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Samstag, 18. Mai 2013

[Wer "A" sagt . . .] mit Carina Bartsch











Vor meiner Karriere als Autorin . . . .

…bin ich ziemlich überrascht worden. Ich liebe das Schreiben und mir war klar, dass ich nichts anderes in meinem Leben tun möchte. Leider haben allerdings nur die wenigsten Menschen mit ihrer Leidenschaft Erfolg. Ich hätte nicht erwartet, dass ausgerechnet ich eines Tages zu den wenigen Glücklichen gehören würde, die sich in diesen kleinen Kreis einreihen dürfen.


Mir gefällt an meinem Beruf, . . . .

… dass er keine Grenzen hat und ich jeden Tag durch die Charaktere auf eine unbeschreibliche Weise in den unterschiedlichsten Welten lebe. Es macht mir Spaß, in anderen Köpfen zu denken, Dinge aus anderen Blickwinkeln zu durchleuchten, und sich richtig in die Charaktere einzufühlen. Es fasziniert mich, dass man auf einem leeren Blatt Papier allein mit der Kraft der Fantasie ganze Welten entstehen lassen kann.


Ein Tag im Leben einer Autorin . . . .

… Da meine Bücher zwar inzwischen bei Rowohlt erschienen sind, ich aber nach wie vor zu 50% Selbstverlegerin bin, besteht mein Alltag nicht nur aus Schreiben. Es gibt viel Verlagsarbeit zu tun, dann kommen noch Dinge wie Interviews, Termine etc. hinzu. Zudem versuche ich mir jeden Tag mindestens drei Stunden Zeit für meine Leser zu nehmen. Sei es durch Beantworten von eMails oder durch SocialMedia Aktivitäten wie Facebook und Twitter. Geschichten erwecken erst zum Leben, wenn sie gelesen werden, deswegen weiß ich meine Leser wahnsinnig zu schätzen. Sobald es dann dunkel wird, schalte ich die Welt aus und das Schreiben an.


Meine Ideen für ein Buch . . .

… sind meistens nie abgedreht: Die Welt geht nicht unter, kein Massenmörder schlachtet hunderte von Menschen ab, keine Fabelwesen, die Krieg gegeneinander führen – meine Geschichten sind Geschichten aus dem Alltag, wie sie jedem von uns morgen passieren könnten. Es geht um das Zwischenmenschliche. Meine Geschichten sind natürlich, beinhalten Charaktere wie du und ich, mit Ecken und Kanten, und haben einen Bezug zur Realität.


Ein unvergessliches Erlebnis als Autorin . . .

… Da gibt es sehr viele. Als ich vor eineinhalb Jahren zum ersten Mal mein gedrucktes Buch in den Händen hielt z.B. Meine allerersten Verkäufe. Die allererste Fanmail, die mich erreichte, und die Tausenden, die daraufhin folgten. Die unfassbar tollen Rezensionen, die ich bekommen habe; die netten Buchblogger, die ich dadurch kennenlernen durfte; die Unterstützung, die ich immer wieder von meinen Lesern erfahre; meine erste Signierstunde, die ich auf der Leipziger Buchmesse gegeben habe; der Moment, als "Kirschroter Sommer" plötzlich in die Bestsellerliste aufstieg; die Veröffentlichung von "Türkisgrüner Winter", der von null auf Platz 13 schoss; der Tag, als Klaus Gröner, meine Agent, mich anschrieb; der Tag, an dem die Entscheidung fiel, mit Rowohlt zusammenzuarbeiten; der 25. Januar, als meine Bücher auf einmal in allen Buchhandlungen auslagen; meine erste Podiumsdiskussion am letzten Wochenende; der gestrige Tag, seitdem meine eBooks in allen Shops erhältlich sind; und… und … und … Die Liste ist endlos. Irgendwie ist alles auf seine Weise unvergesslich und ich bin sehr froh, dass ich all diese Erfahrungen machen darf.


Mein Lieblingsbuch . . .

… kann ich, ehrlich gesagt, gar nicht benennen. Es gibt so viele Bücher, die ich gelesen habe, und die, die mir besonders gefallen haben, könnte man niemals miteinander vergleichen. Jedes war auf eine andere Weise schön und gehört zu meinen Schätzen.


Als nächstes plane ich . . .

… eine neue Geschichte. Die Nachfrage nach einem dritten Band ist sehr groß, die Entscheidung, ob es einen geben wird, ist allerdings noch nicht gefallen. Viel kann ich über das neue Projekt noch nicht verraten, außer, dass auch hier wieder Liebe eine Rolle spielen wird.








Als Kind . . . .

… dachte ich immer, der Song "It's raining Men" bedeutet so viel wie "Ey, es regnet, Mann!"


Bücher . . . .

… sind Fantasie in Worten, und Welten, die zum Träumen anregen.


Es war einmal . . . .

… eine Carina, die dachte, dass sie mit dem, was sie liebt, niemals erfolgreich werden könnte.


Am liebsten . . . .

… schreibe ich in einer lauen Sommernacht mit dem Laptop auf dem Balkon.


Seit gestern weiß ich, . . . .

…
"First they ignore you.
Then they laugh at you.
Then they fight you.
Then you win"
Mahatma Gandhi


Schon immer . . . .

… hätte ich gerne einen alten Mustang Shelby GT!


Ich will gar nicht wissen, . . . .

… wie viele gute Musikalben ich nicht schaffe zu hören, weil das Leben viel zu kurz ist.





Carina Bartsch wurde 1985 im fränkischen Erlangen geboren und lebt in einem kleinen Dorf in der Nähe ihrer Geburtsstadt. Sie brach die Realschule, dann die Wirtschaftsschule und eine Lehre ab. Erst nach diversen Kleinjobs fand sie mit Anfang zwanzig ihre wahre Bestimmung: das Schreiben. Mit ersten Kurzgeschichten gewann sie mehrere Schreibwettbewerbe. Dann wagte sie sich 2011 an ihr Romandebüt, «Kirschroter Sommer», mit dem sie zur erfolgreichsten deutschen Liebesromanautorin im Netz wurde. Auch der Nachfolgeband «Türkisgrüner Winter» avancierte zum E-Book-Bestseller.
(Quelle: Rowohlt)
Hier geht es zur Homepage der Autorin: *klick*




 




Liebe Carina
herzlichen Dank, dass du bei meiner Aktion "Wer A sagt . . " mitgemacht hast. Es ist immer toll, neue AutorInnen kennzulernen. Und warum habe ich mir das mit dem Mustang Shelby GT schon gedacht?  ;-) 
Ich freue mich schon riesig, mehr über dein neues Projekt zu erfahren, denn solche Bücher mit viel Emotionen, bei denen man auch noch so oft zum Schmunzeln kommt, MUSS es einfach mehr geben.
Favola 


Und wer auch die anderen B-Sagerinnen kennenlernen möchte, findet diese hier: *klick*

Freitag, 17. Mai 2013

[Rezigramm] "Türkisgrüner Winter" von Carina Bartsch




Titel: Türkisgrüner Winter
Reihe: Band 2
Autorin: Carina Bartsch
Verlag: rororo (25. Januar 2013)
ISBN: 978-3499227912
Seiten: 464


Inhalt:
Gut aussehend, charmant und mit einer Prise Arroganz raubt er Emely den letzten Nerv: Elyas, der Mann mit den türkisgrünen Augen. Besonders zu Halloween spukt er in ihrem Kopf herum. Doch was bezweckt er eigentlich mit seinen Avancen? Und wieso verhält er sich nach dem ersten langen Kuss mit einem Mal so abweisend? Nur gut, dass Emelys anonymer E-Mail-Freund Luca zu ihr hält. Das noch ausstehende Treffen mit Luca sorgt für ein mulmiges Gefühl. Dann verstummt auch er. Hat Emely alles falsch gemacht?
(Bild- und Textquelle: Rowohlt)  





Nach dem doch etwas fiesen Cliffhanger von "Kirschroter Sommer" hält sich Carina Bartsch nicht mir einer langen Rückblende oder einem ausführlichen Einstieg auf sondern steigt gleich in die Geschichte ein. Eigentlich wollte ich nur noch ein bissen reinlesen ... und naja, da ist es wieder passiert ... ich habe das ganze Buch an einem Stück verschlungen. Der Einstieg ins Buch ist der Autorin also defnitiv gelungen  -  sehr sogar.


Die Protagonisten sind alt bekannt und sie haben sich auch nicht grossartig verändert. Wir lernen mehr von Elyas kennen, was ihn immer sympathischer macht und Emily ist weiterhin ein tollpatschiger Sturkopf, der nicht über den eigenen Schatten springen kann. Zum Teil ist die Situation sicher durch Missverständnisse etwas verfahren, doch mit einem einfachen Gespräch hätte vieles viel einfacher sein können ... doch dann wäre das Buch bestimm auch viel weniger amüsant.


Tja, was soll ich gross zum Verlauf der Geschichte sagen? Wie ich oben schon geschrieben habe, habe ich "Türkisgrüner Winter" in einem Rutsch gelesen und so konnte Carina Bartsch für mich die Spannung super aufrecht erhalten, was sie abwechselnd mit witzigen und kribbelnden Sequenzen geschafft hat. Es gab aber auch einige Stellen zum Augen verdrehen, da hätte ich Emily am liebsten einmal zur Seite genommen um ihr ins Gewissen zu reden.


Sehr gut gefallen haben mir die Gefühle, die Carina Bartsch alle rüberbringt, die unterhaltsamen Dialoge  und vor allem auch der Humor. Ich musste so oft schmunzeln und lachen, das hat meinem Leserherz einfach gut getan.


Etwas gestört hat mich, dass sich die Protagonisten von mir aus gesehen nicht wirklich ihrem Alter entsprechend benommen haben. Vor allem Emily kam mir doch recht pubertär vor. Doch das ist nur ein winziger Kritikpunkt von mir, denn sonst war ich einfach etwas traurig, dass die Geschichte um Emily und Elyas zu Ende war.


Den Schreibstil von Carina Bartsch ist locker, leicht, modern, authentisch und frech. Sie schreibt frei Schnauze wie sie denkt und das macht wohl auch ihre Bücher aus. Sie lassen sich locker weglesen und gehen trotzdem - oder gerade deswegen - unter die Haut.






"Türkisgrüner Winter" ist für mich ein würdiger zweiter Band und steht "Kirschroter Sommer" in nichts nach. Carina Bartsch liess mich erneut in die Welt von Emily und Elyas eintauchen und hat mich auf eine Irrfahrt der Gefühle mitgenommen. Gewohnt locker flockig zu lesen - mit einer Prise Sarkasmus und gehöriges Knistern zwischen den Seiten. Bitte mehr davon!







Für nichts im Leben gab es eine Garantie. Aber wenn man nach den Sternen greifen wollte, gab es wohl keine andere Möglichkeit, als sich fallen zu lassen und darauf zu hoffen, dass man aufgefangen wurde.     (Seite 175)

Warum sahen Menschen nicht so aus, wie sie in Wirklichkeit waren?
Warum sah man ihnen die innere Hässlichkeit nicht an?
Nichts im Leben schaffte es, einen so zu täuschen wie die eigenen Augen.     (Seite 183)

Manchmal fühlten sich Tränen an, als würde ich bluten.     (Seite 202) 






  1. Kirschroter Sommer     → zu meiner Rezension
  2. Türkisgrüner Winter 


@ by Favolas Lesestoff

Montag, 11. Februar 2013

[Rezension] "Kirschroter Sommer" von Carina Bartsch






Titel: Kirschroter Sommer
Reihe: Band 1/2
Autorin: Carina Bartsch
Genre: Liebesgeschichte, New Adult
Verlag: rororo; Auflage: 2 (25. Januar 2013)
ISBN: 978-3499227844
Seiten: 512






Carina Bartsch ist ein Phänomen . . . als junge Indie-Autorin hat sie es mit "Kirschroter Sommer" auf Platz 1 der eBook-Liebesgeschichten geschafft. Das Buch ist so erfolgreich, dass der Rowohlt Verlag darauf aufmerksam wird und es in sein Programm aufnimmt. Und diesem Phänomen wollte ich einmal auf den Grund gehen.  






Würdest du deiner ersten Liebe eine zweite Chance geben?

Die erste Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Emely. Nach sieben Jahren trifft sie wieder auf Elyas, den Mann mit den leuchtend türkisgrünen Augen. Der Bruder ihrer besten Freundin hat ihr Leben schon einmal komplett durcheinander gebracht, und die Verletzung sitzt immer noch tief. Emely hasst ihn, aus tiefstem Herzen. Viel lieber lenkt sie ihre Aufmerksamkeit auf den anonymen E-Mail-Schreiber Luca, der mit seinen sensiblen und romantischen Nachrichten ihr Herz berührt. Aber kann man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben?
(Bild- und Textquelle: Rowohlt)






Einstieg ins Buch:
Es war jedes Mal dasselbe: Entweder die Zeit war von vornherein mein Feind, oder einer meiner Mitmenschen machte mir bei dem kläglichen Versuch, wenigstens einmal im Leben pünktlich zu sein, einen Strich durch die Rechnung.

Emily studiert in Berlin Naturwissenschaften und freut sich riesig, dass ihre beste Freundin Alex von München zu ihr in die Hauptstadt zieht, denn so können sich die beiden wieder regelmässig sehen. Einen Nachteil hat die Sache allerdings auch: Alex zieht zu ihrem Bruder Elyas und den möchte Emily am liebsten nie wieder sehen, denn nach einem Vorfall in ihrer Jugend hasst sie ihn.

"Kirschroter Sommer" ist aus der Sicht von Emily geschrieben und so taucht man mit ihr ab und bekommt einen tiefen Einblick in ihre Gefühlswelt. Wir erleben ihre Unsicherheiten, ihre Ängste, ihre Verletzlichkeit, ihren Hass, fühlen mit ihr, verstehen sie, beginnen zu zweifeln . . .

Als Emily nach Jahren des Verdrängens wieder auf Elyas trifft, weiss sie sich nicht anders zu helfen, als eine riesige Schutzmauer aufzubauen und ihn mit zum Teil wirklich fiesen Sprüchen auf Distanz zu halten und abzuschrecken. Doch das funktioniert nicht so ganz wie sich Emily das vorgestellt hat, denn auch Elyas ist nicht auf den Mund gefallen und er scheint grossen Gefallen an ihrem verbalen Schlagabtausch zu haben. So werden wir Zeuge von bissigen Wortgefechten, bei denen ich zum Teil laut auflachen musste. Carina Bartsch schreibt diese mit einem so herrlichen Humor, dass ich als Leser bestens unterhalten wurde und immer mehr wollte.

Mein Versuch, ihn wegzuradieren, funktionierte nicht im Geringsten. Elyas war keine dünne Bleistiftlinie, die man mal eben löschen könnte, nein. Elyas war schwarze Tinte, die sich in meine Leben saugte wie in trockenes Papier.     (Seite 204)

Erst habe ich noch mit Emily sympathisiert, denn man merkt, dass ihr Hass auf Elyas die Reaktion auf eine tiefe Verletzung aus der Vergangenheit ist. Doch nach und nach lernt man Elyas besser kennen und spätestens als er dann seine Taktik ändert und auf Frontalkurs mit seinem "Schatz" Emily geht, war es um mich geschehen . . .
Elyas ist ein vielschichtiger und charismatischer Protagonist, der mir nach und nach immer mehr ans Herz gewachsen ist. Und obwohl auch ich ihm zwischendurch gerne einmal ein "Blödmann" an den Kopf geworfen hätte, merkte ich rasch, dass da mehr dahinter stecken musste.

Nebenbei unterhält Emily noch eine E-Mail-Bekanntschaft mit Luca. Es scheint, als finde Luca immer die richtigen Worte, denn er schreibt sich mit seinen Nachrichten direkt in Emilys Herz. Und obwohl (oder gerade weil) sie ihn noch nie gesehen hat, kann sie sich im gegenüber öffnen und so lernen wir die sonst so streitlustige und forsche Emily von einer ganz anderen Seite kennen.

Toll fand ich diese Achterbahn der Gefühle, dieses Hin- und Hergerissen sein und selbstverständlich diese knisternden Szenen, bei denen man fieberhaft die Seiten umblättert und sich mehr wünscht.
Carina Bartsch versteht es wie kaum eine andere Autorin, so authentisch, modern und emotional zu schreiben, dass ich selber auf diese Achterbahn der Gefühle mitgenommen wurde.

"Seine Augen... Es war wie ein Sprung in die Tiefsee, ohne Hoffnung, den Meeresgrund jemals zu erreichen."     (Seite 397)

Ich hatte grosse Erwartungen an "Kirschroter Sommer" und sie wurden übertroffen. Ich bin in die Geschichte von Emily und Elyas eingetaucht und erst nach 512 Seiten wieder aufgetaucht. Ich habe gelacht, gehofft, gebangt, mich geärgert, gelitten . . . mich verliebt.







"Kirschroter Sommer" ist für mich nicht einfach nur eine Liebesgeschichte. Ich hatte das Gefühl als wäre ich mittendrin und es kribbelte ganz schön beim Lesen.
Ich bin verliebt . . . . verliebt in zwei vielschichtige Protagonisten, in die bissigen Wortgefechte, in Carina Bartschs authentischen Schreibstil . . . in "Kirschroter Sommer".









Carina Bartsch wurde 1985 im fränkischen Erlangen geboren und lebt in einem kleinen Dorf in der Nähe ihrer Geburtsstadt. Sie brach die Realschule, dann die Wirtschaftsschule und eine Lehre ab. Erst nach diversen Kleinjobs fand sie mit Anfang zwanzig ihre wahre Bestimmung: das Schreiben. Mit ersten Kurzgeschichten gewann sie mehrere Schreibwettbewerbe. Dann wagte sie sich 2011 an ihr Romandebüt, «Kirschroter Sommer», mit dem sie zur erfolgreichsten deutschen Liebesromanautorin im Netz wurde. Auch der Nachfolgeband «Türkisgrüner Winter» avancierte zum E-Book-Bestseller.
(Quelle: Rowohlt)






   

  1. Kirschroter Sommer
  2. Türkisgrüner Winter     → zu meinem Rezigramm