Ui, das ist ja sehr schnell gegangen . . . ich hätte sogar noch mehr bieten können . . . Es ist zwar etwas y-lastig, doch immerhin sind x und y doch je einmal vertreten . . .
Jetzt bin ich mal gespannt, welche Bücher so auf euren Listen zu finden sind.
Obwohl mich der erste Band "Spiegelkind" nicht ganz überzeugen konnte, wollte ich wissen, wie es mit den Pheen weitergeht. Zudem haben mir die ersten beiden Romane von Alina Bronsky einfach zu gut gefallen, als dass ich sie einfach so abschreiben möchte.
Sie hat eine Gabe. Sie wird verfolgt. Sie ist deine Mutter. Und wer bist du?
Im Leben der 15jährigen Juli ist alles geregelt. Auffallen ist gefährlich, wer der Norm nicht entspricht, wird verfolgt. Doch dann verschwindet Julis Mutter plötzlich spurlos und der Vater zittert vor Angst. Nach und nach kommt Juli hinter das Geheimnis ihrer Familie: Ihre Mutter ist eine der wenigen Pheen, die wegen ihrer besonderen Fähigkeiten in der Gesellschaft der totalen Normalität gefürchtet und verachtet werden. Gehört auch Juli bald zu den Ausgestoßenen? Zusammen mit ihrer neuen Freundin Ksü und deren Bruder Ivan macht sie sich auf eine gefährliche Suche - nach der verschwundenen Mutter, der verbotenen Welt der Pheen und der Wahrheit über sich selbst.
(Bild- und Textquelle: Arena)
Einstieg ins Buch:
Ich sehe das Feuer nicht, aber ich spüre seine Nähe.
Ganz abrupt und ohne Vorwarnung wird man als Leser in die Geschichte von "Spiegelriss" hineingeworfen und man blickt sich zuerst einmal verwirrt um und fragt sich, wo man ist. Die Protagonistin wird nicht mehr mit ihrem Namen sondern mit Babyfuss angesprochen, sie ist nicht mehr bei ihrer Mutter und ihren Geschwistern im Wald sondern in einem Rudel von Freaks und vor allem wurde aus der ich-will-wissen-was-mit-meiner-Mutter-ist-Juli ein ich-duck-mich-und-bleib-unsichtbar-Babyfuss. So hatte ich meine Mühe mit dem Einstieg, denn ich konnte mich beim besten Willen nicht daran erinnern, dass Juli am Ende des ersten Bandes zu diesem Rudel gestossen ist.
Nach und nach bekommt man jedoch erklärt, wie sich das zugetragen hat und die Geschichte bekomm an Fahrt. Das Rudel muss tagtäglich auf Essenssuche, was sich jedoch als immer grössere Herausforderung erweist, da die Normalen immer mehr aufpassen und kontrollieren. Als Goldgrube ist das Lyzeum, Julis alte Schule, bekannt und so möchte Kojote mit ihr genau dort auf Beutezug.
Auf dem Weg dahin entdeckt Juli einige riesige Plakate, auf denen ein altes Foto von ihr zu sehen ist. Dort wird sie als gefährliche und gewalttätige Phee gesucht. Se ist sozusagen der Staatsfeind Nummer 1.
Am Abend fliegt das Rudel durch eine Razzia auf und die Mitgleider verstreuen sich in alle Himmelsrichtungen. Juli ist völlig erstarrt, hat keine Ahnung, wo sie nun hin soll und so nimmt sich Kojote ihrer an.
Damals ging ich fest davon aus, dass mein Leben vorbei war. Ich hatte alles zerstört, was mir irgendwas bedeutet hatte. Allerdings wusste ich zu dem Zeitpunkt auch noch nicht, dass überall in der Stadt Plakate mit meinem Gesicht hängen und dass mein Name Synonym für schlimmste Gefahr geworden ist.
Juliane Rettemie hat den Kopf voller Fragen und stolpert ein bisschen unbeholfen, unwissend und naiv durch die Welt. Hier erkennen wir das behütete Mädchen aus gutem Hause, das sich keine Sorgen machen musste. Und obwohl sie in Band 1 eine schöne Entwicklung durchgemacht hat, scheint sie wieder bei null zu beginnen und handelt mehr als einmal kopflos und bringt damit sich oder andere in Gefahr.
Kojote an ihrer Seite hat mir jedoch sehr gut gefallen. Er ist undurchsichtig, intelligent, zielorientiert und wirkt sehr authentisch. Da er nicht viel von sich erzählt, weiss Juli nicht genau, ob sie ihm wirklich vertrauen kann und das macht die Sache natürlich noch etwas interessanter. Von ihm hätte ich gerne mehr erfahren, aber vielleicht wird das in Band 3 nachgeholt.
Als Leser fragen wir uns immer noch, was eigentlich eine Phee genau ist - und ob Juli nun wirklich ein Exemplar dieser Spezies ist. Gibt es Pheen eigentlich überhaupt oder sind sie eine Erfindung der Gesellschaft? Eigentlich eine praktische Lösung, um alle Probleme und alle Ängste zu projezieren und von sich selber abzulenken. Ein gemeinsamer Feind sollte doch stark machen, aber dem ist nicht so - überhaupt nicht. Denn in Band zwei wird der Graben zwischen den Normalen und den Freaks immer grösser und unüberwindbar, und es kommt zum Eklat. Ob da eine Phee ihre Finger im Spiel hat?
Die Mischung aus Dystopie und Fantasyelementen macht auch "Spiegelriss" aus. Das ist der Autorin wiederum sehr gut gelungen. Toll finde ich auch, dass die futuristische Welt für einmal sehr nah an unserer gehalten ist und sehr real wirkt. So kann man sich die beiden Gesellschaftsgruppen sehr gut vorstellen.
Was mir beim ersten Teil "Spiegelkind" etwas gefehlt hat, schafft Aina Bronsky im zweiten Teil: Sie baut eine Spannung auf, die mich an die Seiten fesselt. Leider schafft sie es nicht ganz, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, denn vor allem der Schluss geht mir einfach zu schnell und ich blätterte etwas vor den Kopf gestossen die letzte Seite um. Hatte ich da etwas verpasst?
Bei Alina Bronsky weiss man nie so genau, woran man ist und so können wir gespannt auf den dritten Band warten.
Das Cover an sich passt super zum Titel, farblich jedoch nicht wirklich zum ersten Band. Jener hat mir auch besser gefallen, aber in Band zwei ist halt fertig mit Harmonie. Von daher finde ich, dass das Buch alleine toll aussieht.
Mit "Spiegelriss" konnte sich Alina Bronsky steigern. Nach Einstiegsschwierigkeiten kam ich wieder in den Genuss des dystopischen Mixes mit Fantasyelementen. Die naive Juli hat einen ausgereiften und authentischen Partner an die Seite bekommen, der ihr und mir mehr als einem über die Runden geholfen hat.
Alina Bronsky, geboren 1978 in Jekaterinburg/Russland, verbrachte ihre Kindheit auf der asiatischen Seite des Ural-Gebirges und ihre Jugend in Marburg und Darmstadt. Nach abgebrochenem Medizinstudium arbeitete sie als Texterin in einer Werbeagentur und als Redakteurin bei einer Tageszeitung. Sie lebt in Frankfurt und telefoniert bis heute fast täglich mit ihren Großeltern in Sibirien. Scherbenpark ist ihre erste literarische Veröffentlichung. (Quelle)
Es ist schön, dass dir mein Blog so ausgezeichnet gefällt, dass du mich in den letzten Tagen so oft besucht hast. Ich kann es ja verstehen, dass du Angst hast, einen neuen Post zu verpassen, aber du darfst sonst sehr gerne Leser werden, dann würden dir meine Neuigkeiten angezeigt und du müsstes auch nicht mehr anonym kommentieren.
Dank dir sind meine Besucherzahlen enorm in die Höhe geschnellt. Im Normalfall besuchen mir durchschnittlich 200 Leser, doch vorgestern erreichte mein Blog dank dir den neuen Rekorde von sage und schreibe 1121 Besuchern! Unglaublich, was du mir für Höhenflüge bescherst . . .
Ganz anonym kannst du jedoch doch nicht bleiben, denn dank deinen englischen Kommentaren und meiner Statistik weiss ich, dass du irgendwo in den USA sitzt . . . oder woher sollen sonst die knapp 2400 neuen Aufrufe aus Übersee kommen?
Was du aber an meinem doch recht alten und unspektakulären Post 10 braune Bücher findest, kann ich mir auch nicht erklären. Ich weiss, dass die Aktion "Top Ten Thursday" von Alice wirklich eine tolle Idee ist, aber warum du deshalb mehrfach stündlich darunter einen Kommentar setzen musst, erschliesst sich mir nicht.
Aus diesem Grund, lieber, anonymer Besucher, bitte ich dich, diese zahlreichen Kommentare mit diversen (natürlich sehr empfehlenswerten) Links zu unterlassen, denn das Löschen dieser ist etwas mühsam. Zudem versaust du mir die Aussagekraft meiner Statistik. Auch möchte ich nicht unterbinden, dass anonyme Besucher kommentieren dürfen.
Ich danke dir vielmals für deine Aufmerksamkeit und dein Verständnis.
Titel: Ewiglich die Hoffnung Reihe: Ewiglich Band 2/3 Originaltitel: Everbound Autorin: Brodi Ashton Genre: Jugendbuch, Urban Fantasy Verlag: Oetinger (Dezember 2012) ISBN: 978-3789130410 Seiten: 384 vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Achtung, das ist die Rezension zum zweiten Band einer Trilogie!
Sehnsucht, stärker ist als jede Vernunft. Liebe, ewig und für alle Zeiten.
Nichts wünscht sich Nikki sehnlicher zurück als Jack, der sich für sie geopfert hat und den Weg ins Ewigseits angetreten war. Nun versucht Nikki alles, um ihn zu retten. Doch die Träume, in denen Jack ihr erscheint, werden immer schwächer und sie weiß, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt. Da macht der undurchschaubare Cole ihr ein unglaubliches Angebot und verspricht, Jack zu finden. Doch kann Nikki ihm wirklich trauen?
Dies ist der zweite Band der unendlich romantischen und zutiefst berührenden Trilogie "Ewiglich" von Brodi Ashton.
(Bild- und Textquelle: Oetinger Verlag)
Einsteig ins Buch:
Die alten Griechen nannten es Unterwelt oder Hades. Die alten Ägyter nannten es Earu oder Duat. Sie glaubten, es sei ein Ort für die Seelen der Toten.
Sie irrten.
Nachdem mich der erste Band dieser Trilogie nicht total vom Hocker gerissen hatte, wollte ich aber dennoch wissen, wie es mit den dreien weitergeht und habe ohne grosse Erwartungen das Buch geöffnet. Doch dann kam alles anders als erwartet: Die Story hat mich total gefesselt und ganz im Gegensatz zum ersten Band fieberte ich mit den Protagonisten mit und war richtig enttäuscht, als ich das Buch schon nach kurzer Zeit ausgelesen hatte. Brodi Ashton hat sich meiner Meinung nach ganz schön ins Zeug gelegt, den Charakteren mehr Leben eingehaucht und viel mehr Spannung aufgebaut. Aber beginne wir einmal am Anfang . . .
Jack hat sich für Nikki geopfert und ist in die Tunnels gegangen. Nikki selbst versinkt nun in Schuldgefühlen und kann sich an gar nichts mehr erfreuen. Sie lebt nur noch für die Nächte, in denen sie von Jack träumt und mit ihm kommuniziert. Wie er es für sie war, ist sie nun sein Anker zur Oberwelt und dadurch erhält sie ihn am Leben. Doch sie möchte ihre grosse Liebe unbedingt zurückholen. Doch dafür braucht sie Cole, der jedoch einen grossen Bogen um sie macht und mit seiner Band auf Tour ist.
"Was mir Sorgen machte, war der brüchige Damm, den ich im Laufe der letzten zwei Monate um mein Herz errichtet hatte. So lange hatte ich gebraucht, bis ich wieder halbwegs funktionierte. Stehen konnte, ohne umzufallen. Ein- und ausatmen, ohne mich bewusst darauf konzentrieren zu müssen. Reden, ohne loszuheulen. " (Seite 42)
Schnell fand ich mich wieder in Nikkis Welt zurecht und auch in diesem Band spürte man sofort ihre düstere, hoffnungslose Stimmung, die eine sehr dichte Atmosphäre ins Buch zauberte. Ihre einzige Hoffnung ist es, mit Coles Hilfe Jack aus den Tunnels zu befreien. Und so geht sie ein hohes Wagnis ein, um ins Ewigseits zu kommen. Nur knapp kann sie Cole noch retten.
Obwohl Jack ihre grosse Liebe ist, spürt sie sich auch immer wieder zu Cole hingezogen, was wohl auf ihre Verbindung der 100-jähirgen Nährung zurückzuführen ist. Sie fragt sich zwischendurch sogar, ob Cole wirklich ehrliche Gefühle für sie hegt.
Warum mich Band 1 nicht vom Hocker gerissen hat, lag wohl vor allem an den Protagonisten. Vor allem konnte ich mich für keinen der beiden Jungs so richtig begeistern. Jack wurde mir im Laufe des Buches sympathischer, der er war mir einfach zu brav, zu blass. Und Cole war für mich wirklich ein egoistischer Bösewicht.
Doch genau er war für mich die grosse Überraschung und der Höhepunkt in "Ewiglich die Hoffnung". Der Bösewicht macht eine tolle Entwicklung durch und zeigt Herz. Er ist facettenreich und bekommt durch seine Emotionen sehr viel Tiefgang. Als Leser wusste ich oft nicht, was ich von Cole halten sollte und genau das hat wohl noch zusätzlich fasziniert.
Da Jack in den Tunnels ist, kann er nicht "real" in der Geschichte anwesend sein. Doch Nikki hält sich an ihre Erinnerungen fest und so erhalten wir durch viele Rückblenden Einblicke in Nikkis und Jacks gemeinsame Zeit, wie sie sich kennen lernten, wie sie sich näher kamen ... So zeigt Jack doch eine beachtliche Präsenz, doch leider blieb er für mich immer noch etwas zu blass - so der nette Junge von nebenan.
"Mein Herz zerbrach. Ich spürte es, spürte ein richtiges Reissen in der Brust. Ich presste die Hände dagegen, versuchte, es zusammenzuhalten, aber es gelang mir nicht. Mein gebrochenes Herz sickerte mir durch die Finger. Ich sah zu, wie es passierte, und konnte doch nicht glauben, was ich da sah." (Seite 57)
Band 2 wartet mit viel mehr Action und Spannung auf. Spätestens mit dem Ausflug ins Ewigseits überschlagen sich die Dinge und man kommt kaum mehr zum Atem holen. Brodi Ashton hat mit dem Ewigseits eine interessante, abwechslungsreiche andersartige Welt erschaffen und verbindet Auszüge aus der griechischen Mythologie gekonnt mit einzelnen Fantasyelementen.
Ihr Schreibstil ist abwechslungsreich. Schon nach kurzer Zeit vermochte sie mich an die Seiten zu fesseln und fieberhaft blätterte ich eine um die andere um, weil ich mehr erfahren wollte, weil ich Antworten suchte. Und dann, kurz vor Schluss - alles scheint aufgelöst zu sein - wirft sie die ruhige, harmonische Szene total über den Haufen und stellt alles auf den Kopf. Und das Ganze ist so genial aufgegleist, dass sich alles ineinanderfügt und einem das eine oder andere klar wird.
Herzlichen Dank, liebe Frau Ashton, aber jetzt hätte ich bitte gerne den finalen dritten Band - und zwar so schnell wie möglich.
Die Gestaltung des Buches gefällt mir ausgezeichnet. Durch den dunklen Hintergrund sticht einem das blasse Geischt und die Blüte umso mehr ins Auge. Und wenn man den Schutzumschlag abnimmt, ist auch das Buch selber mit dem gemusterten dunklen Hintergrund versehen. Eine Optik, die Lust aufs Lesen macht.
"Ewiglich die Hoffnung" liest sich sehr flüssig und mutiert durch tiefe Emotionen, der dichten, etwas düsteren Atmosphäre, facettenreichen Charakteren und unerwarteten Wendungen zu einem Pageturner. Brodi Ashton ist eine geniale Fortsetzung gelungen!
Brodi Ashton studierte Journalismus an der Universität Utah und erwarb einen Master im Fach Internationale Beziehungen an der London School of Economics. Sie ist Mutter von zwei Söhnen, lebt mit ihrer Familie in Utah und erzählt über sich, ihr Leben und das Abenteuer, Autorin zu sein, in ihrem Blog brodiashton.blogspot.com. Die Trilogie »Ewiglich« ist ihre erste Buchveröffentlichung für junge Erwachsene, »Ewiglich die Sehnsucht« der erste Teil davon. Die Geschichte ist von der griechischen Mythologie um Persephone, Tochter des Zeus und der Demeter, inspiriert, jedoch in einer modernen Highschool angesiedelt.
(Bild- und Textquelle: Oetinger)
Schon seit einiger Zeit habe ich mir vorgenommen, an der Aktion Montagsfrage von Paperthin mitzumachen. Und nun kommt mein erster Beitrag dazu zum letzten Möglichen Zeitpunkt, am Sonntag.
Gibt es einen Verlag, dessen Bücher dir besonders gut gefallen?
Ich lese Bücher aus sehr vielen verschiedenen Verlagen und es gibt selbstverständlich Bücher, die mir besser oder weniger gut gefallen. In meinem Regal stehen sehr viele Bücher von cbj/cbt. Vom Cover her gefallen mir vor allem Bücher von Loewe und Carlsen sehr gut. Am besten gefallen mir aber die Bücher von Script5. Da wird nicht nur auf das Cover geschaut, sondern auch der Leineneinband wird in die Gestaltung mit einbezogen. So sind die Bücher ein Gesamtkunstwerk, hochwertig hergestellt und stechen einem sofort ins Auge.
Aber bei Script5 stimmt für mich nicht nur die Optik, auch der Inhalt konnte mich bisher immer überzeugen. Die Autoren, die in diesem Verlag veröffentlichen, bestechen mit ihrem tollen Schreibstil, allen voran natürlich Maggie Stiefvater. Aber auch die Storys empfinde ich als einmalige Leseerlebnisse und ich freue mich über jedes neuen Buch, das ins Programm aufgenommen wird . . . jetzt als neustes dann "Dark Destiny" von Jennifer Benkau.