Mittwoch, 19. März 2014

[Wer "A" sagt . . .] mit Bernd Perplies








Vor meiner Karriere als Autor  . . . .

… hatte ich vor, Lokomotivführer, Feuerwehrmann, Astronaut, Meeresbiologe, Filmregisseur und Rollenspiel-Erfinder zu werden – in ungefähr dieser chronologischen Reihenfolge. Tatsächlich gearbeitet habe ich einige Jahre im Deutschen Filminstitut in Frankfurt am Main und in Wiesbaden, unter anderem für filmportal.de, eine Website, die sich ganz dem deutschen Film zwischen 1895 und heute gewidmet hat.


Mir gefällt an meinem Beruf, . . . .

… dass er voller Abwechslung ist. Dass er mir erlaubt, meine Kreativität zu entfalten. Dass ich erst um neun Uhr aufstehen muss, dafür aber bis tief in die Nacht schreiben kann. Dass ich für eine Arbeit bezahlt werde, die ich liebe. Dass ich mit dem, was ich tue, vielen Lesern ein paar Stunden der abenteuerlichen Zerstreuung schenken darf.


Ein Tag im Leben eines Autors . . . .

… ist grundsätzlich zu kurz. Ich jongliere für gewöhnlich mit so vielen Ideen, Projekten und Interessen gleichzeitig herum, dass ich mir regelmäßig abends wünsche, der Tag hätte noch ein paar Stunden mehr, um all das zu schaffen, was ich gerne noch geschrieben und gelesen und sonst so gemacht hätte. 


Meine Ideen für ein Buch . . .

… haben ihren Anfang meist in einem sehr vagen Eindruck, einem Konzept, einer Figur, einem Schlüsselbild. Von da an arbeite ich mich langsam bis zu einem Exposé voran, dann zu einem Kapitelexposé und schließlich zum Roman selbst. Inspiration hole ich mir dabei von überallher: aus dem Internet, aus der Zeitung, während langer Zugfahrten, die ich aus dem Fenster schauend verbringe, oder bei Spaziergängen durch die Stadt, bei denen ich die Menschen um mich beobachte.


Ein unvergessliches Erlebnis als Autor . . .

… war für mich der Moment, als mir ein Freund erzählte, seine kleinen Töchter hätten zu Fasching als die Hauptfiguren meiner Kinderbuchreihe „Drachengasse 13“ gehen wollen. Überhaupt hat mir die mit meinem Autorenkollegen Christian Humberg verfasste Reihe viele tolle Momente beschert. Etwa den, als mir ein Fan einen unglaublich gelungenen, selbst genähten Fleck überreichte (Fleck ist ein kleiner Drache, der in der Buchreihe das Maskottchen gibt). Oder als ein Kollege mir im März 2012 erzählte, sein Sohn habe gefragt, wie oft er noch schlafen müssen, bis es August sei (der Monat, in dem der vierte Band von „Drachengasse 13“ erscheinen sollte).


Mein Lieblingsbuch . . .

… kann ich unmöglich benennen. Ich habe zu viele gelesen, aber nur sehr wenige davon zwei Mal –einfach, weil es mich ständig reizt, neue Geschichten kennenzulernen. Zu den Büchern, die mich im Laufe der letzten 25 Jahre auf die eine oder andere Weise berührt haben, gehören aber beispielsweise „Spiegelzeit“ von Wolfgang Hohlbein, „Berge des Wahnsinns“ von H. P. Lovecraft, „Die Farben der Magie“ von Terry Pratchett, „Der Drachenbeinthron“ von Tad Williams und „Rendezvous mit Rama“ von Arthur C. Clarke (in etwa dieser chronologischen Reihenfolge).


Als nächstes plane ich . . .

… mir ein Abendessen zuzubereiten. Und danach schreibe ich vielleicht noch ein wenig. So bis Mitternacht. Denn einerseits schreibe ich nicht nur gerne abends, ich habe andererseits 2014 auch noch eine Menge vor. Also keine falsche Müdigkeit vorschützen! Frisch hineingestürzt ins Meer der Ideen.








Als Kind . . . .

… habe ich bei einer Deutschklausur in der Grundschule heillos überzogen, weil ich einfach nicht aufhören konnte, die fantastische Welt zu beschreiben, die wir uns als Aufgabenstellung ausdenken sollten.


Bücher . . . .

… sind meine einzige wahre Sucht.


Es war einmal . . . .

… ein junger Mann, der sich entscheiden musste, ob er einen „ordentlichen“ Job ergreifen oder seinen Traum leben sollte; er entschied sich für Letzteres – und hat es nie bereut.


Am liebsten . . . .

… esse ich meine Pizza mit Hackfleisch, Pilzen, Zwiebeln und Paprika.


Seit gestern weiß ich, . . . .

… dass der Wertstoffhof bei uns in der Stadt dienstags geschlossen hat.


Schon immer . . . .

… frage ich mich, warum es den Menschen offenbar so viel leichter fällt, einander zu schaden, als nett zueinander zu sein.


Ich will gar nicht wissen, . . . .

… wie viel Platz ich in zehn Jahren brauche, um meine Büchersammlung unterzubringen.






Bernd Perplies, geboren 1977 in Wiesbaden, studierte Film- und Literaturwissenschaft in Mainz. Parallel zu einer Anstellung beim Deutschen Filminstitut (DIF) in Frankfurt am Main, wandte er sich nach dem Studium dem professionellen Schreiben zu. Heute ist er als Schriftsteller, Übersetzer und Journalist tätig. Er ist Redakteur der Website Ringbote.de sowie des "Corona Magazine" und gehört zum Übersetzungsteam der "Star Trek"-Romane von Cross Cult. Im August 2008 kam sein Debütroman "Tarean - Sohn des Fluchbringers" auf den Markt, weitere Werke folgten."Drachengasse 13" ist sein erstes Kinderbuch. Bernd Perplies lebt bei Stuttgart, zusammen mit etwa 1000 Büchern und einer einzelnen tapferen Grünpflanze.

Mehr über ihn erfahrt ihr auf: www.bernd-perplies.de

(Bild- und Textquelle: *klick*)






  1. Drachengasse 13, Band 01: Schrecken über Bondingor    → zu meiner Rezension
  2. Drachengasse 13, Band 02: Geister aus der Tiefe
  3. Drachengasse 13, Band 03: Das Geheimnis der Xix
  4. Flammen über Arcadion    → zu meiner Rezension
  5. Im Schatten des Mondkaisers    → zu meiner Rezension
  6. Das geraubte Paradies
  7. Magierdämmerung 1 - Für die Krone
  8. Magierdämmerung 2 - Gegen die Zeit
  9. Magierdämmerung 3 - In den Abgrund
  10. Tarean - Sohn des Fluchbringers
  11. Tarean - Erbe der Kristalldrachen
  12. Tarean - Ritter des Ersten Lichts
  13. Perry Rhodan Neo 15: Schritt in die Zukunft
  14. Perry Rhodan Neo 26: Planet der Echsen
  15. Das schleichende Grauen

      
      
      
      
      




Lieber Bernd, 
herzlichen Dank, dass du bei meiner Aktion "Wer A sagt . . " mitgemacht hast. Es ist für mich immer sehr spannend, Kontakt mit den Autoren selber zu haben. Nochmals herzlichen Dank für dein Gewinnspiel, bei dem ich ein signiertes Exemplar von "Das geraubte Paradies" gewonnen habe. Ich bin schon sehr gespannt, wie die letzte Reiseetappe von Carya aussieht.
Und ja, auch mein Tag hat immer zu wenige Stunden ... bei mir ist aber der Grund, um all die tollen Bücher, die ihr Autoren schreibt, zu lesen ....
liebe Grüsse Favola


Und wer auch die anderen B-Sager kennenlernen möchte, findet diese hier: *klick*

Dienstag, 18. März 2014

[Rezension] "Ich bin Tess" von Lottie Moggach






Titel: Ich bin Tess
Reihe: nein
Originaltitel: Kiss me first
Autorin: Lottie Moggach
Verlag: Script5 (17. Februar 2014)
Genre: Jugendbuch
ISBN: 978-3839001585
Seiten: 349



Als ich an der letzten Frankfurter Buchmesse von diesem Titel erfahren habe, hat mich dieses brisante Thema sehr angesprochen.




Würdest du dein Leben aufgeben, um das eines anderen zu übernehmen? Leila hat Tess nie zuvor getroffen. Doch sie weiß mehr über sie als irgendjemand sonst. Tess hat Leila nie zuvor getroffen. Doch wenn sie unbemerkt aus der Welt scheiden will, muss sie Leila ihr Leben anvertrauen. Zu Beginn ist es leicht für Leila, sich online als Tess auszugeben. Niemand durchschaut ihr Spiel. Doch wie lange lässt sich eine solche Lüge aufrechterhalten? Okay, nehmen wir uns einmal dieses hypothetische Dilemma vor: Eine Frau leidet an einer Krankheit, die an und für sich nicht lebensbedrohlich ist, aber ihre Lebensqualität stark einschränkt und auch nicht heilbar ist. Nach reiflicher Überlegung kommt sie zu dem Schluss, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Aber sie weiß, dass sie damit ihrer Familie und ihren Freunden großen Kummer bereiten würde und handelt daher nicht. Dennoch wünscht sie sich verzweifelt den Tod und an dieser Einstellung ändert sich auch über die Jahre nichts. Irgendwann kommt sie zu dir und sagt, ihr sei ein Weg eingefallen, wie sie ihren Plan in die Tat umsetzen kann, ohne ihre Familie und ihre Freunde unglücklich zu machen, aber dafür brauche sie deine Hilfe. Was würdest du tun? Würdest du ihr helfen?
(Bild- & Textquelle: cbj)



Einstieg ins Buch:
Es war ein Freitagabend und das Projekt lieft seit ungefähr neun Wochen. Tess' Stimme klang ganz normal, aber ich konnte sehen, dass sie geweint hatte, und ihr schmlaes Gesicht war blass.

Die Thematik von "Ich bin Tess" ist brisant und wieder einmal etwas ganz Neues. Sterbehilfe ist ja ein heiss diskutiertes Thema, doch wie sieht es mit Online-Suizid-Hilfe aus?

Das Buch ist aus der ich-Perspektive von Leila erzählt, es ist eigentlich ihr Bericht über dieses gewagte Projekt 'Tess'. Nachdem ihre Mutter gestorben ist, lebt sie total abgeschottet in einer winzigen Wohnung und verbringt die meiste Zeit an ihrem Laptop. Facebook und seinen dubiosen Statusmeldungen steht sie eher kritisch gegenüber, dafür zockt sie umso lieber Onlinespiele. Dann stösst sie auf das Internetforum "Red Pill", in dem über Gott und die Welt debattiert und philosophiert wird. Schnell wird einem klar, dass Leila sehr intelligent ist und das bleibt auch dem Administrator der Seite nicht verborgen und bald wird sie in einen inneren Kreis aufgenommen und sogar zu einem Treffen eingeladen.
Da Leila sehr fasziniert ist von Adrian, geht sie darauf ein. Den beiden geh der Gesprächsstoff nicht aus, doch plötzlich rückt Adrian mit seinem eigentlichen Anliegen heraus: Er möchte, dass Leila Tess hilft. Diese wollte schon lang Suizid begehen, möchte aber Freunde und Familie nicht traurig zurück lassen. Aus diesem Grund soll Leila virtuell ihr Leben übernehmen.

Nur kurz stellt sich für Leila die Frage, ob sie dieses doch sehr gewagte Projekt übernehmen soll, doch sie ist der Meinung, dass jeder das Recht über die Bestimmung seines eigenen Lebens hat und somit auch über den eigenen Tod.

Im Leben geht es um Qualität und nicht um Quantität, darum bleibt es jedem Individuum selbst überlassen, ob das seine es Wert ist, weitergelebt zu werden oder nicht."     (Leila, Seite 52)

Somit beginnt für Leila eine langwierige Recherchearbeit und für mich als Leser ein doch recht zäher Teil, durch den ich mich stellenweise durchbeissen musste. Leila muss nämlich Tess ganz genau kennenlernen. Wer sie ist, wie sie agiert, reagiert, denkt und schreibt.
Tess ist das totale Gegenteil von ihr. Sie ist offen, bunt, laut ..... aber eben auch manisch-depressiv, was auch der Grund für diesen Ausstieg aus dem Leben ist.
Leila hat ein detailliertes Leben für Tess entworfen und nach deren Auschecken übernimmt sie alle Kontakte von ihr. Da sich ihr Leben fast ausschliesslich vor dem Bildschirm sitzt, wächst sie immer mehr in Tess' Rolle hinein und langsam aber sicher vermischen sich ihre beiden Identitäten. Doch es kommt wie es kommen muss: Ihre hart erarbeitete Fassade bekommt zuerst nur kleine Risse und beginnt dann zu bröckeln ....
Und an dieser Stelle nimmt die Geschichte an Fahrt auf und konnte mich im letzten Drittel doch noch faszinieren.

Ich glaube, ich fange langsam an zu akzeptieren, dass es im Leben nun mal nicht nur Schwarz und Weiss gibt, genauso wenig wir auf jede Frage eine Antwort. Es werden immer ein paar Grauzonen übrig bleiben und vielleicht ist das auch gar nicht so schlimm.     (Seite 348)




"Ich bin Tess" tischt einem ein äusserst schwieriges Thema auf, das die meisten von uns bestimmt moralisch nicht unterstützen könnten. Umso interessanter ist die Thematik.
Leider konnte mich Lottie Moggach erst im letzten Drittel des Buches packen, zuvor musste ich mich durch eine doch recht zähe Kennenlern- und Recherchephase arbeiten.











Lottie Moggach ist freiberufliche Journalistin, liebt ihre Heimatstadt London und hat ein Faible für das 18. Jahrhundert. In ihrer Freizeit spaziert sie am liebsten mit ihrem Sohn durch die Straßen der britischen Hauptstadt und träumt davon, in einem der georgianischen Häuser zu wohnen. Die Idee zu ihrem ersten Roman Ich bin Tess kam ihr vor einigen Jahren, als sie viel zu viel Zeit mit Facebook verbrachte.

(Bild- & Textquelle: Loewe Verlag)


Gemeinsam lesen #52



eine Aktion von Asaviels Bücher-Allerlei


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Gestern habe ich "Schlaf nicht ein" von Michelle Harrison begonnen. Trotz dem Titel bin ich gestern nicht mehr weit gekommen und musste mich der Müdigkeit geschlagen geben. Ich bin auf Seite 72.



2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Der erste Morgen in Past Lives zog wie hinter einem Schleier an mir vorbei und bestand aus Formularen, Notausgängen und Bestimmungen zu Arbeits- und Gesundheitsschutz.



3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Schattengestalten, REM-Schlaf, Nahtoderfahrung, ausserkörperliche Erfahrungen. Astralreisen .... alles sehr interessante Themen, aber das Buch hat mich noch nicht ganz gepackt. Toll finde ich aber, dass hier mal wieder männliche Protagonisten zum Zug kommen. Ich-Erzähler Elliott mit Vater und Bruder .... Ich bin aber schon gespannt, wie es weitergeht.



4. Welchen Blog, der auch am Gemeinsam Lesen teilnimmt (egal ob nur manchmal, hin und wieder oder ganz regelmäßig) besuchst du besonders gerne? Und warum?

Hm, das kann ich jetzt gar nicht so sagen, denn ich muss ja beschämt zugeben, dass ich Asaviels tolle Idee ganz schön habe schleifen lassen .... war zu Beginn dabei und dann ganz lange nicht mehr .... Und so muss ich mir erst einmal ein Bild machen, wer alles mit von der Partie ist   :-)
(Und wenn ich Zeit habe, wird dann diese Antwort vielleicht noch geändert ....)



Was lest ihr momentan gerade?



Montag, 17. März 2014

[Montagsfrage] Liest du die Rezensionen zu einem Buch vor oder nach dessen Lektüre?



Liest du die Rezensionen zu einem Buch vor oder nach dessen Lektüre?


Diese Frage kann ich nicht so einfach mit einem Ja oder Nein beantworten ....

Wenn ich ein Buch schon zuhause habe, dann lese ich die Rezensionen nie vor dem Lesen. Wenn ich dann jedoch meine eigene Rezension veröffentlicht habe, bin ich immer wahnsinnig gespannt, was andere zu dem Buch meinten, google andere Rezensionen zu diesem Titel und lese und kommentiere sozusagen als Abschluss des Buches andere Meinungen.

Wenn ich mir bei einem Buch jedoch noch nicht sicher bin, ob es etwas für mich ist oder nicht, dann schaue ich mir andere Rezensionen an. ABER: In diesem Fall lese ich eigentlich immer nur das Fazit, denn ich habe schon den einen oder anderen üblen Spoiler erlebt.

Ganze Rezensionen lese ich eigentlich nur dann, wenn ich das Buch schon gelesen und rezensiert habe.


Und wie handhabt ihr das? Lest ihr Rezensionen vor oder nach dessen Lektüre?


Samstag, 15. März 2014

Ich bin dabei: Lielans Dystopien Challenge 2.0



Der Zeitraum
15. März 2014 - 15. März 2015

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Die Teilnahmebedingungen

 Mindestens 10 Dystopien lesen, allerdings nach verschiedenen vorgegebenen Richtlinien. Es werden 20 verschiedene Aufgaben vorgeben und man kann dann 10 auswählen, die einem am besten gefallen:

  • 1. Teil einer Trilogie
  • 2. Teil einer Trilogie
  • 3. Teil einer Trilogie
  • Lila Cover
  • Rotes Cover
  • Blaues Cover
  • Grünes Cover
  • Schwarzes Cover
  • Weißes Cover
  • Ein Titel, in dem der Buchstabe "L" (für Lielan) vorkommt
  • Ein Titel, der nur aus einem Wort besteht
  • Dystopie mit mehr als 500 Seiten
  • Dystopie mit weniger als 350 Seiten
  • Dystopie eines deutschen Autors Dystopie einer deutschen Autorin
  • Dystopie, in der auch Fantasywesen vorkommen
  • Eine englische Dystopie
  • Cover auf dem ein Vogel ist
  • Cover auf dem ein Gesicht gezeigt ist
  • Cover auf dem ein Auge ist

Gewinnchancen
Bei meiner gewählten Variante, kann man einen 10€ als Amazon-Gutschein gewinnen.


meine gelesenen Dystopien:
  1. Cover auf dem ein Gesicht gezeigt ist:   "Gelöscht" von Teri Terry
  2. Ein Titel, der nur aus einem Wort besteht:   "Zersplittert" von Teri Terry
  3. grünes Cover:   "Die Bestimmung - Letzte Entscheidung" von Veronica Roth
  4. Dystopie mit mehr als 500 Seiten: "Partials 02. Fragmente" von Dan Wells
  5. Dystopie mit weniger als 350 Seiten: "Monument 14. Die Flucht" von Emmy Laybourne
  6. 1. Teil einer Trilogie: "Die fünfte Welle" von Rick Yancey
  7. Weißes Cover: "Vernichtet" von Teri Terry

Sonntag, 9. März 2014

[Rezension] "Dustlands. Der Herzstein" von Moira Young





Titel: Der Herzstein
Reihe: Dustlands, Band 2/3
Originaltitel: Rebel Heart
Autorin: Moira Young
Genre: Endzeit, Fantasy
Verlag: FISCHER FJB (20. Februar 2014)
ISBN: 978-3841421463
Seiten: 432
vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren





Ich glaube, ich habe bisher noch auf keinen zweiten Band so lange und so sehnlich gewartet. Vor mehr als zwei Jahren hat mich "Duslands. Die Entführung" total überrascht und begeistert und ich wollte so schnell wie möglich erfahren, wie es mi Saba, Jack, Lugh und Emmi weitergeht.
Da der erste Teil so lange zurück liegt, habe ich meine Erinnerungen mit dem Hörbuch aufgefrischt und das war genau das Richtige.



Saba ist mit ihrem Zwillingsbruder Lugh und ihrer kleinen Schwester Emmi unterwegs nach Westen, um ihren Freund Jack zu treffen. Doch der Weg durch die Dustlands ist gefährlich. Jemand hat einen Preis auf Sabas Kopf ausgesetzt. Jack wird gefangen genommen und muss mit den Soldaten des neuen Machthabers weiterziehen. Kann man ihm noch trauen? Ohne Rücksicht auf ihre Familie und Freunde zu nehmen, will Saba Jack auf eigene Faust befreien – und fällt dabei dem Feind direkt in die Arme.
(Bild- und Textquelle: Fischer FJB)





Einstieg ins Buch:
Es ist später Nachmittag. Seit dem Morgen folgt der Pfad einer Reihe von Lichtmasten. Besser gesagt, den eisernen Überresten von dem, was einmal Lichtmasten waren, damals zur Zeit der Abwracker, vor undenklichem Zeiten.

In diesen zweiten Band von "Dustlands" steigen wir an der Seite von Jack ein. Er muss in den Sturmgürtel, um einer alten Freundin eine traurige Nachricht zu überbringen. Doch schon nach wenigen Seiten stösst er auf Probleme und ganz abrupt schwenkt die Perspektive zu Saba, ihrem Zwillingsbruder Lugh und Emmi, die auf dem Weg nach Westen sind, auf der Suche nach dem Meer, nach einem besseren Leben.
Dieser Part wird wieder gewohnt aus der ich-Perspektive von Saba erzählt. Aus Band 1 kennen wir sie als Kämpfernatur, die über Leichen geht, doch nun wird sie genau von dieser Vergangenheit eingeholt. Ängste, Dunkelheit verunsichern sie immer mehr und ihre Sehnsucht nach Jack wächst. Sie ist der Überzeugung, dass nur er ihr helfen kann, doch er ist unerreichbar und sie driftet immer mehr in eine Art Wahnsinn ab.

Und selbst wenn - er ist alt genug, hat genug erlebt, um zu wissen, dass man das Böse auf der Welt nicht ausrotten kann. Man tötet es vor sich, und wenn man sich umdreht, steht es hinter einem.     (Seite 19)

Moira Young hat eine ganze Reihe besondere Charaktere mit Ecken und Kanten entworfen, die mir ausgezeichnet gefallen haben. Allen voran Saba ... obwohl - oder vielleicht gerade weil - sie einige Schwächen hat und meistens sehr impulsiv und unüberlegt handelt, ist sie mein Lieblingscharakter in dieser Reihe.
Ihre kleine Schwester Emmi hat sich enorm gemacht und bringt den nötigen Charme in die Geschichte und Slim mit seinem Kosmischen Kompendalorium ist einfach ein unbezahlbares Original, das einem in dieser düsteren, brutalen Welt doch ab und zu ein Schmunzeln auf die Lippen zaubert.
Auch Lugh findet seinen Platz in der Geschichte, doch anders als erwartet, sind er und Saba nicht ein Herz und eine Seele, ganz im Gegenteil. Er ist undankbar und wahnsinnig eifersüchtig, so dass er jeden Konflikt schürt und an Jack kein gutes Haar lässt.
Doch Jack macht es einem in diesem Teil auch nicht ganz einfach und Moira Young zieht die Fäden so geschickt, dass man sich als Leser nie ganz sicher ist, woran man nun mit ihm ist.

"Du verdienst einen Mann, der ... der dir die Sterne vom Himmel pflückt und sie dir zu Füssen legt. Ich bin eher die Sorte Mann, die auf dem Weg zur Tür darüber wegtrampeln."     (Seite 427)

Moira Young besticht mit einer äusserst spannenden Story und facettenreichen einzigartigen Charaktere. Doch was "Dustlands" vor allem ausmacht, ist ihr Schreibstil. In kurzen, zum Teil abgehackten Sätzen, baut sie eine dermassen dichte Atmosphäre auf, dass ich atemlos von Seite zu Seite geblättert habe. Ich habe gelitten, mitgefiebert, überrascht die Luft angehalten, getrauert, gehofft und wurde mit einem wunderschönen Ende belohnt .... doch die letzte Seite lässt nicht nur Gutes erahnen .... und leider heisst es nun erste einmal weder sich in Geduld zu üben, bevor das Dustlands-Fieber erneut ausbricht.
Der dritte Band "Raging Star" kommt im Englischen im Mai 2014 heraus.




 Moira Young hat mit ihrer Endzeitfantasy-Trilogie ein Fieber in Umlauf gebracht, gegen das meine Abwehrkräfte machtlos waren. Schon auf den ersten Seiten von "Dustlands. Der Herzstein" habe ich Feuer gefangen, Spannung wurde geschürt, Emotionen kochten über und auch nach dem Zuklappen des Buches ist die Temperatur definitiv noch erhöht. 







Hiermit verleihe ich dem Buch "Dustlands. Der Herzstein"

von Moira Young die goldene Leseente.






  1. Die Entführung
  2. Der Herzstein
  3. Der Blutmond

      







Moira Young, geboren und aufgewachsen in British Columbia im Westen Kanadas, trat als Schauspielerin und Opernsängerin in Kanada und Europa auf. Heute lebt und arbeitet sie als freie Autorin in Bath, England.
(Textquelle: Fischer Verlage)




Mittwoch, 5. März 2014

[ABC Challenge der Protagonisten] Monatsaufgabe März



Im Februar ging es darum, die Protagonisten zu Zitaten herauszufinden. Hier zuerst einmal die Lösungen:


Zitat Nummer 1:
"Das ist nicht fair“, sagte ich. „Es ist so unglaublich unfair.“ „Die Welt“ sagte er, „ist keine Wunscherfüllmaschine."
   Augustus aus "Das Schicksal ist ein mieser Verräter"


Zitat Nummer 2:
"Seine Augen... Es war wie ein Sprung in die Tiefsee, ohne Hoffnung, den Meeresgrund jemals zu erreichen."
   Elyas aus "Kirschroter Sommer" 


Zitat Nummer 3:
"Hey". Seine Stimme ist so sanft so sanft so sanft. Seine Arme sind stärker als alle Knochen in meinem Körper. Er zieht mich an siene Brust, und ich zersplittere. 2 3 4 50000 Gefühlssplitter bohren sich in mein Herz, schmelzen zu warmen Honigtropfen, die all die Narben in meiner Seele glätten.
   Adam aus "Ich fürchte mich nicht"

Zitat Nummer 4: 
Der Neue schwappt himmelblau über mich hinweg, mit Spuren von Schwarz und glitzernden Funken aus tiefem, geheimnisvollem Gold. Ich blinzle verwirrt. Diese Farbkombination hatte ich noch nie auf meinem inneren Monitor, und es gelingt mir nicht, sie einzuordnen.
   Mattis aus "Der Geschmack von Sommerregen" 
  
Zitat Nummer 5:
Ich hatte mich immer als vollständiges Bild gesehen. In Wirklichkeit aber war ich ein Puzzleteil, doch das wurde mir erst klar, als ich das Teil fand, das zu mir gehörte.
   Sam aus "Nach dem Sommer" 


Ich werde nach und nach eure Punkte in die Liste eintragen.


Nun aber zur März-Aufgabe ....
Ich habe Teile von sechs Covern übereinander gelegt und möchte von euch die dazugehörenden Protagonisten wissen.




  • Pro richtigen Protagonisten gibt es einen Punkt.
  • Das unten stehende Formular muss bis Ende März ausgefüllt sein, damit die Punkte gewertet werden.
  • Bitte nennt keine Lösung in den Kommentaren.