Donnerstag, 25. Juli 2013

[Rezigramm] "Artikel 5" von Kristen Simmons




Titel: Artikel 5
Reihe: ja, Band 1 /3
Autorin: Kristen Simmons
Genre: Jugendbuch, Dystopie
Verlag: ivi (16. April 2013)
ISBN: 978-3492702867
Seiten: 432
empfohlenes Alter: ab 16 Jahren



Inhalt:
Wenn Glauben in Fanatismus umschlägt
Religiöser Fanatismus hält Einzug in die Vereinigten Staaten: Wer gegen die strengen Statuten der Moralmiliz verstößt, dem stehen öffentliche Demütigung, Haft und sogar der Tod bevor. Die 17-jährige Ember lebt mit ihrer Mutter allein und versteckt. Doch trotz aller Schutzmaßnahmen wird ihre Mutter verhaftet. Sie hat gegen Artikel 5 der Moralstatuten verstoßen, weil sie nicht mit Embers Vater verheiratet war.
Ember wird in einer Besserungsanstalt für Mädchen gebracht und lernt dort Hass, Gewalt und fanatische Moralisten kennen. Sie weiß, sie muss ihre Mutter retten, koste es was es wolle ... und dazu braucht sie Hilfe des Mannes, der ihre Mutter verhaftet hat: Embers große Liebe, Chase.
(Bild- und Textquelle: Piper 





Dystopien gibt es langsam wie Sand am Meer, doch Artikel 5" wartet wieder einmal mit einer neuen Idee auf. Die ganze Geschichte baut auf den Moralstatuten der Vereinigten Staaten von Amerika auf, die wirklich krass und sehr einschneidend sind. So wird man nach einem ganz kurzen ruhigeren Start sofort in diese brutale Welt katapultiert und schockiert.


Und aus dieser Schockstarre wacht man gar nicht mehr richtig auf, denn Kristen Simmons hat den Spannungsbogen derart gestrafft, dass man atemlos von Seite zu Seite blättert. Erst erleben wir fassungslos Embers Aufenthalt in der Besserungsanstalt, der grösste Teil der Story jedoch ist eine abenteuerliche Flucht, die einem kaum Zeit zum Verschnaufen lässt.


Die Geschichte wird aus der ich-Perspektive von Ember erzählt. Da ihre Mutter Mühe hat, sich an die Verbote zu halten, lebt sie möglichst unauffällig. Als die Moralmiliz dann aber eines Tages vor ihrer Tür steht und ihre Mutter wegen Missachtung von Artikel 5 verhaften möchte, erwacht in ihr der Kampfgeist und sie gibt ihr Möglichstes, ihre Mutter zu retten. Dadurch gehen öfters ihre Gefühle mit ihr durch und sie handelt ab und zu völlig unüberlegt.
Chase ist der männliche Protagonist. Ein Charakter, der mir wirklich sehr zugesagt hat. Er ist sehr ruhig und agiert äusserst besonnen. Je mehr er sich öffnet, je mehr wir von seiner traumatisierenden Vergangenheit erfahren, desto mehr schliessen wir ihn ins Herz.
Einzelne Abschnitte sind Rückblenden in Ember und Chases Vergangenheit, so dass man die beiden Charaktere sehr gut kennen- und einschätzen lernt.


Neben der nervenaufreibenden Spannung hat mir vor allem die Liebesgeschichte sehr gut gefallen. Bevor Chase zur Moralmiliz ging, waren Ember und er ein Paar. Doch er hat sich so stark verändert, dass Ember ihren Chase nicht mehr erkennt. Sie weiss nicht, ob sie ihm vertrauen kann oder nicht, doch es bleibt ihr nichts anderes übrig, denn er ist ihre einzige Möglichkeit. Sehr schön fand ich die langsame Annäherung der beiden, denn in vielen Büchern stört es mich, wenn bei Liebespaaren sofort wieder eitler Sonnenschein herrscht. Das erscheint mir jeweils etwas realitätsfremd.


Zwei kleine Kritikpunkt habe ich anzumerken. Zum einen hätte ich sehr gerne noch etwas mehr Hintergrundinformationen zu diesem Krieg und wie es dann zu den Moralstatuten kam, erhalten. Zum anderen muss ich auf die Brutalität in diesem Buch hinweisen. Es will ja schon viel heissen, dass die Altersangabe ab 16 Jahren ist, denn das gibt es sehr selten. Wer "Artikel 5" liest, darf nicht zart besaitet sein, denn man durchlebt mit den Protagonisten körperliche und seelische Grausamkeiten.


Der Schreibstil von Kristen Simmons ist sehr flüssig zu lesen und ausgesprochen emotional und direkt. Sie vermag eine ausserordentlich beklemmende Atmosphäre aufzubauen und beschreibt die Grausamkeiten so bildhaft, dass es mir zum Teil kalt den Rücken hinunterlief. Selten habe ich bei einem Buch am Ende so viele Zitatnotizen.





atemlos, schockierend, emotional - "Artikel 5" lässt wohl kaum jemanden kalt.
Selten habe ich eine so fesselnde, nervenaufreibende Dystopie gelesen. Kristen Simmons hat eine grausame Welt erschaffen, in der zwei spannende Protagonisten um ihr Leben kämpfen. Die dramatische, sehr realistische Liebesgeschichte fügt sich perfekt in die Geschichte ein.







Wir blieben dort, wo wir willkommen waren - draussen.     (Seite 8)

"Artikel 5 bedeutet, dass sie nicht einmal mehr deine Mutter ist. Du bist jetzt Regierungseigentum."     (Seite 37)

Mir war, als wäre ich aus Glas, als könnte er einfach in mich hineinschauen und die Wahrheit sehen: dass ich mir schon mein halbes Leben lang wünschte, ihn zu küssen. Dass ich nie einen Jungen getroffen hatte, der gegen ihn hätte bestehen können.     (Seite 38)

Renn, sagten meine Füsse.
Renn, und sie werden dich erschiessen, antwortete mein Gehirn.      (Seite 104)

Er war mein Fels in der Brandung und zugleich die Brandung selbst, und so fühlte ich mich in seiner Gegenwart fast immer gleichermassen sicher und bang.     (Seite 286) 





 

  1. Artikel 5
  2. Gesetz der Rache    → mein Rezigramm
  3. Originaltitel: Three



@ by Favolas Lesestoff

Mittwoch, 24. Juli 2013

[Rezigramm] "Rush of Love - Erlöst" von Abbi Glines




Titel: Erlöst
Reihe: Rush of Love, Band 2
Autorin: Abbi Glines
Originaltitel: Never too Far
Genre: New Adult
Verlag: Piper Taschenbuch (16. Juli 2013)
ISBN: 978-3-492-30437-5
Seiten: 272



Inhalt:
Kannst du ihm vertrauen, auch wenn er dein Herz gebrochen hat?
Blaires Welt bricht mit einem Schlag zusammen. Alles, was sie für wahr hielt, ist plötzlich nichts als Lüge. Sie weiß, dass sie niemals aufhören wird, Rush zu lieben – sie weiß aber auch, dass sie ihm niemals verzeihen kann. Sie muss lernen weiterzuleben. Ohne ihn. Sie versucht, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen ... bis ihre Welt erneut erschüttert wird. Was tust du, wenn der Mensch, der dich am tiefsten verletzt hat, der einzige ist, dem du noch vertrauen kannst?

(Bild- und Textquelle: Piper 





Neu wird die Geschichte aus der Perspektive von Blaire und Rush erzählt. Und so steigen wir mit Rush 13 Jahre vor den aktuellen Geschehnissen ein, so dass man seine Beziehung zu Nan etwas besser verstehen kann. Die beiden bilden so etwas wie eine Schicksalsgemeinschaft.
Da der erste Band "Verführt" noch nicht so lange her ist, habe ich mich in der Geschichte sofort wieder zurecht gefunden.


Tja, leider sind Blaire und Rush nur noch ein Abklatsch aus Band 1. In "Verführt" konnte ich Blarie noch einiges verzeihen, doch nun war sie mir einfach zu naiv, zu langweilig. Die halbe Männerwelt steht bei ihr Schlange und sie läuft mit einem Brett vor dem Kopf herum. Rush liest ihr jeden Wunsch von den AUgen ab und sie quält sich mit unerklärlichem Selbstzweifel ...
Der Bad Boy Rush verkommt zu einem totalen Softie - ausser ein anderes männliches Wesen wirft auch nur einen Blick auf seine Blaire, dann markiert er den Starken - gerne auch mit Gewalt. Daran finde ich nun gar nichts mehr geheimnisvoll oder sexy.
Die einzige, die mir in diesem Band wirklich gefallen hat, ist Bethy. Sie redet Tacheles und holt so ihre Freund ab und zu wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

"Rush of Love" wird als erotische Geschichte angepriesen, doch ich muss ehrlich sagen, dass ich es nicht wirklich prickelnd fand. Die Sexszenen wiederholen sich ein ums andere Mal. Ich hätte ja erwartet, dass so ein erfahrener Sexgott wie Rush etwas mehr Abwechslung auf dem Kasten hätte ...
Dazu kommt, dass ihre Beziehung eigentlich nur aus Selbstzweifel, Streit und Sex besteht. Wirklich sehr erfolgsversprechend für die Zukunft. Da würden sie sich besser einmal an den Tisch setzen und weit wichtigere Dinge reden ...


Das Drama nimmt seinen Lauf ... Einmal denkt sie, sie verbaut ihm alles und will gehen, dann denkt er, er ist nicht gut genug für sie ... und zwischendurch haben sie Sex. Leider konnte ich für die beiden nicht viel Verständnis aufbringen und für Rush noch ein bisschen weniger, denn warum muss er sich entscheiden, ob seine Schwester oder seine Freundin die Nummer eins bei ihm ist? Das sollte doch auch anders lösbar sein ... Und so ein egoistischer Mensch wie Nan ist mir noch selten untergekommen. Zum Teil kam ich mir vor wie im Kindergarten ...


Aber etwas macht Abbi Glines doch richtig, denn trotz meiner vielen Kritikpunkte habe ich das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Auch muss man der Autorin zu Gute halten, dass sie einige interessante Themen angerissen, jedoch für mich viel zu wenig herausgearbeitet hat. So spielt verzeihen und vergessen können eine grosse Rolle und wieder einmal wird einem aufgezeigt, wie einen die eigene Familie, das eigene Umfeld prägt.


Die Qualität von Abbi Glines` Schreibstil hat meiner Meinung nach leider auch abgenommen. Wie gehabt schreibt sie sehr locker und leicht, doch zum Teil kam mir die Sprache schon fast banal, ja plump vor. Bei einigen Ausdrücken wie "anphonen" musste ich dann sogar zweimal hinschauen.





Mit "Rush of Love - Erlöst" bedient uns Abbi Glines grosszügig mit allen nur möglichen Klischees und dekoriert das ganze mit einer recht banalen Sprache. Und obwohl es nicht an Band 1 anschliessen kann, hat es mich unterhalten - und zwar so, dass ich es fast an einem Stück gelesen habe.









Ich liebte meine Schwester, aber mit der Zeit würde sie mir vergeben. Bei Blaire jedoch bestand die Gefahr, dass ich sie für immer verlor.     (Seite 108)

Man verdient etwas nur, wenn man sich dessen auch als würdig erweist.     (Seite 236)





  


  1. Rush of Love - Verführt
  2. Rush of Love - Erlöst
  3. Rush of Love - Vereint 



© by Favolas Lesestoff

Dienstag, 23. Juli 2013

[Rezension] "Tochter des Windes" von Federica de Cesco








Titel: Tochter des Windes
Reihe: nein
Autorin: Federica de Cesco
Verlag: Blanvalet Verlag (24. Juni 2013)
ISBN: 978-3764503222
Seiten: 448
  







In meiner Jugend war Federica de Cesco meine Lieblingsautorin. Ich las von "Der rote Seidenschalt" bis "Aischa" und besitze eine ganze Reiher ihrer Bücher. Als sie dann begann, erwachsene Belletristik zu schreiben, bekam ich Jahr um Jahr das aktuelle Buch von ihr und auch diese konnten mich immer in ihren Bann ziehen. Nun hatte ich eine längere de Cesco-Pause und so wollte ich mit ihrem neusten Werk wieder einmal in eine ferne Welt eintauchen.





Im Land der aufgehenden Sonne wartet ihr Schicksal auf sie ...
Die japanische Architektin Mia stammt von den Windmenschen ab – Ninjas, die nicht nur gefährliche Kämpfer waren, sondern auch begabte Baumeister, die uneinnehmbare Festungen entwarfen. Auf einer Reise in Europa begegnet sie dem deutschen Historiker Rainer – es ist Liebe auf den ersten Blick. Bereits nach einigen Tagen muss Mia jedoch nach Japan zurück, und Rainer trifft zum ersten Mal eine spontane Entscheidung: Er kündigt seine Stelle und folgt ihr nach Tokyo – im Gepäck nur eines: den Wunsch auf ein neues Leben. Im Land der aufgehenden Sonne erwartet ihn aber nicht nur eine völlig fremde Welt, sondern auch die ruhmreiche Vergangenheit von Mias Familie – sowie ein unglaubliches Geheimnis ...
(Bild- und Textquelle: blanvalet)





Einstieg ins Buch:
Ich werde oft gefragt, warum ich denn eigentlich in Japan lebe. Was soll ich antworten? Die Wahrheit sagen? Dass meine Frau mich verlassen und eine andere mir Wein über die Hose geschüttet hatte?

Rainer Wilhelm Steckborn ist von seiner Frau verlassen worden und möchte nach längerem Suhlen in Selbstmitleid sein Leben wieder selber in die Hand nehmen. Aus diesem Grund entschliesst er sich, dem Rat seiner Mutter zu folgen, und zu verreisen. Sein Reiseziel ist Prag, wo er in der Oper die Japanerin Mia trifft, die ihn völlig fasziniert. Leider muss sie schon nach wenigen gemeinsamen Tagen zurück nach Tokio fliegen. Doch diese kurze Zeit hat Rainer gereicht um zu realisieren, dass ihn nichts in Hamburg hält, und dass er den grossen Schritt nach Japan wagen möchte. Er hängt Dozentenjob an den Nagel und reist Mia nach.

Ich war wie eine Figur auf einem Schachspiel, meiner Umwelt entnommen und versetzt. [...] Es heisst, verlieren zu können ist die Summe aller Weisheit.    (Seite 36)

Dort angekommen ist er der Gaijin, der Ausländer und muss sich mit vielen ihm unbekannten Gepflogenheiten, mit der japanischen Sprache und vor allem mit Mias Tante Azai "anfreunden", um in ihrem Haus leben zu dürfen. Dieses Haus entpuppt sich als ein grosses Geheimnis, denn Mia ist die Nachfahrin von Windmenschen, von Ninjas.

Irgendwann stiessen wir alle an die Grenze unserer Unfähigkeit (das Peter-Prinzip?), aber vielleicht gab es doch eine Chance, noch ein paar Schritte darüber hinaus ins Wagemutige zu tun.     (Seite 87)

Für mich ist "Tochter des Windes" das erste Buch von Federica de Cesco, das aus der ich-Perspektive eines Mannes geschrieben ist. Dazu kommt, dass Rainer Wilhelm Steckborn eher der totale Anti-Held ist. Bevor er seine Zelte in Deutschland abbricht, ist er eher das etwas verkorkste Muttersöhnchen, das sich nicht wirklich viel zutraut. So hatte ich Mühe, mich in ihn einzufühlen und die Geschichte ging mir nicht gleich nah wie die anderen Werke, die ich von der Autorin gelesen hatte.

Schön fand ich dann allerdings, seine persönlich Entwicklung mitzuverfolgen. Durch Mia entdeckt er eine neue Leidenschaft und einen alten Traum, ein eigenes Buch zu schreiben. Mit ihr hat er eine Seelenverwandte gefunden und traut sich einiges zu, um an ihrer Seite glücklich zu werden.
Wie in all ihren Büchern hat Federica de Cesco auch in diesem eine starke Frau entworfen. Mia führt mit ihrem Bruder ein erfolgreiches Unternehmen und weiss genau, was sie will - und vor allem auch, was sie nicht möchte. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich mehr als einmal gefragt habe, was sie an Rainer findet, doch hier haben sich wohl wirklich Gegensätze angezogen.

Das Leben ist wie ein Fluss, ne? Das Wasser trägt die Vergangenheit fort.     (Seite 68)

Federica de Cesco erzählt in "Tochter des Windes"  wahnsinnig detailliert und präsentiert uns zuerst einmal beinahe die gesamte Lebensgeschichte von Rainer Wilhelm Steckborn. Vor allem zu Beginn war das so ausgeprägt, dass ich mich manchmal suchend nach dem roten Faden umsehen musste.

In Japan angekommen schildert sie nicht weniger detailliert, hier spürt man aber ihre Liebe zu diesem Land. Ihr Mann ist Japaner und so erfährt man sehr viel über dieses Land. So lernte ich nur auf wenigen Seiten, dass die japanische Sprache keine Fürwörter kennt, dass die koreanische Mafia und die chinesischen Triaden die Konkurrenz der Yakuza sind und dass diese rote Pullover und mehr Goldschmuck als Sizilianer tragen. Das Wissen, das wir durch dieses Buch erhalten, ist enorm breit gefächert, was auf der einen Seite sehr interessant ist, mich auf der anderen Seite jedoch teilweise beinahe erschlug. Politik, Geschichte, Essenskultur, Lebensweisheiten, ... man spürt, wie sehr Federica de Cesco Japan am Herzen liegt. "Tochter des Windes" ist wahrlich eine Hommage an das Land der untergehenden Sonne.

Federica de Cescos Schreibstil ist gewohnt bildhaft, zum Teil mit einem für sie bisher unbekannten zynischen, ironischen Unterton versetzt. Mias Familiengeheimnis ist eine wirklich spannende Idee, doch leider konnte die Autorin meiner Meinung nach den Spannungsbogen nicht aufrecht erhalten. Durch ihr Abschweifen und ihre Detailliebe verliert sie manchmal den roten Faden aus den Augen, wodurch ich mich manchmal dazu aufraffen musste, dran zu bleiben.

Viele hörten Musik; das fadendünne Kabel lief aus ihren Ohren in die Schultertasche. Andere studierten ihre SMS; kein Blick - weder nach rechts noch nach links. Der pure Autismus der Moderne.     (Seite 123) 






Mit "Tochter des Windes" habe ich mich auf eine romantische, leidenschaftliche Liebesgeschichte mit spannendem Familiengeheimnis gefreut, jedoch "nur" eine Hommage an Japan bekommen. Die Charaktere waren sehr facettenreich und detailliert gezeichnet, doch sie konnten mich nicht ganz in ihren Bann ziehen. So las ich das neuste Werk von Federica de Cesco ganz gerne, doch die Faszination der letzten Werke von ihr, blieb leider aus.







Federica de Cesco, geboren in der Nähe von Venedig, verbrachte ihre Kindheit in Italien, Eritrea, Deutschland und Belgien. Bereits mit sechzehn Jahren schrieb sie ihr erstes Jugendbuch, das sofort ein großer Erfolg wurde. Seitdem hat sie Millionen von Leserinnen begeistert. Wie keine Zweite versteht sie es, starke, selbstbewusste Figuren zu schaffen und großartige Panoramen fremder Kulturen zu entwerfen. Heute lebt sie mit ihrem Mann, einem japanischen Fotografen, in der Schweiz.
(Textquelle: blanvalet)

Übrigens gibt es über Federica de Cesco sogar einen Film:



Sonntag, 21. Juli 2013

[Blog] Ich habe es gewagt ...


Schon lange wollte ich ein neues Design, doch immer war die Zeit zu knapp. Mein letztes Kleidchen trug Favolas Lesestoff von Artisteer und davon wollte ich mich verabschieden.

Zeit hatte ich eigentlich immer noch keine, doch da sich mein altes Design Schritt für Schritt aufzulösen begann - erste verschwand vor einiger Zeit mein Blogname, dann hatte sich plötzlich auch mein Header aus dem Staub gemacht und die Seitenleisten waren total verschoben ... als dann vorgestern statt dessen lauter unschöne dunkelgraue Felder auftauchten, musste ich mich wohl oder übel der Sache annehmen, denn so konnte es ja nicht weitergehen. Nicht dass mein Blog von einer gorssen grauen Fläche verschluckt würde ....

Und so habe ich erst einmal zwei Nächte nach einem passenden Hintergrund gesucht (Ein grosses Dankeschön gilt einer Bloggerkollegin, für ihre Hilfe und Geduld ... dank ihr weiss ich nun, wie man Bilder einfärben kann ...). Doch wirklich überzeugt hat mich leider keiner ....

            

So bin ich dann wieder bei meinem alten Hintergrund gelandet, denn eine andere liebe Bloggerkollegin hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass der im world wide web nicht verloren sei ....
Vom Header bin ich noch nicht restlos überzeugt, doch vielleicht habe ich ja später einmal einen Gedankenblitz ...

Ich wollte nicht, dass sich Favolas Lesestoff grossartig verändert, denn ich finde den Wiedererkennungswert eines Blogs sehr wichtig. Und dafür steht bei mir die selbst genähte Wimpelkette und auch die Farbrichtung. Ich bin aber wieder zu meiner einen rechten Seitenleiste zurückgekehrt, habe etwas ausgemistet und nun findet ihr meine ABC-Challenge der Protagonisten, die Autorenaktion "Wer A sagt ..." und das Wanderbuch unter Aktivitäten.
Zudem habe ich mir rechts ein neues Follower-Widget geleistet ...




Nun interessiert es mich natürlich, was ihr zum neuen Kleid von Favolas Lesestoff meint.

Was gefällt euch?
Was würdet ihr ändern?

Über euer Feedback freue ich mich riesig   :-)

Dienstag, 16. Juli 2013

[Rezension] "Dark Kiss" von Michelle Rowen






Titel: Dark Kiss
Reihe: Nightwatchers # 1
Autorin: Michelle Rowen
Verlag: Mira Taschenbuch im Cora Verlag (Mai 2013)
ISBN: 978-3862787319
Seiten: 380
  





Lange konnte ich mit den geflügelten Wesen so gar nichts anfangen, doch in letzter Zeit faszinieren sie mich doch in Büchern. Da hatte ich wohl ein Vorurteil im Kopf ... gut konnte ich das aber abbauen ...






Was bleibt von deiner Seele übrig, wenn der dunkle Kuss endet?
Gefährliches? Oh nein, nicht mein Ding. Übervorsichtig, unauffällig - das bin ich, Samantha. Zumindest war ich das. Bis ich durch einen leidenschaftlichen Kuss eine "Gray"wurde. Seitdem hat sich etwas geändert. In mir tobt ein Hunger, der nichts mit Essen zu tun hat. Und nur wenn ich anderen ihre Seele raube, kann ich ihn stillen. All dies weiß ich von Bishop. Zuerst hielt ich ihn für einen verwirrten Straßenjungen, aber er ist ein Engel, in einer gefährlichen Mission zur Erde gesandt. Denn das Böse, das mich zur "Gray" gemacht hat, muss bekämpft werden. Ich kann nur hoffen, dass Bishop mich und meine Seele retten kann. Dafür werde ich alles tun.
(Bild- und Textquelle: Mira)






Einstieg ins Buch:
Das wird höllisch wehtun.
Der Gesichtsausdruck des Torwächters bestätigte diese düstere Vorahnung, aber Bishop wollte kein Mitleid. Schliesslich hatte er sich freiwillig gemeldet.

"Dark Kiss" wird aus der Sicht der 17-jährigen Schülerin Samantha erzählt, so dass man als Leser immer nah am Geschehen ist. Sie findet ihr leben langweilig und würde eigentlich gerne etwas aus ihrem Alltagstrott ausbrechen. Regelmässig geht sie mit ihrer besten Freundin Carly ins Crave. Eines Abends trifft sie dort auf den äusserst attraktiven Stephen, in den sie schon seit einer halben Ewigkeit heimlich verliebt ist. Als er ihr einen Kuss anbieten, glaubt sie zu träumen und hört nicht auf seine Warnung ... wie soll auch ein einziger Kuss ihr ganzes Leben verändern ...

Als Sam dann auf den verwirrten Bishop trifft, den sie erst für einen Strassenjungen hält, nimmt die Geschichte erst richtig an Fahrt auf. Bishop realisiert, dass sich, sobald er Samantha berührt, der Nebel in seinem Kopf lichtet, und so bittet er sie um Hilfe, damit er seine himmlische Mission erfüllen kann.

Als erstes muss Bishop sein Team finden. Der Clou an der ganzen Sache ist, dass Michelle Rawen hier Engel und Dämonen zusammen arbeiten lässt. In Trinity ist etwas ganz Neues, Böses am Brodeln und so müssen Himmel und Hölle gemeinsam eine Lösung finden, um die Welt zu retten. Habt ihr so etwas schon einmal gelesen?
Diese Idee ist genial und bietet natürlich ausserordentlich viel Zündstoff. Vor allem Bishop und Kraven sind ein "Dreamteam". Kraven bringt so viel Wortwitz und Sarkasmus ins Spiel, dass sich mein Mund öfter zu einem Grinsen verzog. Die beiden liefern sich tolle Wortgefechte und sorgen für die eine oder andere Überraschung.

„Ich dachte, nur Dämonen und Autohändler machen Deals. Aber Engel?“

Die Protagonisten waren mir sofort sympathisch. Samantha ist taff und weiss was sie will, Bishop ist geheimnisvoll und geht tiefer als man denkt und Kraven ist vorlaut, sarkastisch und lässt sich nicht in die Karten blicken.

Himmel oder Hölle? Gut oder Böse? Weiss oder Schwarz? Oder ist vielleicht alles ganz anders? Ich finde es richtig toll, dass die Autorin in "Dark Kiss" viele Grautöne verarbeitet hat und ich hoffe, dass ich in der Fortsetzung "Gray Kiss" einiges mehr aus der Vergangenheit von Bishop und Kraven erfahren werde. Vor allem der dämonische "Kumpel" hat es mir angetan. Und obwohl die Geschichte ohne bösen Cliffhanger endet, bin ich schon sehr gespannt, wie es mit den dreien weitergeht, denn bei der Vergangenheit kann das noch himmlisch interessant und höllisch heiss werden.

Die Autorin sorgt mit ihrer Geschichte aber noch für die eine oder andere Novität. So hat sie unter anderem auch eine ganz neue Spezies eingeführt, die Gray. Diese sind so logisch erklärt, dass sie sich nahtlos in die bereits bekannte Fantasy-Welt einfügen. Einfach toll!
Ihr Schreibstil ist locker und sehr flüssig zu lesen, so dass sich das Buch für mich sehr schnell zum Pageturner entwickelt hat.








Wer denkt sich beim Küssen schon etwas Böses?
Auf jeden Fall hat "Dark Kiss" bei mir den Hunger auf mehr geweckt ... mehr Engel, mehr Dämonen, mehr Grays, mehr beste Freundin, mehr Sarkasmus, ... mehr Küsse ...









  1. Dark Kiss
  2. Gray Kiss   (Erscheinungstermin: 1. Dezember 2013)








Michelle Rowens Name steht für erfolgreiche paranormale Romances, Urban Fantasy und All Age Fantasy. 2007 erhielt sie das Holt Medallion für den besten Debütroman des Jahres, 2009 zeichnete die Jury der Romantic Times die Vampirromane der Bestsellerautorin aus. Michelle Rowen lebt in Ontario, Kanada.
(Textquelle: Mira Taschenbuch)