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Dienstag, 12. November 2024

"This Is Not The End" von Molly Morris





Titel: This Is Not The End
Autorin: Molly Morris
Übersetzerinnen: Jessika Komina, Sandra Knuffinke
Verlag: Carl Hanser Verlag (19. Februar 2024)
Genre: Jugendroman, Coming-Of-Age
Seiten: 320
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren





Lesegrund:

"This Is Not The End" soll ein Roadtrip voller Liebe, Überraschungen und verrückter (Un-)Möglichkeiten sein, also genau das Richtige für mich. Und da der Hanser Verlag für qualitativ hochstehende Bücher steht, kann man da eigentlich nie etwas falsch machen....

Sonntag, 22. September 2024

"Von da weg" von Tamara Bach







Titel: Von da weg
Autorin: Tamara Bach
Verlag: Carlsen (26. Februar 2024)
Seitenzahl: 176
Genre: Jugendroman
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren


Lesegrund:

Tamara Bach ist die Meisterin der wenigen Worte.
Mit ihrem ganz eigenen Schreibstil schafft sie es, den ganz normalen Alltag auf eine ganz besondere Art einzufangen. Ihre Geschichten sind etwas eigenwillig, aber immer äusserst dicht und authentisch. Und so wandert jeder neue Titel von Tamara Bach direkt auf meine Wunschliste. So natürlich auch "Von da weg".

Donnerstag, 4. Januar 2024

"Baby & Solo" von Lisabeth Posthuma






Titel: Baby & Solo
Reihe: nein
Autorin: Lisabeth Posthuma
Übersetzerin: Sophie Zeitz
Verlag: Carl Hanser Verlag (23. August 2021)
Genre: Jugendroman, coming-of-age
Seiten: 432
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren


Lesegrund:


Bei "Baby & Solo" hatte ich es einfach im Gefühl, dass dies genau mein Buch ist... zum einen hat der Hanser Verlag immer besondere und hochwertige Bücher und zum anderen scheint das Buch in den 90-er Jahren zu spielen, was genau meine Zeit ist. Wer erinnert sich denn noch, dass man sich für viel Geld in der Videothek Filme ausgeliehen hat?
Schade nur, dass ich dieses Leseerlebnis so lange habe warten lassen...

Donnerstag, 7. September 2023

"Toffee" von Sarah Crossan






Titel:Toffee
Autorin:Sarah Crossan
Übersetzerin: Beate Schäfer
Verlag: Carl Hanser Verlag (23. Januar 2023)
Genre: Jugendroman
Seiten: 352
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren




Sarah Crossan konnte mich schon mehrfach mit Werken begeistern. Ihr ganz eigener Schreibstil in freien Versen fasziniert und fesselt mich. So stand für mich sofort fest, dass ich mir auch ihr neustes Werk "Toffee" nicht entgehen lassen durfte.



Mittwoch, 5. Juli 2023

"Wovon die Sterne träumen" von Manon Fargetton






Titel: Wovon die Sterne träumen
Reihe: nein
Autorin: Manon Fargetton
Übersetzerin: Annette von der Weppen
Verlag: Carlsen (29. August 2022)
Genre: Jugendroman
Seiten: 413
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren


Lesegrund:


Irgendwie hat es mir der Titel "Wovon die Sterne träumen" total angetan, so dass ich unbedingt herausfinden musste, was sich dahinter verbirgt.

Dienstag, 30. Mai 2023

"Henny und Ponger" von Nils Mohl






Titel: Henny & Ponger
Reihe: nein
Autorin: Nils Mohl
Verlag: mixtvision Mediengesellschaft (20. Juli 2022)
Genre: Jugendroman, Science Ficiton
Seiten: 320
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren


Lesegrund:


Mixtvision hat immer besondere und besonders gute Bücher. Aus diesem Grund wollte ich mir auch den Jugendroman "Henny & Ponger" mit vierversprechendem Cover nicht entgehen lassen.

Montag, 22. Oktober 2018

"Der nächstferne Ort" von Hayley Long





Titel: Der nächstferne Ort
Autorin: Hayley Long
Übersetzerin: Josefine Haubold
Originaltitel: The Nearest Faraway Place
Genre: Jugendroman, Drama
Verlag: Königskinder (21. März 2018)
ISBN: 978-3551560407
Seiten: 336
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren








"Der nächstferne Ort" von Hayley Long ist eines der Bücher auf dem letzten Programm des Königskinder Verlags. Es wurde mir an der Frankfurter Buchmesse ans Herz gelegt, so dass ich nicht widerstehen konnte.



Freitag, 4. Mai 2018

"Mädchen in Scherben" von Kathleen Glasgow


Titel: Mädchen in Scherben
Autorin: Kathleen Glasgow
Übersetzerin: Yvonne Hergane
Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch (21. März 2018)
Genre: Jugendroman, Drama, Sicklit
ISBN: 978-3733504151
Seitenzahl: 448
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren


Inhalt:
Charlotte ist zerbrochen. Mit nur siebzehn Jahren hat sie mehr verloren, als die meisten Menschen im Leben. Mehr als ein Mensch ertragen kann. Aber sie hat gelernt, wie man vergisst. Wie man seinen Körper gefühllos gegen Schmerz macht. Jede neue Narbe macht Charlottes Herz ein wenig härter, doch irgendwann begreift sie, dass sie mehr ist, als die Summe ihrer Verluste – und beginnt zu kämpfen!
(Bild- und Textquelle: Fischer Verlage)  




Schon auf der ersten Seite merkt man, dass "Mädchen in Scherben" kein locker-flockiges Wohlfühl-Buch ist. Nach einem Suicidversuch ist Charlotte in einer psychiatrischen Klinik. Um ihrem seelischen Schmerz zu entkommen, verletzt sie sich selbst. Ihr Körper ist übersät von Narben, die sie in jedem Moment daran erinnern, wie kaputt sie ist.

Mittwoch, 28. März 2018

"Mausmeer" von Tamara Bach






Titel: Mausmeer
Autorin: Tamara Bach
Genre: Jugendroman
Verlag: Carlsen (28. Februar 2018)
ISBN: 978-3551583802
Seiten: 144
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren









Nachdem mir "Vierzehn" so gut gefallen hatte, stand für mich sofort fest, dass ich auch Tamara Bachs neues Werk "Mausmeer" unbedingt lesen musste.

Freitag, 5. Januar 2018

"Hochgradig unlogisches Verhalten" von John Corey Whaley





Titel: Hochgradig unlogisches Verhalten
Autor: John Corey Whaley
Übersetzer: Andreas Jandl
Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG (24. Juli 2017)
Genre: Jugendroman
Themen: Freundschaft, Krankheit, Panikattacken
ISBN: 978-3446257054
Seiten: 240
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 13 Jahren




Nachdem Damaris so von diesem Buch geschwärmt hatte, musste ich es einfach auch lesen.



Mittwoch, 3. Januar 2018

"The Hate U Give" von Angie Thomas





Titel: The Hate U Give
Autorin: Angie Thomas
Übersetzerin: Henriette Zeltner
Verlag: cbt (24. Juli 2017)
Genre: Jugendroman
Themen: Gesellschaft, Rassismus, Diskriminierung
ISBN: 978-3570164822
Seiten: 512
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren




"The Hate U Give" von Angie Thomas ist schon lange in den Medien präsent. John Green meint, es sei umwerfend, brillant und jetzt schon ein Klassiker. Ein Grund mehr, dass ich mir dieses Buch nicht entgehen lassen durfte.



Dienstag, 28. November 2017

"Feo und die Wölfe" von Katherine Rundell






Titel: Feo und die Wölfe
Autorin: Katherine Rundell
Übersetzer: Henning Ahrens
Verlag: Carlsen (29. September 2017)
Genre: Jugendroman, Abenteuer
ISBN: 978-3-551-55686-8
Seiten: 240
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 11 Jahren



"Feo und die Wölfe" ist mal wieder ein Buch, in dessen Cover ich mich sofort verliebt hatte. Doch auch die Inhaltsangabe liest sich vielversprechend, so dass das Buch sofort auf meiner Wunschliste gelandet ist.
Ein Mädchen und drei Wölfe auf einer abenteuerlichen Suche durch den Schnee!


Mittwoch, 20. September 2017

[Rezigramm] "All die verborgenen Dinge" von Sarah Moore Fitzgerald


Titel: All die verborgenen Dinge
Autorin: Sarah Moore Fitzgerald
Übersetzerin: Adelheid Zöfel
Verlag: FISCHER KJB (23. März 2017)
Genre: Jugendroman
ISBN: 978-3737351973
Seitenzahl: 240
empfohlenes Lesealter: ab 12 Jahren


Inhalt:
Unten am Fluss liegt das Glück. Genauer gesagt im Wohnwagen am Flussufer. Er ist einer dieser wenigen Orte auf der Welt, wo man sagen kann, was man denkt und sich nicht verstellen muss. Dort wohnt Ned. Er ist neu an Mintys Schule und so ganz anders als alle anderen. Die Mitschüler finden ihn seltsam, wollen nichts mit ihm zu tun haben. Aber Minty ist fasziniert. Ned traut sich, ganz er selbst zu sein, egal, was andere denken. Im Gegensatz zu Mintys Eltern, die sich gerade getrennt haben und so gar nicht sie selbst sind. Durch ihre Freundschaft zu Ned sieht Minty, was so vielen verborgen bleibt: Wir entscheiden selbst, wie wir die Welt sehen. Glück ist kein Wunder, wir haben es selbst in der Hand.
(Bild- und Textquelle: Fischer Verlage)  




Sarah Moore Fitzgerald hat sich mit ihrem charmanten "Das Apfelkuchenwunder oder Die Logik des Verschwindens" in mein Herz geschrieben und so stand für mich sofort fest, dass ich auch ihr neues Buch lesen musste. Auch in "All die verborgenen Dinge" steht die Freundschaft im Vordergrund - sogar ein sehr aussergewöhnliche Freundschaft.

Freitag, 14. Juli 2017

[Rezension] "Wie ein Fisch im Baum" von Lynda Mullaly Hunt






Titel: Wie ein Fisch im Baum
Autorin: Lynda Mullaly Hund
Übersetzerin: Renate Weitbrecht
Genre: Jugendroman
Themen: Schule, Mobbing, Legasthenie
Verlag: cbt (31. Oktober 2016)
ISBN: 978-3570164204
Seiten: 304
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 12 Jahren







Bei "Wie ein Fisch im Baum" ist mir als erstes das das Cover ins Auge gestochen. Als ich dann die Inhaltsangabe gelesen hatte, wanderte das Buch sofort auf meine Wunschliste. Ally leidet an einer Lese-Rechtschreibschwäche und ist gleichzeitig hochintelligent. Gemeinsam mit einem neuen Lehrer und zwei anderen Aussenseitern geht sie gegen das Mobbing vor. Ein Must-Read als Lehrerin ....

Mittwoch, 4. Januar 2017

[Rezension] "Eine Geschichte der Zitrone" von Jo Cotterill






Titel: Eine Geschichte der Zitrone
Autorin: Jo Cotterill
Übersetzerin: Nadine Püschel
Genre: Jugendroman
Verlag: Carlsen (29. September 2016)
ISBN: 978-3551560360
Seiten: 256
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 12 Jahren









Königkinder hat immer wunderschöne und vor allem sehr besondere Bücher. Und da ich ein Liebhaber von beidem bin, kann ich oft nicht widerstehen ....



Wie gern hätte Calypso eine richtige Freundin! Vielleicht wird es ja Mae, die Neue in der Klasse? Die ist genauso ein Bücherwurm wie sie. Auch wenn für Mae ein Buch nur gut ist, wenn sie am Ende richtig heulen muss. Aber Calypsos Dad findet, man soll sich nicht auf andere einlassen. Er hat ohnehin keine Zeit für so was – er schreibt sein Meisterwerk über die Geschichte der Zitrone. Und scheint darüber oft zu vergessen, dass er eine Tochter hat. Je mehr Zeit Calypso bei Mae und ihrer herzlichen Familie verbringt, desto klarer wird ihr, wie seltsam, staubig und leer ihr eigenes Zuhause ist. Damit sich das endlich ändert, müssen alle zusammenhelfen.
(Bild- und Textquelle: Carlsen Verlag)




Einstieg ins Buch:
Heute hat das neue Mädchen, Mae, mich gefragt, ob ich mit ihr spielen will. Ich wusste nicht, was ich sagen soll.

Calypso hat es nicht leicht. Ihr Vater ist der Meinung, dass man sich selber der beste Freund sein soll, mit sich selber glücklich sein muss und nicht erwarten kann, dass einen andere Leute glücklich machen. So zieht sie sich in ihre geliebte Welt der Bücher zurück und liest selbst auf dem Schulhof. Aus diesem Grund ist sie in der Schule eine Aussenseiterin und auch zuhause kennt sie die Einsamkeit nur zu gut. Ihr Vater schreibt an seinem Meisterwerk "Eine Geschichte der Zitrone" und vergisst dabei immer wieder die Zeit, einzukaufen und wie es scheint, ab und zu sogar, dass er eine Tochter und Verantwortung hat.

Als Mae neu in die Klasse kommt und Interesse an ihr zeigt, zieht sie auch dieses Mal erst einmal eine Mauer um sich hoch und ignoriert Mae. Doch diese gibt nicht so schnell auf und so erkennen die beiden Mädchen, dass sie gleiche Interessen haben: das Lesen und das Schreiben.

"Jemand anderes fängt mich. Diesmal, nur dieses eine Mal, muss ich mich nicht selbst auffangen. Ich muss nicht selbst innerlich stark sein, weil jemand anderes für mich stark ist. Was für eine Erleichterung."     (Seite 89)

Langsam lernt Calypso, dass ihre selbst auferlegte Einsamkeit nicht sein muss. Zwischen den beiden Mädchen entwickelt sich eine feine und besondere Freundschaft. Calypso liebt die Zeit bei Maes lebensfroher und etwas chaotischer Familie und Mae ist fasziniert von Calypsos eigener Bibliothek.

So erzählt Calypso in "Eine Geschichte der Zitrone" von ihrem Alltag in einem grossen, alten Haus, vom Zusammenleben mit ihrem Vater und den Problem die dieses mit sich bringt und nimmt einen mit auf die unterschiedlichsten Reisen durch ihre Bücher. Schnell wird einem klar, warum man auch selber eine Leidenschaft für Bücher hat und kann Calypso sehr gut verstehen.

Ich sage zu Lisiella: "Lesen ist für alles gut. Man kann an Orte reisen, zu denen man im echten Leben nie käme. Man kann ein Mensch sein, der man nicht ist. Man kann Dinge tun, die man sonst nicht tun dürfte."     (Seite 154)

Jo Cotterill hat eine ruhige Geschichte geschaffen, die durch die Kraft der Worte und einer emotionalen Handlung besticht. Ohne Action und grosses Drama schafft sie es, einen mitzureissen und zu begeistern. "Eine Geschichte der Zitrone" ist ein ganz besonderes Buch, optisch und inhaltlich ein Highlight.





"Eine Geschichte der Zitrone" ist ein Buch über Einsamkeit, Freundschaft und die Liebe zu Büchern.
Jo Cotterill konnte mich mit ihrer Geschichte positiv überraschen. "Eine Geschichte der Zitrone" ist ein ruhiges, tiefgründiges Buch, das ohne Drama und Action von Anfang an zu fesseln weiss. Es ist ein wunderbares Werk über die Freundschaft in all ihren Facetten und ein Lesemuss für alle Buchliebhaber.








Jo Cotterill hat als Schauspielerin und als Lehrerin gearbeitet, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie hat schon einige Bücher veröffentlicht, die vielfach ausgezeichnet wurden. „Eine Geschichte der Zitrone“ ist das erste Buch von Jo Cotterill, das auf Deutsch erscheint. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in der englischen Grafschaft Oxfordshire.

(Bild- und Textquelle: Carlsen Verlag)




© Favolas Lesestoff

Mittwoch, 16. November 2016

[Rezension] "Vierzehn" von Tamara Bach






Titel: Vierzehn
Autorin: Tamara Bach
Genre: Jugendroman
Verlag: Carlsen (29. September 2016)
ISBN: 978-3551583598
Seiten: 112
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 20 Jahre









Ich hatte bis jetzt leider noch kein Buch von Tamara Bach gelesen, in unserer Bibliothek steht aber der eine oder andere ihrer Titel. "Vierzehn" ist ein wunderschönes und sehr besonderes Buch, das ich am Carlsen-Bloggerempfang bekommen habe. Die Autorin selber war auch vor Ort und hat mir das Buch sogar signiert.



Der erste Schultag. Zwei Wochen vor den Sommerferien ist Beh krank geworden und konnte nicht mit den anderen in den Urlaub fahren. Als das neue Schuljahr anfängt, hat sie alle acht Wochen lang nicht gesehen. Viel ist passiert, ihre Freundinnen haben neue Leute kennengelernt und Geschichten zu erzählen. Beh dagegen war nur zu Hause. Aber eigentlich war da mehr, von dem ihre Freundinnen nichts wissen. Zu Hause liegt eine Postkarte für sie im Briefkasten, in der Stadt gibt es ein Zimmer mit blauen Wänden, da ist ein Hund, ein Mädchen mit Schwimmflügeln und lauter Orte, die Beh bis zum Abend noch fotografieren wird, weil ihnen etwas fehlt. Und als Beh am Ende des Tages ihre Zimmertür schließt, hat sie auch jemand bei ihrem vollen Namen genannt.
(Bild- und Textquelle: Carlsen Verlag)





Einstieg ins Buch:
Du schläfst. Du träumst. 

Mit "Vierzehn" hält man ein ganz besonderes Buch in der Hand. Es ist nicht nur optisch wunderschön gestaltet, sondern weiss auch inhaltlich zu faszinieren und zu begeistern.

Wir begleiten die vierzehnjährige Beh und erleben ihren ersten Schultag - vom Aufwachen über den Schulweg, das Zusammentreffen nach den Ferien bis hin zum Schwimmbadbesuch und dem 'Gute Nacht'. Wir erleben den ganz normalen Alltag mit seinen Höhen und Tiefen, mit der ganzen Bandbreite an Gefühlen. Und eigentlich könnte man denken, dass dies zu normal, zu langweilig ist, doch Tamara Bach weiss zu fesseln.

Sie legt nämlich einen aussergewöhnlichen Schreibstil an den Tag. Die Du-Perspektive ist immer etwas Besonderes, doch Tamara Bach lebt diesen Erzählstil. Es gibt Sequenzen, da beginnt sie fast ausschliesslich mit 'Du'. Dazu kommen ihre kurzen, prägnanten Sätze, so dass "Vierzehn" schon fast poetisch anmutet.
Sicherlich muss man sich erst etwas an den Schreibstil gewöhnen, doch dann wird nur schon die Sprache zum Lesegenuss. 

Man könnte ausrechnen, wie viele Schulstunden man dieses Jahr vor sich hat. Man könnte Marker setzen, Meilensteine, für Ferien, Notenschluss, für Atempausen. Man kann es aber auch einfach seinlassen.     (Seite 29)

"Vierzehn" ist ein ruhiges Buch, das jedoch nur schon durch den Schreibstil fasziniert. Dazu kommen Andeutungen, so dass man sich bei der Lektüre immer fragt, was da in der Vergangenheit los war, was da wohl noch kommt. Und als der Tag um ist und Beh zu Bett geht, ist man fast ein bisschen wehmütig, dass die gemeinsam Zeit um ist, denn dieses Mädchen hätte man gerne noch etwas besser kennengelernt. Doch so ist das Leben. Manchmal bekommt man nur einen Einblick ....






authentisch, tiefgründig, einzigartig
Tamara Bach hat es in "Vierzehn" geschafft, den ganz normalen Alltag auf eine sehr besondere Art einzufangen. Mit ihrem ganz eigenen Schreibstil ist ihr ein stilistisches Meisterwerk gelungen.






© Carlsen Verlag


Tamara Bach, 1976 in Limburg an der Lahn geboren, studierte in Berlin Englisch und Deutsch für das Lehramt. Ihr erstes Buch, "Marsmädchen", wurde als noch unveröffentlichtes Manuskript mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet und erhielt außerdem den Deutschen Jugendliteraturpreis. Weitere Bücher und Auszeichnungen folgten, u.a. der Katholische Kinder- und Jugendbuchpreis 2013 für "Was vom Sommer übrig ist". 2014 stand "Marienbilder" auf der internationalen Auswahlliste White Ravens. Heute lebt und schreibt Tamara Bach in Berlin. Ihr neuestes Buch heißt "Vierzehn" und ist ebenfalls bei Carlsen erschienen.

(Bild- und Textquelle: Carlsen Verlag)






© Favolas Lesestoff

Freitag, 4. November 2016

[Rezension] "Eine Woche voller Montage" von Jessica Brody

Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem



Titel: Eine Woche voller Montage
Autorin: Jessica Brody
Übersetzer: Lara Tunnat
Originaltitel: Crow Mountain
Verlag: Magellan (25. Juli 2016)
Genre: Jugendroman
ISBN: 978-3734850226
Seiten: 448
vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre




Am liebsten würde ich ja jeweils alle Jugendbücher vom Magellan Verlag kaufen, doch weil ich ja erst einmal meinen SuB etwas verringern wollte, setzte ich alle neuen Titel auf die Wunschliste. "Eine Woche voller Montage" erhielt ich dann als Überraschungspost vom Verlag. 



Ellie erlebt den schrecklichsten Montag ihres Lebens: Eine Katastrophe jagt die nächste, und als wären alle Peinlichkeiten nicht schon schlimm genug, macht ihr Freund Tristan aus heiterem Himmel mit ihr Schluss! Ellie wünscht sich nur eines: Sie möchte bitte, bitte eine zweite Chance.

Die kriegt sie – am nächsten Morgen wacht sie auf und stellt fest: Es ist wieder Montag! Ellie setzt alles daran, die Fehler von gestern/heute zu vermeiden und für ihr eigenes Happy End zu sorgen. Doch wer hätte gedacht, dass ein Montag so hartnäckig sein kann?
(Textquelle: Magellan)





Einstieg ins Buch:
7:04 Uhr
Blub-di-di-blub-blub-ding!
Als am Montagmorgen klingelnd eine Nachricht auf meinem Handy landet, schwebe ich noch in diesem angenehm verträumten Zustand zwischen Schlafen und Wachen, in dem man sich so ziemlich alles einreden kann.

Ich habe "Eine Woche voller Montage geliebt" - und das, obwohl ich ab Seite 17 wusste, wie es wohl ausgehen würde. Tja, gegen einige Klischees ist auch Jessica Brody nicht gefeit, doch nutzt sie diese mit einem derartigen Charme, dass man sich sogar darauf freut.

Den Film "Und täglich grüsst das Murmeltier", in dem Bill Murray immer und immer wieder den gleichen Montag erlebt, kennen wohl die meisten. Und so ergeht es nun Ellisons Sparks in "Eine Woche voller Montage". 
Ihr Freund ist der Mädchenschwarm schlechthin, denn er ist der Schulrockstar, den alle anhimmeln. Doch am Sonntagabend hatten Ellie und Tristan ihren ersten grossen Streit und so möchte die Protagonistin am nächsten Tag ihre Beziehung wieder kitten. Doch es wird ein Montag wie er im Buche steht, alles geht schief und er endet in Ellisons persönlicher Katastrophe. Was könnte noch schlimmer sein? Genau! Wenn am nächsten Morgen genau dieser schlimmste Tag noch einmal von vorne beginnt ....

Okay, denken wir eine Minute lang darüber nach.
Was, wenn ich tatsächlich denselben Tag noch einmal erlebe - selbst wenn es nur ein Traum, die Folge abgelaufener rezeptfreier Schmerzmittel oder was auch immer ist. Sollte ich dann nicht wenigstens das Beste daraus machen? Sollte ich mein Wissen von gestern nicht nutzen, um den heutigen Tag zu optimieren?     (Seite 130)

Eigentlich will sie es ja nicht wahr haben, doch nach einer Weile muss sich Ellie einfach eingestehen, dass sie wirklich in ihrem ganz eigenen Montag-Alptraum gefangen ist. So möchte sie die Katastrophe abwenden und beginnt, Dinge anders zu machen als am Vortag. Doch dadurch löst sie eine Kettenreaktion aus und jeder einzelne Montag ist ganz anders, obwohl natürlich einige Elemente festen Bestand haben. Klar ist Handlung zu einem Teil vorhersehbar, doch genau damit spielt die Autorin gekonnt und weiss zu überraschen. 
Entgegen der Vermutung, das Buch könnte langweilig werden, war es wunderbar spritzig und abwechslungsreich. Ich klebte regelrecht an den Seiten und fieberte dem nächsten Montag entgegen.

Das Buch punktet mit tollem Humor und einem enorm hohen Unterhaltungswert. Und trotz diesen beiden Attributen gewinnt die Geschichte auch immer mehr an Tiefe, denn Ellison beginnt, sich mit sich selber und ihrer Umwelt genauer auseinanderzusetzten, was sehr spannend ist. 

Der Schreibstil von Jessica Brody ist frisch und jugendlich, so dass man eine moderne und authentische Geschichte geboten bekommt. Von der ersten Seite an habe ich mich in ihrer Erzählung wohl gefühlt und Ellison ist mir mit ihrer Selbstironie sofort ans Herz gewachsen, so dass ich gar nicht wollte, dass das Buch endet. 

Tristan war der Soundtrack meines Sommers. Der Takt, zu dem ich mich bewegte. Die Melodie, zu der ich ein- und ausatmete. Die Songtexte, von denen ich lebte.      (Seite 277/278)


humorvoll, frisch, erstklassig
Da soll noch jemand sagen, Montage seien doof .....   In "Eine Woche voller Montage" bekommt man gleich einige davon geboten und hält damit definitiv ein Lesehighlight in der Hand. Jessica Brody überzeugt mit ihren Charaktere, ihrem klug eingefädelten Plot, ausgezeichnetem Humor und auch immer wieder mit Musik.
Mit einem Buch wie "Eine Woche voller Montage" könnte ich gerne in einer Zeitschlaufe gefangen sein .... 




Hiermit verleihe ich dem Buch "Eine Woche voller Montage"
von Jessica Brody die goldene Leseente.






Dass sie Autorin werden würde, war für Jessica Brody schon früh klar: Mit sieben schrieb sie ihre erste Geschichte und bastelte mit Pappe, Tapete und Isolierband auch gleich ein Buch daraus. Nach der Uni arbeitete sie einige Jahre für ein großes Filmstudio in Hollywood, ehe sie ihren Traum wahr machte und sich ganz aufs Schreiben konzentrierte. Ihre Bücher wurden in mehr als zwanzig Ländern veröffentlicht. Sie lebt heute abwechselnd in Kalifornien und Colorado.

(Bild- und Textquelle: Magellan)




© by Favolas Lesestoff