Samstag, 8. Februar 2014

[Rezigramm] "Blind Date mit einem Rockstar" von Teresa Sporrer



Titel: Blind Date mit einem Rockstar
Reihe: Die Rockstar-Reihe, Band 2
Autorin: Teresa Sporrer
Verlag: Impress (5. Dezember 2013)
Format: eBook
ASIN: B00GLPOCFW
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 304 Seiten
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren


Inhalt:
Ein Rockstar in ihrer Klasse! Zoey kann es noch gar nicht richtig glauben. Der angeblich coolste Junge aller Zeiten sitzt in Mathe plötzlich neben ihr. Acid. Ja, genau – DER Acid. Ungekämmtes Haar, verschlungene Tattoos auf den Armen, auffällige Sonnenbrille und natürlich tiefschwarze Klamotten. Vollkommen übertrieben, findet Zoey, und versteht nicht, warum ihre Freundinnen bei jeder seiner Bewegungen loskreischen müssen. Aber es kommt noch viel schlimmer. Acid braucht Nachhilfe in Mathe – und die will er ausgerechnet und ausschließlich von Zoey.
(Bild- und Textquelle: Carlsen)  



Mit dem Prolog sind wir in Serenas kleiner Märchenstunde zu Gast und wir lernen die Protagonistin auf eine erfrischende und andere Art kennen.
Diese Art von Einstieg hat mir ausgesprochen gut gefallen.


Im ersten Kapitel macht sich Serena dann erst einmal Gedanken über Zoey und Alex, die beiden Protagonisten aus Band 1, und über sich selber.
Durch Zoey ist sie nämlich ausgerechnet ihrem Ex-Freudn Simon wieder über den Weg gelaufen, der mit Alex zusammen in einer Band spielt. Und dabei wollte sie doch nichts mehr, als ihn hinter sich zu lassen ... nun wünschte sie sich halt vor allem, dass er wortwörtlich irgendwie von der Bühne verschwinden würde ...
"Blind Date mit einem Rockstar" gleicht einem Puzzlespiel und so setzen wir nach und nach die Teile aus Serenas Vergangenheit zusammen und erkennen, warum sie so ist, wie sie ist ...


Band 2 ist aus der ich-Perspektive von Serena geschrieben. Die Freundin von Zoey, die nur in der dritten Person von sich spricht, haben wir schon in "Verliebe dich nie in einen Rockstar" kennengelernt. Ich fand es toll, den äusserst speziellen Charakter besser kennenzulernen und Blicke hinter ihre so perfekte Fassade zu werfen, denn da sieht es ab und zu sehr düster aus.

Sehr gut gefallen hat mir der Perspektivenwechsel von Serena und Zoey. So lernen wir die beiden wirklich von einer anderen Seite kennen.
Auch dass man nach und nach herausfand, was da wirklich mit Serena und Simon los war, fand ich toll. Und obwohl sich Serena oft sehr kindisch benahm, haben mich ihr grosses Mundwerk und die flapsigen Dialoge oft zum Grinsen gebracht.


Auch hier ist der Verlauf der Geschichte natürlich sehr vorhersehbar.
Zudem muss ich gestehen, dass mir die Geschichte etwas zu ähnlich war. Ich habe erwartet, mit Serena eine ganz andere Persönlichkeit als Zoey kennenzulernen, doch je länger die Geschichte andauerte, desto ähnlicher waren sich die beiden - vor allem, wie sie mit 'ihren Männern' umgingen. Beide überlegten sie sich die ganze Zeit, wie sie ihn am besten unter die Erde bringen könnten und machten sich Konkurrenz als Oberzicke.


Auch dieses Mal ist Teresa Sporrers Schreibstil sehr jugendlich und locker flockig zu lesen. Die Geschichte besticht durch viel Sarkasmus und Humor.
Wie 'schräg' Serena wirklich ist, verdeutlicht die Autorin damit, dass diese nur in der dritten Person von sich spricht. Das war für mich zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, aber es macht einfach Spass die Geschichte zu lesen.





"Blind Date mit einem Rockstar" weist alle Attribute von Band 1 auf: Es ist rotzfrech, sarkastisch, humorvoll und unterhaltsam, birgt witzige Dialoge, facettenreiche Charaktere und selbstverständlich auch eine Love-Story. Und obwohl mir "Verliebe dich nie in einen Rockstar" einen Ticken besser gefallen hat, bescherte mir auch Band 2 viele witzige Momente und ein erfrischendes Leseerlebnis.


(Diese 3.5 Leseenten sind eine Übergangslösung, bis ich eine zufriedenstellende Variante gefunden habe.)








Ich verabscheute Gewalt nicht nur, weil sie meine aufwendig gestalteten Nägel in Mitleidenschaft ziehen konnte und weil mir beim Anblick von echtem Blut schlecht wurde, sondern auch, weil ich in einem ehrlichen Kampf sogar einem Plüschtier unterliegen würde.     (Position 87)

Hier gab es nur mein verrücktes Ich mit allen möglichen Macken und Problemen; dazu ein Arschloch, dessen Gefühlsleben dem eines Steins glich, und ausserdem einen hässlichen Schmerz, der mich nicht etwa zu einem eisverschlingenden Trauerkloss gemacht hatte, sondern zu einem rachsüchtigen Individuum, das erst ruhen würde, wenn das Arschloch wusste, was es mit angetan hatte!     (Position 46)

Wer braucht schon Gefühle? Das Einzige, was ich brauchte, war einen Daumen, mit dem ich 'Gefällt mir' ausdrücken konnte, und einn Mittelfinger, wenn dem nicht so war.     (Position 186)







   


  1. Verliebe dich nie in einen Rockstar      → meine Rezension
  2. Blind Date mit einem Rockstar     
  3. Ein Rockstar kommt selten allein    (erscheint am 3. April 2014)




@ by Favolas Lesestoff

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