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Dienstag, 5. Juli 2016

[Rezension] "Mind Games" von Teri Terry

Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem



Titel: Mind Games
Reihe: nein
Autorin: Teri Terry
Übersetzerin: Petra Knese
Verlag: Coppenrath (1. Juni 2015)
Genre: Zukunftsthriller, Science Fiction
ISBN: 978-3649667124
Seiten: 464
vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre



Nachdem mich Teri Terry mit ihrer Slated-Trilogie begeistern konnte, musste ich unbedingt auch "Mind Games" lesen.



Die Welt, in der du lebst, existiert nur in deinem Kopf – doch was, wenn jemand mit deinen Gedanken spielt? In Lunas Leben ist jeder online: virtueller Unterricht, Dates und Sport als Avatar, sogar das Parlament tagt digital. Nur Luna bleibt offline. Sie ist eine Verweigerin, seit ihre Mutter vor Jahren in einem Online-Spiel starb. Umso überraschter ist Luna, als sie von der mächtigen Firma PareCo zu einem Einstufungstest eingeladen wird – und einen der begehrten Programmierer-Jobs erhält. Warum hat die Firma so ein großes Interesse an ihr? Als Luna den begabten Hacker Gecko kennenlernt, beginnt sie die von PareCo erschaffene Welt immer mehr zu hinterfragen. Doch dann ist Gecko auf einmal verschwunden, und Luna kann sich nicht mehr an ihn erinnern …
(Textquelle: Coppenrath)




Einstieg ins Buch:
So ruhig sollte es in keiner Schule sein.

Auch "Mind Games" von Teri Terry spielt in der Zukunft. Die Menschen sind einen grossen Teil ihres Lebens online. Mit Hilfe eines Implantats können sie sich in der virtuellen Realität ausleben und der Körper kann sich nebenbei sogar erholen.
Lunas Mutter war eine sehr berühmte Hackerin, doch seit sie wegen einem Online-Game starb, ist Luna eine Verweigerin. Das heisst, sie hat kein Implantat und ist nur sehr selten online. Da auch der gesamte Unterrichtsstoff online vermittelt wird und nur sehr wenige Schüler aus religiösen und medizinischen Gründen (für uns) 'normal' unterrichtet werden, ist Luna eine Aussenseiterin und oft einsam. 

Die Geschichte ist aus der ich-Perspektive von Luna geschrieben, so dass man immer weiss, was sie denkt und fühlt. 
Auch die beiden Hacker Hex und Gecko sowie Lunas Grossmutter, die alle verrückt halten, haben mir als Charakter sehr gut gefallen. Die Familie blieb mir dafür etwas zu blass, was aber für die Handlung nicht weiter tragisch war.

"Realtime ist die bessere Wirklichkeit! Sei, wer du willst! Geh, wohin du willst.
PareCo macht´s möglich."     (Seite 133)

Die virtuelle Welt, die die Autorin entworfen hat, wird natürlich von Technik und Fortschritt dominiert. Trotzdem ist sie nicht so weit hergeholt, dass man sich nicht vorstellen kann, dass dies wirklich einmal so geschehen könnte.
Die meisten Menschen ab 10 Jahren können sich über ihr Implantat vernetzen und eine grosse Firma lenkt das ganze. Da ist es schon fast vorprogrammiert, dass diese enorme Macht missbraucht werden muss. 

Teri Terry hat eine sehr komplexe Welt entworfen und gerade zu Beginn wird man etwas mit speziellen Wörtern, wichtigem Hintergrundwissen und Technikdetails bombardiert, so dass ich etwas Zeit brauchte, um mich zurecht zu finden. Doch sobald dies geschehen war, entwickelte die Geschichte einen derartigen Sog, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Der Spannungsbogen in "Mind Games" ist perfekt gespannt, nur am Ende ging mir dann alles ein bisschen gar schnell. 

"Ich frage mich, was die Welt lieber will: Fantasie oder Realität?"     (Seite 453)

Richtig klasse fand ich, dass Teri Terry ihre Slated-Trilogie als virtuelle Welt 'Gelöscht 12' in dieses Buch einbaute. Ich habe mich auf jeden Fall riesig gefreut, einen weiteren Blick auf Kyla zu werfen, auch wenn es nur ein ganz kurzer war.

Zukunftsthriller? Science Fiction? Dystopie?
Muss man ein Buch eindeutig einem Genre zuordnen können? Wenn ein Buch so fesselnd wie "Mind Games" ist, spielt das keine Rolle. Hauptsache ich habe auch in Zukunft genug Zeit, in ihre futuristischen Welten abzutauchen.


Mit "Mind Games" beweist Teri Terry einmal mehr, dass sie durchdachte futuristische Welten entwerfen, interessante Charaktere skizzieren und vor allem sehr spannend schreiben kann. Ihre neuen Büche werden wohl alle von mir gelesen werden müssen.







         

   





Teri Terry lebte in Frankreich, Kanada, Australien und England, und sie hat dabei drei Abschlüsse, eine ganze Sammlung von Reisepässen und mehr Adressen, als sie zählen kann, erworben. Ihre häufigen Umzüge haben Teri oft in eine Beobachterrolle gezwungen. Seitdem interessiert sie sich sehr für Personen, die in eine fremde Umgebung kommen oder sich dort eingliedern müssen.

weitere Informationen zur Autorin: Teri Terry

(Textquelle: Coppenrath)





© Favolas Lesestoff


Samstag, 19. Dezember 2015

[Rezension] "Die Wichtelmanufaktur - 24 tolle DIY-Ideen für Weihnachten" von Nadine Jessler




Titel: Die Wichtelmanufaktur - 24 tolle DIY-Ideen für Weihnachte
Herausgeberin: Nadine Jessler
Verlag: Coppenrath (23. September 2015)
Ausstattung: Hardcover, Einband mit Glitter
ISBN: 978-3-649-66743-8
Seiten: 80



Geschenke mit Herz: von führenden Wichteln empfohlen! Alle 24 DIY-Ideen in diesem Buch lassen sich wunderbar nachbasteln – und das mit kleinem zeitlichen und materiellen Aufwand. Und sollte es in der Weihnachtszeit doch mal stressig werden, helfen kleine Wichtel mit Mal-Vorlagen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und stimmungsvollen Botschaften bei den Vorbereitungen, beim Modellieren, Basteln und Zeichnen. So werden alle Geschenke zu einem wahren Wichtel-Wipfel-Gipfelpunkt. Das ideale Buch für alle, die außergewöhnliche Wichtelgeschenke, individuelle Adventskalender und zauberhafte Weihnachtsüberraschungen selber machen wollen!
(Bild- und Textquelle: Coppenrath)







Nur schon optisch ist "Die Wichtelmanufaktur" ein Hingucker. Ganz unterschiedliche Tannen zieren das Cover, die meisten mit Glitzer verziert. Aber auch im Inneren besticht das Buch mit einer wunderschönen Gestaltung.

Jeweils auf einer Doppelseite wird eine DIY-Idee präsentiert. Es gibt immer mindestens ein Foto, eine Materialliste und die Anleitung. Zu jeder Bastelidee gibt es mindestens einen passenden Wunsch und kleine Zeichnungen wie Engel oder Wichtel lockern das Ganze noch etwas mehr auf. So macht es nur schon grossen Spass, in "Die Wichtelmanufaktur" zu schmökern.

Die 24 DIY-Ideen sind hübsche Kleinigkeiten, die sich einfach und mit wenig Material nachmachen lassen. Es gibt kleine Geschenke und Dekorationen, die zum Teil in die Sparte aufgepeppte Klassiker gehören und dann gibt es aber auch wieder neue Inspirationen. Nadine Jesslers Werk lädt zum Ausprobieren ein und ist einfach wunderschön.

Nach den Bastelideen gibt es noch viele zusätzliche Punkte wie wichteln, Tüte und Umschlag basteln, Etiketten zum selber Gestalten oder Kopieren, ein kleiner Abschnitt zu Handlettering, Mal- und Kopiervorlagen und zwei Plätzchenrezepte. So halten wir mit "Die Wichtelmanufaktur" ein rundum geglücktes weihnachtliches Kreativbuch in den Händen, das ich bestimmt auch selber noch verschenken werde.



"Die Wichtelmanufaktur - 24 tolle DIY-Ideen für Weihnachten" konnte mich mit kleinen Geschenk- und Dekorationsideen inspirieren und mit seiner wunderschönen Aufmachung überzeugen. Ein rundum gelungenes Buch zum selber Geniessen oder aber auch zum Verschenken.







© by Favolas Lesestoff

Montag, 27. Juli 2015

[Bilderbuch] "Kleines grosses Wunder unterwegs" von Brigitte Minne & Kaatje Vermeire





Titel: Kleines grosses Wunder unterwegs
Autorin: Brigitte Minne
Illustratorin: Kaatje Vermeire
Übersetzerin: Andrea Kluitmann
Auführung: Hardcover, Einband: mit Leinenbezug und Siebdruck
Verlag: Bohem Press (August 2014)
ISBN: 978-3855815456
Seiten: 32
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 3 Jahren


Eine poetische Geschichte über das Hoffen und Fantasieren, das Planen und Bangen in der Schwangerschaft, die uns augenzwinkernd an das Wichtigste erinnert: die bedingungslose Liebe!.
(Bild- und Textquelle: Coppenrath)










"Anna", sagte Jan. "Was meinst u zu einem Kind?"
Annas Kopf füllte sich mit Musik und ihr wurde ganz warm, als fiele ihr eine kuschelweiche Schmudesecke über die Schultern.

Und so beginnen, Jan und Anna ein Kind zu planen. Erst skizzieren sie mit Bleistift und radieren viel, dann nehmen sie Farben und schliesslich wird es aus Ton modelliert bis es perfek für die beiden ist. 
Annas Bauch wird runder und runder und als das Kind auf die Welt kommt, sind sie überwältigt, wie schön es ist - und doch so anders als sie es sich eigentlich ausgemalt hatten ....

Brigitte Minne und Kaatje Vermeire haben ein richtiges Kunstwerk geschaffen. Jedes Bild ist wunderschön und die Geschichte liest sich schmeichelnd und poetisch. Doch auch der Bohem Verlag hat seinen Teil zu diesem Unikat beigetragen. Er ist für spezielle und qualitativ hochstehende Bücher bekannt, doch der tolle Leineneinband verführt einen, immer wieder mit den Fingern über das Buch zu fahren.

Die tolle Message rundet dieses wundervolle Bilderbuch noch ab ... denn egal, ob das eine Ohr etwas tiefer als das andere sitzt, das Kind Mühe mit zählen hat oder total schief singt, wir lieben unsere Kinder bedingungslos und ein Lächeln von ihm lässt uns Eltern alles andere vergessen.

"Kleines grosses Wunder unterwegs" wird zwar ab 3 Jahren empfohlen, doch es ist meiner Meinung nach kein Kinderbuch. Es eignet sich jedoch sehr gut zum Verschenken - vor allem natürlich werdenden Eltern oder vielleicht sogar zum Überbringen der frohen Botschaft.




"Kleines grosses Wunder unterwegs" ist ein prachtvolles Gesamtkunstwerk mit wunderschönen Bildern, poetischem Text, Leineneinband und einer tollen Message.
Es ist wohl das perfekte Geschenk für werdende Eltern oder zum Überbringen der frohen Botschaft.








Sonntag, 12. Juli 2015

[Bilderbuch] "Die Geschichtenmaschine" von Tom McLaughlin





Titel: Die Geschichtenmaschine
Autor & Illustrator: Tom McLaughlin
Übersetzerin: Petra Thoms
Verlag: Bohem Press (Januar 2015)
ISBN: 978-3855815494
Seiten: 32
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 3 Jahren


Elliott hat eine eigenartige Maschine gefunden. Sie blinkt nicht und brummt nicht. Sie hat keinen Knopf zum Ein- und Ausschalten. Doch plötzlich findet er heraus, was man mit der Maschine anstellen kann, und ohne es zu merken wird er zum Geschichtenerzähler ....
(Bild- und Textquelle: Coppenrath)









Elliott ist ein Finder, denn seine Lieblingsbeschäftiung ist es, Dinge zu entdecken. Und so stöbert er am liebsten im Keller oder auf dem Dachboden. Eines Tages entdeckt er eine alte Schreibmaschine und findet per Zufall heraus, wie diese funktioniert. Die Maschine macht Buchstaben und daraus werden Wörter gemacht. So kommt Elliott die Idee, dass dies wohl eine Geschichtenmaschine sein muss. Doch da er noch nicht wirklich schrieben kann, gibt er es bald auf, Wörter zu tippen und entdeckt, dass man mit den Buchstaben noch viel mehr machen kann, nämlich Bilder.


Und so entstehen Bilder, ja ganze Geschichten. Doch dann passiert es: Die Maschine geht kaputt und Elliott ist sehr traurig.

Aber Elliott war ja ein Finder. Und er fand etwas heraus - etwas ganz Wichtiges:
Es war gar nicht die Maschine, die die Geschichten erfand ... sondern er selbst - und darin war er ziemlich gut!

Sobald man "Die Geschichtemaschine" in der Hand hält, weiss man, dass man es mit einem sehr hochwertigen Buch zu tun hat. So muss man einfach mit den Fingern über das toll strukturierte Papier des Einbandes fahren.

Bild und Text ergänzen sich hier perfek und erzählen gemeinsam eine wichtige Sache. Tom McLaughlin zeigt uns, dass man jeden Tag etwas Neues entdecken kann und dass der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind - der Maschine schon, aber nicht der eigenen Fantasie ...
Und so wird Elliott bestimmt das eine oder andere Kind dazu bringen, Farben und Pinsel in die Hand zu nehmen und eigene Geschichte zu erfinden.

Ich kann mir "Die Geschichtenmaschine" sehr gut auch als Einstieg in ein Projekt im Kindergarten vorstellen. Es enthält wirklich sehr viele Inputs und Ideen und kann sehr gut in einer Gruppe erzählt und besprochen werden.
 


Elliott zeigt uns in "Die Geschichtenmaschine", wie wichtig forschen und entdecken sind und dass der eigenen Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. 
Ein wunderschönes, hochwertiges Bilderbuch, das anregt, selber kreativ zu werden.







Samstag, 11. Juli 2015

[Kinderbuch] "Carusos Lied" von Suzanne Barton





Titel: Carusos Lied
Autorin & Illustratorin: Suzanne Barton
Auführung: Hardcover, in Surbalin-Einband mit Folie
Verlag: Coppenrath (Januar 2015)
ISBN: 978-3649620198
Seiten: 32
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 3 Jahren


Die kleine Nachtigall Caruso wird eines Morgens von wunderschönem Gezwitscher geweckt. Woher das wohl kommt? Caruso macht sich auf die Suche und findet den Morgensonnen-Chor. Wie gern würde er hier mitmachen! Doch zuerst muss er zeigen, wie gut er singen kann. Und für eine Nachtigall ist das frühe Aufstehen gar nicht so einfach ... Die Geschichte von einem kleinen Vogel, der trotz aller Schwierigkeiten sein Ziel verfolgt und sich schließlich seinen größten Wunsch erfüllt.
(Bild- und Textquelle: Coppenrath)










Der kleine Vogel Caruso wird am Morgen von einer Melodie geweckt und er möchte herausfinden, wer da so schön singt. Er fragt die Eule, die Maus, den Frosch, doch die waren es alle nicht. Dann entdeckt er in einem Baum viele Vögel, die gemeinsam in einem Chor singen. Caruso ist ganz begeistert und möchte auch im Morgensonnen-Chor misingen. Und er darf beim nächsten Sonnenaufgang zum Vorsingen kommen. Caruso freut sich riesig und übrt den ganzen Abend. Doch am nächsten Morgen verschläft er und bei seiner zweiten Chance ist er so müde, dass er kein Wort herausbringt. Er ist der traurig und als die Sonne langsam untergeht beginnt er alleine zu singen. Doch plötzlich hört er noch eine Melodie .... von einem Vogel, der gleich aussieht wie er .... und so lernt Caruso seine Bestimmung als Nachtigall kennen.

Die Illustrationen sind alle in warmen Farben gehalten, fein gemalt und zum Teil mit Druck- oder Collagetechnik bereichert. Einige Bilder nehmen eine ganze Doppelseite in Anspruch, dann wird ein Stück als Bildergeschichte erzählt.

"Carusos Lied" vermittelt uns eine sehr wichtige Botschaft: Jeder ist genau richtig wie er ist. Es muss nicht jeder das gleiche gut können. Alle haben Talente, nur halt an ganz unterschiedlichen Orten.

Und so ist Suzanne Bartons Werk eine wunderschöne Geschichte, die Kindern auch Mut machen soll, anders zu sein als eine Gruppe.



"Carusos Lied" ist eine sehr feinfühlige und schöne Geschichte mit einer wichtigen Botschaft: Man muss nicht das können und machen, was alle anderen tun. Jeder ist genau so gut, wie er ist!








Donnerstag, 9. Juli 2015

[Kinderbuch] "Gestrandet auf Internat Bernstein" von Andrea Russo




Titel: Gestrandet auf Internat Bernstein
Reihe: Internat Bernstein, Band 1
Autorin: Andrea Russo
Illustratorin: Elisabeth Bruder
Verlag: Coppenrath (Januar 2015)
ISBN: 978-3649615323
Seiten: 240
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 10 Jahren


Paulina kriegt die Krise: Gerade lümmelt sie noch nichtsahnend mit ihren besten Freunden Kira, Luca und Noah im Schwimmbad und genießt den Sommer, und im nächsten Moment eröffnet ihre Mutter ihr, dass sie nach den Ferien auf ein Internat gehen soll. Und nicht auf irgendeins, sondern auch noch auf ein Schloss mitten auf einer Flussinsel! Für Paulina klingt das ganz klar nach Streberknast! Länger als drei Tage bleibt sie da auf keinen Fall - das verspricht sie Kira hoch und heilig. Doch was in drei Tagen auf so einer Internatsinsel alles passieren kann, hätte sich Paulina niemals träumen lassen ...
(Bild- und Textquelle: Coppenrath Verlag)







"Gestrandet auf Internat Bernstein" wurde mir als Mädchenbuch vom Verlag empfohlen und als ich die Inhaltsangabe durchlas, fühlte ich mich in meine Kindheit zurückversetzt, in der ich alle Hanni & Nanni- und Dolly-Bände verschlungen hatte. Irgendwie scheint der Handlungsort in einem Internat immer noch aktuell zu sein.

Die Geschichte wird aus der ich-Perspektive von Paulina erzählt. Sie hat mit Kira, Noah und Luca richtig gute Freunde an ihrer Seite. Dann erfährt sie, dass sie ein Stipendium für das Internat Bernstein auf der Flussinsel Rosenwerth bekommen hat. Ihr Mutter ist richtig begeistert, dass ihre Tochter diese Chance bekommt, denn die Schule soll wirklich sehr gut sein. Für Paulina bricht jedoch eine Welt zusammen, denn sie will ihre Freunde nicht zurücklassen. So hecken sie gemeinsam den Plan aus, dass Paulina hinfährt, es ihr dann aber so schlecht geht, dass sie wieder nach Hause möchte.

Doch in der neuen Schule findet sie schnell Anschluss und es ist viel los. Es werden Kennenlernspiele gespielt, bei der Schlossbesichtigung werden sie im Verlies eingesperrt und entkommen durch einen Geheimgang und Paulina bekommt die Chance, sich einen Platz im Schreiblabor zu ergattern, denn sie möcht später einmal Autorin werden.

Paulina ist eine sehr sympathische Protagonistin, die auf Rosenwerth zu Beginn zwar nicht immer ganz richtig handelt, was man aber in ihrer Situaton sehr gut nachvollziehen kann und sie noch authentischer macht. Und vor allem steht sie zu ihren Fehlern und versucht diese wieder geradezubiegen.

"Gestrandet auf Internat Bernstein" ist eine richtig süsse Mädchengeschichte, die ich sehr gerne gelesen habe. Es gibt viele lustige Szenen und spannende Charaktere, so dass es einem nie langweilig wird. Im Gegenteil: Ich habe das Buch beinahe an einem Stück gelesen und Lust auf mehr bekommen. Nur gut, dass schon im Juni der zweite Band "Das Rätsel von Internat Bernstein" erschienen ist.

Immer mal wieder sind schwarz-weiss-Illustratione eingestreut, die die Geschichte super auflockern.




Wer Hanni & Nanni und Dolly mag, wird auch "Gestrandet auf Internat Bernstein" lieben. Andrea Russo hat eine süsse Mädchengeschichte zu Papier gebracht, die köstlich unterhält und Lust auf mehr macht.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für Mädchen ab 10 Jahren.






   

  1. Gestrandet auf Intenat Bernstein
  2. Das Rätsel von Internat Bernstein