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Freitag, 8. April 2016

[Bilderbuch] "Fiete. Das versunkene Schiff" von Ahoiii


Titel: Fiete. Das versunkene Schiff
Reihe: Fiete, Band 1
Autor & Illustrator: Ahoiii Entertainment UG
Verlag: Bastei Lübbe (Boje) (8. Oktober 2015)
ISBN: 978-3414824363
Seiten: 40
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 3 Jahren


Fiete ist ein kleiner Seemann. Sein Zuhause ist eine Insel irgendwo im weiten Meer. Mit seinen besten Freunden Hinnerk und Hein hat Fiete schon so manches Abenteuer erlebt, denn die drei halten zusammen wie Pech und Schwefel. Ob sie es auch schaffen, das gesunkene Schiff vom alten Leuchtturmwärter Hansen zu heben?
Mit ihrem kleinen Boot, einer Kiste Limo und drei Paar Wollsocken zum Wechseln nehmen sie Kurs aufs offene Meer. Doch die Rettungsaktion gestaltet sich schwieriger als gedacht. Bis Fiete schließlich einen genialen Einfall hat ...
(Bild- und Textquelle: Bastei Lübbe)







"Das versunkene Schiff" ist das erste Bilderbuch mit Fiete, dem Seemann aus den preisgekrönten Apps von Ahoiii. Eine Diplom-Pädagogin, zwei Designer und ein Programmierer realisierten, als sie selber Nachwuchs bekamen, dass es für kleine Kinder kaum Apps gibt, die ihnen gut gefielen.
Sie entschlossen sich, eine spielerische Lernapss für ihr eigene Kinder zu entwickeln, die Kinder nicht überfordere, und einfach und intuitiv zu bedienen sei. Nach zwei Jahren wurden Ahoiii gegründet und heute sind die Fiete-Apps nicht nur an der Nordsee sondern weltweit bekannt. Toll, dass es auch einmal anders herum funktioniert: aus einem digitalen Spiel wird ein Bilderbuch.

"Fiete. Das versunkene Schiff" erzählt die Geschichte, wie sich Fiete mit seinen beiden Freunden Hinnerk und Hein auf die Suche nach 'Botilda', dem Schiff des alten Leuchtturmwärters Hansen  macht. Sofort realisieren die Kinder, worum es in diesem Bilderbuch geht: Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt.
Schon auf der ersten Doppelseite bestaunten wir das Bild, schmunzelten darüber, wie Fiete, Hinnerk und Hein Kisten mit Konservendosen die Treppen runterschleppen und spätestens als die drei Freunde für ihre Exkursion packen, hatte uns Ahoii, denn was da alles im kleinen Motorboot Platz finden muss, zauberte allen ein Grinsen ins Gesicht.

Als Fiete, Hinnerk und Hein dann die 'Botilda' auf dem Grund des Meeres entdecken, merken sie, dass das Heben des Schiffes nicht so einfach wie erwartet ist und sie müssen einiges ausprobieren, Nur gut sind die drei sehr einfallsreich und haben alles 'Nötige' dabei, denn für die Bergung ist eine Lösung de luxe nötig

Die Bilder sind einfach gehalten, aber umso wirkungsvoller. Mit Aquarellfarben bemalte Kartons wurden eingescannt und mit Collagentechnik am Computer zu einem ganzen Bild zusammengefügt.
Die Seiten sind sehr unterschiedlich gestaltet. Es gibt Bilder, die eine ganze Doppelseite umfassen, dann wieder werden kleinere Szenen aus dem Text dargestellt. Meinen beiden Kindern gefällt vor allem die Doppelseite, auf der alles, was die drei Freunde mitnehmen, gezeigt und auch beschriftet wird. Dadurch können sie nämlich an der Geschichte Teil haben.
Und so ist dieses erste Fiete Buch äusserst abwechslungsreich, spannend und macht einfach Spass.




"Fiete. Das versunkene Schiff" konnte bei uns gross und klein begeistern. Das Bilderbuch besticht durch schlichte, liebevolle Bilder, auf denen es viel zu entdecken gibt, eine abwechslungsreiche und kreative Geschichte und drei charismatische Freunde, die zusammen sogar Pferde stehlen, äh Schiffe heben ....
Fiete ist bei uns ein richtiges Highlight, auch wenn wir nicht an der Nordsee leben.








Von der App ins Bilderbuch

http://ahoiii.com/



© by Favolas Lesestoff

Sonntag, 21. Juni 2015

[Rezension] "Herzriss" von Britta Sabbag





Titel: Herzriss
Reihe: ja, Band 2
Autorin: Britta Sabbag
Verlag: Bastei Lübbe (Boje) (16. April 2015)
Genre: Jugendbuch, Coming-Of-Age
ISBN: 978-3414823816
Seiten: 224
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 15 Jahre



Mit ihrem ersten Jugendbuch "Stolperherz" konnte mich Britta Sabbag damals richtig begeistern. Es brachte einem ein Stück Jugend zurück, weckte Abenteuerlust und Schmetterlinge im Bauch, zauberte einem ein Lächeln aufs Gesicht und hinterliess ein rundum wohliges Gefühl. Und darum freute ich mich riesig, als ich erfuhr, dass es mit Sanny und Greg weitergeht.


Sanny erlebt mit Bassist Greg ihre erste große Liebe. Doch als der einen Plattenvertrag angeboten bekommt, ist klar, dass die Band damit vor einer echten Zerreißprobe steht. Auch Sanny kommen Zweifel: Hat ihre Liebe zu Greg eine Zukunft, wenn er vielleicht schon bald das Leben eines Popstars führt? Gleichzeitig lassen sich Sannys Eltern scheiden, und Sanny merkt, dass ihre Kindheit zwar irgendwie vorbei ist, aber das Erwachsensein noch nicht richtig angefangen hat. Und mitten in diesem Gefühlschaos stellt sie dann auch noch fest, dass die Freundschaft zu Schlagzeuger Lex ein paar ganz bestimmte Punkte überschreitet ...
(Bild- & Textquelle: Bastei Lübbe)






Einstieg ins Buch:
Zerrissenheit ist ein Begriff, der in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet wird. Mir ihm bezeichnete man ursprünglich einen Zustand der Zerknirschung des Herzens, einen Zwiespalt des Menschen, eine Art Bedrängnis der Seele, die einen inneren Konflikt zwischen Wènschen und Wirklichkeit darfstellt (...)

MIt "Herzriss" bekommen wir gleich mehrere Sachen geboten. Zum einen ist es natürlich die Fortsetzung von "Stolperherz", zum anderen eine tolle Geschichte rund ums Erwachsenwerden. Aber in den 224 Seiten steck nocht viel mehr, als man vorerst denkt. Natürlich geht es um Freundschaft und Liebe, um Wünsche und Vertrauen, doch es geht auch ums Loslassen können. Gleich zu Beginn der Geschichte muss sich Sanny der Tatsache stellen, dass sich ihre Eltern scheiden lassen werden. Es finden tagtäglich Verhandlungen um das Haus, das Auto, Möbelstücke und um Sanny statt und sie selber fällt zwischen Stuhl und Bank. Und so muss sie lernen, für sicher selber einzustehen, herausfinden, was sie selber will. Und diese Entwicklung steht der Protagonistin richtig gut.

"Wir zwei sind wie Iron Man und Hulk. Du bist schlau, und ich bin stark. Wir sind unschlagbar."     (Paps zu Sanny, Seite 21)

Am Ende von "Stolperherz" ist Sanny mit Greg zusammengekommen und alles ist schön, bis sie gemeinsam zu einem Vorspielen fahren. Es geht um viel, denn ein Plattenvertrag für die Band liegt im Bereich des Möglichen. Wer hätte da gedacht, dass dieser Trip alles auf die Probe stellt: die Band, die Frendschaft, ja sogar die Liebe?

Und so hat Greg bei mir leider Minuspunkte gesammelt - und das nicht nur bei mir. Wie weit darf oder soll man gehen um die eigenen Ziele zu erreichen? Es ist ganz klar, dass man die Chance nutzen muss, die sich einem bieten, doch für welchen Preis?

"Manchmal ist das, wovor wir uns fürchten, und das, wonach wir uns sehnen, ein- und dasselbe."     (Greg, Seite 31)

Dafür lernen wir in "Herzriss" Lex besser kennen. Im ersten Band war er eher eine Randerscheinung, wird nun aber mit seiner sensiblen und ruhigen Art eine wichtige Stütze für Sanny. Ist es da nicht selbstverständlich, dass sich Gefühle entwickeln? Die Frage ist nur, welche Art von Gefühle ....

Neben den vielen tiefgründigen Themen bringt Flocke immer wieder ein Schmunzeln ins Spiel. Er ist einfach der charismatische, witzige Freund, den wohl jeder in seinem Leben haben sollte und der  der Geschichte gut tut.

Manchmal wirft das Leben dir Mediznbälle zum Volleyballspielen auf deine Feldhälfte, und du musst trotzdem weiterspielen.    (Seite 197)

Das Buch lässt sich wieder locker flockig lesen, denn Britta Sabbag schreibt wie immer sehr flüssig und unterhaltsam. Immer wieder streut sie wunderschöne Sätze ein. Einige der Zitate sind richtige Lebensweisheiten, was toll zum Inhalt der Geschichte passt.



"Herzriss" ist mehr als eine lockere Geschichte übers Erwachsenwerden. Die 220 Seiten bergen eine Tiefe, die überrascht und nachdenklich macht. Freundschaft und Liebe, Vertrauen und Loslassen, seine Träume leben und Ziele erreichen .... alles Aspekte, die in jeder Lebenslage, in jedem Alter wichtig sind, nicht nur in der Jugend. 




   

1. Stolperherz     → zu meiner Rezension
2. Herzriss






© Beatrice Treydel
Britta Sabbag, geboren in Osnabrück (Sternzeichen Skorpion; für alle, die das wichtig finden), studierte Sprachwissenschaften, Psychologie und Pädagogik an der Universität Bonn. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums arbeitete sie sechs Jahre als Personalerin in verschiedenen Firmen. Als die Krise zuschlug, nutzte sie die Chance, um das zu tun, was sie schon immer tun wollte: schreiben. Nach Fertigstellung des ersten Romans besuchte sie diverse Drehbuchseminare der IFS Köln und die Autorenwerkstatt des Kölner Filmhauses; verschiedene Drehbuchstoffe befinden sich derzeit in der Entwicklung. Heute schreibt, lebt und liebt sie immer noch in Bonn und will ihrer Wahlheimat auch weiterhin treu bleiben.

(Bild- & Textquelle: Brittag Sabbag)





Brittag Sabbag hat sich mir auch schon als B-Sagerin zur Verfügung gestellt:



Montag, 24. März 2014

[Rezension] "Stolperherz" von Britta Sabbag





Titel: Stolperherz
Reihe: ja, Band 1
Autorin: Britta Sabbag
Verlag: Bastei Lübbe (Boje) (14. Februar 2014)
Genre: Jugendbuch
ISBN: 978-3414823816
Seiten: 208
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre



"Pinguinwetter" hat mich im Sommer 2012 ausgezeichnet unterhalten und nur schon das Cover von "Stolperherz" macht gute Laune.



Sanny kann ihr Glück kaum fassen: Ausgerechnet Greg, der coole Bassist der Schulband Crystal, lädt sie ein, bei der letzten Probe vor den Sommerferien dabei zu sein. Doch es kommt noch besser: Die Jungs fragen sie, ob sie Lust hat, die Band auf ihrer Tour zu begleiten. Bisher war Sanny immer nur das unscheinbare Mädchen mit dem Stolperherzen, so genannt, weil sie mit einem Herzfehler geboren wurde. Doch Sanny zögert nicht lange – tischt ihrer Mutter kurzerhand eine Lüge auf und steht am nächsten Morgen pünktlich am Treffpunkt. Und einmal unterwegs beginnt für Sanny die aufregendste Zeit ihres Lebens ...
(Bild- & Textquelle: Bastei Lübbe)






Einstieg ins Buch:
Mut: auch Wagemut oder Beherztheit; bedeutet, dass man sich traut und fähig ist, etwas zu wagen.
Die Bereitschaft angesichts eines zu erwartenden Nachteils etwas zu tun, was man für richtig hält.
Mut zeigt, wer einer bestehenden Gefahr ins Auge sehend eine Handlung ausführt, obwohl man sich der Gefahr durchaus bewusst ist.

Sanny wird vor allem von ihrer Mutter total überbehütet und  steht in der Schule im Abseits. Zu oft hat sie krankheitshalber gefehlt, dem Sportunterricht darf sie gar nicht beiwohnen und dann ist sie schon das eine oder andere Mal ohnmächtig geworden, was den Mitschülern nicht sehr geheuer ist. Und das alles wegen ihrer Krankheit.
Ihr Herz schlägt nicht im gleichen Takt, wie bei allen anderen. Meist schlägt es schneller und manchmal stolperte es sogar.

Mein Herz war zur unsichtbaren Fussfessel geworden, mit der ich immer nur von den Zuschauerplätzen aus auf die Bühne des Lebens schauen konnte, ohne Aussicht auf eine Hauptrolle.     (Seite 12)

Britta Sabbag ist mit Sanny eine äusserst authentische und sympathische Protagonistin gelungen. Hilflos, unsicher, dramatisch, gemobbt, traurig, verwirrt, spontan, sarkastisch, nachdenklich, aber auch immer wieder humorvoll zeigt uns die Autorin die Unbeschwertheit der Jugend auf. Sehr realistisch schildert sie die gängigen Teenager-Probleme mit den Eltern, Ton angebenden Mitschülerinnen und dem anderen Geschlecht. So wird Sannys Roadtrip zu sich selbst auch ein kleiner Flashback in die eigene Jugend.
Auch mit den anderen, zum Teil sehr originellen, Charaktere kann Britta Sabbag bei mir punkten. Zwar werden auch einige Klischees bedient, doch das Schöne ist, dass sie jedem die Chance gibt, sich zu entwickeln.

Es schien einen geheimen Code zu geben, wie jemand zu sein hatte. Und ich war offensichtlich die Einzige, die bei der Verteilung dieses Codes mal wieder krank gewesen war.     (Seite 23)

"Stolperherz" ist nicht einfach ein Buch über ein herzkrankes Mädchen. Nein, es ist viel mehr. Es ist ein Road-Trip bei dem Sanny aus dem goldenen Käfig der Familie ausbricht, über ihren eigenen Schatten springt, sich selber entdeckt, lernt, was wahrer Mut ist und dabei ihre erste Liebe findet.

Warum zur Hölle gab es nicht auch für das Leben einen Beipackzettel, genauso wie für meine Medis?     (Seite 151)

Das Buch lässt sich locker flockig lesen, denn die Autorin schreibt sehr flüssig und streut immer wieder wunderschöne Sätze ein, die ich mir notieren musste.
Ich bin überzeugt, dass diese Geschichte nicht nur wegen dem Cover die Zielgruppe trifft. Nein, auch der Inhalt kann punkten .... auch bei älteren Semestern wie mir.





Mit "Stolperherz" hat sich Britta Sabbag direkt in mein Herz geschlichen. Sie bringt einem ein Stück Jugend zurück, weckt Abenteuerlust und Schmetterlinge im Bauch, zaubert einem ein Lächeln aufs Gesicht und hinterlässt ein rundum wohliges Gefühl.
Ein Buch, das gut tut.











   
1. Stolperherz
2. Herzriss






© Beatrice Treydel
Britta Sabbag, geboren in Osnabrück (Sternzeichen Skorpion; für alle, die das wichtig finden), studierte Sprachwissenschaften, Psychologie und Pädagogik an der Universität Bonn. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums arbeitete sie sechs Jahre als Personalerin in verschiedenen Firmen. Als die Krise zuschlug, nutzte sie die Chance, um das zu tun, was sie schon immer tun wollte: schreiben. Nach Fertigstellung des ersten Romans besuchte sie diverse Drehbuchseminare der IFS Köln und die Autorenwerkstatt des Kölner Filmhauses; verschiedene Drehbuchstoffe befinden sich derzeit in der Entwicklung. Heute schreibt, lebt und liebt sie immer noch in Bonn und will ihrer Wahlheimat auch weiterhin treu bleiben.

(Bild- & Textquelle: Brittag Sabbag)





Brittag Sabbag hat sich mir auch schon als B-Sagerin zur Verfügung gestellt: