Montag, 22. April 2013

[Rezension] "Watersong - Sternenlied" von Amanda Hocking






Titel: Watersong - Sternenlied
Reihe: Watersong, Band 1/4
Autorin: Amanda Hocking
Genre: Jugendliteratur, Fantasy
Verlag: cbt (25. März 2013)
ISBN: 978-3570161593
Seiten: 320
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 13 Jahren





Cover und Inhaltsangabe haben mir den Mund wässrig gemacht und ich wollte schon lange einmal ein Buch von Amanda Hocking lesen. Dazu kommt, dass ich noch kaum ein Buch mit Meerjungfrauen/Sirenen gelesen habe.




Wer ihrer Schönheit verfällt, verwirkt sein Leben.

Sie sind schön. Sie sind stark. Und gefährlich. Penn, Lexi und Thea ziehen alle Blicke auf sich – sie aber haben nur Augen für Gemma. Immer tiefer ziehen die geheimnisvollen Fremden Gemma in ihren betörenden Bann. Doch dahinter lauert eine Welt, die faszinierender, abgründiger und tödlicher ist als alles, was Gemma je erlebt hat …

Die 16-jährige Gemma liebt das Meer. Und sie liebt ihren besten Freund Alex. Der Sommer verspricht perfekt zu werden – bis die geheimnisvollen Mädchen Penn, Lexi und Thea auftauchen und Gemma in ihren Bann ziehen. Nach einer gemeinsamen Partynacht fühlt Gemma sich wie ausgewechselt: stärker, schneller und schöner als je zuvor. Was ist passiert? Als sie die Wahrheit erfährt, ist es bereits zu spät: Die verführerische Welt der Sirenen lockt Gemma unaufhaltsam in die tödlichen Tiefen des Meeres ...(Bild- und Textquelle: cbt)





Einstieg ins Buch:
Trotz der Nähe des salzig duftenden Meeres roch Thea das Blut, das an ihr klebte. Mit jedem Atemzug erfüllte sie der Geruch mit einem vertrauten Hunger, der sie bis in ihre Träume verfolgte.

Gleich mit dem Prolog werden wir ohne Vorbereitung in die Welt der Sirenen geworfen, die nicht nur verführerische schimmert. Obwohl der Einstieg einiges vorwegnimmt, macht er neugierig und regt zum Nachdenken an.

Danach nimmt Amanda Hocking den Fuss vom Gaspedal und geht das Ganze etwas bedächtiger an. Wir lernen die beiden Schwestern Gemma und Harper kennen.
Die jüngere Schwester Gemma ist im Wasser in ihrem Element. Täglich geht sie ins Schwimmtraining und ihr grosses Ziel ist es, an den nächsten olympischen Spielen teilzunehmen. Doch diese Stunden im Bassin reichen ihr nicht aus. Nachts fährt sie zur Bucht, um da im Meer zu schwimmen.

"Tagsüber sind so viele Leute in der Bucht, vor allem im Sommer, aber nachts ... bin ich mit dem Wasser und den Sternen allein. Und weil es dunkel ist, fühlt sich alles wie eine grosse Einheit an, und ich bin ein Teil davon."     (Seite 13)

Harper ist zwei Jahre älter und ist nach dem tragischen Unfall ihrer Mutter in ihre Rolle hineingerutscht. Sie schmeisst zuhause den Haushalt, schaut, dass ihr Vater täglich ihr Mittagessen bekommt und hat immer ein Auge auf Gemma. Sie ist so darauf bedacht, sich um ihre Familie zu kümmern, dass sie mit sich selber sehr streng ist.

Manchmal wuchs Harper die Verantwortung für ihren Vater, den Haushalt und Gemmas Sicherheit so über den Kopf, dass sie dabei ganz vergaß, wie sehr sie ihre Schwester liebte. Ohne sie wäre Harper verloren gewesen.     (Seite 124)

Jede der Schwester bekommt einen "Partner" an die Seite gestellt. Gemma verliebt sich in den Nachbarsjungen und Harpers besten Freund Alex und Harper muss sich mit dem nicht weniger attraktiven, Daniel herumschlagen. Dieser ist aus ihre Sicht ein Nichtsnutz mit ungehobelten Manieren, denn er wohnt auf einem Boot und scheint einfach in den Tag hinein zu leben.

Wieder einmal muss ich mich fragen, warum in Büchern fast alle Jungs so toll aussehen. Warum haben alle breite Schultern und sind muskulös? Und vor allem, wie kommt Alex, der sich sogar selber als einen Computer-Nerd bezeichnet, dazu? Kann man das Sixpack und die breiten Schultern zum Anlehnen irgendwo als ein Update herunterladen?

Momentan sind die meisten Bücher in der Ich-Perspektive verfasst. "Watersong - Sternenlied" ist hier eine grosse Ausnahme, denn Amanda Hocking hat den auktorialen Erzählstil gewählt. Damit hatte ich recht lange meine Probleme. Dieses Switchen zwischen den verschiedenen Charaktere hat mich verwirrt. Dafür kann man beide Schwestern verfolgen und erfährt über beide mehr - vor allem über ihre Gefühle.

Obwohl Gemma eigentlich etwas mehr im Mittelpunkt der Geschichte steht, habe ich die Abschnitte mit Harper lieber gelesen. Irgendwie bin ich mit Harper nicht so ganz warm geworden. Sie war mir zum Teil etwas zu egoistisch und die Liebesgeschichte zwischen ihr und Alex war mir ein bisschen zu einfach gestrickt.

Gut gefallen hat mir, dass sich Amanda Hocking mit ihren Sirenen an die griechische Mythologie gehalten hat, in der diese mit ihrem betörenden Gesang vorbeifahrende Schiffer anlockten um sie zu töten. (Quelle) Toll fand ich auch, dass die Autorin diese Fakten im zweiten Teil der Geschichte eingebaut hat und man so einiges darüber erfährt. Damit habe ich nämlich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Auch sonst konnte "Watersong - Sternenlied"  mit der einen oder anderen überraschenden Wendung punkten.

Nachdem ich mich durch die erste Hälfte des Buches etwas durchbeissen musste, konnten mich die Sirenen im zweiten Teil doch noch in ihren Bann ziehen. Beim Lesen war ich mir lange sicher, diese Reihe nicht weiterzuverfolgen, doch das Ende macht definitiv neugierig und ich glaube, mein Entschluss war etwas voreilig.

Und das Schöne ist, dass ich gar nicht lange auf die Fortsetzung warten muss. Am 26. August 2013 erscheint schon "Watersong - Wiegenlied".




Das Cover ist ganz bestimmt ein Eyecatcher. Die tauchende Frau, die Farben und vor allem der perlmutt-schiller-Effekt ziehen das Auge auf sich. Die Innenseite des Schutzumschlages ist zudem noch ein Poster. Toll!


Der Einstieg in Amanda Hockings neue Reihe "Watersong" war für mich etwas harzig. Als ich mich an den etwas verwirrenden Erzählstil gewöhnt hatte, konnte mich das Buch mit viel Meer, Sirenen und einer Prise griechischer Mythologie doch noch in seinen Bann ziehen. Der Anfang einer Tetralogie mit viel Potential.














  1. Watersong - Sternenlied
  2. Watersong - Wiegenlied     → meine Rezension
  3. Watersong - Todeslied    (Erscheinungstermin: 28. Juli 2014)
  4. Original: Elegy (A Watersong Novel) 

      







Amanda Hocking, geboren 1984, lebt in Austin, Minnesota. Sie wurde im Zeitraum von Dezember 2010 bis März 2011 mit ihren selbst verlegten Romanen überraschend zur Auflagen- und Dollar-Millionärin. Inzwischen hat die ehemalige Altenpflegerin Filmrechte für eine ihrer Trilogien verkauft und mit dem US-Verlag St Martin's Press Verträge über mehrbändige Jugendbuchreihen abgeschlossen. Hocking gilt als derzeit erfolgreichste selbst verlegte Schriftstellerin der Welt.
(Textquelle: cbt)

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Kommentare:

  1. Irgendwie mögen alle Harper lieber :-)
    Dann sind wir jetzt mal gespannt, wie es weitere geht...
    Leider ist in diesem Buch der Schreibstil soooo anders als den Tryll. Der Erzählstil ist verwirrend, also nicht unbedingt das beste Beispiel für ihre nette Art zu schreiben...

    glg und einen guten Start in die Woche!

    Steffi

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  2. @Steffi:
    Tja, Harper verbinden halt zwei spannende Attribute: ihr extremer Beschützerinstinkt und ihre Kratzbürstigkeit gegenüber Daniel :-)
    Ich habe ja bisher noch gar nichts von Amanda Hocking gelesen . . . dann bin ich mal gespannt auf den ersten Band von Tryll, der wartet nämlich schon auf mich.

    lG Favola

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    1. Die konnten mich auf jeden Fall mehr in ihren Bann ziehen und wurden von Buch zu Buch besser ;-)

      Viel Spaß damit!

      Lg
      Steffi

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  3. @Steffi:
    Dann bin ich mal gespannt darauf.
    Aber ich muss auch sagen, dass mich das Ende von "Watersong" doch neugierig auf mehr macht und ich es wohl mit Band 2 noch versuche ... die Bücher sind ja auch recht schnell gelesen :-)

    lG Favola

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  4. und bis August ist ja auch nicht mehr lange :-)))

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  5. Mir hat das Buch richtig gut gefallen =) Ich mochte aber auch Harper mehr als Gemma ;)

    lG, Svenja

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  6. @Svenja:
    Ich glaube, mit Gemma und Harper ist es allen so gegangen ... ich frage mich, ob das die Autorin so geplant hat ;-)
    Ich finde es vor allem toll, dass wir für einmal nicht so lange auf eine Fortsetzung warten müssen :-)

    lG Favola

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  7. Ich habe jetzt erst das Buch angefangen zu lesen und es ist irgendwie voll cool. Ich kann alle voll verstehen die dieses Buch mögen.;)

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  8. Huhu,

    klingt ja nach einem schwierigen Einstieg, aber die Story scheint ja ganz cool zu sein und du hast weiter gelesen, ein gutes Zeichen ;) Ist erstmal auf meiner Wunschliste gelandet! Mal sehen wann es ins Regal zieht =)
    Bei Sirenen konnte mich ja die Ocean Rose-Trilogie von Tricia Rayburn überzeugen. Kennst du die?

    Liebe Grüße
    Maria

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