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Dienstag, 7. April 2015

[Rezigramm] "Eve & Caleb 03. Kein Garten Eden" von Anna Carey


Titel: Kein Garten Eden
Reihe: Eve & Caleb, Band 3/3
Autorin: Anna Carey
Genre: Jugendbuch, Dystopie
Verlag: Loewe Verlag (17. Februar 2014)
ISBN: 978-3785571057
Seitenzahl: 304
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren


Inhalt:
Wie weit würdest du für deine Freiheit gehen?
Es scheint, als hätte Eve alles verloren. Ohne Caleb und ohne Kontakt nach außen lebt sie im Palast und spielt die brave Königstochter. Doch im Geheimen plant sie ihre Flucht – und den Mord ihres Vaters. Als die Pläne der Rebellen aufgedeckt werden, muss Eve schnell handeln und alles auf eine Karte setzen. Doch es steht mehr auf dem Spiel als nur ihr eigenes Leben!
(Bild- und Textquelle: Loewe)  




In meiner Rezension zu "In der gelobten Stadt" habe ich gehofft, dass Band zwei ein "Anlauf holen" für das grosse Finale gewesen sei. Nun nach der Lektüre kann ich dies mit einem Jein verzeichnen.
Erst erleben wir nochmals Eves Umfeld im Palast, ihren Vater den König, Charles, ihren Mann, ihre Verbündeten.
Sie plant nämlich mit den Rebellen zusammen den Mord an ihrem Vater und ihre Flucht aus der Stadt heraus.


Doch dann fallen zu früh Schüsse und Eve muss ihren Fluchtversuch überstürzt antreten. Mit von der Partie zwei Personen aus dem Palast und neun Mädchen aus den Schulen. So durchqueren sie einen anderen Tunnel und landen in der Wildnis. Ihr Ziel ist ein weiteres Mal Califia, wo sie vor allem die Mädchen in Sicherheit bringen möchte. Und auch dieses Mal ist ihr Weg steinig, vor allem, weil die Schülerinnen Eve nicht wirklich glauben und vertrauen. 


Auch "Kein Garten Eden" begleiten wir Eve in der ich-Perspektive. Sie hat sich definitiv entwickelt und legt einen eisernen Durchhaltewillen an den Tag. Sie unterstützt, redet gut zu, motiviert und stellt sich oft hinten an, was sie sehr sympathisch macht. Und trotzdem war sie mir etwas zu distanziert.
Neben Eve treffen wir einige Charaktere, die mir gut gefallen haben, aber keine wirklich grosse Rolle belegen.

Auch dieser dritte Band von "Eve & Caleb" hat vieles zu biete und liest sich sehr locker. Dadurch, dass es wieder in die Wildnis geht, erleben wir wieder mehr Abenteuer, einige Action, Zankereien, aber auch Überraschungen.


Irgendwie macht mir das Buch jedoch den Anschein, nicht so gut durchgeplant zu sein. Meiner Meinung nach startet die Geschichte im Palast sehr detailliert und gemächlich, gegen das Ende überschlägt sich dann vieles und es geht mir schlicht und einfach zu schnell. Eve handelt meiner Meinung nach nicht immer ganz logisch und die eine oder andere Frage bleibt unbeantwortet, so dass ich das Buch nicht ganz zufrieden geschlossen habe.


Der Schreibstil von Anna Carey ist auch dieses Mal sehr flüssig zu lesen. Sie hat eine temporeiche Dystopie entworfen, die sich gegen das Ende etwas gar überworfen hat. Gerne wäre ich noch etwas länger in der Wildnis verweilt. 





"Kein Garten Eden" ist für mich nicht der himmlische Abschluss, den ich mir gewünscht habe. Zwar liest sich auch der dritte Band von "Eve & Caleb" sehr flüssig und kurzweilig, doch lässt er mich nicht ganz zufrieden zurück.
Die Trilogie eignet sich jedoch bestens als dystopisches Lesefutter, das man zu einem fast unschlagbaren Preis bekommt.










      

  1. Wo Licht war     → zu meiner Rezension
  2. Die gelobte Stadt     → zu meiner Rezension
  3. Kein Garten Eden




@ by Favolas Lesestoff


Freitag, 30. August 2013

[Rezension] "Eve & Caleb 02. In der gelobten Stadt" von Anna Carey





Titel: In der gelobten Stadt
Reihe: Eve & Caleb, Band 2 / 3
Autorin: Anna Carey
Genre: Jugendbuch, Dystopie
Verlag: Loewe Verlag (15. August 2013)
ISBN: 978-3785571040
Seiten: 320
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre


"Wo Licht war" hat mich diesen Frühling positiv überrascht. Die Geschichte war dystopisch, abenteuerlich und spannend. So war ich hoch erfreut, für einmal nicht so lange auf eine Fortsetzung warten zu müssen.





Würdest du für deine Liebe alles riskieren?
Eve gerät in die Fänge der Soldaten des Neuen Amerika und wird aus dem sicheren Califia in die Stadt aus Sand verschleppt. Hier erfährt sie, dass ihr Freund Caleb noch lebt, und weshalb der König so unerbittlich nach ihr suchen ließ.
Gefangen im Palast ist es lebensgefährlich, mit Caleb und den Rebellen Kontakt aufzunehmen. Doch Eve wünscht sich nichts sehnlicher, als wieder mit Caleb vereint zu sein. Bald wird sich zeigen, ob sie bereit ist, dafür alles zu riskieren.
(Bild- und Textquelle: Loewe)






Einstieg ins Buch:
Mit einem Messer in der Hand kletterte ich über die Felsen. Überall am Strand lagen von der Sonne gebleichte Boote, die schon vor langer Zeit gestrandet waren.

Ein Grossteil des ersten Bandes bestand auf dem gefährlichen und beschwerlichen Weg nach Califia. Eve durfte sich in diesem geheimen Lager in Sicherheit bringen, doch da dort keine Männer aufgenommen wurden, musste sie sich schweren Herzens vom verletzten Caleb trennen.

Dafür stösst schon nach kürzester Zeit Arden wieder dazu und Eve ist froh, eine 'alte' Freundin bei sich zu haben, der sie sich anvertrauen kann, denn die Unwissenheit über Calebs Zustand macht ihr stark zu schaffen. Die anderen Frauen in Califia wollen aber, dass sie die Vergangenheit hinter sich lässt und ihn vergisst.

Etwas erstaunt hat mich, dass die beiden ihr grosses Ziel aus "Wo Licht war" , Califia, schon nach etwa 40 Seiten wieder verlassen, um irgend einem ominösen Hinweis, Caleb sei im grossen, schwedischen Möbelhaus gesehen worden, nachzugehen. Eve hat also nicht wirklich viel dazugelernt und ist immer noch recht naiv. Dass ihr Arden jedoch so blauäugig folgt. hätte ich nicht gedacht.

Wie der Trilogie-Titel schon vermuten lässt, trifft Eve natürlich wieder auf Caleb, doch vor allem trifft sie auch auf den König.
Diesen lernen wir etwas besser kennen und er facht ab und zu die Diskussion an, ob das Ziel die Mittel heiligt, wie hoch die Anzahl Opfer sein darf, um das Überleben der Menschheit zu sichern und vor allem, wie diese Rettung organisiert wird.

Wir standen nebeneinander und in diesem Moment, in der Stille dieses Raums, war er nicht der König. [...] Wir waren zwei Menschen, die vergessen wollten.     (Seite 155)

Auch der zweite Band von "Eve & Caleb" hat mir gut gefallen, doch für mich scheint er ein typischer Mittelteil zu sein, die Verbindung zwischen Einstieg und Finale. Mir fehlten die "Ahs" und "Ohs", die Schockmomente, diese nervenaufreibende Spannung, weil man unbedingt wissen muss, wie es weiter geht, Merkmale, die sonst eine Dystopie auszeichnen.

Das doch eher dünne Buch ist in mehr als 40 Kapitel unterteilt. Der Schreibstil von Anna Carey ist auch dieses Mal sehr flüssig zu lesen und unterhält gut. In diesem Band schafft sie es leider nicht wie bei ihrem Debüt, den Spannungsbogen stets aufrecht zu halten und ich musste die eine oder andere Länge verzeichnen.

Trotzdem warte ich gespannt auf den dritten Band "Kein Garten Eden", der im Frühjahr 2014 erscheint und hoffe, dass Band zwei ein "Anlauf holen" für das grosse Finale war.


Auch das Cover vom zweiten Buch schmeichelt meinem Auge und passt optisch perfekt zum Vorgänger. Ich habe mich jedoch gefragt, wie die Blüten genau zur Geschichte passen ...





"In der gelobten Stadt" ist eine eher ruhige Dystopie, die sich wieder sehr locker und flüssig lesen lässt. Sie hat mir unterhaltsame Lesestunden beschert, ging mir persönlich jedoch zu wenig unter die Haut.









      



  1. Wo Licht war     → zu meiner Rezension
  2. Die gelobte Stadt
  3. Kein Garten Eden     → zu meinem Rezigramm




Anna Carey wuchs in Long Island auf und wollte als Kind Malerin, Staatsanwältin, Flötistin, Physiotherapeut oder Grafikdesignerin werden. Sie entschloss sich schließlich, Bücher zu schreiben, da sie als Autorin alle ihre Kindheitsträume verfolgen konnte. Sie studierte Literatur und Kreatives Schreiben an der New York University und arbeitete als Lektor für Kinder- und Jugendbücher. „Wo Licht war“ ist ihr erster Jugendroman.
(Textquelle: Loewe)




Dienstag, 5. März 2013

[Rezension] "Eve & Caleb - Wo Licht war" von Anna Carey





Titel: Eve & Caleb. Wo Licht war
Reihe: Eve & Caleb, Band 1/3
Autorin: Anna Carey
Genre: Jugendbuch, Dystopie
Verlag: Loewe Verlag (Januar 2013)
ISBN: 978-3785571033
Seitenzahl: 299
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren 










Das Buch ist mir wegen seinem Cover schon beim Durschauen der Verlagsvorschau aufgefallen, zudem lese ich momentan einfach gerne Dystopien. So habe ich mit den Titel gemerkt und auf meinen Wunschzettel gesetzt. Die liebe Anka ist darauf aufmerksam geworden und hat es mir, da sie sich nicht so sehr dafür begeistern konnte, überlassen. Nochmals herzlichen Dank an dieser Stelle :-)






Wie überlebst du, wenn du vor allem fliehen musst, was du kennst?
Seit ihre Mutter während der Großen Seuche vor 16 Jahren gestorben ist, lebt Eve in einem Mädcheninternat. Hier wird sie zu einem wertvollen Mitglied der neuen Gesellschaft ausgebildet – glaubt sie zumindest. Als Eve erkennt, wie sehr sie und die anderen Mädchen ausgebeutet werden sollen, flieht sie. Doch auf ein Überleben in der Wildnis und auf die Flucht vor den Soldaten des Neuen Amerikas ist Eve nicht vorbereitet. Unerwartet hilft ihr Caleb, ein junger Rebell. Kann Eve ihm trauen? Sie weiß, die Soldaten werden die Suche nicht aufgeben, und Caleb ist ihre einzige Möglichkeit zu überleben. Sie muss ihr Leben in die Hände eines Fremden legen.
(Bild- und Textquelle: Loewe)







Einstieg ins Buch:
Als die Sonne hinter der fünfzehn Meter hohen Aussenmauer unterging, waren alle Schülerinnen der Zwölften auf dem Rasen vor der Schule versammelt. Die jüngeren Mädchen lehnten sich aus den Fenstern des Wohnheims und schwenkten zu unserem Gesang und Tanz die Fahnen des Neuen Amerika.

Eve wächst mit vielen anderen Mädchen zusammen in einer Schule auf. Alles sind Waise und haben ihre Eltern bei einer Seuche verloren. Wir steigen einen Tag vor der Abschlussfeier ein und begleiten Eve. Ihr ganzes Leben hat sie gelernt und sich auf ihren nächsten Lebensabschnitt vorbereitet. Sie ist Jahrgangsbeste und soll aus diesem Grund die Abschlussrede halten und die Klasse danach über den See ins Wohnheim führen, in dem sie dann alle ihre Ausbildung geniessen werden. Doch dann kommt es zu einem Zwischenfall mit einer Mitschülerin und Eve macht eine so schreckliche Entdeckung, dass sie aus der Schule in die Wildnis flüchtet.

Die Geschichte startet sehr spannend und hat in mir sofort etliche Fragen geweckt. Die Schule erschien mir von Anfang an in einem komischen Licht, denn die Lehrer bläuen den Schülern unentwegt ein, wie böse, unberechenbar und gefährlich Männer sind. Alles läuft nach genausten Regeln ab und alle zeigen grossen Gehorsam.

Vor mir erstreckte sich der Wald, dessen Hänge nur durch den hellen Vollmond erleuchtet wurde. Das war alles. Woher ich kam, wohin ich ging. Meine Vergangenheit, meine Zukunft.     (Seite 41)

Mit der Flucht von Eve entwickelt sich die Geschichte zu einem richtigen Abenteuerroman. Eve kennt nur das Leben innerhalb der Schulmauern, weiss nur, was ihr in der Schule eingeimpft wurde. Sie war eine Musterschülerin und zufrieden mit ihre Situation. Mit ihrer schrecklichen Entdeckung ist ihr gesamtes Weltbild eingestürzt. Sie weiss nicht mehr, woran sie glauben, wem sie vertrauen kann, doch alleine ist sie in der Wildnis überfordert. Was nützt ihr all ihr Wissen, wenn sie kein Feuer machen kann?
So verstand ich den einen oder anderen Fehltritt von ihrer Seite, doch ab und zu hätte ich sie auch sehr gerne einmal geschüttelt. Zum Teil handelt sie so unüberlegt, dass sie sich und vor allem auch andere in Gefahr bringt.

Ich hatte einmal gelesen, dass Amputierte an der Stelle Schmerzen empfinden, wo früher ihre Arme und Beine gewesen waren. Phantomschmerz nannte man das. Meiner Meinung nach beschrieb dieser Begriff mein Gefühl für meine Mutter am besten.     (Seite 51)

Wie man anhand des Titels schon ahnt, trifft Eve in der Wildnis dann auf Caleb. Jahrelang wurde ihr eingetrichtert wie böse und gefährlich Männer sind und da tritt dieser verschmutze Junge in ihr Leben und hilft ihr aus einer brenzligen Situation. Der musste doch einen Hintergedanken haben . . .
Caleb war mir von Anfang an sofort sehr sympathisch. Er ist sehr ruhig und handelt überlegt - also das pure Gegenteil von Eve. Sehr gerne hätte ich noch etwas mehr von ihm erfahren.

Arden ist die dritte Protagonistin. Sie ist eine wirklich taffe junge Frau und ich muss sagen, dass ich recht lange nicht wusste, was ich von ihr halten sollte. Sie scheint immer sehr überzeugt von sich zu sein und sich als etwas Besseres anzusehen. Im Gegensatz zu Eve kann sie sich in der Wildnis behaupten, sie passt sogar sehr gut dahin. Ein Charakter mit Ecken und Kanten und je weiter die Geschichte fortschritt, desto mehr gefiel er mir.

Obwohl "Eve & Caleb" bestimmt noch ausbaufähig gewesen wäre, hat es mich richtig gut unterhalten. Anne Carey hat einen einfachen und flüssigen Schreibstil, so dass ich die Geschichte sehr schnell ausgelesen hatte. So richtig schönes Lesefutter zum Verschlingen.

Einige Dinge konnte ich sicherlich voraussehen, doch die Autorin konnte mich auch das eine oder andere Mal überraschen und vor allem mit dem Ende habe ich so überhaupt nicht gerechnet. Und obwohl es nicht ein wirklich fieser Cliffhanger ist, lässt es mich doch ungeduldig zurück, denn ich möchte unbedingt wissen, wie es mit den beiden weitergeht.




Optisch gefällt mir das Buch richtig gut. Ob das Cover wirklich zum Inhalt passt sei einmal dahin gestellt. Klar, ist darauf ein Baum zu sehen, doch die Wildnis stelle ich mir doch etwas anders vor . . .






"Eve & Caleb - Wo Licht war" ist der Auftakt zu einer neuen dystopischen Trilogie. Ein sehr interessantes Grundgerüst, ein grosser Abenteueranteil und eine ruhige Liebesgeschichte konnten mich packen und haben mir schöne Lesestunden beschert.








      

  1. Wo Licht war
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Anna Carey wuchs in Long Island auf und wollte als Kind Malerin, Staatsanwältin, Flötistin, Physiotherapeut oder Grafikdesignerin werden. Sie entschloss sich schließlich, Bücher zu schreiben, da sie als Autorin alle ihre Kindheitsträume verfolgen konnte. Sie studierte Literatur und Kreatives Schreiben an der New York University und arbeitete als Lektor für Kinder- und Jugendbücher. „Wo Licht war“ ist ihr erster Jugendroman.

(Textquelle: Loewe)