Posts mit dem Label Julie Leuze werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Julie Leuze werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 16. September 2016

[Rezigramm] "Herzmuschelsommer" von Julie Leuze


Titel: Herzmuschelsommer
Autorin: Julie Leuze
Verlag: Ravensburger Buchverlag (18. Mai 2016)
Genre: Contemporary Young Adult
ISBN: 978-3473584864
Seitenzahl: 352
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren


Inhalt:

Als Kim erfährt, dass sie nach der Geburt im Krankenhaus vertauscht worden ist, fährt sie kurz entschlossen zu ihren leiblichen Eltern in die Bretagne, um dort den Sommer zu verbringen. Diese Begegnung allein wäre schon aufwühlend genug, doch dann trifft Kim auch noch Padrig. Der nachdenkliche Junge, der viel Zeit auf einer Klippe am Meer verbringt, berührt ihr Herz sofort. Doch er hat ein dunkles Geheimnis ...
(Bild- und Textquelle: Ravensburger)  



Kim erfährt von ihrer Mutter, dass sie als Baby im Krankenhaus vertauscht worden ist. Mit dieser Information bricht Kims Welt zusammen. Sie redet sich ein, dass ihre Mutter sie gar nicht liebt, dass sie viel lieber ihre leibliche Tochter hätte. So entscheidet sie sich, den Sommer bei ihren genetischen Eltern in der Bretagne zu verbringen.

Dies wäre ja schon genügend Stoff für eine interessante Geschichte, doch dann lernt Kim den nachdenklichen Padrig kennen, der sehr viel Zeit auf der Klippe am Meer verbringt. Die zwei beginnen, die Zeit gemeinsam zu verbringen und schnell realisiert man, dass sich beide von etwas ablenken wollen.

Kim ist eine sympathische Protagonistin, die plötzlich in eine Identifikationskrise stürzt. Sind ihre 'Eltern' nun noch ihre Eltern? Hätte ihre Mutter nicht lieber ihre leibliche Tochter? Zu wem und wohin gehört sie nun? In dieser schwierigen Situation lernt sie Padrig kennen, der ihr die Gegend zeigt und mit dem sie reden kann.
Auch Padrig ist mir schnell ans Herz gewachsen, denn man spürt, dass er ein grundgütiger Mensch ist, aber einen Schicksalsschlag erleben musste, der ihn einfach nicht mehr loslässt.

Ich habe "Herzmuschelsommer" geliebt. Mit meinen Eltern bin ich früher beinahe jedes Jahr in die Bretagne gefahren und mir gefällt die Region wahnsinnig gut. Julie Leuze hat viel Hintergrundwissen und einige Sagen der Bretagne einfliessen lassen, so dass eine dichte, zum Teil sogar mystische Atmosphäre geschaffen hat.
Obwohl "Herzmuschelsommer" eine ruhige Geschichte ist, konnte sie mich völlig in ihren Bann ziehen. Geschickt zieht die Autorin den Spannungsbogen an und lässt alles in einem dramatischen Ende zusammenkommen.

Nicht alle Reaktionen und Handlungen von Kim waren für mich nachvollziehbar, aber in der Pubertät agiert man nicht immer so, wie das Erwachsene tun würden und dann kommt auch noch ihre schwierige Situation hinzu.


Julie Leuzes Schreibstil ist wieder sehr angenehm und flüssig zu lesen. Sie erzählt ihre Geschichte aus der ich-Perspektive von Kim, so dass man sich wirklich gut in die Protagonistin hineinversetzen und so ihre Gedankengänge besser nachvollziehen kann.





Einmal mehr ist es Julie Leuze gelungen, in "Herzmuschelsommer" ein kritisches Thema berührend, aber vor allem auch authentisch aufzuarbeiten. Eine feinfühlige Liebesgeschichte und die sagenumwobene Bretagne runden die Geschichte perfekt ab und haben mir fesselnde Lesestunden beschert.
"Herzmsuchelsommer" und die Bretagne sind definitiv eine (Lese-)Reise wert!








Die Bretagne, hatte mir Mia vor meiner Abreise aus der Stadt erklärt, sei ein grünes, mythisches Land am Meer, sonnendurchwirkt, windumtost und bevölkert von Druiden, Feen und süßen Jungs mit schwarzem Haar und blauen Augen.        (Seite 1)

Sechzehn Jahre lang war ich Mamas und Papas geliebtes Kind gewesen. Jetzt war ich bloss noch ein Trostpreis.     (Seite 58)




      



mehr zur Autorin: www.julieleuze.de










© Favolas Lesestoff


Sonntag, 4. Mai 2014

[Rezension] "Sternschnuppenträume" von Julie Leuze







Titel: Sternschnuppenträume
Reihe: nein
Autorin: Julie Leuze
Verlag: Egmont INK (3. April 2014)
ISBN: 978-3863960650
Seiten: 352
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
  







Julie Leuze hat mich letzten Sommer mit "Der Geschmack nach Sommerregen" so fasziniert, dass ich ein ganzes Summer Special dazu gemacht habe. Noch nie zuvor habe ich in einem Jugendbuch so detailliert beschriebene Liebesszenen gelesen. Die erotischen Passagen sind aber wie das ganze Buch wirklich feinfühlig und schön beschrieben und lassen die Schmetterlinge im Bauch tanzen.
Im Special gab es unter anderem den Beitrag "Brennpunkt Sex in Jugendbücher" sowie auch das Statement der Autorin zum Thema "Sex oder nicht Sex?".
Mich hat aber vor allem auch die Thematik der Synästesie und wie die Autorin diese im Buch umgesetzt hat total begeistert. So hatte ich auch Julies Farbpalette der Gefühle zusammengefasst.

Ganz klar also, dass "Sternschnuppenträume" ein Muss für mich ist/war.






Als Svea den Kopf in den Nacken legt und in den sternenklaren Nachthimmel schaut, geschehen zwei Dinge, mit denen sie absolut nicht gerechnet hat. Erstens: Sie sieht eine Sternschnuppe, eine lange, strahlende, wunderschöne – eine, die Wünsche in Erfüllung gehen lässt. Zweitens: Im nächsten Moment taucht Nick neben ihr auf. Nick sieht gut aus, ist charmant und wird ihr ganz bestimmt schon morgen das Herz brechen. Doch heute Nacht will Svea nicht an morgen denken. Sie will mit Nick Sternschnuppen zählen, eng umschlungen hier am Strand, bis es nichts mehr gibt außer ihnen beiden. Und vor allem will Svea nicht daran denken, dass es für sie und Nick keine Zukunft geben kann. Morgen wird die Welt wieder so sein wie vorher. Eine Welt ohne Nick. Oder etwa nicht?(Bild- und Textquelle: Egmont INK)





Einstieg ins Buch:
Wenn es eines gibt, das Seehunde absolut von uns Menschen unterscheidet, dann dies: Verlassene Jungtiere vergessen ihre Mütter innerhalb von Tagen.
Spricht das nun für oder gegen sie?

Eine Insel in der Nordsee - eine Strandparty , an der Svea und Nick ihre Ruhe suchen und unter Sternschnuppen aufeinander treffen. Beide sehen den wahren, verletzlichen Menschen hinter der Fassade und es kommt zu einem Kuss - unvergesslich für beide und doch nicht der Anfang einer Beziehung.

Wieder hat Julie Leuze ganz tolle und facettenreiche Charaktere gezeichnet.
Wenn man die beiden Protagonisten in der Schule sieht, könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Svea arbeitet in ihrer Freizeit in einer Seehundstation, die momentan ihr Zufluchtshafen ist. Hier trifft sie ihre beste Freundin Rieke und findet Ruhe bei den Heulern. Zuhaue hat sich nämlich innerhalb kürzester Zeit alles drastisch gewandelt. Veränderungen, die sonst niemand bemerken darf.
Nick ist ein Sonnyboy, ein Surfer, ein Frauenheld, der seine Freundin in einer On/Off-Beziehung regelmässig 'betrügt'. Das alles sind Attribute, die Svea gar nicht möchte und so versucht sie, den Kuss mit Nick so schnell wie möglich zu verdrängen.
Doch auch bei ihm ist nicht alles eitler Sonnenschein, doch was in der protzigen Familienvilla geschieht, darf natürlich niemand erfahren.

Das Leben ist, was wir daraus machen, in jedem einzelnen Augenblick.     (Nick, Seite 51)

"Sternschnuppenträume" wird abwechselnd aus der ich-Perspektive von Svea und Nick erzählt. So lernen wir die beiden Protagonisten schnell kennen und erfahren nach und nach mehr über sie - auch über ihre Geheimnisse, die sie unbedingt bedeckt halten möchten.

Wer in "Sternschnuppenträume" eine sommerlich leichte Lovestory sucht, wird definitiv nicht fündig. Eine Liebesgeschichte ja, aber nicht auf rosa Wolken sondern im knallharten Leben. Die Schicksalsschläge der beiden sind tragisch und prägen ihr Denken und Handeln. Doch es gibt immer ein Hoffnungsschimmer und Julie Leuze zeigt uns auf, dass es sich lohnt, für Träume zu kämpfen.

Ich schenke mir einen Kaffee ein, setze mich widerwillig Papa gegenüber und versüsse mir die Bitterkeit dieses Samstagmorgens mit Milch und viel, viel Zucker.     (Svea, Seite 65)

Julie Leuze schreibt wieder sehr authentisch und flüssig so dass sich die Geschichte trotz des zum Teil sehr tiefgründigen Themas leicht lesen lässt. Trotzdem gibt es einige Abschnitte, denen meiner Meinung nach etwas mehr Spannung gut getan hätten.

Auch in "Sternschnuppenträume" spricht die Autorin das Thema Sexualität sehr offen an und so müssen die Teenager merken, dass Sex im Stehen zum Beispiel nicht so einfach ist, wie es in so manchen Filmen den Anschein hat. Sehr schön finde ich, dass auch auf das Thema Verhütung eingegangen wird.







"Sternschnuppenträum" ist sicher kein 0815-Jugendbuch. Es ist nachdenklicher, kritischer, feinfühliger und behandelt Themen die nicht verschwiegen werden sollten.









Julie Leuze, geboren 1974, studierte Politikwissenschaften und Neuere Geschichte in Konstanz und Tübingen, bevor sie sich dem Journalismus zuwandte. Mittlerweile widmet sie sich ganz dem Schreiben von Romanen.
Julie Leuze lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Stuttgart.

http://www.julie-leuze.de/


Samstag, 10. August 2013

[Summer Special] Julie Leuze meldet sich zu Wort: Sex oder nicht Sex?



Am Dienstag ging der Beitrag "Brennpunkt Sex in Jugendbücher" an den Start und er raste innerhalb kurzer Zeit auf Platz 1, ist also der klickreichste Artikel in den letzten 30 Tagen. Wie am Dienstag versprochen, meldet sich nun noch Julie Leuze selber zu Worte und zeigt uns ihre Beweggründe auf, dass in "Der Geschmack von Sommerregen" Sex ein grossen Thema ist. Vielen liebe Dank für diesen Beitrag.


Sex oder nicht Sex, das ist hier die Frage...
Von Julie Leuze

Sex ist heutzutage allgegenwärtig - auch schon für Vierzehnjährige, ob einem das nun gefällt oder

nicht. Jeder Jugendliche, der Internetanschluss hat (also wohl wirklich jeder), kommt problemlos an Pornografie. Schon Teenies lesen „Shades of Grey“ (habe ich mehr als einmal in der S-Bahn gesehen) oder, für den Anfang, „Rush of love“ (da muss man sich nur mal bei den jugendlichen Bloggerinnen umschauen). Und wenn man auf die BRAVO-Internetseite geht, ist die auch nicht mehr so harmlos wie früher unsere Print-Version: Man findet in Wort und Bild Anleitungen zu den verschiedensten Stellungen, Umfragen zu Sex-Spielzeug, Tipps und Tricks dafür, wie das Mädchen dem Jungen einen runterholt sowie die Mahnung, sich mit dem Analverkehr ruhig noch ein bisschen Zeit zu lassen... na dann!


Sicher, nicht jeder Jugendliche nutzt diese Quellen. Aber aufgeklärt sind sie alle seit der Grundschule, und neugierig ist man spätestens ab der Pubertät natürlich auch, denn zum Erwachsenwerden gehört Sex nun mal dazu. 
Die Frage ist also weniger: Dürfen Dreizehn-, Vierzehnjährige überhaupt etwas über Sex erfahren? Denn das tun sie sowieso, und als Eltern die Augen davor zu verschließen ändert daran überhaupt nichts. Die Frage ist eher: Was sollen sie über Sex erfahren? 

Ich finde, man sollte den Mädchen (und Jungs) als Gegengewicht zu „Technikwissen“ und seelenloser Pornografie ruhig ein anderes, empfindsameres Kopfkino anbieten. Und dafür eignen sich Jugendromane sehr gut! Vor allem, wenn die Geschichten sich nicht nur um den Sex drehen, sondern auch um die Liebe. 


Natürlich sollten erotische Szenen in einem Roman ab 14 sensibel beschrieben werden und sich nicht auf eine Darstellung des „Wer steckt was wie wohin“ beschränken. Viel wichtiger sind die Gefühle und Gedanken, die mit der sexuellen Begegnung einhergehen. Glück, Angst, Liebe, Lust, Reue, Enttäuschung und Erfüllung: All das kann thematisiert werden und zum Nachdenken anregen.
Wichtig ist mir persönlich auch, dass der oft platte Jargon von Erotikbüchern in einem Jugendroman außen vor bleibt. Wenn dann noch die Verhütung thematisiert wird und idealerweise eine gewisse Vermittlung von Werten stattfindet (ohne erhobenen Zeigefinger, versteht sich), kann ich an Sex in Jugendromanen endgültig nichts Verwerfliches mehr finden. 

Darf also ein verantwortungsvolles Jugendbuch Erotik beinhalten? Ich denke, ja - solange die Erotik feinfühlig und überlegt eingesetzt wird. Dann kann sie sogar ein wünschenswertes Gegengewicht zu den Bildern bieten, die vielen Jugendlichen heute im Kopf herumspuken und die mit liebevoller Sexualität leider nur wenig zu tun haben.




Alle Beiträge des Summer Special:

Donnerstag, 8. August 2013

[Wer "A" sagt . . .] mit Julie Leuze







Vor meiner Karriere als Autorin . . . .

… wollte ich alles und nichts werden, habe gesucht und einfach nicht gefunden. Bis ich irgendwann schlagartig wusste: Romane schreiben. Das ist es.


Mir gefällt an meinem Beruf, . . . .

… fast alles: recherchieren, plotten, schreiben, mich verlieren, den Kopf in den Wolken haben, zurück auf die Erde finden. Nur das bange Warten auf die ersten Reaktionen, wenn das Baby dann auf der Welt ist, das ist nicht so schön.


Ein Tag im Leben einer Autorin . . . .

… ab acht Uhr schreiben, drei Tassen Kaffee trinken, mittags mit dem Hund raus und die Kinder abholen, dann Familien-Zeit. In der letzten Schreibphase abends nochmal an den Computer, nicht schlafen können, vom Adrenalin gepusht bis zum Umfallen arbeiten. Danach Manuskript abgeben und müüüüüde sein! Und dann geht’s mit dem nächsten Buch von vorne los.


Meine Ideen für ein Buch . . .

… fliegen mir aus der Welt um mich herum zu. Manchmal brauchen sie etwas, um zu reifen, manchmal wollen sie aber auch sofort verarbeitet werden.


Ein unvergessliches Erlebnis als Autorin . . .

… ist jedes Mal der Anruf, dass ein Projekt angenommen wurde. An das Hoch, das ich dann fühle – ich darf meine Geschichte zu Papier bringen!!! - , werde ich mich nie gewöhnen.


Mein Lieblingsbuch . . .

… ist heute ein anderes als vor einem Monat, einem halben Jahr, zwei Jahren... es gibt so viele tolle Bücher, sorry, da kann ich mich einfach nicht entscheiden.


Als nächstes plane ich . . .

… den zweiten Jugendroman für Egmont INK.






Als Kind . . . .

… habe ich heimlich Bücher für Erwachsene gelesen. Jetzt bin ich erwachsen und lese Bücher für Jugendliche. J Na ja, nicht nur!


Bücher . . . .

… sind Inspiration, Glück, Entspannung, Trost, Euphorie, Nachdenklichkeit, Wissen. Und manchmal alles zusammen.


Es war einmal . . . .

… ein Mädchen, dessen Mutter es liebevoll „Bücherwurm“ nannte, woraufhin das Mädchen tödlich beleidigt war. Dass die Mutter dann auf „Leseratte“ umschwenkte, machte die Sache nicht besser. J


Am liebsten . . . .

… hätte ich eine richtig schöne, altmodische Bibliothek zuhause, mit Bücherwänden, Kuschelsessel und einem Abstelltisch für heißen Tee. Hach...


Seit gestern weiß ich . . . .

… dass ich für den nächsten Roman hinter die Kulissen einer Seehundstation schauen darf.


Schon immer . . . .

… hat mir gefallen, dass man sich in seiner Arbeitszeit mit so vielen verschiedenen Themen beschäftigen darf, wenn man Autorin ist.



Ich will gar nicht wissen, . . . .

... ob ich einmal blind werde. Nicht mehr völlig selbstverständlich lesen und schreiben zu können – Horror!





Julie Leuze wurde 1974 in Wiesbaden geboren. Als Kind lernte sie das bayrische Landleben kennen, als Jugendliche München und als Abiturientin Mr Right. Sie studierte in Konstanz (viel See, wenig Stress), bekam drei Kinder (viel Liebe, wenig Schlaf) und arbeitete als Journalistin (viel Lokalkultur, wenig Skandalöses). Seit sie zeitgleich ihre Hochsensibilität und ihre Leidenschaft fürs Romanschreiben entdeckte, verfasst sie mit grosser Begeisterung Bücher für Erwachsene und Jugendliche. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Stuttgart.
(Autorenbeschreib hinten im Buch: Egmont INK)


mehr über Julie Leuze und ihre Bücher:

http://www.julie-leuze.de/





  • Der Geschmack von Sommerregen 
  • Der Duft von Hibiskus 
  • Der Ruf des Kookaburra     (Erscheinungstermin: November 2013) 
  • Selig am See 
  • Killesberg Kiss 
  • Empfindsam erziehen: Tipps für die ersten 10 Lebensjahre des hochsensiblen Kindes

 


Liebe Julie Leuze
herzlichen Dank für die tolle Zusammenarbeit. Es hat mir grossen Spass gemacht, das Special zu "Der Geschmack von Sommerregen" zu realisieren und ich bin schon sehr gespannt auf dein kommendes Jugendbuch ....

Favola


Und wer auch die anderen B-Sagerinnen kennenlernen möchte, findet diese hier: *klick*

Montag, 5. August 2013

[Summer Special] Farbpalette der Gefühle



Wenn man das Cover anschaut, kommt man gar nicht auf die Idee, was für eine immense Farbpalette an Gefühlen die Geschichte enthält. Wer meine Rezension zu "Der Geschmack von Sommerregen" kennt, weiss, wie begeistert ich davon bin, wie Julie Leuze das Farbenspiel in Sophies Wahrnehmung in die Geschichte eingewoben hat und damit ihren wunderbar leichten, zum Teil schon fast poetischen Schreibstil bereichert hat.

Aus diesem Grund habe ich mir das Buch ein zweites Mal vorgenommen und wirklich alle Farben von Sophies Monitor rausgeschrieben. So habe ich für euch Sophies ganz persönliche Farbpalette der Gefühle zusammengestellt:


Zudem habe ich drei Szenen aus dem Buch versucht malerisch festzuhalten:


Denn Mattis soll nicht sehen, dass ich den Kampf gegen die Tränen verloren habe. Stetig und salzig laufen sie mir über die Wangen, silbern tropfen sie über meinen inneren Monitor. Überdecken das Gold, verdrängen das Blau.
Ich hasse Silber.
(aus "Der Geschmack von Sommerregen" von Julie Leuze, Seite 79)



Meine Gefühle fahren Achterbahn: unten das schleimige, eifersüchtige Grün, oben goldüberglänzte Liebe. Unten das Beige dieser nagenden Unsicherheit, oben elfenbeinfarbene Hoffnung. Die Hoffnung darauf, dass ich für Mattis the one and only bin.
(aus "Der Geschmack von Sommerregen" von Julie Leuze, Seite 118)



Blau und Gold prallen auf spitzes Dunkelgrün, auf schmutzige Schlieren und Beige. Leiser Triumph wagt sich ans Licht, sofort überblendet von grellen Warnlichtern. Es ist zu viel, zu viele Farben, zu viele Emotionen, und ich schaffe es nicht, das Knäuel zu sortieren [...].
(aus "Der Geschmack von Sommerregen" von Julie Leuze, Seite 137)



Diese drei Motive habe ich mit dem Text zusammen als Postkarten entworfen.




Und als Abschluss habe ich mich noch bei Sophies Farbpalette bedient und drei Lesezeichen zum Buch kreiert:




Ich hoffe, dass ich euch mit diesem bunten Einblick in Sophies Emotionen  noch etwas mehr auf das Buch aufmerksam machen konnte.
Selbstverständlich sind meine Kreationen alles meine persönlichen Eindrücke, meine ganz eigenen Interpretationen.



Und hier geht es zu meiner Rezension zu "Der Geschmack von Sommerregen": *klick*