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Donnerstag, 19. September 2013

[Blogtour] “Das Mädchen aus den Wäldern”



Nachdem ihr gestern bei Andrea auf BOOKS - My Passion alle Bücher von Kira Gembri kennengelernt habt, lege ich den Fokus nun wieder auf "Das Mädchen aus den Wäldern".

Reeva lernt bei Enva das Handwerk der Heilerin und so kommt sie mit vielen Heilkräutern in Berührung, die auch in der Geschichte benannt werden. Ich möchte euch heute diese Heilkräuter vorstellen und einige Rezepte dazu zeigen. Diese könnt ihr ganz einfach nachmachen und eignen sich sehr gut als Geschenke.





Meisterwurz wird traditionell als Heilpflanze verwendet - war in der Antike aber offenbar unbekannt.
Im Mittelalter galt die Meisterwurz  dann jedoch als Allheilmittel, wie man unschwer am Namen erkennen kann. Sie war hochverehrt und wurde nicht nur für medizinische Zwecke, sondern auch als Zauberwurzel eingesetzt.
Danach geriet sie etwas in Vergessenheit und erst Hildegard von Bingen entdeckte sie wieder und schätzte sie gegen fiebrige Infekt.
Aus den Wurzeln wurden Pillen, Pulver, Dekokte, Aufgüsse oder Salben gefertigt, die als Universalmittel bei Bronchialkatarrh, Asthma, ansteckenden Krankheiten, Epilepsie, zur Wundbehandlung, bei Magenbeschwerden, als Gegengift, bei Wassersucht oder Zahnschmerz verwendet wurden.

Die ätherischen Öle der Ringelblume wirken entzündungshemmend und unterdrücken das Wachstum von Bakterien und Pilzen. Weil ihre Wirkstoffe bei verletzter Haut und Schleimhaut den Heilprozess beschleunigen und Infektionen verhindern, ist die Blume längst ein Klassiker in der Naturapotheke.
Da Ringelblumen in sehr vielen Gärten stehen, kommt man sehr gut an frische Blüten, um zum Beispiel selber Ringelblumensalbe herzustellen.

In der Volksheilkunde wurde die Kamille schon immer als Allerheilmittel eingesetzt. Im alten Ägypten wurde sie sogar als Blume des Sonnengottes verehrt. 
Entzündungshemmend, krampflösend und wundheilungsfördernd  sind die heutzutage klar nachgewiesenen Haupteigenschaften der Kamille. Der gute alte Kamillen-Tee wird immer noch häufig getrunken.



Das Hirtentäschel wird bereits seit dem Mittelalter als Blutstillendes Heilmittel benutzt. Dazu wird das Kraut als Ganzes getrocknet und bei offenen Wunden, Verletzungen, Nasenbluten und zu starkter Regelblutung eingesetzt. Das kann innerlich als Bestandteil von Teemischungen und äusserlich in Form von Bädern und Umschlägen geschehen. 




Fenchel ist das klassische Bauchwehkraut schlechthin und eignet sich nicht nur für Kleinkinder, sondern durchaus auch für die Magen. und Darm-Probleme der Erwachsenen.
Auch in unseren Gärten entdeckt man ab und zu Fenchelstauden die aber in erster Linie als Knollen-Fenchel in der Küche Verwendung finden. Die heilkräftigen Inhaltsstoffe des Fenchels befinden sich jedoch in den Samen. 
Die Verwendung der Fenchelsamen in alkoholischen Zubereitungen, wie Likören und Schnäpsen, hat eine ebenso lange Tradition wie der Gebrauch des ätherischen Fenchel-Öls bei der Herstellung von Seiten und Parfüms

Birkenblätter wirken entwässernd und harntreibend und werden deswegen sowie aufgrund ihrer desinfizierenden Eigenschaften bei entzündenden Blasen- und Nierenbeschwerden eingesetzt.
Da sie Schadstoffe aus dem Körper schwemmen, sind sie zudem bei Gicht, Gelenkbeschwerden und als Entgiftungstees beliebt. Äusserlich werden Birkenblätter bei Schuppen und Haarausfall angewendet.


Die Schlüsselblume sorgt bei Husten dafür, dass der Schleim flüssiger wird und sich somit leichter abhusten lässt. Ausserdem reinigt sie das Blut und wirkt entspannend auf das Nervensystem.
Die frischen Blätter wandern in die Frühlingskräutersuppe und so mancher schwacher Wein bekommt erst mir Schlüsselblumenblüten die richtige "Blume".
Das Ausgraben von Schlüsselblumen ist in der freien Natur strengstens verboten. Sie stehen unter Naturschutz!


In der Antike wurden Veilchen gegen Kopfweh und Sehstörungen eingesetzt. Heute ist die Pflanze oft Bestandteil von Hustentees, weil sie eine auswurffördernde Wirkung hat. Ausserdem werden Veilchen wegen ihrer blutreinigenden Eigenschaft geliebt und geschätzt.
Blüten von Duft- und Hornveilchen lassen sich ebenso wie Stiefmütterchenblüten auch kulinarisch verwerten und gehören beispielsweise zu den Zutaten des ursprünglichen Birne Helene-Rezepts. Die bekannten Veilchenpastillen werden allerdings mit synthetischen Veilchenduftstoffen aromatisiert
Vor allem aus dem Mittelalter sind viele Mythen bekannt, die der Wegwarte unglaubliche Zauberkräfte, vor allem im Liebeszauber, zuschreiben. Sie soll den Träger der Pflanze im Kampf unbesiegbar und allgemein unverwundbar machen. Andere Mythen lauten dahingehend, dass eine Wegwarte unter dem Kopfkissen der Jungfrau im Traum den zukünftigen Ehemann erscheinen lässt.
Paracelsus empfiehlt sie bereits als schweisstreibend, Kneipp bei Magen- Darm- und Lebererkrankungen. In der Pflanzenheilkunde wird sie zur Stimulierung und zur Heilung von Milz , Leber und Galle eingesetzt, wird aber auch zur allgemeinen Reinigung bei Hautkrankheiten und Ekzemen angewendet.
Volkstümliche Anwendungen umfassen Appetitanregung, Stimulierung der Sekretion von Verdauungssäften und abführende Wirkungen.



Wenn ihr auf das Bild klickt, kommt ihr zum Rezept, zur Anleitung.


     

     






           

           



Wie sieht das bei euch aus? Nutzt ihr auch Naturkosmetik?
Oder habt ihr sogar schon etwas in die Richtung selber gemacht?
Reizt es euch, eines der Rezepte einmal auszuprobieren?


[Favola bastelt] Favolas Badespass: Orangen-Ringelblumen-Badebomben






Zutaten:
  • 250g Natron
  • 125g Zitronensäure
  • 40g Stärke
  • 50g Milchpulver
  • 65g Kakaobutter
  • 3g Mulsifan
  • Lebensmittlfarbe
  • 8-10g Parfümöl (Ich habe Orangenöl benutzt.)
  • Ringelblumen (frisch oder getrocknet)




Anleitung:



Kakaobutter abwägen und im Wasserbad schmelzen.

In der Zwischenzeit Mulsifan, Parfümöl und Lebensmittelfarbe mischen.


Natron, Milchpulver und Stärke abwägen und gut mischen, so dass keine Klümpchen übrig sind. Danach die Zitronensäure beigeben und nochmals gut mischen.



Sobald die Kakaobutter flüssig ist, diese zu den restlichen flüssigen Zutaten geben und so lange mischen, bis eine regelmässige Masse entsteht.
Die Blütenblätter der Ringelblumen beigeben, unterrühren.


Im Internet habe ich diverse Ideen gefunden, wie die Badebomben am besten geformt werden. Einige empfehlen zwei kleine Schälchen, andere eine Badebombenzange (gross oder klein) oder eine Acryl-Kugel aus der Bastelabteilung. Günstiger kann man die grosse Variante in einem aufgeschnittenem Tennisball, kleinere in einem aufgeschnittenen Tischtennisball formen. Ich habe mich für die letzte Variante entschieden und muss sagen, dass es doch etwas Übung braucht, um eine schöne Badebombe zu erhalten, die an einem Stück bleibt.
Wichtig ist, die beiden Hälften mit der Masse gehäuft füllen, dann sehr gut aufeinander drücken und vorsichtig voneinander lösen. Das geht am besten, wenn man die beiden Halbkugeln ganz leicht dreht. Die Formen regelmässig auswaschen und abtrocknen, sonst bleibt die Masse kleben.

Zu guter Letzt müssen die Badebomben etwa 2h trocknen, bevor sie verpackt und verschenkt werden können.