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Dienstag, 22. März 2016

[Rezension] "Nur ein Tag" von Gayle Forman




Titel: Nur ein Tag
Reihe: ja, Band 1
Autorin: Gayle Forman
Übersetzerin: Stefanie Schäfer
Genre: Contemporary Young Adult, Coming-Of-Age
Verlag: FISCHER FJB (22. März 2016)
ISBN: 978-3841421067
Seiten: 432
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren





Ich habe schon viel Positives über Gayle Formans Bücher gehört, doch selber gelesen habe ich noch nichts von dieser Autorin. Und so wollte ich das unbedingt ändern.




Allysons Leben ist genau wie ihr Koffer – überlegt, geplant und ordentlich gepackt. Doch am letzten Tag ihrer dreiwöchigen Europatour lernt sie Willem kennen. Als freier, ungebundener Schauspieler ist er all das, was die 18jährige Allyson nicht ist, und als er sie einlädt, mit ihm nach Paris zu kommen, trifft sie spontan eine für sie untypische Entscheidung. Sie ändert ihren Plan und geht mit ihm. Allyson erlebt einen Tag voller Abenteuer und Romantik, Freiheit und Nähe – bis Willem am nächsten Morgen nicht mehr da ist.
(Bild- und Textquelle: Fischer FJB)




Einstieg ins Buch:
Angenommen, Shakespeare hätte sich geirrt? 

Allysons Leben ist sehr geregelt und ihr Zukunft schon geplant - vor allem von ihren Eltern. Diese schenken ihr zum Abschluss ihrer Highschool eine Bildungsreise nach Europa, die sie mit ihrer Freundin Melanie bestreitet. Die beiden haben viel erlebt, viel gesehen und doch ist Allyson etwas enttäuscht, denn die Städte waren alle anders, als sie sich diese aus Büchern vorgestellt hat. Und wegen einem Streik konnten sie nicht einmal nach Paris fahren. Doch dann trifft sie auf den Schauspieler Willem und tut etwas, das sie sich selber nicht erklären kann: Sie fährt mit einem ihr beinahe unbekannten Menschen für einen Tag nach Paris.

Die beiden erleben einen magischen Tag und Allyson kann für einmal loslassen und geniessen. Willem zeigt ihr Paris fern der typischen Touristenattraktionen, so wie sie sich die Stadt der Liebe vorgestellt hat. Doch am nächsten Morgen ist er weg und Allyson muss überstürzt aufbrechen, denn niemand sonst soll von ihrem Ausflug erfahren.
Doch zurück in Amerika wartet eine harte Zeit auf sie. Ein Jahr lang knabbert sie an dem Umstand, dass Willem sie nach diesem Tag einfach alleine zurückgelassen hatte und sie fragt sich immer wieder, ob es dafür einen speziellen Grund gab.

"Hast du irgendeine Ahnung, wo wir sind?", frage ich Willem.
"Nein, ich bin genauso verloren wie du."
"Oh, Katastrophe!", erwidere ich, mit einem Lachen, denn es fühlt sich schön an, gemeinsam verloren zu sein.     (Seite 116)

Allyson macht in "Nur ein Tag" eine wunderbare Entwicklung durch. Erst versucht sie den Ansprüchen ihrer Eltern gerecht zu werden, lernt Mandarin, lässt sich ihre ganze Woche durchplanen und strebt das Ziel ihrer Mutter, ein Medizinstudium an. Willem ist das pure Gegenteil von ihr. Er ist ein abenteuerlustiger, ungebundener junger Mann, für den Zufälle und Unfälle zum Leben gehören. Er nimmt jeden Tag, wie er ist und geniesst. Er selber und seine Lebenseinstellung haben bei Allyson bleibende Eindrücke hinterlassen und sie beginnt ihr eigenes Leben zu hinterfragen. Ist das Medizinstudium wirklich das, was sie will? Und so beginnt sie zu entdecken, wer sie ist, was sie selber möchte und schreibt sich in den Kurs 'Shakespeare lautstark' ein. Sie nimmt ihr Leben selber in die Hand - erst im Geheimen, dann aber auch offen vor ihren Eltern. Und weil sie immer wieder an Willem denken muss, fasst sie schliesslich einen Entschluss ....

Merkwürdig, wie furchtlos man plötzlich sein kann, wenn genau das eintritt, wovor man sich immer gefürchtet hat.     (Seite 143)

Ich muss zugeben, dass ich etwas erstaunt war, wie sich das Buch entwickelte, denn ich dachte, dass der erste Band 'nur' von diesem einen Tag in Paris handeln würde. Daran, dass Gayle Forman das Jahr danach, die Entwicklung von Allyson ins Zentrum gerückt hat, musste ich mich erst etwas gewöhnen. Doch dann konnte mich die Geschichte für sich gewinnen und gespannt verfolgte ich Alyssons Weg zu sich selbst.

Gayle Formans Schreibstil empfand ich als sehr angenehm. Sie schreibt detailliert, verliert sich aber nicht in Details und gerade Paris hat sie so toll beschrieben, dass ich mich gleich selber wieder in Frankreichs Metropole zurückversetzt gefühlt habe. "Nur ein Tag" ist aus der ich-Perspektive von Allyson geschrieben, so dass man sich als Leser sehr gut in die Protagonistin hineinversetzten kann. Der zweite Band "Und ein ganzes Jahr" erscheint zeitgleich. Er bringt uns Willem näher, denn nach dem ersten Teil ist und bleibt er ein Mysterium, ein Buch mit sieben Siegeln, das es nun noch zu entdecken gilt.






In "Nur ein Tag" erzählt uns Gayle Forman viel mehr als nur von einem einzelnen Tag. Sie lässt uns an der wunderbaren Entwicklung ihrer Protagonistin teilhaben, die sich aus dem engen Kokon ihrer Eltern befreit und beginnt, die Flügel zu entfalten.
Die Autorin hat mir nicht nur eine schöne Geschichte geschenkt, sondern auch meine eigenen Erinnerungen an Paris geweckt und ich habe meine Macarons-Back-Lust entdeckt. Und so ist "Nur ein Tag" ein Buch für das Herz, den Kopf .... und den Bauch ....







      

               1.     Nur ein Tag
               2.     Und ein ganzes Jahr
               2.5   Und noch eine Nacht     (gratis Bonuskapitl, nur als E-Book erhältlich)






Gayle Forman, geboren 1971, begann ihre journalistische Karriere beim ›Seventeen Magazine‹ 
und arbeitete dann für große Zeitschriften wie ›Cosmopolitan‹, ›Glamour‹ und ›Elle‹, bevor sie anfing, Romane 
zu schreiben. Inzwischen hat sie etliche Bestseller veröffentlicht. Sie lebt mit ihrer Familie in Brooklyn, New York.

(Textquelle: Fischer Verlage)





© by Favolas Lesestoff

Donnerstag, 17. März 2016

[Blogtour] Nur ein Tag – Und ein ganzes Jahr | Tag 7

Blogtour Nur ein Tag

Herzlich Willkommen!
Heute macht die Blogtour zum Roman-Duo “Nur ein Tag” und “Und ein ganzes Jahr” von Gayle Forman auf Favolas Lesestoff Halt. Ihr habt in den letzten Tagen ja schon einiges über die Bücher, die Protagonisten, Shakespeare und die Schauplätze erfahren. Als Allyson das zweite Mal nach Paris fährt, muss sie versprechen, jeden Tag ein neues Macaron zu probieren. Aus diesem Grund möchte ich euch heute dieses Gebäck etwas näher vorstellen.






GESCHICHTE


Das Macaron ist ein französisches Baisergebäck aus Mandelmehl, dessen Herkunft bis ins Mittelalter zurückreicht.
Angeblich brachten arabische Truppen bei ihrer Besetzung von Sizilien im Jahre 827 auch neue Techniken wie die Papierherstellung und Lebensmittel wie Zitronen, Reis und Pistazien aus dem heutigen Tunesien mit. Darunter waren auch viele Süssigkeiten auf Nussbasis mit süsser Mandelcreme im Inneren. Mit dem Sammelbegriff maccarruni bezeichneten die Araber Lebensmittel aus gemahlenem Getreide wie Nudeln und Gebäck. Die Italiener entlehnten maccheroni aus maccarruni, woraus die heutigen Macarons entstammten.

Es ist anzunehmen, dass das zarte Gebäck durch die Hochzeit von Catharinas de Medici aus Florenz mit dem Herzog von Orléans nach Frankreich kam. Die ersten Macarons waren noch einfache Kekse aus Mandelmehl, Zucker und Eiweiss. Im 18. Jahrhundert wurde dann Konfitüre oder eine Creme in die Kekse eingebacken.
Macarons ohne Füllung waren auch die Spezialität von mehreren Klöstern. Da es den Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament in Nancy verboten war, Fleisch zu essen, bereiteten die Nonnen eine grosse Auswahl an Gebäck zu, einschliesslich der bekannten Macarons. Nach dem Dekret der Aufhebung auch der karitativen Orden vom 5. April 1792 begannen in Nancy die beiden Benediktiner-Schwestern Marguerite Gaillot und Marie-Elisabeth Morlot, von der Herstellung und dem Verkauf ihrer Macarons zu leben. Sie wurden damit so bekannt, dass sie sich bald als Les Sœurs Macarons einen Namen machten.

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts begann dann Pierre Desfontaines zwischen zwei Macarons eine Ganache zu füllen. Das Rezept wurde bis heute im Maison Ladurée beibehalten. Von da an entwickelte sich das Macaron schnell zum beliebtesten Kleingebäck Frankreichs. Das Haus Ladurée verkauft allein in seinen vier Pariser Pâtisserien jährlich mehr als vier Millionen Mandelbaisers.   (Quelle: Wikipedia)






HERSTELLUNG


Selbstverständlich musste ich mich dann auch selber an Macarons versuchen, ich will ja genau wissen, wovon ich hier schreibe. Und so habe ich mir ein Buch bestellt und mich erst einmal eingelesen. Es klang wirklich nach einer Herausforderung, denn so musste zum Beispiel das Eiweiss aufs Gramm genau abgewogen werden oder der Ofen die exakte Temperatur haben. Ich habe mich dann auch noch im Internet etwas umgeschaut und bin bei meiner Suche auf mein-macaron.de gestossen. Hier hat sich der diätetisch geschulte Koch Nico sein Macaron-Paradies aufgebaut und teilt seine Rezepte und vor allem auch viele Tipps und Tricks mit allen. Ich kann euch seine Seite wirklich nur ans Herz legen.

Rezept präsentiere ich euch hier keines, denn die Herstellung ist wirklich recht komplex. Da klickt ihr euch besser bei Nico rein und lasst euch professionell beraten.
Ich kann euch aber so viel verraten, dass die Herstellung wirklich recht viel Zeit braucht und wohl nicht der erste Versuch gelingen wird. Ich hatte mir als erstes Himbeer Macarons ausgesucht. Irgendwie hat die Sache mit dem Eiweiss nicht gestimmt, der Teig war zu flüssig und so bekamen die Baisers keine Füsschen (Das seht ihr oben auf dem Foto beim dünnen rosa Gebäck.). Danach wollte ich die schokoladige Variant ausprobieren und der Teig wurde viel besser. Zudem sah ich im Ofen erfreut, wie sich die Füsschen bildeten. Doch leider hatte ich mich zu früh gefreut, denn als ich das Blech aus dem Ofen nahm, waren beinahe alle Macarons aufgerissen. Dazu kam, dass sie wohl zu kurz im Ofen waren, denn beim Degustieren musste ich feststellen, dass sie aussen nicht knusprig sondern nur weich waren. 
Aber es heisst ja nicht umsonst aller guten Dinge ist drei und ich muss ehrlich zugeben, dass ich auf meine Vanille Macarons richtig stolz bin, denn hier ist mir nun wirklich alles gelungen und ich finde, sie sehen sogar richtig schön aus.

Macarons selber zu machen braucht also Zeit und Geduld, aber es macht auch wirklich Spass und ich weiss jetzt schon, welche Sorten, ich als nächstes ausprobieren möchte: Orangen, Zitrone, welche mit Ananasmousse, ..... ihr seht also, Macarons machen auch süchtig - und das nicht nur zum Essen ....



GEWINNSPIEL


Natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen! Unter allen Teilnehmern, die die Beiträge zu unserer Blogtour kommentieren und die jeweilige Tagesfrage beantworten, verlosen wir folgende Preise:

1. Preis: „Nur ein Tag“ und „Und ein ganzes Jahr“ als Print-Ausgaben plus Poster
2.-4. Preis: je 1 Poster

Euer Name könnte am Ende der Tour also ganze sieben mal im Lostopf stecken. Um bei mir eure Gewinnchance zu nutzen, beantwortet ihr mir folgende Fragen:


Habt ihr schon einmal Macarons gegessen oder sogar selber gemacht?
Wenn ja: Welches ist eure Lieblingssorte?
Wenn nein: Welche Geschmacksrichtung reizt euch am meisten?


Viel Spass und viel Glück!


DIE GEWINNER


1. Preis: 
SaBine K.

2. - 4. Preis:
Daniela Schiebeck
Melanie Bublies
Kathleen Giesecke
Nane M.

Herzlichen Glückwunsch!
Schickt eure Adresse doch bitte an bookwives@gmail.com, damit sich euer Gewinn möglichst bald auf den Weg zu euch machen kann.


BLOGTOURSTATIONEN


11.03.2016      lilstar.de
12.03.2016      bookwives.de
13.03.2016      booksonpetrovafire.de
14.03.2016      katesleselounge.de
15.03.2016      vanessabuecherecke.wordpress.com
16.03.2016      buchsichten.de
17.03.2016      favolas-lesestoff.ch
21.03.2016      Gewinnerbekanntgabe