Samstag, 29. September 2018

"Die fünf Gaben" von Rebecca Ross





Titel: Die fünf Gaben
Reihe: Valenias Töchter, Band 1
Autorin: Rebecca Ross
Übersetzerinnen: Anne Brauner, Susann Friedrich
Originaltitel: The Queen's Rising
Genre: historische Fantasy
Verlag: Carlsen (28. Februar 2018)
ISBN: 978-3551583635
Seiten: 496
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren








"Die fünf Gaben" von Rebecca Ross wurde mir von Verlagsseite empfohlen. Das Buch ist eine richtige Augenweide. Es schimmert und glänzt und ist unter dem Schutzumschlag wunderschön geprägt.




Wie jedes Mädchen im Haus Magnalia fiebert Brienna der Sommersonnenwende entgegen. Denn dann wird sie zur Berufenen erklärt und kann ein neues Leben bei einem Gönner beginnen. Sie lässt sich auf das Angebot eines Lords aus dem Norden ein, auch wenn sie dafür schweren Herzens von ihrem Lehrer, Master Cartier, Abschied nehmen muss. Kaum ist sie jedoch im Reich Maevana angekommen, steht mehr als ihr Glück auf dem Spiel: Mit ihrer besonderen Gabe soll sie den König stürzen und somit ihre Vorfahren verraten. Als sie Cartier schließlich wiederbegegnet, muss sie sich entscheiden, ob sie ihrer Familie oder ihrem Herzen die Treue hält.
(Bild- und Textquelle: Carlsen Verlag)






Einstieg ins Buch:
Das Haus Magnalia galt als Bildungsanstalt, in der wohlhabende begabte Mädchen ihre Passion meisterten. Es war nicht für Mädchen gedacht, die den hohen Ansprüchen nicht genügten, oder für uneheliche Töchter und schon gar nicht für Mädchen, die ihrem König die Stirn boten. Rein zufällig passt all das auf mich zu.

Nicht nur die Optik, auch das Genre historische Fantasy bewog mich dazu, "Die fünf Gaben" von Rebecca Ross zu lesen. Der Trilogie-Auftakt ist wirklich wunderschön gestaltet und mit Schimmer, Hologrammeffekt und Prägung versehen, so dass sich die Buchreihe ganz bestimmt sehr gut in jedem Regal machen wird.
Toll finde ich auch, dass dieser erste Band ein zufrieden stellendes Ende hat, so dass man ihn auch einzeln lesen könnte.

Als Einstieg in das Buch findet sich ein Personenverzeichnis und diverse Stammbäume, was erst etwas einschüchternd wirken kann. Doch keine Angst, "Die fünf Gaben" liest sich nicht wahnsinnig komplex, so dass man jederzeit einen guten Überblick über die Geschehnisse behält. Im Gegenteil: Ich empfehle sogar, das Personenverzeichnis vorab nicht zu studieren, denn es verrät schon ein Geheimnis, das erst relativ spät in der Geschichte gelüftet wird.

Durch den spannenden Weltenentwurf und den angenehm flüssigen Schreibstil der Autorin kam ich sehr gut in die Geschichte hinein. Die historisch angehauchte Atmosphäre weiss zu fesseln und gespannt verfolgte ich Briennas Zeit im Haus Magnalia, einer Schule für Mädchen mit besonderen Begabungen. Auch wenn sich bei der Protagonistin anscheinend keine der fünf Gaben ausgeprägt zeigt, spürt man als Leser, dass sie zu etwas Grösserem berufen ist. Teilweise wirkt sie zwar noch etwas unbedarft, doch ist sie sehr warmherzig und sympathisch, so dass man sie schnell ins Herz schliesst.

Der erste Drittel des Buches hat mir richtig gut gefallen. Auch danach habe ich Briennas Weg gerne mitverfolgt, aber irgendwie hat mir das gewisse Etwas gefehlt. Der Funken, den Rebecca Ross zu Beginn gezündet hat, ist nicht übergesprungen und konnte sich nicht zum Buschfeuer ausbreiten.
Der Protagonistin wurden zwar einige Steine in den Weg gelegt, doch alle liessen sich problemlos und ohne grossen Aufwand beiseite schieben. Meiner Meinung nach hat Rebecca Ross das Potential ihrer Ideen nicht ausgeschöpft. Die Story blieb mir zu flach und zu vorhersehbar.







"Die fünf Gaben" ist der Auftakt zu einer historisch angehauchten Fantasy-Trilogie von Rebecca Ross. Das Buch besticht mit einer wunderschönen Optik und einem spannenden Weltenentwurf. Schnell wusste mich die Handlung zu fesseln, leider flachte diese mit der Zeit ab. Trotzdem beschenkte mir der erste Band von "Valenias Töchter" unterhaltsame Lesestunden.











Seit Rebecca Ross im zarten Alter von sechs Jahren eine Nacherzählung von »Die Schöne und das Biest« zu Papier brachte, ist Schreiben ihre große Leidenschaft. Nach einem kurzen Ausflug in die Ernährungswissenschaften studierte sie wieder Englisch und widmet sich heute ausschließlich ihren Geschichten.
(Textquelle: Carlsen Verlag)




© Favolas Lesestoff

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