Clary ist hin- und hergerissen  -  zwischen ihrer Liebe zu Jace und dem Hass auf Sebastian  -  zwischen  ihrer Wut auf ihren Bruder und dem innigen Wunsch, einen richtigen Bruder zu haben. Sie ist taff, aber auch verzweifelt und verletzlich. Sie hat mir auch in "City of Lost Souls" ausgezeichnet gefallen. Wir hoffen und bangen mit ihr und sind am Ende genauso entsetzt wie sie. Ein wirklich grossartiger, vielschichtiger Charakter, den Cassandra Clare da entworfen hat.

Ihr Jace war wie der Ozean, der unablässig gegen eine Felsküste brandete, dieser Jace dagegen war wie ... ein ruhiger Fluss, der in der Sonne glitzerte.
Vielleicht, weil er glücklich ist? (Seite 347)

Cassandra Clare lässt und alle glauben, ja hoffen, Sebastian habe sich durch die Verbindung mit Jace zum Positiven verändert. Doch kann man ihm wirklich trauen? Clary zweifelt und hätte doch so gerne einen Bruder an ihrer Seite und auch wir als Leser, sind uns nicht ganz sicher, was wir von der Sache halten sollen.

Sie hatte sich immer einen Bruder gewünscht. Jetzt hatte sie einen: Sebastian. Es schien, als hätte sie sich einen Welpen zu Weihnachten erhofft und wäre stattdessen mit einem Höllenhund überrascht worden.     (Seite 32)

Cassandra Clares Schreibstil ist wie immer rasant, fesselnd und mitreissend. Gekonnt spielt sie mit ihren Charaktere wie mit Marionetten im Puppentheater und gibt die Fäden dabei nie aus den Händen. Jeder durchlebt Höhen und Tiefen, ein Wechselbad der Gefühle und entwickelt sich weiter. Darin ist Cassandra Clare wirklich eine grosse Meisterin. Selten erlebt man so facettenreiche, authentische Protagonisten, die sich selber treu, aber doch nicht stehen bleiben.

Zwischenzeitlich geht es in "City of Lost Souls" etwas ruhiger zu und her. Die Autorin nimmt sich für alle Liebespaar nochmals Zeit. Wir erfahren mehr über die Liebe zwischen Maya und Jordan, werden Zeuge der sich anbahnenden Beziehung von Simon und Isabelle, und verfolgen angespannt die Anzeichen einer bevorstehenden Krise zwischen Alec und Magnus. Auch Clary und Jace kommen als Liebespaar nicht zu kurz, doch hier entwickelt sich das Ganze nicht nach meiner Zufriedenheit, was wohl von Cassandra Clare genau so geplant wurde, denn schliesslich ist dies 'nur' der vorletzte Band.

Das Ende naht und es bricht ein Feuerwerk an Emotionen aus. Der gewohnte Showdown steht an und da enttäuscht uns die Autorin nicht. Für einmal lässt sie uns nur mit einem kleinen Cliffhanger zurück, aber doch so, dass wir den sechsten und letzten Band "City of Heavenly Fire" so schnell wie möglich in den Händen halten wollen. Ich bin jetzt schon gespannt, was sich Cassandra Clare für das grosse Finale ausdenkt.




Tja, was bleibt mir abschliessend zu sagen? Ich bin von Cassandra Clares Schreibtalent vollkommen überzeugt und ihrer Reihe total verfallen. Mit seinen ruhigeren Szenen, in denen auf die verschiedenen Charaktere genauer eingegangen wird, hebt sich "City of Lost Souls" etwas von seinen vier Vorgängern ab, doch auch er ist mitreissend und spannend und endet in einem gigantischen Showdown.














  1. City of Bones
  2. City of Ashes
  3. City of Glass
  4. City of Fallen Angels
  5. City of Lost Souls
  6. City of Heavenly Fire







Cassandra Clare wurde in Teheran geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Ihre ReiheChroniken der Unterwelt sowie die neue Trilogie Chroniken der Schattenjägerwurden auf Anhieb zu einem internationalen Erfolg, ihre Bücher stehen weltweit auf den Bestsellerlisten...
(Textquelle: Arena)