
Titel: Chaoskuss
Reihe: Die Chaos-Reihe, Band 1
Autorin: Teresa Sporrer
Genre: Urban Fantasy
Verlag: Impress (5. Mai 2016)
ISBN: 978-3-646-60253-1
Format: E-Book
Seiten: 310
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Inhalt:
Das Leben der 17-jährigen May wäre so viel einfacher, wenn sie sich nur mit den typischen Teenie-Problemen herumschlagen müsste. Doch May ist nicht wie die anderen – sie ist eine Hexe. Und trotzdem muss sie an ihrer Schule das normale Mädchen spielen. Immerhin ist sie nicht das einzige übernatürliche Wesen dort, weshalb es neben dem alltäglichen Highschoolwahnsinn auch Stress mit nervigen Vampiren, streitlustigen Walküren oder unzufriedenen Dämonen gibt. Aber dann lädt Noah – ein Mensch! – sie auf eine Halloweenparty ein und plötzlich scheint doch ein bisschen Normalität in Mays Leben einzukehren. Aber nicht für lange…
(Bild- und Textquelle: Carlsen Verlag)
Die 17-jährige May ist eine Junghexe und gehört zur Familie Setek, einem jahrhundertealten Coven von Hexen. Doch in Teresa Sporrers neuer Chaos-Reihe tummeln sich auch Werwölfe, Vampire, Walküren, Nachtmahre, Sukkubben, Dämonen .... Sie alle leben unter den Menschen und die Hexen sorgen für Recht und Ordnung, denn die Übernatürlichen sollen nicht auffallen.
So ist May zwar sehr oft von Übernatürlichen umgeben, doch sie versucht auch, ein ganz normaler Teenager zu sein. Und als der Schulschwarm Noah sie zur Halloweenparty einlädt, freut sie sich auf ein Date, doch alles kommt anders als erhofft und ihr Leben versinkt buchstäblich im Chaos.
"Chaoskuss" wird aus der ich-Perspektive von May erzählt. Sie ist zynisch, sarkastisch und launisch, hört gerne Grunge-Musik und liebt die Farbe schwarz. May ist wirklich sehr pubertierend, was für Aussenstehende nervig sein kann. Eigentlich hat sie als Hexe Verantwortung für die anderen Übernatürlichen, doch sie ist wirklich noch sehr naiv und missbraucht auch ihre Magie, um Streiche zu spielen. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nicht wirklich warm mit ihr als Protagonistin geworden bin.
Teresa Sporrer hat eine blühende Fantasie und viele neue Ideen. Am meisten begeistern konnte sie mich damit, dass die Setek-Hexen ursprünglich aus Ägypten stammen. Dadurch webt die Autorin immer wieder auch ein Stück ägyptischen Mythologie in "Chaoskuss" ein
Zudem hat mir Mays Hexentier Kurt (nach Kurt Cobain benannt), ein Nilflughund, gefallen, denn er ist witzig und bringt frischen Wind in die Geschichte. Auch die Vodoopuppe Albert ist eine äusserst witzige Idee.
Zudem hat mir Mays Hexentier Kurt (nach Kurt Cobain benannt), ein Nilflughund, gefallen, denn er ist witzig und bringt frischen Wind in die Geschichte. Auch die Vodoopuppe Albert ist eine äusserst witzige Idee.
Doch ich muss sagen, dass es mir bei diesem Buch einfach zuviel des Guten war. Man trifft auf sehr viele unterschiedliche Fantasywesen, dann kommen die ägyptischen Götter mit ihrer Geschichte dazu, Jack the Ripper hat einen Gastauftritt, eine Fingernägel lackierende Vodoopuppe und der Handy guckende Flughund..... So wird man in der ersten Hälfte der Geschichte mit Informationen überhäuft und weiss manchmal kaum, wo einem der Kopf steht. Meiner Meinung nach wäre es besser gewesen, hier etwas zu fokussieren, denn ab und zu hatte ich Mühe, den roten Faden im Auge zu behalten.
Dazu kommt, dass ich einige Gefühlsschwankungen von May nicht nachvollziehen konnte und Noah ist zu Lebzeiten ein fieser Arsch, mutiert dann aber als Geist zu Everybody's Darling.
Dazu kommt, dass ich einige Gefühlsschwankungen von May nicht nachvollziehen konnte und Noah ist zu Lebzeiten ein fieser Arsch, mutiert dann aber als Geist zu Everybody's Darling.
Wie schon aus ihrer Rockstar-Reihe bekannt, ist der Schreibstil von Teresa Sporrer auch hier locker und mit viel Humor versetzt.
So weiss "Chaoskuss" trotz Mankos zu unterhalten.
Etwas gestört hat mich, dass Mays Lieblingswort wohl 'Arschloch', ist, denn so wurden sehr viele von ihr betitelt.
So weiss "Chaoskuss" trotz Mankos zu unterhalten.
Etwas gestört hat mich, dass Mays Lieblingswort wohl 'Arschloch', ist, denn so wurden sehr viele von ihr betitelt.

Die Idee eine moderne Hexengeschichte mit ägyptischer Mythologie zu kreuzen hat mir sehr gut gefallen. Doch in "Chaoskuss" wäre weniger mehr gewesen. Theresa Sporer hat hier meiner Meinung nach zu viele Ideen in eine Geschichte packen wollen, so dass ich teilweise beinahe davon überrollt wurde.
Trotz den Kritikpunkten ist dieser erste Band der Chaos-Reihe aber auch kurzweilige Unterhaltung - Augen verdrehen inklusive.
Trotz den Kritikpunkten ist dieser erste Band der Chaos-Reihe aber auch kurzweilige Unterhaltung - Augen verdrehen inklusive.


Ich war in allem weder besonders gut noch besonders schlecht. Anscheinend besass ich absolut kein besonderes Talent.
Dafür war ich in der Lage, mein Zimmer in einer halben Stunde komplett zu verwüsten. (Position 124)
In der Tat wäre unser Haus eine wahnsinnig coole Party-Location gewesen, wäre da nicht das Blut im Kühlschrank, die abgetrennten und eingelegten Gliedmassen für Was-weiss-ich-für-Zaubertränke, die überall in Schraubgläsern herumstanden, und drei durchgeknallte Erwachsene. (Position 564)
"Hey, ich bin eine gefährliche, böse Hexe!" Ich sprang auf die Füsse und liess Feuer um meine Finger tanzen. [...]
Noahs Blick glitt zu meinen Einhorn-Pantoffeln. (Position 3282)
© by Favolas Lesestoff












