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Freitag, 6. März 2015

[Blogtour Heldentage] Welchen Herausforderungen müssen sich Jugendliche von heute stellen?



Ich weiss nicht, ob das normal ist, dass alles, was mir am Tag fehlt, in der Nacht in Hülle und Fülle da ist.
Schuhe, Essen, Klamotten, Luft, Vater, Lenny.     (Seite 11)

Immer wieder erleben wir in Büchern Jugendliche, die grosse Probleme haben. Ich habe sogar das Gefühl, dass sich diese 'dramatischen Jugendbücher' häufen. Und zu diesem 'Coming-Of-Age' gehört auch "Heldentage".
Von der jugendlichen Leichtigkeit bekommt die Protagonistin Lea kaum etwas zu spüren. Im Gegenteil: Ein ganzer Berg Probleme droht sie zu begraben. Ihr Vater ist an die Sonne nach Ibizza gezogen, woraufhin sich die Mutter völlig in der Wohnung verschanzt und sich nur noch an ihren Flaschenfreunden festhält. So vertrinkt sie das wenige Geld, das die beiden zur Verfügung haben und Lea kennt das Gefühl von Hunger nur zu gut. Sie muss für ihre Mutter aufs Amt, Zigaretten und Alkohol besorgen, trägt Kleider und Schuhe für Hilfsbedürftige und hat Probleme mit der Luft, mit dem Atmen. Sie schämt sich .... für ihre ganze Situation, ihre Mutter, ihre Schuhe, ihre Haut, dass sie nicht küssen kann ....   (Mein ganze Rezension gibt es hier zu lesen.)

Von Jugendproblemen in Büchern zu lesen ist das eine - aber wie werden die Jugendlichen von heute gesehen? Von ihren Eltern, Lehrern, sich selber? Aus diesem Grund habe ich die Meinung einiger Personen dazu zusammengetragen.




ch glaube, dass sie viel zu schnell erwachsen werden. In der Schule werden durch recht grosse Klassen der Leistungsdruck immer grösser. Es ist schwer eine Ausbildung zu bekommen. Er muss cool sein und zeitgleich habe ich ihn aber zu Hilfsbereitschaft und Toleranz erzogen. Freunde finden ist schwer, alle sind in Vereinen usw aktiv und da kann man kaum Freizeit miteinander verbringen. Er muss sich behaupten, da er keine Drogen nimmt, nicht raucht, nicht trinkt und das als uncool gilt. Sie müssewn in einer Ellbogengesellschaft mit vielen Egoisten ihren Weg ziemlich alleine finden.
Mädchen erden jetzt auch immer mehr ein Thema und dann versteh mal die Weiber  Erwartungen sind da recht hoch an die erste Freundin und der Druck den sich die Kids selber machen ( die haben fast schon den selben Beziehungsstress, wie Erwachsene.). Sie müssen lernen selber zu entscheiden und dann die Konsequenz zu tragen
Nadine ( 39 Jahre), Mutter

ine Herausforderung als Jugendliche ist es, auch für mich, selbst mit sich zufrieden zu sein. Der Körper verändert sich und während andere Mädchen im selben Alter schon mit der Pubertät oder all den Problemen durch sind, steht man selbst daneben und ist noch nicht mal annähernd am Ende der Pubertätsphase angelangt. Man vergleicht sich in dem Alter einfach ständig, möchte seinen eigenen Voraussetzungen gerecht werden, doch das ist nicht immer einfach, wenn man sieht was für eine schöne reine Haut alle haben und wie zufrieden alle scheinen. Das schlimmste ist wirklich das Aussehen, auch wenn ich finde, dass es nicht das Wichtigste ist. Sich im Jugendalter wohl zufühlen fällt schwer. Auch wenn Freunde und Familie akzeptieren wie du bist, selbst ist es viel schwerer sich so zu akzeptieren wie man ist. Auch wenn man weiß, dass die Phase irgendwann vorüber ist. Sport, gesunde Ernährung.. Eine weitere Herausforderung sind auch die Freunde. Ab der ersten Klasse hat man eine beste Freundin und mittlerweile haben sich alle verändert, auch die beste Freundin und man muss einfach los lassen, denn mit der Zeit wächst man aus solchen Freundschaften raus und merkt das aus vielen ein ganz anderer Mensch geworden ist. Dies war nicht immer einfach, doch im Endeffekt war es die richtig Entscheidung. Auch die Schule ist eine Herausforderung. Man möchte am liebsten alle Aufgaben richtig lösen und möchte sich keinen Fehler leisten. Leistet man sich einen, dann wird mich dieser in den nächsten 3 Wochen verfolgen. Andere machen sich über Fehler nicht lustig, aus Fehlern lernt man. Doch mit sich selbst ist man viel zu kritisch. Das weiß man, doch man kann es erstmal nicht ändern. Eine kleine Herausforderung ist auch der Klamottengeschmack, solangsam finden man seinen Stil und zwei Wochen später kann der Schrank wieder ausgemistet werden. Echt nervig! Natürlich erlebt man in diesem Alter viele schöne Dinge, doch dies waren ein paar Antworten auf die Frage. In dem Alter ist es nicht immer einfach, doch bald werde ich 16, nächstes Jahr 17 und ich denke, dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.
Jenna (15 Jahre), Schülerin

s gibt wohl kaum eine andere Lebensphase, in der so starke Veränderungen und Unsicherheiten mit der Notwendigkeit, die richtigen Entscheidungen zu treffen, zusammenfallen wie die Pubertät.
Schulen wie Elternhaus stellen oft hohe schulische Erwartungen an die Jugendlichen, um ihnen einen möglichst optimalen Übertritt in die Berufswelt zu ermöglichen. Während der Suche dann nach einer geeigneten Lehrstelle stehen sie unter hohem Wettbewerbsdruck, der sich über viele Monate hinziehen kann, oft begleitet von Absagen, die den Jugendlichen sehr zu schaffen machen. 
Die Gesellschaft erwartet von Jugendlichen verstärkt , dass sie Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen. Dies ist oft auch sehr anspruchsvoll, da ihr Alltag geprägt ist von ihrem kulturellen wie sozialen Hintergrund. Es entsteht vermehrt der Wunsch nach mehr Autonomie, was dann zu Auseinandersetzungen mit den Eltern führen kann. 
Die Jugendlichen müssen lernen sich im Informationsüberschuss zurechtzufinden, wo die Gefahr gross ist, Verlockungen nicht widerstehen zu können. Virtuelle Welten, kommerzielle Interessen und Konsumangebote sind überall in Lauerstellung und buhlen um sie. 
Mit der stetigen Ablösung ihrer familiären Bindung wird für viele Jugendliche die Cliqué zur neuen Bezugsgruppe. Werte und Verhalten werden vornehmlich von Gleichaltrigen beeinflusst. Aber auch innerhalb der Peer-Group müssen sie sich positionieren und definieren. Risikoreiches Verhalten und Entscheiden können zu negativen Folgen führen. Auch der Kontakt mit dem anderen Geschlecht wird zu einer weiteren gossen Herausforderung. 
Die An- und Herausforderungen an Jugendliche mit ihrem bestehenden Erfahrungsschatz sind in unserer hektischen und schnell wechselnden , sehr individualisierten und wertevielfältigen Zeit sehr anspruchsvoll geworden - eine grosse Herausforderung für Eltern, Schulen und Gesellschaft, Jugendliche für ihr eigenständiges Leben gut vorzubereiten!
Christian (56 Jahre), Reallehrer - 9. Klasse

ch denke, die allergrösste Herausforderung ab einem gewissen Alter ist es, seine Fehler zu erkennen, einzusehen und aus ihnen zu lernen. Die ersten eigenen Entscheidungen treffen und lernen, was es heisst Verantwortung zu übernehmen. Ausserdem finde ich, es zählt ebenfalls zu einer Herausforderung sich selbst zu finden. Wer man eigentlich ist und was man mal erreichen möchte. Das ist für mich persönlich immer eine große Herausforderung gewesen und ist es teilweise auch immernoch.
Nicki (18 Jahre), angehende Studentin

as Erwachsenwerden ist seit jeher eine Zeit, die junge Menschen vor große Herausforderungen stellt. Diese ändern sich jedoch stetig. Im Zeitalter von sozialen Netzwerken und einer großen Medienpräsenz ist es oft schwierig für die Jugendlichen, sich selbst und ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Die größte Herausforderung ist aber wohl, den Eindruck habe ich zumindest bei meiner Arbeit gewonnen, einen möglichst hohen Schulabschluss zu erreichen. Viele Arbeitgeber verlangen heute für Ausbildungen einen sehr guten Realschulabschluss oder sogar das Abitur. Ein Haupt- oder gar Förderschulabschluss ist kaum noch etwas wert und macht die Ausbildungsplatzsuche sehr schwer. Viele Jugendliche flüchten sich in Aushilfsjobs oder Jobs für ungelernte Kräfte, um ohne Ausbildung erst einmal über die Runden zu kommen, und bleiben dann dort hängen. Aber auch wenn sie einen Ausbildungsplatz finden stehen sie weiter unter Druck, denn die Anforderungen sind hoch.
Eva ( 33 Jahre), Jugendpflegerin

st es nicht so das Jugendliche Heutzutage immer mit einer Bestrafung rechnen müssten???? Wir zu unserer Zeit haben Dämme gebaut und Wiesen unter Wasser gestzt. Heute musst du überlegen ob der Bauer dir nicht eine Anzeige ins Haus schickt. Baumhaus bauen im Wald undenkbar, Zelten in der Pampa undenkbar. Heutzutage musst du sehr viel lernen. Morgens um 6.00h schon zum Bus um zur Schule zu kommen, dann 8 Stunden Unterricht und Abends um 19h ist mann zu Hause. Wenn man den Bus bekommen hat. Der Lernstoff ist auch viel umfangreicher geworden. mann hat weniger Zeit um den ganzen Stoff zu lernen. Aber sind wir da nicht selber Schuld mit unserer schnelllebigen Art. Immer schneller, immer Besser, immer Weiter. Spielen können die Kids in dem alter kaum noch. Wir hatten es in dem Alter einfacher, den wir hatten andere anforderungen an das Leben . Denn das Leben war anders. Ich würde sagen wir waren Glücklichere Kinder.
Carmen ( 49 Jahre), Mutter

ch denke, Jugendliche heute müssen den richtigen und sinnvollen Umgang mit sozialen Medien lernen. Das ist sehr wichtig! Handy, Facebook, Internet, Rechte am eigenen Bild....Sie müssen erfahren, dass man nicht alles haben kann und dass es immer andere Jugendliche gibt, die mehr haben als sie: bessere Dinge oder schönere Urlaube. Die finanzielle Kluft ist teilweise sehr groß. Die Jugendliche erfahren einen schulisch sehr hohen Druck, da sie wissen, dass man einen anständigen Abschluss braucht, um überhaupt etwas erreichen zu können. Eine andere Herausforderung liegt darin, Drogen zu widerstehen, ob Zigeretten, Alkohol oder härtere Dinge. Heutzutage kommt man viel zu eichfach an all diese Dinge.
Verena ( 37 Jahre), Lehrerin an einer Realschule plus



Was ist eure Meinung: Welchen Herausforderungen müssen sich Jugendliche von heute stellen?



Morgen gibt es dann noch mehr Lesefutter von Sabine Raml. Ihre Kurzgeschichte »Easy« gibt es exklusiv auf diesen Blogs:

Montag, 23. Februar 2015

[Rezension] "Heldentage" von Sabine Raml





Titel: Heldentage
Autorin: Sabine Raml
Genre: Contemporary Young Adult, Coming-Of-Age
Verlag: Heyne Verlag (2. März 2015)
ISBN: 978-3453269606
Seiten: 304
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren





Möchte nicht jeder ein bisschen Held sein? Und so nahm es mich Wunder, wie Lea es schafft, sich aus ihrer tragischen Situation zu befreien.





Lea ist fünfzehn und hat viele Träume: Sie will schreiben. Sie will rennen, ohne je außer Puste zu sein. Sie will so wunderschön sein wie ihre beste Freundin Pola. In ihren Träumen ist Lea eine Heldin. Im richtigen Leben klappt es manchmal nicht: Gerade hat sich Lenny, Leas erster Freund, von ihr getrennt. Sie vermisst ihn schrecklich. Leas Mutter versinkt in ihren eigenen Problemen und kann Lea nicht helfen. Aber es gibt ja noch Pola und die Clique – und einen tollen neuen Jungen an der Schule, der sich unbegreiflicherweise für Lea interessiert ... Im Laufe eines langen Sommers findet Lea heraus, dass sie eigentlich doch auch eine Heldin ist, jeden Tag ein bisschen.
(Bild- und Textquelle: Heyne fliegt)



Einstieg ins Buch:
Ich sollte unbedingt schreiben. Einfach, weil ich es liebe. Wenn ich schreibe, bekomme ich viel Luft.

Wie oft hat sich Lea einen Superhelden gewünscht, der ihr Pommes bringt oder all ihre Probleme löst. Doch schnell musste sie lernen, dass es im wahren Leben keine Superhelden gibt. Lea ist fünfzehn dreiviertel Jahr alt und beginnt langsam zu realisieren, dass jeder ein Stück Held sein kann.

Von der jugendlichen Leichtigkeit bekommt sie kaum etwas zu spüren. Im Gegenteil: Ein ganzer Berg Probleme droht sie zu begraben. Ihr Vater ist an die Sonne nach Ibizza gezogen, woraufhin sich die Mutter völlig in der Wohnung verschanzt und sich nur noch an ihren Flaschenfreunden festhält. So vertrinkt sie das wenige Geld, das die beiden zur Verfügung haben und Lea kennt das Gefühl von Hunger nur zu gut. Sie muss für ihre Mutter aufs Amt, Zigaretten und Alkohol besorgen, trägt Kleider und Schuhe für Hilfsbedürftige und hat Probleme mit der Luft, mit dem Atmen. Sie schämt sich .... für ihre ganze Situation, ihre Mutter, ihre Schuhe, ihre Haut, dass sie nicht küssen kann ....

Ich weiss nicht, ob das normal ist, dass alles, was mir am Tag fehlt, in der Nacht in Hülle und Fülle da ist.
Schuhe, Essen, Klamotten, Luft, Vater, Lenny.      (Seite 11)

Die Lichtblicke in ihrem tristen Leben sind das Schreiben und ihre Clique. Ihre beste Freundin Pola ist ihr Rettungsanker, der sie immer wieder aus dem Grübeln herausholt und daran erinnert, dass es auch noch eine andere Seite des Lebens gibt. Die beiden sind sehr unterschiedlich, doch zusammen ergeben sie ein perfektes Gespann. Pola ist mir sofort ans Herz gewachsen, denn sie ist warmherzig, offen und lebensfroh.
Und dann ist da noch Lenny, Lenny, Lenny
Leas erster Freund, der vor kurzem mit ihr Schluss gemacht hat und in den sie immer noch verliebt ist. Wenn sie sich nicht gerade Sorgen um ihre Mutter macht, kreisen ihre Gedanken nur ihm ihn. Warum hat er Schluss gemacht? Weil sie ihn nicht küssen konnte? Weil sie eine Klasse wiederholen muss?

Wenn Mutter jemals reale Träume hatte, haben sie sich alle in Luft aufgelöst. So fühlt sich die Luft bei uns zu Hause auch an: nach zerplatzen Träumen. Nach einem Leben, das gerade gewaltig den Bach runtergeht.     (Seite 44)

Die Geschichte wird aus der ich-Perspektive von Lea erzählt. Sie ist eine sympathische Protagonistin, mit der man schnell mitfühlt, denn auf ihren Schultern lastet eine enorme Verantwortung, die eine Jugendliche nicht tragen dürfte. Lea ist sehr grüblerisch und zieht sich immer mehr zurück. 
Der Schreibstil ist speziell und sehr prägnant, oft melancholisch. Dazu kommt, dass Sabine Raml sehr viele englische Ausdrücke in die Geschichte einbaut. So hat sie "Heldentage" wirklich ihren eigenen Stempel aufgedrückt. 
Wir bekommen sehr viele Gedankengänge mit und da sich bei Lea fast alles um ihre Mutter und Lenny dreht, gibt es auch einige Wiederholungen. 
Sonst hat mir der Schreibstil wirklich gut gefallen, denn durch viele Metapher und Wiederholungen bekommen die einzelnen Sätze, Worte mehr Bedeutung. Trotzdem blieben mir Protagonistin und Geschichte doch etwas zu distanziert.

Mutter und ich, wir leben auch auf einer Insel, und diese Insel schwimmt im weiten Meer umher. Nur ich muss ständig zur Schule rüberschwimmen und zum Amt und in den Supermarkt, während Mutter ... liegen bleibt.     (Seite 52) 

"Heldentage" ist ein äusserst authentisches Buch, das hinter die Fassade einer Familie blicken lässt. Von Aussen sind nur einige wenige Risse zu sehen, doch ein Blick dahinter lässt einen erschrocken die Luft anhalten: Alkohol, häusliche Gewalt und eine Mutter, die ihrer Tochter einen verheerenden Rollentausch aufgezwungen hat. Zwar konnte mich Sabine Raml nicht ganz so mitreissen, wie ich es mir erhofft hatte, doch sie hat ein wichtiges und ehrliches Werk geschaffen, das nachdenklich macht und das ich gerne weiterempfehle.






"Heldentage" ist ein ausserordentlich echtes Buch, direkt aus dem Leben gegriffen. Sabine Raml hat eine ruhige, aber eindrückliche Geschichte zu Papier gebracht, in der man erlebt, dass jeder ein Held sein kann, dass es sich lohnt aufzustehen und seine Meinung zu sagen .... aber auch, dass nicht von heute auf morgen alles gut wird, sondern alles Zeit braucht. 







Sabine Raml wurde im Ruhrgebiet geboren und wuchs dort größtenteils auf einem Campinglatz zwischen Schnecken und Bäumen auf. Bereits als Kind entwarf sie ihre erste Zeitschrift und verteilte sie in der Nachbarschaft. Trotz anderer Berufe blieb das Schreiben ihre große Leidenschaft. 2013 wurde ihr bis dahin unveröffentlichtes Jugendbuchdebüt Heldentage – Do what you love mit dem Kinder-und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg ausgezeichnet. Die Autorin lebt in Berlin in der Nähe eines Waldes und mehrerer Campingplätze. Sie liebt Pasta, Feigenmarmelade und Yoga.
(Textquelle: Heyne Verlag)




Dienstag, 17. Februar 2015

gemeinsam lesen #100


eine Aktion von Asaviels Bücher-Allerlei, 
die nun von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher weitergeführt wird




1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Meine aktuelle Lektüre ist "Heldentage" von Sabine Raml. Bisher bin ich bis Seite 69 gekommen.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?


Ehrlich gesagt, kümmere ich mich schon so lange um sie, dass ich keinen Cent darauf verwetten würde, dass sie ohne mich auch nur einen einzigen Tag überlebt.


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?


Jugendbücher, deren Protagonistinnen psychische und/oder gesundheitliche Probleme haben, scheinen gerade in Mode zu sein. Ich lese nun schon das dritte hintereinander.
Lea wird wegen ihrer Haare von den meisten Spaghetti genannt und ist fünfzehn dreiviertel Jahre alt. Sie geht regelmässig zum Arzt, da sie irgendwie Probleme mit dem Atmen hat, ihr die Luft oft zu dünn ist. Zudem brennt ihre Haut und sie hat überall rote Flecken. Das Ganze hat natürlich auch einen Hintergrund. Leas Mutter trinkt, sperrt die Sonne aus und bewegt sich kaum noch - und ganz bestimmt nicht aus der Wohnung. Die Jugendliche führt den Haushalt, muss für ihre Mutter aufs Amt und trägt eine enorme Verantwortung. Dazu kommt, dass es zwischen ihr und Lenny aus ist. Doch sie trauert ihm nach und diese Sehnsucht ist in ganz vielen Teilen der Geschichte spürbar.
Auch Sabine Raml hat einen speziellen Schreibstil, der zur Protagonistin passt und mir wirklich zusagt.

Übrigens wird es Anfang März eine Blogtour zu "Heldentage" geben:




4.  Das 100. mal "gemeinsam Lesen"! Lasst es Revue passieren und erzählt uns seit wann ihr dabei seid, was ihr an gemeinsam Lesen so mögt, oder habt ihr sogar Verbesserungsvorschläge? Gibt es etwas, was ihr vermisst, was ihr gerne anders hättet? Oder etwas was ihr besonders schätzt, was diese Aktion für euch einfach wirklich einzigartig und perfekt macht?


Ich war sogar beim ersten Mal dabei, als Asaviel die Aktion 'gemeinsam lesen' ins Leben gerufen hat. Doch dann kam ich lange nicht mehr dazu, mitzumachen, und stieg erst wieder bei der 52. Folge ein. Seit da stelle ich eigentlich jeden Dienstag meine aktuelle Lektüre vor.
Ich mag diese Aktion sehr gerne, denn ich selber finde es immer sehr spannend zu sehen, was die anderen gerade so lesen. So bekommt man von vielen Büchern einen kurzen Einblick und meistens sind diese 'mehr Wert' als einfach die Kurzbeschreibungen von den Verlagen. Zudem schätze ich die Diskussionen, die entstehen und ich mag natürlich die vielen Kommentare von euch. Das höchste Glücksgefühl ist jedoch, wenn ich mit einem 'gemeinsam lesen'-Beitrag andere Leser anstecken kann.
Einen wirklichen Kritikpunkt habe ich nicht. Ich mag es aber nicht so ganz, wenn die vierte Frage so gar nichts mit den anderen drei zu tun hat. 



Welches Buch ist deine aktuelle Lektüre?
Stellt ihr auch eine Tendenz zu 'dramatischen Jugendbüchern' fest? 
Mögt ihr solche Konfliktbücher?