Posts mit dem Label Arena Verlag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Arena Verlag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 24. Januar 2018

"Muffins und Marzipan. Vom grossen Glück auf den zweiten Blick" von Stefanie Gerstenberger und Marta Martin


Titel: Muffins und Marzipan
Untertitel: Vom grossen Glück auf den zweiten Blick
Autorinnen: Stefanie Gerstenberger, Marta Martin
Verlag: Arena (30. Juni 2016)
Genre: humorvoller Jugendroman
ISBN: 978-3401602189
Seitenzahl: 376
empfohlenes Lesealter: ab 12 Jahren


Inhalt:
Ella will das große Glück. Da passiert es: Sie wird für eine Hauptrolle bei einem Kinofilm gecastet! Dabei bekommt sie Unterstützung von unerwarteter Seite. Familienhund Ewan spricht plötzlich mit ihr! Er hilft Ella mit trockenen Kommentaren durch den Alltag am Set und bewahrt sie vor peinlichen Szenen mit Jeremy, in den sie sich verliebt hat. Doch was beim Dreh gelingt, führt noch lange nicht zum Happy End. Denn seit ihr Vater gestorben ist, wünscht sich Ella nichts sehnlicher, als mit ihrer Mutter wieder eine Familie zu sein. Dazu muss sie erst das Rätsel um den Tod ihres Vaters lösen und ihre Mutter dazu bringen, nicht mehr an ihrer Tochter vorbei zu sehen – damit Ella endlich die Hauptrolle in ihrem eigenen Leben spielt.
(Bild- und Textquelle: Arena Verlag)  




Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters musste Ella mit ihrer Mutter überstürzt nach München ziehen. Auch nach zwei Jahren fühlt sie sich da noch nicht wohl und auch die Mutter hat sich von dem schweren Schicksalsschlag nicht erholt, sondern lebt völlig zurückgezogen.
Doch dann taucht Familienhund Ewan in der Schule auf und spricht nicht nur zu ihr sondern führt sie auch zu einem Casting für einen Kinofilm, bei dem Ella wirklich eine der Hauptrollen bekommt.

Samstag, 21. Oktober 2017

[Rezension] "Die Fabelmacht-Chroniken. Flammende Zeichen" von Kathrin Lange





Titel: Die Fabelmacht-Chroniken. Flammende Zeichen
Reihe: Die Fabelmacht-Chroniken, Band 1
Autorin: Kathrin Lange
Genre: Urban Fantasy
Verlag: Arena (19. Juni 2017)
ISBN: 978-3401603391
Seiten: 416
empfohlenes Lesealter: 14 - 17 Jahre








Kathrin Lange durfte ich an einem Arena Bloggerworkshop kennenlernen. Da hat sie uns ein bisschen von ihrem damaligen Projekt "Herz aus Glas" erzählt, eine klasse Trilogie, die ich nur weiterempfehlen kann. Aus diesem Grund war ich schon sehr auf ihr neues Werk "Die Fabelmacht-Chroniken. Flammende Zeichen" gespannt.


Mittwoch, 5. Juli 2017

[Rezigramm] "Glimmernächte" von Beatrix Gurian



Titel: Glimmernächte
Autorin: Beatrix Gurian
Verlag: Arena (4. Juli 2016)
Genre: Romantic (Mystery) Thriller
ISBN: 978-3401602165
Seitenzahl: 352
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren


Inhalt:
Durch die Heirat ihrer Mutter mit dem Grafen Frederik von Raben zieht Pippa in ein prächtiges Schloss nach Dänemark. Doch ihre neue Familie birgt ein Geheimnis, das immer mehr Besitz von Pippa ergreift. Seltsame Dinge geschehen und bald weiß sie nicht mehr, was real ist und was nicht. Bei einem Ball begegnet Pippa ihrem verwirrend attraktiven Stiefbruder Niels. Beide kommen sich schnell näher, doch auch Niels scheint nicht ganz ehrlich zu sein. Als Pippa klar wird, welche Mächte in Schloss Ravensholm lauern, muss sie alles aufs Spiel setzen, um die zu retten, die sie liebt ...
(Bild- und Textquelle: Arena Verlag)  




Pippas Mutter ist verwitwet, hat nun jedoch einen neuen Mann kennen und lieben gelernt - und das ist kein geringerer als Graf Frederik von Raben. Nach der Hochzeit soll Pippa in das prächtige Schloss in Dänemark ziehen, doch was für viele Mädchen ein Traum wäre, reizt Pippa überhaupt nicht. Viel lieber würde sie in Berlin bleiben statt ein Luxusleben im dänischen Nirgendwo anzutreten.

Donnerstag, 1. Juni 2017

[Rezigramm] "Anima: Schwarze Seele, weisses Herz" von Kim Kestner


Titel: Anima: Schwarze Seele, weisses Herz
Reihe: nein
Autorin: Kim Kestner
Verlag: Arena (10. Februar 2016)
Genre: Urban Fantasy
ISBN: 978-3401602523
Seitenzahl: 480
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren


Inhalt:
Für Abby ist es die schönste Zeit des Jahres! Jeden Sommer verbringt sie mit ihrer Familie die Ferien im Nationalpark Acadia. Doch diesmal wird die Idylle überschattet: Der zur Unterhaltung engagierte Magier Juspinn fasziniert die Feriengäste nicht nur mit seiner Show – er scheint sie zu manipulieren. Mit Schrecken muss Abby feststellen, wie sich ihre Familie und Freunde mehr und mehr zum Schlechten verändern. Besonders ihre Schwester Virginia ist auf einmal wie von Sinnen. Abby selbst spürt nicht nur die Anziehungskraft des Fremden, sondern auch die Gefahr, die von ihm ausgeht. Juspinn scheint auf der Suche zu sein, nach etwas, das nur sie ihm geben kann.
(Bild- und Textquelle: Arena Verlag)  




Als Einstieg begleiten wir Abby und ihre Familie auf der Autofahrt nach Arcadia, einem Nationalpark in Kanada. Jedes Jahr arbeitet ihr Vater den Sommer über dort als Reverend. Abby liebt die Zeit im Ferienpark und geniesst die Ruhe, ihre Schwester Virginia würde hingegen viel lieber Party machen.


Erst nimmt alles seinen gewohnten Lauf, doch dann erscheint Juspinn auf der Bildfläche. Er ist der neu engagierte Magier und sorgt mit seinen Illusionen und seinem überirdisch guten Aussehen für Wirbel. Auch Abby fühlt sich wie magische von ihm angezogen, hat aber das Gefühl, dass irgend etwas nicht mit ihm stimmt. Die Ferienbesucher werden plötzlich neidisch und aggressiv und auch ihre Familie verändert sich. Kann es sein, dass Juspinn etwas damit zu tun hat?


Abby ist der Inbegriff des Guten. Sie hält sich immer an Regeln, hasst Unzuverlässigkeit, ist eine miserable Lügnerin und hat ständig den Drang, anderen Menschen zu helfen. Sie macht im Laufe der Geschichte eine enorme Entwicklung durch, erscheint zeitweise aber ein bisschen naiv.
Juspinn umgibt eine dunkle Aura. Er ist geheimnisvoll, überaus attraktiv und seine düstere Ausstrahlung übt nicht nur auf Abby eine enorme Anziehung aus.

Die Grundidee mit dem Kampf von Gut und Böse hat mir sehr gut gefallen. In dieser Geschichte gibt es ganz klar Schwarz und Weiss, aber auch viele Grauschattierungen. Mir hat gut gefallen, dass in einigen Dialogen Fragen aufgeworfen werden, die auch den Leser zum Nachdenken anregen.
Auch wenn der Spannungsbogen immer mal wieder zusammenfällt, ist "Anima" ein richtiger Pageturner, der sich sehr süffig liest.
Ich muss sagen, dass "Anima" einen richtig tollen Start hinlegte. Vor allem das Setting und die Atmosphäre im Feriencamp ist Kim Kestner sehr gut gelungen. 

Doch als Abby und Juspinn das Feriencamp verlassen, bricht für mich die Geschichte etwas ein. Ich fühlte mich irgendwie nicht mehr wirklich wohl, es hat nicht mehr alles so richtig gepasst. Nach dem letzten Ortswechsel wird das Tempo enorm angezogen und die Ereignisse überschlagen sich. Das Ende wirkt etwas gehetzt und es ging mir leider alles etwas zu schnell.
Neben den Fantasy-Fans kommen hier auch die Romantiker nicht zu kurz. Wenn man zu "Anima" greift, muss einem bewusst sein, dass hier geschmachtet und geschwärmt wird. Mir persönlich war es stellenweise zu kitschig und zu klischeebehaftet.


Kim Kestners Schreibstil ist leicht, jugendlich und sehr flüssig zu lesen. Es finden sich aber auch immer wieder sehr bildhaft beschriebene Szenen, was mir gut gefallen hat. 
Die Geschichte ist meistens aus der ich-Perspektive von Abby erzählt, so dass wir ihre Gefühlswelt sehr schön zu spüren bekommen. Zwischendurch werden aber auch immer mal wieder kurze Sequenzen aus Juspinns Sicht geschildert. Diese haben sogar eine andere Schriftart.




"Anima: Schwarze Seele, weisses Herz" lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite hat mir der Einstieg in die Geschichte sehr gut gefallen und ich wurde super unterhalten. Auf der anderen Seite habe ich jedoch den einen oder anderen Kritikpunkt.
Wer gerne romantische Fantasy liest und etwas Kitsch und Klischee nicht abgeneigt ist, soll sich "Anima" ruhig genauer anschauen. Im Juni erscheint nämlich das Taschenbuch.






Das Ungleichgewicht zwischen uns hätte nicht grösser sein können. Hollywoodstar trifft Landei. Du meine Güte! Wenn er mich noch länger auf diese Weise anschaute, würden meine Wangen in Flammen aufgehen, da war ich sicher.     (Seite 58)

Ich fühlte mich wie der einzig überlebende Hauptdarsteller in einem drittklassigen Zombiefilm. Scheinbar gerettet, aber das Grauen wartete nur darauf, erneut aus dem Hinterhalt zuzuschlagen.    (Seite 145/146)

Es kam mir vor, wir spielten ein Katz-und-Maus-Spiel, wobei klar war, dass ich von den beiden nicht die Katze war. Immer, wenn ich auch nur ein Tasthaar aus meinem Mauseloch streckte, hieb er schon mit seiner Tatze nach mir.     (Seite 176)

Jetzt erkannt ich, die Liebe meiner Eltern war immer wie eine warme, kuschelige Wolldecke gewesen, die sie mir zärtlich über die Schultern gelegt und mich darin eingewickelt hatten. Seit ich hier war, fühlte ich sie nicht mehr. Ich fror.     (Seite 231) 




© Favolas Lesestoff

Mittwoch, 31. Mai 2017

[Rezension] "Herz zu Asche" von Kathrin Lange





Titel: Herz zu Asche
Reihe: ja, Band 3 / 3
Autorin: Katrin Lange
Verlag: Arena (13. Juli 2015)
Genre: Jugendliteratur, Romantic (Mystery) Thriller
ISBN: 978-3401600338
Seiten: 416
vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre



Mit "Herz aus Glas" und "Herz in Scherben" konnte mich Kathrin Lange beide Male überzeugen, ja sogar begeistern. So war natürlich auch das Finale der Trilogie ein Lesemuss für mich.



Juli kann es kaum fassen: Charlie ist am Leben! Endlich braucht David sich nicht länger zu quälen. Endlich kann Juli mit ihm glücklich werden. Doch Charlie setzt alles daran, David zurückzuerobern. Und auch der Geist von Madeleine Bower treibt Juli mehr und mehr in die Verzweiflung. David sieht nur eine Möglichkeit, seine Freundin zu schützen: Er muss sie verlassen. Aber Julis Visionen werden immer düsterer und so beschließt sie, dem Fluch für immer ein Ende zu setzen – auch wenn sie dafür opfern muss, was sie am meisten liebt …
(Textquelle: Arena Verlag)




Einstieg ins Buch:
Was ist es für ein Gefühl, wenn alles, was du zu wissen glaubst, von einem Moment auf den anderen zu Staub zerfällt?

"Herz zu Asche" ist das Finale der Herz-aus-Glas-Trilogie von Kathrin Lange. Schon in den ersten beiden Bänden hat sie beweisen, dass sie ihr Handwerk versteht. Sie schafft es wie kaum eine andere, eine dichte, beklemmende Atmosphäre aufzubauen. Band 2 endete mit einem richtig fiesen Cliffhanger, so dass ich mich fragte, was die Autorin Juli und David noch alles zumuten wird. Und schon nach wenigen Seiten muss man als Leser feststellen, dass dies nicht wenig ist. 

"Herz zu Asche" steigt am gleichen Ort ein, wo Band 2 so dramatisch geendet hat, nämlich auf den Klippen. So fühlt man sich gleich wieder 'zuhause' und kann sich in die Geschichte stürzen. 

Heute frage ich mich manchmal, warum ich in diesem Augenblick, als wir alle zusammen dort oben auf der Klippe standen, nicht meinen Mut zusammengenommen habe. Ich hätte schon an diesem Tag einfach in die Tiefe springen sollen. Der Impuls war da, das muss ich zugeben.     (Seite 7)

Die ganze Trilogie lebt ganz klar von ihren facettenreichen Protagonisten. Leicht schafft die Autorin es, die Emotionen zu transportieren, so dass man Julie sehr gut versteht und mit ihr mitleidet. Die beiden erleben auch diese Mal wenige Hochs und viele Tiefs.
Ja, Kathrin Lange legt ihren Figuren viele Steine in den Weg und vor allem Juli muss einiges wegstecken. Und obwohl sie emotional ist und oft impulsiv handelt, wirkt sie reif. Sie wächst an ihrem Schicksal und ist nicht gewillt aufzugeben.

David ist nun noch negativer und manchmal sehr anstrengend. Juli wird von Visionen gequält und hätte die Unterstützung ihres Freundes bitter nötig, doch er ist überzeugt, dass er Juli nur retten kann, wenn er sie von sich stösst. Sein Benehmen wird immer ruppiger und ab einem gewissen Punkt konnte und wollte ich sein Handeln nicht mehr nachvollziehen. Nur gut, dass Juli wirklich eine starke Persönlichkeit ist, sich nicht so schnell einschüchtern lässt und unbedingt den Fluch brechen will.

Ein Lichtblick war immer Julis Freundin Miley. Sie hat der Geschichte sehr gut getan, denn sie zaubert einem zwischendurch ein Lächeln aufs Gesicht. Sie trägt das Herz nämlich auf der Zunge und sagt frei heraus, was man als Leser selber oft denkt.

In mir brannten noch immer die Wunden, die Crystals Worte mir geschlagen hatten. Plötzlich fühle ich mich innerlich ganz scharfkantig. Ich war zornig, dass wir noch nicht zurück Sorrow gefahren waren. Zornig, dass wir überhaupt hergekommen waren. Und am meisten war ich zornig auf mich selbst, weil schliesslich ich es gewesen war, die die Entscheidung, überhaupt zu dieser bekloppten Party zu gehen, getroffen hatte.     (Seite 111)

Obwohl mir die Geschichte von Anfang an gefallen hat, konnte mich die Autorin dieses Mal nicht gleich fesseln. Nun ist klar, dass es keinen Fluch gibt. So steht in "Herz zu Asche" mehr die Psyche des Menschen im Mittelpunkt. Dieser medizinischen Bereich ist sicher gut recherchiert und interessant, trotzdem hat mir das Mysteriöse, was die ersten beiden Teile so speziell machte, gefehlt.

Der Schreibstil ist wieder grandios. Kathrin Lange ist einfach ein Profi durch und durch. Mit einem einzigen Satz schafft sie es, die Spannung enorm anzuziehen, so dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Nicht nur deshalb merkt man, dass Kathrin Lange auch Thriller schreibt. Die ganze Trilogie ist perfekt durchdacht und im Finale laufen nun alle Fäden zusammen. Erst ganz am Schluss werden die letzten Intrigen aufgedeckt und alle Zusammenhänge geklärt, so dass man zufrieden auf eine tolle Trilogie zurückblicken kann.




"Herz zu Asche" ist ein gelungener Abschluss der Trilogie. Noch einmal werden wir mit interessanten Charaktere, einem tollen Setting und Kathrin Langes grandiosem Schreibstil belohnt. Alle Fäden laufen zusammen, die gesponnenen Intrigen werden aufgelöst, den Emotionen werden freien Lauf gelassen, ein romantisch angehauchter Mystery-Thriller nimmt sein Ende. 








      

  1. Herz aus Glas     → zu meiner Rezension
  2. Herz in Scherben     → zu meiner Rezension
  3. Scherz zu Asche    

Homepage zur Trilogie: *klick*





© fotopohl.de


Kathrin Lange, geboren 1969, arbeitete zunächst als Verlagsbuchhändlerin und Mediendesignerin, bevor sie 2005 das Schreiben zu ihrem Beruf machte. Seither ist sie vor allem für ihre historischen Romane und Jugendbücher bekannt. „Septembermädchen“ ist ihr dritter Thriller. Kathrin Lange lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Hildesheim.

(Textquelle: Arena)

Homepage der Autorin: *klick*
Facebookseite der Autorin: *klick*









Kathrin Lange hat sich mir auch schon als B-Sagerin zur Verfügung gestellt:




Sonntag, 26. Februar 2017

[Rezension] "Diabolic: Vom Zorn geküsst" von S.J. Kincaid





Titel: Diabolic
Untertitel: Vom Zorn geküsst
Autorin: S.J. Kincaid
Übersetzer: Ulrich Thiele
Genre: Science Fiction
Verlag: Arena (3. Januar 2017)
ISBN: 978-3401602592
Seiten: 488
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren







"Diabolic - Vom Zorn geküsst" wurde mir im Oktober an der Buchmesse vorgestellt. Der Inhalt klang so vielversprechend, dass es sofort auf meiner Wunschliste gelandet war.




Eine Diabolic ist stark.
Eine Diabolic kennt kein Mitleid.
Eine Diabolic hat eine einzige Aufgabe: Töte, um den einen Menschen zu schützen, für den du erschaffen wurdest.

Als Nemesis und Tyrus sich am Imperialen Kaiserhof begegnen, prallen Welten aufeinander. Sie – eine Diabolic, die tödlichste Waffe des gesamten Universums. Liebe ist ihr völlig fremd. Er – der Thronfolger des Imperiums, der von allen für wahnsinnig gehalten wird. Liebe ist etwas, das ihn nur schwächen würde. Dass ausgerechnet diese beiden zusammenfinden, darf nicht sein. Denn an einem Ort voller Intrigen und Machtspiele ist ein Funke Menschlichkeit eine gefährliche Schwachstelle …
(Bild- und Textquelle: Arena Verlag)





Einstieg ins Buch:
Alle glauben sie, Diabolics seien furchtlose Kreaturen, doch in meinen ersten Jahren kannte ich nichts als Angst.

Nemesis ist eine Diabolic, eine künstlich geschaffene Killerin. Jede grosse Familie hat einen Diabolic, einen auf sie geprägten Leibwächter und so möchte auch der Senator von Impyrean sein einziges Kind nicht schutzlos lassen. So bekommt Sidonia Nemesis, deren einziges Ziel es ist, ihre Herrin zu beschützen. Gefühle zu empfinden ist ihr nicht möglich, denn sie ist eine Kampfmaschine und nicht menschlich.

Zu Beginn habe ich mich etwas schwer getan mit "Diabolic". Ich wusste zwar, dass die Geschichte im Genre Science Fiction angesiedelt ist, doch mit einem solchen intergalaktischen Abenteuer hatte ich dann doch nicht gerechnet. So musste ich mich im vielschichtigen Kosmos von S.J. Kincaid erst zurecht finden, bevor sie mich mit der Handlung völlig fesseln konnte. Doch je weiter die Geschichte voranschritt, je mehr ich in das Universum von Sidonia und Nemesis eintauchte, desto mehr faszinierte mich diese Welt und desto weniger konnte ich das Buch aus der Hand legen.

An ihrem Dank hatte ich kein Interesse. Mir lag allein an ihrer Sicherheit. Ich war ihre Diabolic. Der Wunsch nach Anerkennung war etwas für Menschen.     (Seite 20)

Das Buch ist aus der ich-Perspektive der Diabolic Nemesis erzählt. Wir lernen sie schon vor ihrer Prägung auf Sidonia kennen, so dass wir einen Blick auf die Urinstinkte eines Diabolic werfen können. Danach macht die Geschichte einen Zeitsprung. Nemesis lebt schon seit acht Jahren bei Sidonia. Die beiden sind Seite an Seite aufgewachsen und kennen sich sehr gut.

Die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet und ich fand es sehr spannend mitzuverfolgen, wie sich Nemesis weiterentwickelt, welche Probleme sie im Kopf hin- und herwälzt, denn als künstliches Wesen denkt und agiert sie ja sehr nüchtern und kontrolliert.

So passt auch der Schreibstil sehr gut zur Protagonistin, denn er ist sehr sachlich und konzentriert sich auf die wichtigsten Tatsachen. Der Text ist nicht mit ausschweifenden Beschreibungen überladen und lässt so Platz für die eigene Fantasie. Trotzdem hatte ich keine Probleme, mir die Geschichte vorzustellen.

"Diabolic" zielt mit seiner taffen Protagonistin ganz klar auf das weibliche Publikum ab und ist so eines der wenigen Bücher für dieses Zielpublikum, das ein richtiges Weltraumabenteuer auf diversen Planeten und mit Raumschiffen ist. Dieser frische Wind hat mir richtig gut gefallen. Zusammen mit den facettenreichen Charaktere und viel Spannung durch diverse Intrigen am Königshof und überraschenden Wendungen ist "Diabolic" also nicht nur optisch ein Highlight.






"Diabolic: Vom Zorn geküsst" ist eine perfekte Mischung aus Science Fiction Abenteuer, intriganter Spannung und intergalaktischer Romantik. Wenn man sich erst einmal im Universum von S.J. Kincaid zurecht findet, packt einen ihre gut durchdachte Welt dermassen, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.







S.J. Kincaid wuchs in Kalifornien auf und ging in New Hampshire zur Schule. Sie ist Weltenbummlerin durch und durch und pendelt mit Vorliebe zwischen den USA und Schottland hin und her. Eigentlich wollte sie Astronautin werden, aber ein Mangel an mathematischen Fähigkeiten brachte sie schliesslich dazu, Bücher zu schreiben und so in packenden Geschichten die unendlichen Weiten des Universums zu entdecken.

(Textquelle: Arena Verlag)




© Favolas Lesestoff

Dienstag, 10. Januar 2017

[Rezigramm] "Wir beide in Schwarz-Weiss" von Kira Gembri


Titel: Wir beide in Schwarz-Weiss
Autorin: Kira Gembri
Genre: Contemporary Young Adult
Verlag: Arena (1. Oktober 2016)
ISBN: 978-3401602196
Seiten: 300
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren


Inhalt:
Als Alex auf die quirlige Kunststudentin Kris trifft, glaubt er, seine Seelenverwandte gefunden zu haben. Denn auch Kris liebt die Herausforderung und den Nervenkitzel, besonders die Performancekunst hat es ihr angetan. Mit Kunst hat Alex zwar überhaupt nichts am Hut, aber für Kris würde er so ziemlich alles riskieren … selbst wenn er sich damit in große Gefahr bringt.
(Bild- und Textquelle: Arena Verlag)  




Wir steigen mit Alex in die Geschichte ein und erleben mit ihm den anstrengendsten Morgen seit langem. Er arbeitet leider nicht in einem typischen Wiener Kaffeehaus sondern in einem Öko-Hipster-Schuppen und muss sich immer freundlich um viele anspruchsvolle Kaffeejunkies kümmern. Dabei kommt ihm Kris in die Quere, die seiner Meinung nach ein beknacktes soziales Experiment durchführt. Doch für sie ist es Kunst.

Kris studiert nämlich Kunst und seit einiger Zeit sorgen ihre Performances für Nervenkitzel. Alex ist fasziniert von ihr, denn auch er geht immer wieder an die Grenzen.
"Wir beide in Schwarz-Weiss" ist abwechselnd aus Alex' und Kris' ich-Perspektive geschildert, so dass wir einen guten Blick hinter die Fassade der Charaktere und ihr Umfeld werfen können. Und wie wir es von Kira Gembri schon kennen, webt sie auch in diese Geschichte eine interessante Problematik mit ein.


In "Wir beide in Schwarz-Weiss" lernen wir wieder zwei sehr spannende und facettenreiche Protagonisten kennen, die beide ihre Hochs und Tiefs haben.
Bei Alex hat man erst das Gefühl, einen typischen Bad Boy vor sich zu haben, seine Sprache ist zum Teil etwas derb und er behandelt Kris manchmal wirklich mies. Doch dann erfahren wir mehr von ihm und beginnen zu verstehen.
Trotzdem ist es erstaunlich und bewundernswert wie viel Geduld Kris mir ihm hat und wie viel sie ihm verzeiht. Sie hat nämlich selber ihr Päckchen zu tragen.

Auch in ihrem neuesten Wurf beweist die junge österreichische Autorin ihr Talent, eine ernste Thematik mit einer guten Portion Humor in eine schöne Liebesgeschichte zu verpacken.
Besonderst gut hat es mir auch gefallen, Lea und Jay aus "Wenn du dich traust" wiederzusehen. Es war interessant, die beiden auch einmal von aussen zu sehen.
Auch Flocke hatte wieder den einen oder anderen tollen Auftritt, der mich zum Schmunzeln brachte und ich hoffe, dass auch er seine Geschichte bekommen wird.


Auch "Wir beide in Schwarz-Weiss" habe ich wieder sehr gerne gelesen und Kira Gembris Bücher haben sich das Must-Read-Label wahrlich verdient.
Hier hätte ich aber gerne noch etwas mehr über Kris' Familiensituation erfahren, die Problematik wurde mir nicht genug aufgelöst.


Der Schreibstil von Kira Gembri ist auch dieses Mal sehr flüssig zu lesen. Wie schon aus ihren anderen Büchern bekannt, bekommen wir die Geschichte abwechselnd aus den ich-Perspektiven der beiden Protagonisten geschildert. Durch die recht kurzen, abwechselnden Kapitel bekommt die Geschichte eine sehr gute Dynamik, so dass man sie kaum noch aus der Hand legen kann. Kira Gembri versteht es, Emotionen zu transportieren und meistert den Balanceakt zwischen dramatischen, traurigen Elementen und einer humorvollen Leichtigkeit.
Toll finde ich auch die Kapiteleinstiege, die perfekt zu den Protagonisten passen. Alex startet immer mit einem Superlativ durch, die Kunststudentin Kris hingegen mit einer Farbe.





Kira Gembri ist die Meisterin der humorvollen Liebesgeschichten mit Tiefgang. Auch in "Wir beide in Schwarz-Weiss" begegnen wir zwei äusserst interessanten und facettenreichen Charaktere, die beide ihre Hochs und Tiefs haben. Es ist immer spannend, wie Gembri eine Problematik, eine Krankheit aufarbeitet und trotzdem mit einer gewissen Leichtigkeit in ihre Geschichte einbindet.
So entsteht einmal mehr ein gelungenes Wohlfühlpaket mit Tiefgang und Humor.







   


Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.





© Favolas Lesestoff