Sonntag, 14. Juni 2015

[Rezigramm] "Marrakesh Nights" von Heike Abidi



Titel: Marrakesh Nights
Reihe: nein
Autorin: Heike Abidi
Verlag: Coppenrath (1. Juni 2014)
Genre: Jugendbuch
ISBN: 978-3649617624
Seitenzahl: 254 Seiten
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 12 Jahren


Inhalt:

Leonie möchte unbedingt mit ihrer Clique nach Spanien fliegen. Meer, Party, Zelten – das ist die perfekte Gelegenheit, um ihrem großen Schwarm Daniel näherzukommen. Doch Leonie hat die Rechnung ohne ihre Eltern gemacht, die sie auf keinen Fall in den spanischen Partyurlaub ziehen lassen möchten. Stattdessen soll die 17-Jährige nach Agadir zu den Verwandten ihres marokkanischen Vaters geschickt werden – für Leonie klingt das wie ein schlechter Scherz. Was soll sie denn auf der falschen Seite des Mittelmeers, so weit entfernt von ihrem Angebeteten? Erst als ihre beste Freundin Maja ganz begeistert von der Idee ist, Leonie in das arabische Land zu begleiten, willigt sie halbherzig ein. Nicht ahnend, dass den Freundinnen der wohl aufregendste Sommer ihres Lebens bevorsteht...
(Bild- und Textquelle: Coppenrath)  





Leonie ist im Schwärm-Schmacht-Modus, denn Daniel hat sie doch wirklich geküsst .... nur blöd, dass er sie am nächsten Tag in der Schule nicht einmal angeschaut hat. Doch dann kennt er doch plötzlich ihren richtigen Namen und lädt sie zum Zelten mit seinen Freunden ein. Und so überlegt sie, wie sie ihre Eltern dazu bringen könnte, ihr diesen Urlaub zu erlauben, denn nur im eigenen Biergarten "Marrakesh Nights" möchte sie keine 'Ferien' verbringen.

Doch alle Überredungskünste und Ideen bringen nichts, ihre Eltern willigen nicht ein, haben jedoch eine ganz neues Reiseziel für sie: Marakko, das Heimatland ihres Vaters. Dort soll sie ihren Onkel und seine Familie besuchen. Das hat ihr gerade noch gefehlt, denn vor allem ihren Cousin hat sie nicht wirklich in guter Erinnerung. Doch es nützt alles nichts, bald sitzt sie mit ihrer Freundin Maja im Flugzeug und hat den Urlaub ihres Lebens vor sich.


Leonie ist 17 Jahre alt und hilft zuhause regelmässig im Biergarten "Marrakesh Nights" aus. Doch in letzter Zeit ist sie nicht mehr so bei der Sache, denn in ihrem Bauch flattern Schmetterlinge und ihre Gedanken drehen nur noch um Daniel. Im Grunde genommen ist sie eine sympathische Protagonistin, doch im empfand sie doch als recht naiv. Aber bekanntlich macht Liebe ja blind, vor allem, wenn es sich um die erste handelt ....
Ihre beste Freundin Maja hat mir da doch einen Tick besser gefallen, denn sie ist schon wesentlich reifer, agiert überlegter und holt Leonie regelmässig auf den Boden zurück.


"Marrakesh Nights" ist ein richtig schönes Sommerbuch. Schon das Cover weckte das Fernweh und der Schauplatz Marroko lädt ein, um sich an der Sonne zu wärmen. Das orientalische Setting hat mir ausserordentlich gut gefallen, denn ich reise literarisch sehr gerne in ferne Länder, die ich selber noch nicht besucht habe.
Auch sehr gut gefallen hat mir der Verlauf und das Ende der Geschichte. Zuviel wird hier natürlich nicht verraten, aber ich habe es als anders als erwartet und sehr positiv empfunden.
Toll fand ich auch, wie Heike Abidi Vorurteile gegenüber der arabischen Welt in die Story integriert und aufklärt.

Über Leonies Verhalten musste ich schon ab und zu den Kopf schütteln. Da sind ihr einige Schnitzer unterlaufen, die ihr vielleicht nicht passiert wären, wenn sie nicht kopflos auf Wolke sieben geschwebt wäre.
Auch ihre Zickerein mit ihrem Cousin Jamil gingen mir nach einer Weile etwas auf die Nerven.
Zu einem grossen Teil war die Geschichte natürlich vorhersehbar, doch das hat mich nicht wirklich gestört. Zudem endet es anders als erwartet und das war genau richtig.


Heike Abidi lässt die Protagonistin Leonie in kurzen Kapiteln aus der ich-Perspektive erzählen. Ihr Schreibstil ist jugendlich und lässt sich sehr flüssig lesen. Mit einzelnen Details haucht sie ihrer Geschichte das orientalische Flair ein und entführt uns beinahe in ein Märchen aus 1001 Nacht.




"Marrakesh Nights" ist mehr als die Geschichte über die erste Liebe. Heike Abidi bringt das orientalische Flair Marokkos auch nach Balkonien oder sogar ins verregnete Europa.
Ein wirklich schönes Buch vor allem für jugendliche Leserinnen.










"Ich bin hellwach", behaupte ich, und das ist nicht einmal gelogen, denn zum Träumen muss man schliesslich nicht unbedingt schlafen. Im Gegenteil, es ist sogar viel besser, dabei wach zu bleiben, denn dann kann man wenigstens das Drehbuch bestimmen.     (Leonie, Seite 4)


"Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Oder wie man in Marokko sagt: Humor und Geduld sind zwei Kamele, mit denen du durch jede Wüste kommst."   (Pa, Seite 35)


Liebe ist wirklich ganz schön lächerlich. Jedenfalls für Aussenstehende.     (Leonie, Seite 165)



@ by Favolas Lesestoff

Donnerstag, 11. Juni 2015

Top Ten Thursday #212



10 Bücher aus dem Carlsen Verlag


Der Carlsen Verlag hat richtig tolle Bücher und vor allem lese ich schon sehr lange Titel aus diesem Verlag. So zeige ich euch heute eine Mischung aus Büchern, die ich noch vor meinem Blog gelesen habe und solchen, die ich auch rezensiert habe.
Erschreckend ist, wie viele Carlsen Bücher noch auf meinem SuB schlummern. Alles Must-Heaves, die leider langsam Staub ansetzen ....


            

            


Als "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" erschien hat es hohe Wellen geworfen. Eschienen ist es erstmals 1978 und erzählt die wahre Geschichte der drogensüchtigen Christiane F. Und so musste ich das Buch dann im meiner Jugend auch lesen ... ein Werk, das bis heute aktuell ist und Leute bewegt.

Harry Potter wird wohl heute bei sehr vielen zu finden sein, es ist wohl die Reihe, die Jugendbücher salonfähig gemacht hat. Ich persönlich habe damals als erstes den dritten Teil gelesen, da Band 1 & 2 vergriffen waren ....

Lange habe ich Stephenie Meyer widerstanden, doch dann hatte ich doch das Gefühl, dass ich als Bibliothekarin wissen muss, was hinter diesen Büchern steckt. Und so habe ich nach der Ausleihe "Bis zum Morgengrauen" nach Hause genommen. Morgens um vier war das Buch dann ausgelesen. Nachdem ich bis zum Mittag geschlafen hatte (nur gut hatte ich gerade Ferien), ging es in die Buchhandlung um Band 2 zu kaufen .... eine Nacht später war auch dieser verschlungen und am folgenden Tag kaufte ich mir dann gleich Teil 3 & 4. So kam es, dass ich Twilight innerhalb 4 Nächte regelrecht gefressen hatte. Meiner Meinung nach ist Stephenie Meyer massgeblich daran Schuld, dass zum einen Fantasy, zum anderen aber vor allem diese neue Alterklasse (Young Adult) solchen Aufwind bekommen hat.

"Seelen" gegenüber war ich dann erst sehr skeptisch, denn damals hatte ich noch nichts aus dem Bereich Science Ficiton gelesen. Dazu kam, dass das Buch ja sehr umfangreich ist .... doch es konnte mich positiv überraschen und ich war froh, dass es so ganz anders als Twilight war.

"Delirium" fand ich damals richtig klasse und inzwischen habe ich es sogar nochmals als Hörbuch konsumiert. Nun sollte ich mich nur endlich aufraffen und Band 2 & 3 in die Hand nehmen ....

"Die Flammende" hat für alle etwas: ein neues, detailliert beschriebenes Reich, facettenreiche & sympathische Charakteren, fantastische Monster, eine schöne Liebesgeschichte ohne Kitsch, Verschwörungen, eine grosse Schlacht und einige überraschende Wendungen. 
Die Bücher von Kristin Cashore kann ich jedem nur ans Herz legen. 

"Light & Darkness" ist ein fantastisches Lesevergnügen mit einzelnen dystopischen Aspekten, einer guten Prise Humor und einer schönen Liebesgeschichte.
Erst ist Laura Kneidls Debüt als E-Book bei impress erschienen, danach wurde es jedoch auch gedruckt.

"Frostblüte" ist eine romantische im High Fantasy angesiedelte Geschichte, die sich zwar äusserst leicht und schnell lesen lässt, jedoch auch einige Fragen aufwirft und mich nicht ganz zufrieden zurück gelassen hat. Trotzdem bereue ich es nicht, das Buch von Zoë Marriott in die Hand genommen zu haben, denn interessante Charaktere und Frosts Suche nach sich selbst konnten mich fesseln und haben mich gut unterhalten.

Wie Monde so silbern: Marissa Meyer konnte mich mit ihrer futuristischen Aschenputtel-Adaption überraschen und faszinieren. Ich klebte förmlich an den Seiten und ich möchte unbedingt wissen, wie es mit Cinder weitergeht wenn ihr ein modernes Rotkäppchen zur Seite gestellt wird. Auch hier warten Band 2 & 3 immer noch auf meinem SuB.

In "Obsidian. Schattendunkel" mischt Jennifer L. Armentrout alt bekannte Klischees mit neuen Ideen auf, so dass ein kurzweiliger Mix entsteht, den man am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen würde. Bissige Wortduelle, die nur so vor Sarkasmus triefen, machen richtig gute Laune, so dass ich mich schon auf "Onyx" und Opal" freue.



Welches sind eure Lieblingsbücher aus dem Carlsen Verlag?


Mittwoch, 10. Juni 2015

Waiting on Wednesday #2

Diese Aktion wird von Breaking the Spine gehostet.


Als Bookaholic ist meine Wunschliste immer gut gefüllt und ich warte ständig sehnsüchtig auf eine Neuerscheinung - meistens sogar auf mehrere. In dieser wöchentlichen Aktion möchte ich euch jeweils einen Titel, auf den ich mich schon riesig freue, etwas näher bringen. Vielleicht wandert er ja auch auf eure Wunschliste .... 





Titel: Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem
Autorin: Nina LaCour
Reihe: nein
Originaltitel: The Disenchantments
Verlag: Carlsen
Genre: Contemporary Young Adult, Coming-Of-Age
Ausführung: Hardcover, 272 Seiten
ISBN: 978-3551583345
Erscheinungstermin: 2. Juli 2015



Inhalt:
Auf nach Europa! Die Schule ist geschafft, jetzt werden Colby und Bev reisen, ein Jahr lang. Das bedeutet Abenteuer, Freiheit – und vielleicht Liebe? Darauf hofft zumindest Colby, der schon ewig in seine beste Freundin verknallt ist. Doch bevor die zwei losfliegen, geht es noch für eine Woche mit Bevs Girlband auf Tour durch Kalifornien, im alten VW-Bus von Colbys Onkel.
Was als cooler Roadtrip beginnt, wird zum Desaster, als Bev die Bombe platzen lässt: Sie will nicht mit nach Paris, sondern stattdessen studieren. Colby ist fassungslos. Wann hat Bev ihre Pläne geändert? Warum wusste er nichts davon? Und was zum Teufel soll er jetzt bloß anfangen – ohne sie?
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(Bild- und Textquelle: Carlsen Verlag)  





Ich bin schon recht früh auf dieses Buch aufmerksam geworden, schon beim Schmökern in den Carlsen Neuerscheinungen ist mir das Cover ins Auge gestochen. Es macht so richtig gute Laune und schreit förmlich danach, im Sommer verschlungen zu werden. So habe ich das Cover in meinem Juli-Ordner abgespeichert und nicht mehr weiter daran gedacht .... bis ich dann auf einen Post von Sandy gestossen bin, in dem sie sich riesig darüber freut, dass "The Disenchantments" endlich übersetzt wird. Tja und da ist "Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem" sofort auf meiner Wunschliste gelandet, denn auf Sandys Buchtipps kann ich mich verlassen ....


Mögt ihr solch lange Titel?
Und lest ihr gerne Sommerbücher?




Dienstag, 9. Juni 2015

[Rezension] "City of Heavenly Fire" von Cassandra Clare






Titel: City of Heavenly Fire
Reihe: Die Chroniken der Unterwelt Band 6
Autorin: Cassandra Clare
Genre: Jugendliteratur, Urban Fantasy
Verlag: Arena (5. Februar 2015)
ISBN: 978-3401066745
Seiten: 896
vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 15 Jahre





Ich liebe diese Reihe einfach . . . .


Jace trägt das Himmlische Feuer in sich und Sebastian verkündet den finalen Schlag gegen die irdische Welt. Um zu verhindern, dass Dämonen über die Städte herfallen, müssen Clary und Jace mit ihren Freunden in die Schattenwelt eindringen. Wird es ihnen gelingen, Sebastians finstere Pläne zu stoppen, ohne selbst Schaden zu nehmen? Als sie auf Clarys dunklen Bruder treffen, stellt er Clary vor eine schier unlösbare Aufgabe: Entweder sie kommt an seine Seite oder er vernichtet ihre Familie und Freunde, die Welt und alle Schattenjäger …
(Bild- und Textquelle: Arena Verlag)





Einstieg ins Buch:
Am Tag, als Emma Carstairs' Eltern ermordet wurden, war strahlend schönes Wetter.

Es ist immer ein Krux mit einem grossen Reihenfinale: zum einen freut man sich riesig darauf, zum anderen möchte man von lieb gewonnen Charaktere gar nicht Abschied nehmen und schiebt die Lektüre noch etwas weiter hinaus. Und so erging es mir auch mit "City of Heavenly Fire". Über Jahre hinweg habe ich mit Jace, Clary, Simon, Isabel, Alex, Magnus, .... gebangt und gehofft und nun soll alles zu Ende sein? Doch schon der Prolog zeigt auf, dass dieser letzte Band auch der Beginn von etwas Neuem ist. Da sind wir nämlich im Institut in Los Angeles und lernen die junge Schattenjägerin Emma Carstaris und Julian Blackthorn mir seinen vielen Geschwistern kennen. Zum einen ist das in "City of Heavenly Fire" ein neuer Handlungsstrang, zum anderen wird daraus eine weitere Chronik und zwar "The Dark Artifices".

"Nicht immer sind Helden diejenigen, die gewinnen", erklärte sie. "Manchmal sind es diejenigen, die verlieren. Aber sie kämpfen weiter, egal, was kommt. Sie geben nicht auf - und genau das macht sie zu Helden. "     (Clary, Seite 121)

Jeder neue Band der Chroniken der Unterwelt ist für mich wie ein Klassentreffen mit alten Freunden. So detailliert sind die Charaktere gezeichnet, so viel haben wir schon mit ihnen durchgemacht. Schon nach wenigen Seiten habe ich mich wieder daheim gefühlt und wollte gemeinsam an der Seite der Schattenjäger gegen Sebastian und seine Erdunkelten kämpfen und die Welt retten. Nur kurz weilen wir dieses Mal in unserer Welt. Schon nach kurzer Zeit müssen wir alle durch ein Portal nach Idris flüchten und realisieren bald, dass auch diese Stadt nicht so sicher ist, wie es den Anschein hatte. 

Gekonnt spielt Cassandra Clare mit ihren Charaktere wie mit Marionetten im Puppentheater und gibt die Fäden dabei nie aus den Händen. Jeder durchlebt Höhen und Tiefen, ein Wechselbad der Gefühle und entwickelt sich weiter. Darin ist Cassandra Clare wirklich eine grosse Meisterin. Selten erlebt man so facettenreiche, authentische Protagonisten, die sich selber treu, aber doch nicht stehen bleiben.

Simon ist und bleibt ein richtig toller Charakter, der sich auch im finalen Band toll weiterentwickelt und nun einen festen Platz in der Reihe der Schattenjäger-Freunde hat. 
Aber auch Clary macht sich und wirkt auf mich viel stärker und selbstbewusster. Sie ergreift die Initiative und versucht Jace so gut wie möglich zu unterstützen. Hach ja, zu Jace muss ich wohl nichts mehr sagen ....

"Tut mir leid. Es ist nur ... du weisst doch, wie ich bin. Auf schlechte Nachrichten kenne ich nur zwei Reaktionen. Zügellosen Zorn und dann eine scharfe Linkskurve in Richtung siedender Selbsthass."     (Jace, Seite 349)

Die Geschichte beginnt in alt bekannter Clare-Manier: rasant, fesselnd und mitreissend. Doch dann habe ich irgendwie das Gefühl, dass sich die Autorin in all ihren Handlungssträngen etwas verliert und ich musste die eine oder andere Länge verbuchen. Die Erwartungen waren immens hoch und die Autorin wollte es beinahe etwas zu gut machen. Gerade im mittleren Teil wäre meiner Meinung nach weniger mehr gewesen. Inzwischen sind es so viele tolle Charaktere geworden, dass es schwierig ist, allen gerecht zu werden. Und doch bin ich froh, dass Cassandra Clare alle bis zum Ende begleitet und wir nach so vielen Seiten wirklich erfahren, was aus jedem geworden ist. Und so ist "City of Heavenly Fire" meiner Meinung nach ein sehr gutes, solides Ende einer grandiosen Reihe. 

Eine Landkarte ihrer Tapferkeit und Hoffnung, ihrer Träume und Wünsche war klar und deutlich auf ihren Körpern abgebildet. Schattenjäger waren vielleicht nicht gerade mitteilsam, aber ihr Haut log nicht.     (Seite 671)



Die Erwartungen an das grosse Finale der Chroniken der Unterwelt waren enorm hoch gesteckt und Cassandra Clare wollte es sogar etwas zu gut machen. Trotz einigen Längen ist "City of Heavenly Fire" aber ein würdiges Ende einer grandiosen Reihe. Die Chroniken der Unterwelt sind nicht mehr aus meinem Buchregal wegzudenken.







               
  1. City of Bones
  2. City of Ashes
  3. City of Glass
  4. City of Fallen Angels
  5. City of Lost Souls
  6. City of Heavenly Fire






Cassandra Clare wurde in Teheran geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Ihre ReiheChroniken der Unterwelt sowie die neue Trilogie Chroniken der Schattenjägerwurden auf Anhieb zu einem internationalen Erfolg, ihre Bücher stehen weltweit auf den Bestsellerlisten...
(Textquelle: Arena)

gemeinsam lesen #116


eine Aktion von Asaviels Bücher-Allerlei
die nun von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher weitergeführt wird




1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich lese "Das unendliche Meer" von Rick Yancey und bin auf der Seite 37.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?


Im Hotel erzählte mir Sullivan, dass sie hinter einem Bierkühlregal einen Soldaten erschossen hat und wie schlecht sie sich anschliessend fühlte.



3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?


Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass ich mich damals mit dem Einstieg in "Die fünfte Welle" schwer getan habe und mich Rick Yancey erst nach etwa 100 Seiten packen konnte. Nun scheint es mir mit der Fortsetzung gleich zu gehen, denn ich habe ehrlich gesagt noch einige Orientierungsschwierigkeiten mit den vielen verschiedenen Personen mit ihren Übernamen.
Aus dem ersten Teil sind mir vor allem noch Cassie und der Silencer Evan Walker in Erinnerung geblieben. Doch Cassie bleibt hier zu beginn erst einmal mit den anderen zurück, denn sie hofft, dass er trotz allem überlebt hat. Und so machen wir uns mit Ringer auf den Weg, um die Höhlen zu suchen, der scheinbar einzige sichere Ort.
Nun ist aber mein Problem, dass ich mich nicht mehr wirklich an Ringer erinnern kann .... und genau ihre ich-Perspektive erlebe ich nun, was mir den Einstieg in die Geschichte erschwert. Aber ich bin ja erst auf Seite 37, da muss ich halt noch etwas Geduld aufbringen. Rick Yancey hat mir ja schon letztes Mal bewiesen, dass sich das lohnt.



4. Habt ihr euch schon mal so sehr über einen Protagonisten geärgert oder euch von ihm genervt gefühlt, dass ihr ein Buch deswegen abgebrochen habt oder euch richtig durchkämpfen musstet?


Oh, hier fallen mir spontan zwei ein ... beide weiblich und mit einem sehr ähnlichen Namen ...
Einmal Kylie aus "Shadow Falls Camp" und zum andern Kaylee aus "Soul Screamers".
Abgebrochen habe ich die Bücher aber trotzdem nicht ...




Über welchen Protagonisten habt ihr euch so richtig geärgert?


[Rezension] "Monument 14. Die Rettung" von Emmy Laybourne






Titel: Monument 14. Die Flucht
Reihe: Band 2
Autorin: Emmy Laybourne
Genre: Jugendliteratur, Science Fiction, Endzeitroman
Verlag: Heyne Verlag (12. Mai 2014)
ISBN: 978-3453534551
Seiten: 304
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren





Band 1 & 2 von "Monument 14" konnten mich kurzweilig unterhalten, also stand schon lange fest, dass ich auch das Trilogiefinale lesen muss.




Nachdem ein Tsunami die Ostküste der USA verwüstet hat, finden sich Dean und sein kleiner Bruder Alex in einer Welt wieder, in der nichts mehr ist, wie es einmal war. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen gelingt es ihnen, sich in ein Flüchtlingslager in Kanada zu retten. Doch Zeit zum Atemholen bleibt ihnen nicht: Noch immer ist Josies Schicksal ungewiss, die sich mit ihnen aus dem Herzen des Sturms retten konnte und dann spurlos verschwand. Und auch Astrid, Deans Freundin, schwebt in Gefahr: Da sie während des Chemieunfalls, der sich kurz nach der Naturkatastrophe ereignete, schwanger war, zeigt die Regierung nun ein beunruhigendes Interesse an ihr. Astrid fürchtet um ihr Kind und flieht aus dem Flüchtlingslager, begleitet von Dean. Doch sie ahnen nicht, was sie draußen erwartet ...
(Bild- und Textquelle: Heyne)





Einstieg ins Buch:
Nikos Augen zuckten von mir zu Alex, zu Jake und wieder zurück.
"Ich hol sie da raus. Wer kommt mit?"

Nach "Monument 14" und "Monument 14. Die Flucht" habe ich es endlich geschafft, den Abschluss in die Hände zu nehmen. Die ersten beiden Bände konnten mich kurzweilig unterhalten und haben mich vor allem mit dem Setting im Warenhaus überzeugen können, So eignet sich Emmy Laybournes Trilogie ganz sicher für all jene, die Lesfutter suchen, das in einem düsteren Endzeitszenario spielt. 

Im Lager war fast alles knapp, aber Verschwörungstheorien gab es mehr als genug.     (Dean, Seite 31)

Band 3 liest sich zwar auch locker, doch er konnte mich nicht gleich wie die ersten beiden Teile packen. Die Autorin musste einiges an Zeit investieren, um die 'Handlung' vorzubereiten. Wo wir vorher die Kapitel aus den Perspektiven der Brüder Dean und Alex erlebt haben, ist das hier anders. Alle Kinder und Jugendliche sind in einem 'Flüchtlingslager' in Kanada, nur Josie ist noch in den Staaten und zwar in einer Einrichtung für Nuller, Personen mit Blutgruppe null, die durch die ausgetretenen Chemikalien die Beherrschung über sich verlieren. In dieser Einrichtung geht es alles andere als menschlich zu und her und als die anderen per Zufall ein Foto von Josie in der Zeitung entdecken, beschliessen sie, eine Rettungsaktion zu starten. Sie alle dachte nämlich, dass Josie tot wäre.
So machen sich Niko (erfahrener Pfadfinder und in Josie verliebt), Astrid (im 6. Monat schwanger und auf der Flucht, da an ihr Experimente gemacht werden sollen), Dean (Erzähler und Freund von Josie) und Jake (Ex-Freund von Astrid und werdender Vater) erneut auf den Weg.

Aber ich will nicht hoffen. Wenn man Hoffnung hat, ist einem nicht mehr alles egal.     (Josie, Seite 25)

Erst musste ich mich an die Perspektivenwechsel gewöhnen, denn in Band 2 erlebten wir ja noch Dean und seinen Bruder Alex. Danach konnte mich aber gerade der Handlungsstrang von Josie überzeugen. Ich finde es toll, dass Mario Scietto auch wieder einen Platz in der Geschichte gefunden hat und mit ihm zusammen baut sich Josie eine neue 'Familie' in einer wirklich tristen und brutalen Einrichtung auf. Und so darf man auch in Band 3 nicht zart besaitet sein, denn es gibt einige grausame Szenen.

Zwar ist "Die Rettung" für mich ein zufriedenstellendes Ende, doch ich muss trotzdem anmerken, dass ich es den schwächsten Teil fand. Klar fehlte das spezielle Setting im Einkaufszentrum vom Anfang, doch der grösste Kritikpunkt von meiner Seite ist vor allem der etwas zähe Beginn, bis es endlich wieder losging. Sobald dann aber Dean, Niko, Astrid und Jake wieder unterwegs waren, bekam auch die Geschichte mehr fahrt und überschlägt sich beinahe, bevor dann alles etwas zu glatt und einfach endet. 

Bewusstlose Menschen sind schwer. Aber immer noch leichter als tote.     (Josie, Seite 162)


Obwohl ich den einen oder anderen Kritikpunkt zu verzeichen habe, ist "Monument 14. Die Rettung" im grossen und ganzen ein zufriedenstellender Trilogieabschluss.
Wer Lesefutter sucht, das in einer düsteren Zukunftsvision spielt, ist mit Emmy Laybournes Trilogie sicher gut bedient.








         


     1.  Monument 14     zu meiner Rezension
     2.  Monument 14. Die Flucht     → zu meiner Rezension
     2.5  Monument 14. Jakes Geheimnis     (eBook, Kurzgeschichte)
     3.  Monument 14. Die Rettung     








© Emmy Laybourne
Emmy Laybourne arbeitete als Schauspielerin, ehe sie zum Schreiben kann. Über den großen Erfolg von MONUMENT 14, ihrem Debütroman, ist sie noch immer selbst erstaunt. Mit ihrem Mann, zwei Kindern und der australischen Echse Goldie lebt sie im Bundesstaat New York.
(Bild- und Textquelle: Heyne)






Samstag, 6. Juni 2015

[neuer Lesestoff] Wonnemonat Mai



Der Wonnemonat Mai hat es buchtechnisch wirklich sehr gut gemeint. Ich hatte Glück beim Tauschen und gebraucht kaufen und dann gab es auch noch eine tolle Überraschung.


Mit "Feuer und Flut" kam wieder einmal eine neue Dystopie auf den Markt und die ist natürlich sofort auf meinem Merkzettel notiert worden. Zwar erinnern einige Dinge schon an die Tribute von Panem, aber bisher habe ich nur Positives zum Buch von Victoria Scott gehört.

"Opal. Schattenglanz" habe ich am Welttag des Buches bei Buchfeder gewonnen. Über diesen Gewinn habe ich mich riesig gefreut, denn es stand ganz weit oben auf meinem Wunschzettel. Nun kann ich also bald Band 2 & 3 hintereinander geniessen. Nochmals ganz herzlichen Dank für diesen tollen Gewinn!

Wie alle Bücher von Kira Gembri, habe ich auch "Wenn du dich traust" schon gelesen. Bisher hat die sympathische Wienerin ihre Bücher selber verlegt. Mit diesem frechen, romantischen und humorvollen Werk wagt sie nun den Schritt in die Verlagswelt und ich freue mich riesig darüber, denn ich hoffe, dass "Wenn du dich traust" damit ein noch breites Publikum bekommt. Ich für meinen Teil freue mich schon auf diesen Re-read.

Ich habe mir vorgenommen, "Selection" dann schön an einem Stück zu geniessen, wenn Band 4 erschienen ist. Damit ich dann startklar bin, ist nun "Der Erwählte" bei mir eingezogen.

Band 2 & 3 von "Grischa" konnte ich mir glücklicherweise beide ertauschen, so dass nun die gesamte Trilogie auf mich wartet. Ich freue mich schon riesig darauf. Nicht nur, dass die Bücher optisch ein Highlight sind, ich bin mir eigentlich auch jetzt schon sicher, dass sie mir gefallen werden.

Bei "Das zufällige Leben der Azalea Lewis" von J.W. Ironmonger ist mir als erstes das Cover ins Auge gestochen. So musste ich einfach die Inhaltsangabe durchlesen ... und diese tönt so einzigartig und vielversprechend, dass ich es einfach lesen muss .... 

Von Adriana Popescu habe ich schon "Versehentlich verliebt" sehr gerne gelesen. Eigentlich wollte ich mit "Ewig und eins" noch ein wenig warten, doch dann hat trotzdem die Ungeduld gesiegt. Ich bin mir sicher, dass es wieder ein grosser Lesespass sein wird. 

Und dann kam überraschend noch ein "kleines" Gute-Besserung- und Aufheiterungs-Paket von Lilly bei mir an. Sie hatte mit meiner momentanen Situation Mitleid und schickte für meine Kinder und mich (Vor-)Lesestoff und Süssigkeiten. Mit dabei auch ihrer erster Roman "Märchenzauber". Ich bin schon sehr gespannt auf die Geschichte. Nochmals ganz herzlichen Dank!



Habt ihr eines der Bücher schon gelesen?
Oder steht noch eines davon auf eurer Wunschliste?
Welchen Titel sollte ich möglichst schnell lesen?